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Gummifuss aus Vollprofil für Küchenmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf Küchenmaschinen mit rasch umlaufender Arbeitswelle, insbesondere auf elektrisch angetriebene Küchenmaschinen, wie Mixer, Saftpressen u. dgl., und betrifft die Ausbildung der Füsse an den Gehäusen.
Es ist üblich, solche Maschinen auf kalottenförmige Gummifüsse zu stellen, die Beschädigungen der
Arbeitsfläche, z. B. der Tischplatte, und vor allem die Übertragung der Maschinengeräusche auf diese verhindern sollen. Gleichzeitig müssen die Füsse als Saugnäpfe wirken und die Maschinen am Aufstellort festhalten, weil sie durch Unwuchterscheinungen beim Beschicken mit Arbeitsgut zum Wandern neigen.
Dieses Haften an der Unterlage ist für ein schnelles Hantieren insbesondere bei Küchenmaschinen sehr hinderlich. Bekanntlich ist auch die Geräuschdämpfung nur mangelhaft. Es wurde gefunden, dass es nicht tragbar ist, den napfförmigen Füssen eine für die Geräuschdämpfung ausreichende Weichheit zu geben, weil sie dann das Maschinengewicht nicht mehr tragen und einbrechen. Es müsste also die Zahl der Füsse erhöht werden.
Voligummifüsse haben sich nicht bewährt, weil sie die durch Unwucht erzeugten Schwingungen der
Maschine nicht genügend zu dämpfen vermögen.
In dieser Beziehung verhalten sich porige Gummisorten wesentlich günstiger. Bekannt sind Unterlagen in Form von Platten oder Streifen aus Schwamm-, Schaum-oder Moosgummi. Wegen der geringen Materialstärke kann dabei die Weichheit des Werkstoffs zur Stoss- und Geräuschdämpfung niemals voll ausgenutzt werden. Als Füsse für Büromaschinen hat man-aus Sorge vor der Gefahr des Einknickens unter dem Maschinengewicht-Schaumgummi grösserer Stärke nur unter glockenartigen Überfängen verwendet, so dass der eigentliche nachgiebige Fuss ebenfalls nur eine ganz geringe freie Höhe hat.
Abgesehen davon, dass Schwammgummi wegen seiner offenen Poren bei Küchenmaschinen nicht geeignet ist, liegt die Übertragung der bei Büromaschinen bekannten Schwammgummifüsse auf Küchenmaschinen aber auch deswegen nicht nahe, weil Schreibmaschinen mit Küchenmaschinen bezüglich der Eignung gummielastischer Füsse nicht vergleichbar sind, denn bei ersterer treten impulsartige Stösse sehr niedriger Frequenz auf und bei letzteren sinusförmige Schwingungen sehr hoher Frequenz, die zu Resonanzerscheinungen Anlass geben. Schwammgummifüsse der bei Büromaschinen bekannten Art wären bei Kn- chenmaschinen wirkungslos, u. zw. auch dann, wenn sie aus Moosgummi bestünde.
Die Erfindung schlägt als Abhilfe vor, die Füsse aus Moosgummi herzustellen, u. zw. als MoosgummiFormteile, deren Fusshöhe mehr als ein Viertel ihrer mittleren Breite beträgt und die in bekannter Weise in einem die Fusshöhe bestimmenden Abstand von der Sohle Vertiefungen aufweisen und in entsprechende Ausnehmungen der Bodenplatte der Maschine eingesprengt sind.
Vom Stand der Technik ausgehend besteht die Erfindung also nicht lediglich in einem Materialaustausch, sondern in der Lehre, die guten Dämpfungseigenschaften poriger Gummisorten dadurch auszunutzen, dass man Moosgummi-Formteilen Abmessungen gibt, wie sie bisher nur bei Vollgummi-Formteilen üblich waren. Denn es kommt nicht auf eine grosse Standfläche im Sinne verbesserter Rutschfestigkeit an, sondern darauf, dass die Schwingungen nicht übertragen werden. Dafür ist es aber nicht gleichgültig, ob das verformbare Volumen sich hauptsächlich in die Breite oder in die Höhe erstreckt.
DieShore-Härte der Moosgummi-Qualität und Grundfläche und Höhe der Füsse lassen sich durch Versuch auf Gewicht, Schwerpunktlage, zu erwartende Exzentrizität und Schwingungszahl abstimmen. Man
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kann dabei bis an die untere Grenze der Stabilität gehen, da ein Einbrechen eines Fusses durch Überlastung nicht zu befürchten ist.Bei napfförmigen Vollgummifüss en hingegen muss eine beträchtliche Sicherheit eingerechnet werden.
Die Zeichnung stellt die neuen Gehäusefüsse den bekannten gegenüber. Mit 1 ist der Sockel einer beliebigen Küchenmaschine bezeichnet, an dem gemäss Fig. l mehrere napfförmige Gummifüsse 2 sitzen, während in Fig. 2 gemäss der Erfindung an der Sockelunterseite drei aus Moosgummi geformte Füsse 4 von im wesentlichen zylindrischer oder prismatischer Gestalt angebracht sind.
In Fig. 2 ist ferner eine Befestigungsmöglichkeit dargestellt. Die konisch geformten Fusskörper 4 tragen In einem die Fusshöhe bestimmenden Abstand Vertiefungen 5, mit denen sie in Löcher 6 der Bodenplatte 3 durch Druck auf die ballige Fläche 7 eingesprengt werden.