AT221311B - Fungizides Mittel - Google Patents

Fungizides Mittel

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AT221311B
AT221311B AT460860A AT460860A AT221311B AT 221311 B AT221311 B AT 221311B AT 460860 A AT460860 A AT 460860A AT 460860 A AT460860 A AT 460860A AT 221311 B AT221311 B AT 221311B
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AT
Austria
Prior art keywords
sep
fungicidal agent
fungicidal
quinolinequinone
piperidinyl
Prior art date
Application number
AT460860A
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English (en)
Inventor
Anton Dr Wagner
Walther Dr Beck
Alfred Dr Diskus
Original Assignee
Chemie Linz Ag
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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Fungizides Mittel 
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind fungizide Mittel, die als wirksamen Bestandteil eine oder mehrere der Verbindungen der allgemeinen Formel (I) : 
 EMI1.1 
 enthalten, in der X und Y je ein Halogenatom eine Oxy- oder Mercaptogruppe, die durch einen Alkyl-, Cycloalkyl- oder Acylrest substituiert sein können, einen stickstoffhaltigen heterocyclischen Rest wie den Piperidinyl-, den Piperazinyl- oder den Pyrrolidylrest, oder eine Nitrogruppe bedeuten, wobei für den Fall, dass eine der Gruppen X oder Y Halogen bedeutet, die andere Gruppe immer eine andere Bedeutung als Halogen besitzt. 



   Es konnte nämlich gefunden werden, dass die Verbindungen der Formel I das Wachstum von schädlichen Pilzen, wiesie vor allem auf Pflanzen, jedoch auch z. B. auf Holz, Papier, Leim oder Textilien zu finden sind, in sehr starker Weise hemmen bzw. dass sie die Pilze abtöten. 



   Als wirksame Verbindungen können beispielsweise genannt    werden :   
 EMI1.2 
 
Die Herstellung der Wirkstoffe der erfindungsgemässen fungiziden Mittel gelingt auf einfache Weise durch Austausch eines oder beider Halogenatome in 6,   7-Dihalogen-chinolinchinonen   gegen die entsprechenden sauerstoff- oder schwefelhältigen Gruppen. So ist es beispielsweise möglich, durch Behandlung mit NaOH oder Na-Alkylaten die Oxy-oder 0-Alkylgruppe einzuführen, durch Behandlung mit Alkali- 
 EMI1.3 
 entsprechenden 0-Acyl-bzw. S-Acylderivate. Nitrogruppen können durch Umsetzung der Dihalogenchinolinchinone mit    NaN0,   eingeführt werden. Schliesslich ist auch der Austausch der Halogenatome gegen stickstoffhältige heterocyclische Reste durch einfachen Umsatz mit stickstoffhaltigen Heterocyclen wie Piperidin oder Piperazin möglich.

   Bei Substanzen, in denen X und Y in der Formel I verschiedene Bedeutungen besitzen, konnte nicht mit Sicherheit festgestellt werden, welcher der Substituenten an das   C-Atom   in 6-Stellung und welcher an das C-Atom in 7-Stellung gebunden ist. Es ist jedoch   wahrschein-   

 <Desc/Clms Page number 2> 

   . lich, dass zuerst das Halogenatom in 6-Stellung ausgetauscht wird. 



  In den nachfolgenden Beispielen soll die Herstellung einiger wichtiger Vertreter der Verbindungen der Formel I eingehend erläutert werden. 



  6, 7-Chlor-piperidinyl- (l')-chinolinchinon- (5, 8) : 5 684g6, 7-Dichlor-chinolinchinon- (5, 8) werden in alkoholischer Suspension zunächst bei Raumtemperatur mit 650 g Piperidin versetzt. Das Gemisch wird dann kurze Zeit unter Rückfluss gekocht, erkalten gelassen, und derdabei ausfallende Niederschlagwird isoliert. Man erhält 420 g 6,. 7-Chlor-piperidinyl- (1') -chi- nolinchinon- (5, 8) vom Schmelzpunkt 110-1260C.   
 EMI2.1 
 berechneten Menge Netriummethylat umgesetzt. Die Reaktion wird durch halbstündiges Erhitzen zu Ende   geführt.   Nach Verkleinerung des Volumens wird vom ausgeschiedenen Kochsalz abfiltriert, nochmals ein-   5 beengt   und auf   OOC   abgekühlt.

   Aus der kalten Lösung kann man 280 g 6,7-Dimethoxy-chinolinchinon- - (5, 8) vom Schmelzpunkt 115-122 C isolieren. 
 EMI2.2 
 das   6, 7-Chlor-methoxy-chinolinchinon- (5, 8)   vom Schmelzpunkt 185-1900C. 



   6,   7-Bis- (äthylthio) -chinolinchinon- (5, 8) :   
 EMI2.3 
 g Äthylmercaptan und 240 g Natriumhydroxyd werdenin alkoholischem Mediumi triert, und das Filtrat eingeengt. Man erhält so 180 g reines 6,   7-Bis- (äthylthio) -chinolinchinon- (5, 8)   vom
Schmelzpunkt 84-86 C. Weitere Anteile an 6,7-Bis-(äthylthio)-chinolinchinon-(5,8) lassen sich aus der
Mutterlauge gewinnen. 



   Auf analoge Weise lassen sich die übrigen   Bis- (alkylmercapto)-Verbindungen   herstellen. 



   Die erfindungsgemässen fungiziden Mittel können sowohl als Spritzmittel in Form von Lösungen, Sus-   p Pensionen oder Emulsionen,   als auch als Stäubemittel verwendet werden. Zur Herstellung von suspendier- baren Präparaten werden die Verbindungen der Formel I mit inerten Trägerstoffen wie beispielsweise Tal- kum, Kaolinund einem Netzmittel wie Alkylarylsulfonate, Alkylbenzol-Polyoxyäthylenaddukte vermischt, zur Herstellung von   emuglierbareu   Präparaten werden die Wirkstoffe in organischen Lösungsmitteln, gege- benenfalls unter Zusatz von Netzmitteln wie beispielsweise Sulfobernsteinsäureester gelöst.   Diese Präpara-   te können dann vor Verwendung durch Zusatz von Wasser in Suspensionen oder Emulsionen übergeführt werden.

   Neben den dabei verwendeten Hilfsstoffen wie Trägerstoffe, Netzmittel u. dgl., können auch an- dere fungizide Wirkstoffe oder sonstige   Schädlingsbekämpfungsmittel   zugesetzt werden. Durch die Anwe- senheit der Netzmittel wird in vielen   Fällen   auch die Wirkung gesteigert. 
 EMI2.4 
    l : Zur Herstellung eines fungizidenstaubes werden 5 Gew.-Teile 6, 7-Chlor-piperidinyl-Beispiel 2 :   Zur Herstellung eines suspendierbarenPulvers werden 10   Gew.-Teile 6, 7-Chlormeth-     oxy-chinolinchinon- (5, 8)   mit 5   Gew.-Teilen"Hostapon   T" (Ölsäuremethyltaurid) und 35 Gew.-Teilen Kaolin gemischt. Durch Zusatz von Wasser erhält man daraus eine für die Verwendung im Gartenbau geeignete Suspension. 



   Beispiel 3 : Impftest
Eine Aceton-Lösung des Wirkstoffes bekannter Konzentration wird in flüssige Agar-Nährböden eingebracht. Auf diese Weise werden   Nährboden   hergestellt, die die zu prüfende Substanz in bestimmten Konzentrationen, ausgedrückt in Teilen pro Million, enthalten. Nach Verdunsten des Acetons und Erstarren des Nährbodens werden die Platten mit einer wässerigen Suspension der Sporen des zu prüfenden Pilzes beimpft. Um   ein unregelmässiges   Auseinanderfliessen der Sporensuspension zu verhindern und ein regelmässiges, kreisförmiges Wachstum der Kulturen zu gewährleisten, wird vor dem Impfen ein kleines, mit Reisstärke gestärktes Gazescheibchen auf denNährboden aufgelegt. In diesem Gewebe breitet sich der Sporentropfen über eine genormte Fläche aus.

   Die nach 3 Tagen bewachsene Fläche wird planimetriert und mit der Fläche der Pilzkultur in der unbehandelten Kontrolle verglichen, wobei angegeben wird, wieviel Prozent der Pilzkulturfläche in der Kontrolle die Pilzkulturfläche in den Versuchen beträgt. Der daraus graphisch ermittelte   Wert"ED 50"gibt   die Konzentration des zu testenden Wirkstoffes in Teilen pro Million 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Nährboden an, bei deren Anwendung die Fläche der Pilzkultur auf   50% der   von den Kontrollen erreichten Ausdehnung reduziert wird. Je höher der Wert ED 50 ist, umso niedriger ist die Aktivität der Verbindung. 



  Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt. 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> 



  ED <SEP> 50 <SEP> in <SEP> ppm
<tb> Aspergillus <SEP> niger <SEP> Oidium <SEP> lactis
<tb> 6. <SEP> 7 <SEP> - <SEP> Dimethoxy-chinolin <SEP> - <SEP> 90 <SEP> 150
<tb> chinon- <SEP> (5, <SEP> 8) <SEP> 
<tb> 6, <SEP> 7-Chlor-piperidinyl- <SEP> 6 <SEP> 50
<tb> chinolinchinon- <SEP> (5, <SEP> 8) <SEP> 
<tb> 6. <SEP> 7-Chlor-methoxy- <SEP> 30 <SEP> 30
<tb> chinolinchinon- <SEP> (5, <SEP> 8) <SEP> 
<tb> 
 
PATENTANSPRÜCHE : 1.

   Fungizides Mittel, dadurch gekennzeichnet, dass es als Wirkstoff eine oder mehrere der Verbin- dungen der allgemeinen Formel (I) : 
 EMI3.2 
 enthält, in der X und Y je ein Halogenatom, eine Oxy- oder Mercaptogruppe, die durch einen Alkyl-, Cycloalkyl-oder Acylrest substituiert sein können, einen stickstoffhältigen heterocyclischen Rest wie den Piperidinyl-, den   Piperazinyl-oder denPyrrolidylrest   oder eine Nitrogruppe bedeuten, wobei für den Fall, dass eine der Gruppen X oder Y Halogen bedeutet, die andere Gruppe immer eine andere Bedeutung als Halogen besitzt. 
 EMI3.3 


Claims (1)

  1. EMI3.4 EMI3.5 N'einenenthält.
    3. Fungizides Mittel nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen Gehalt an der Verbindung 6, 7-Chlor-piperidinyl-chinolinchinon- (5, 8).
    4. Fungizides Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als aktiven Bestandteil eine Verbindung der Formeln <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 EMI4.2
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3933828A (en) * 1971-02-09 1976-01-20 Shionogi & Co., Ltd. Quinone derivatives and compositions containing the same

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US3933828A (en) * 1971-02-09 1976-01-20 Shionogi & Co., Ltd. Quinone derivatives and compositions containing the same

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