AT220801B - Verfahren zum Imprägnieren von Korken mit thermoplastischen Kunstharzen - Google Patents
Verfahren zum Imprägnieren von Korken mit thermoplastischen KunstharzenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Imprägnieren von Korken mit thermoplastischen Kunstharzen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Imprägnieren von Korken mit thermoplastischen Kunstharzen. Um Korke zu imprägnieren, damit sie gegenüber dem Behälterinhalt vollkommen neutral werden, ist es bekannt, die Korkstopfen mit einem Talkpulver oder Kaol1npulver zu überziehen, d. h. zu überpudern. Zu diesem Zweck werden die Korke gemeinsam mit dem Taikpulver in eine Trommel gebracht. Das Trommeln wird dann ohne Zusatz von Talk fortgesetzt, um überschüssigen Talk von den Korken zu entfernen. Derartige Stopfen zeigen den Nachteil, dass die aufgebrachte Schutzschicht sich sehr leicht wieder löst. Durch die Reibung der Stopfen aneinander bei dem weiteren Transport und der Verpackung bis zur endgültigen Verwendung ist ein grosser Teil des Pulvers bereits wieder abgefallen. Die lose aufsitzenden Pulverteilchen haben auch den Nachteil, dass infolge der Adhäsionswirkung sich leicht Flüssigkeittropfen bilden, die auf keinen Fall erwünscht sind. Es ist ferner bekannt, Stopfen aus Naturkork oder Presskork ganz oder teilweise mit einem Film aus elastischem Kunststoff zu überziehen, indem man die Stopfen in eine Lösung ganz oder teilweise eintaucht, die Mischkondensationsprodukte aus Polyamid bildenden Stoffen enthält. Nach dem Trocknen und Erhärten werden die Korke verwendet, aber auch hier ist nur ein Filmtiberzug auf dem Stopfen gegeben, der bei mechanischer Beanspruchung sich leicht wieder löst und absplittert. Derselbe Nachteil ist gegeben, wenn, wie bereits vorgeschlagen, thermoplastische Kunststoffe, z. B. Polyäthylen, PVC od. dgl., über den Erweichungspunkt hinaus erwärmt und die Stopfen in diese erwärmte Masse eingetaucht werden. Auch das Aufwalzen von Kunststoffilmen in einer Anleimmaschine bringt nur einen Film, der als reiner Überzug wirkt, aber keinerlei Verankerung im Kork selbst besitzt. Die Filme lösen sich schon deshalb leicht ab, weil die Korke sich zusammendrücken lassen und bei Wegfall des Druckes sich wieder ausdehnen. Der Film bricht dann leicht. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Imprägnierungsschicht zu schaffen, die auf jeden Fall fest auf der Oberfläche der Korke sitzt und bis in das Innere der Korke möglichst tief verankert ist. Die Korke dürfen nicht am Flaschenhals anhaften und beim Entkorken dürfen Teile des Imprägnierungsmaterials nicht vom Kork abgehen. Die Verankerung der Imprägnierungsschicht im Innern des Korks wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die gewaschenen Korke im trockenen oder noch feuchten Zustand gemeinsam mit pulverförmigen leicht schmelzbaren Kunstharzen, wie Polyäthylen-, Polystyrol-, PVAoder PVC-Pulver, etwa 3/4 bis 1 Stunde getrommelt und nach dem Überziehen der Korke und Ausfüllen der Poren mit Pulver noch einmal ohne einen Zusatz von Pulver getrommelt und dabei überschüssige Pulvermengen von der Oberfläche der Korke abgerieben werden, worauf die Korke einer Temperatur von 100bis 1200C ausgesetzt werden. Die einzelnen Arbeitsgänge werden vorzugsweise nacheinander in einer einzigen Trommel durchgeführt. Zur Erhöhung der Reibung während des ersten und gegebenenfalls auch noch des zweiten Trommelvorganges können dem zu trommelnden Gut feste glatte Körper wie Kieselsteine, Glaskugeln od. dgl. zugesetzt werden. Die erwähnten Pulver sollen eine möglichst kleine Teilchengrösse besitzen. Beim Abrumpeln der Korke, deren Poren mit Puder ausgefüllt sind, werden nur die überschüssigen Pulverteilchen von der Oberfläche der Korke entfernt. Das Pulver selbst verbleibt in den feinen Poren und sintert dann bei der Erwärmung zu einem Film zusammen. Damit werden die Poren und eventuell darin haftende Korkstaubkörner EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> mit verklebt. Es entsteht auf den Korkflächen eine gut haftende dünne Schutzschicht, die keine zu grosse Adhäsion am Flaschenhals beim Entkorken aufweist. Verwendet man an Stelle des reinen thermoplastischen Pulvers ein Gemisch eines solchen Pulvers mit feinstem Korkstaub, z. B. im Verhältnis l : l, so erzielt man bei gleicher Arbeitsweise nicht nur einen Kork, der eine wolkenlose, sterile Verkorkung gewährleistet, sondern die teils kleineren, teils grösseren Poren, die das Aussehen der Korke beeinträchtigen, werden dadurch weniger auffällig gemacht, wobei die Gefahr des Schrumpfens oder gar Herausfallens der Porenfüllmasse völlig wegfällt. Man erreicht also in einem Arbeitsgang nicht nur ein Veredeln der Korke, sondern auch ein besseres Aussehen. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Imprägnieren von Korken mit thermoplastischen Kunstharzen, dadurch gekennzeichnet, dass die gewaschenen Korke im trockenen oder noch feuchten Zustand gemeinsam mit pulverförmigen leicht schmelzbaren Kunstharzen, denen gegebenenfalls Korkstaub beigemischt ist, etwa 3/4 bis 1 Stunde getrommelt und nach dem Überziehen der Korke und Ausfüllen der Poren mit dem Kunstharzpulver noch einmal ohne einen Zusatz des Kunstharzpulvers getrommelt werden, worauf die Korke auf 100 bis 1200C erhitzt werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Arbeitsgänge nacheinander in einer einzigen Trommel durchgeführt werden.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Trommeln in Gegenwart fester glatter Körper, wie Kieselsteinen, Glaskugeln od. dgl., erfolgt.
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