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GeMhwlndlgkeitsMeer.
Nach vorliegender Erfindung dient die Wurfweite eines geworfenen Körpers als Mass für die zu messende Geschwindigkeit. Geworfen wird dieser Kötper von einer Förder- maschine, die durch den Maschinenteil dessen Geschwindigkeit zu messen ist, mittelbar oder unmittelbar angetrieben wird. Eine Wegleitung für das geförderte Material ist zweckmässig so beschaffen, dass dieses Material einen Kreislauf ausfuhrt und nach demselben wiederum verwendet werden kann. Die Wegleitung für das Material ist derart, dass bei verschiedenen Geschwindigkeitsbereichen nur bestimmte, abstufbare Bruchteile des geförderten Materials fortgeschleudert werden. Die Wurfweite des so geschleuderten Materials liefert das Mass für die gesuchte Geschwindigkeit.
Ist die Geschwindigkeit des Materials in dem Augenblicke, in welchem es frei wird, gross, so werden die Wurflinien gestreckt, ist sie klein, so werden sie gekrümmter. Jede einzelne aus der Schar der Wurflinien, die von der Stelle ausgehen, wo das geförderte Material den freien Wurf beginnt, entspricht einer bestimmten Geschwindigkeit. Zeichnet man diese Linien z. B. in geeigneter Weise auf eine dahinterliegende Fläche, so dass die wirkliche Wurflinie mit einer gezeichneten sich decken kann und schreibt man weiter an die Kurven die zugehörigen Geschwindigkeiten, so kann die gesuchte Geschwindigkeit unmittelbar abgelesen werden. Es wird auch zweck- mässig sein, die Fläche, die die Kurven eingezeichnet enthält, spiegelnd zu wählen, um paralaktische Ablesefehler möglichst zu vermeiden.
Statt die Kurven ganz einzuzeichnen, kann man auch nur z. B. ihre Schnittpunkte mit einer Geraden anzeigen, die die Wurflinien schneidet. Als solche Gerade eignen sich besonders gut beim horizontalen Wurf die horizontalen Linien, die um eine innerhalb praktischer Grenzen beliebige Fallhöhe unter dem Ausgangspunkt dfr Wurfbewegung liegen und beim schiefen Wurf entsprechende Linien, die aber statt in horizontaler Richtung in der Richtung parallel zur anfänglichen Wurfrichtung gezogen sind. Man kann dann als Mass für die gesuchte Geschwindigkeit die Wurfweite betrachten, die durch eine Strecke auf jener Geraden dargestellt ist, wobei diese Strecke einerseits begrenzt wird durch das Lot vom Ausgangspunkt der Wurfbcwegung und andererseits durch den Schnitt der Geraden mit der Wurflinie.
Haben Fördermaschine und Wegleitung derartige Eigenschaften, dass das beförderte
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ist der zu messenden Geschwindigkeit, so liefert'die nach obigen Angaben gemessene Wurfweite ein lineares Mass für. die gesuchte Geschwindigkeit, d. h. man kann eine gleich-
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nachzuweisen, sei C die gesuchte Geschwindigkeit, c die Anfangsgeschwindigkeit der Wurfbewegung, dann ist unter obiger Voraussetzung C = k c, wo k eine Konstante ist.
I) io Anfangsgeschwindigkeit besitzt den Elevationswinliol a, entsprechend Fig. 3 der Zeichnung. 11 sei die beliebige Fallböho, t sei die Zeit, während welcher das Stück 0 B der Wurflinie zurückgelegt wird und JV bedeutet die oben definierte Wurfweite. Die Bewegung von 0 nach B ergibt sich dann als Supperposition der gleichförmigen Bewegung
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Is !. == 0. so haben wir den horizontalen Wurf, dann ist auch A B horizontal. Obigo Rechnung bleibt dieselbe.
Von den verschiedenen möglichen Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind ganz besonders die hervorzuheben, bei denen als Fördermaschine ein Pumpwerk, als Wegleitung eine Röhrenleitung und als Fördermaterial eine Flüssigkeit benützt ist. Die Wurfbewegung für die Flüssigkeit kann bei obigen, speziell hervorgehobenen Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes durch eine Unterbrechung der Röhrenleitung erzielt werden.
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in Fig. 1 der Zeichnung ist eine beispielsweise Aushrungsform des Erfindungs. gogenstandes dargestellt, welche in die Kategorie der obengenannten gehört.
Fig. 2 ist eine Oberansicht eines Teiles von Fig. 1. Es ist dort W eine Welle, von welcher ans das Pumpwerk p mittels Antriebes B in Tätigkeit gesetzt werden kann. Q ist ein Flüssigkeitsbehälter, aus welchem das Pumpwerk p die Fördernüssigkeit in die Leitung k fördern kann.
Die Wurfbewegung vollzieht sich in dem als Fallraum dienenden Kasten S. In diesem Kasten endigt die Leitung k in einer Röhre mit zweckmässig verengtem Ausfluss- querschnitt. Die Flüssigkeit geht vom Kasten 8 mittels Überlaufes und Rohrleitung zur Pumpe zurück.
Der Kasten 8 besitzt zwei relativ grosse Seitenflächen. Beide sind aus Glas, wobei die hintere spiegelnd ist und die Schar der Wurflinien trägt. Denkt man diese Kurven mit Linien, die verschiedenen Fallhöhen entsprechen, geschnitten, so erhält man eine Einteilung dieser Linien, die gleichfalls zur Geschwindigkeitsablesung herbeigezogen werden kann. Damit der Flüssigkeitsstrahl gut sichtbar wird, kann es zweckmässig sein, die Flüssigkeit zu färben.
Will man den Messbereich des Instrumentes über ein recht grosses Bereich verschiedener Geschwindigkeiten ausdehnen, ohne den Kasten S unbequem lang zu machen,
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zuführen, die verschieden grosse, zweckentsprechend abgestufte Ausfll1ssöffnungen haben. Man kann auch zum gleichen Zweck die geförderte Flüssigkeit einem Verteiler zuführen, der gestattet, nur einen bestimmten, zweckmässig abstufbaren Bruchtei) der gesamten geförderten Menge zur Geschwindigkeitsmessung durch Wurf herbeizuziehen und die übrige geförderte Menge unmittelbar in den Speisebehälter zurückzuführen.
Es empfiehlt sich ein Pumpwerk zu verwenden, bei dem innerhalb eines weiten Bereiches die gelieferte Menge proportional ist der Pumpgeschwindigkeit. Dies kann bei den gewöhnlichen Ventilpumpen dadurch erzielt werden, dass man die Saughöhe lupin macht und die Flüssigkeitsmenge zu den Saugventilen und durch dieselben weit macht im Verhältnis zum Querschnitt des Pumpenstiefels.
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Geschwindigkeitsmesser, bestehend aus einer der zu messenden Geschwindigkeit entsprechend angetriebenen Fördermaschine, dadurch gekennzeichnet, dass die Wurfweite des Fördermaterials nach Verlassen des Förderorganes (Röhre) als Mass für die Ge- schwindigkeit dient.