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Vorrichtung zum Pressen von Käsebruch
Es sind bereits Vorrichtungen zum Pressen von Käsebruch bekannt, bei denen der Pressdruck durch mindestens ein aufblähbares Luftkissen erzeugt wird. Der auf das Pressgut ausgeübte Druck dient dabei vor allem dazu, die Molke aus dem Käsebruch auszutreiben, zu welchem Zwecke der Käsebruch in einzel- nen Formbehältern in die Pressvorrichtung eingebracht und der direkten Einwirkung des am offenen Ende der Formbehälter aufliegenden Luftkissens ausgesetzt wird.
Diese bekannten Vorrichtungen besitzen nicht nur einen ziemlich komplizierten Aufbau, sondern bieten auch eine schlechte Reinigungsmöglichkeit, da ihre Zerlegung und ihr Wiederzusammenbau sehr umständlich ist.
Die Erfindung macht es sich nun zur Aufgabe, eine Vorrichtung zum Pressen von Käse, insbesondere Schweizerkäse, zu schaffen, die sich nicht nur durch einen extrem einfachen und daher auch billigen Aufbau, sondern auch durch besonders einfache Zerlegbarkeit und Wiederzusammensetzbarkeit auszeichnet. Zu diesem Zwecke sieht die Erfindung eine Ausgestaltung der Pressvorrichtung vor, die sich dadurch kennzeichnet, dass die das Pressgut aufnehmende Kammer (Presskammer) von einem ringförmigen Gehäuse- wandteil umschlossen ist, gegen dessen beide Ränder vorzugsweise mittels über den Umfang verteilter Schrauben je eine Abschlussplatte (Stützplatte) festspannbar ist, an deren Innenseite je ein aufblähbares Luftkissen anliegt, dessen Druck unter Vermittlung je einer Pressplatte auf das Pressgut übertragbar ist.
Durch diese Ausgestaltung werden gegenüber den bekannten Vorrichtungen nicht nur die obenerwähn- ten Vorteile erzielt, sondern es wird auch eine Erhöhung der Presswirkung erreicht, indem bei der erfindungsgemässen Vorrichtung von beiden Seiten her gegen das Pressgut gedrückt wird, wobei sich noch der weitere Vorteil ergibt, dass man es in einfacher Weise in der Hand hat, diese Druckeinwirkung gegenseitig abzustufen. Ausserdem stellt die erfindungsgemässe Pressvorrichtung ein kompaktes Aggregat dar, das sich bequem handhaben lässt, was sich insbesondere auch bei dem für den Ausgleich der Schwerkraft in der Käsemasse erforderlichen zeitweisen Wenden sowie auch beimStapeln solcher Vorrichtungen als sehr günstig erweist..
In der nachfolgenden Beschreibung wird die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles noch näher erläutert. Dabei zeigt die Zeichnung einen axialen Querschnitt durch die Vorrichtung.
Die Vorrichtung besteht vor allem aus einer unteren und oberen Abschlussplatte (Stützplatte) 1 und 3, zwischen denen der ringförmige Gehäusewandteil 2 angeordnet ist, welcher die das Pressgut 4 aufnehmende Kammer bildet. Die Stützplatten sind dabei an den einander zugekehrten Seiten mit je einer kreisförmigen Erhebung la bzw. 3a ausgestattet, welche dem ringförmigen Wandteil 2 einen sicheren Sitz geben.
An der Innenseite jeder der Stützplatten liegt ein Luftkissen 5 bzw. 6 an, welche Luftkissen z. B. durch die Leitungen 5a und 6a mit Druckluft gefüllt werden können, um den erforderlichen Pressdruck zu erzeugen. Zur Übertragung des Pressdruckes auf das Pressgut 4 sind an den dem Pressgut zugewendeten Seiten der Luftkissen 5 und 6 entsprechende Pressplatten 7 und 8 vorgesehen, welche den Pressdruck gleichmässig auf das Pressgut verteilen. Die Stützplatten 1 und 3 sind beim dargestellten Ausführungsbeispiel durch Schrauben 9 zusammengehalten. DieHöhe der Erhebungen la und 3a wird nach dem Volumen des zu behandelnden Pressgutes bzw. der Höhe des zu bildenden Pressformlings entsprechend gewählt.
Durch entsprechende Einstellung der Druckluftzuleitungen hat man es in der Hand, den Pressdruck allmählich zu steigern, wobei man entsprechend den jeweils gegebenen Bedingungen unter Umständen
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das eine der beidenKissen stärker auffüllen kann als das andere. An Stelle von über die ganze Pressfläche durchgehenden Luftkissen könnten auch Luftkissen vorgesehen sein, die in entsprechende Taschen (Kammern) unterteilt sind.
Jedenfalls müssen die Luftkissen so bemessen sein, dass ihre maximale Aufblähung ausreicht, um den erforderlichen höchsten Pressdruck sicher zu erzeugen.
Wie aus der Zeichnung ohne weiteres zu ersehen, besitzt die Vorrichtung eine geschlossene einfache Aussenform, wodurch, wie schon erwähnt, das Handhaben der Vorrichtung, wie es für das allfällige Wenden derselben bzw. für das Errichten von Stapeln aus solchen Vorrichtungen, welche zugleich als Formen anzusehen sind, erwünscht ist, erleichtert wird.
Die einzelnen Teile, so vor allem die Stützplatten 1, 3, die Pressplatten 7 und 8 und der ringförmige Gehäusewandteil 2 können aus beliebigem Material hergestellt sein. So können, wie in der Zeichnung angedeutet, dieStützplatten 1, 3 und der ringförmige Gehäusewandteil 2 etwa aus Holz od. dgl., hingegen die Pressplatten 7, 8 aus Stahl bestehen.
Es muss aber betont werden, dass die Erfindung keinesfalls auf eine bestimmte Materialauswahl und auch nicht auf die in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform beschränkt ist. So wäre es z. B. auch möglich, an Stelle ders ehrauben 9 auch andere Mittel zum Zusammenhalten der Stützplatten 1 und 3 zu verwenden.