<Desc/Clms Page number 1>
Elektrizitätszähler.
Die Erfindung betrifft einen Elektrizitätszähler, der aus einem Elektromotor, einem Geschwindigkeitsregler und einem elektrischen Messgerät (Wattmeter) besteht, die in be- kannter Weise derart aufeinander einwirken, dass die Energie des Geschwindigkeitsreglers der des Messgerätes entgegengesetzt ist und beide Kräfte einander das Gleichgewicht halten. Bei diesen Zählern ist nun der Ühelstand vorhanden, dass sie unregelmässig anzeigen, d. h. dass ihre Angaben für ein und dieselbe Menge von Energie, die angezeigt werden soll, sich nicht immer gleich bleiben. Insbesondere ist dies der Fall bei geringer Stromentnahme seitens des Konsumenten, wobei es vorkommen kann, dass der Anker des Zählers überhaupt nicht anläuft.
Der Grund für diese Nachteile liegt vor allen Dingen in der gesamten, ungünstigen Anordnung der bisher bekannt gewordenen Zähler dieser Art, da bei denselben von der umlaufenden Welle nicht nur der Motoranker, sondern auch die verhältnismässig schwere Spule oder der Kern des Messgerätes getragen wird. Es lastet somit ein grosses Gewicht auf der Wolle und es muss auch viel Masse bewegt werden. Bei
EMI1.1
und nur diese beiden werden von der Motorwelle getragen. Die Spule des Wattmeters ist derart angeordnet, dass sie nicht mitläuft, sondern sie ist an einem mit Gegengewicht ver- sehenen Arme aufgehängt u d mit der Ankerwelle durch ein Kugelgelenk mit nur ganz geringer Reibung verbunden. Es ist somit bei dem Zähler der Erfindung eine vorteilhafte Anordnung erzielt.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel ein Zähler zum Messen von elektrischer Energie dargestellt, dessen Messgerät also in einem Wattmeter besteht. Fig. 1 zeigt den Zähler im Längs-und Fig. 2 im Querschnitt. Fig. 3 ist eine Seitenansicht und Fig. 4 stellt das Schaltungsschema dar.
Der Motor ist von bekannter Art. Sein Induktor x und sein Anker y können mit passend geteilten Eisenkernen versehen und die Zahl der Pole der Feldmagnete kann ver- änderlich sein. Das Wattmeter besteht aus einer oder mehreren festen Spulen c, die von dem ganzen Hauptstrom oder nur von einem Teil desselben durchflossen werden, sowie aus einer beweglichen Spule d aus feinem Draht, die im Nebenschluss zum Verbrauchsstromkreis liegt. Die Achsen der festen und der beweglichen Spule des Wattmeters liegen mit der des Motors in derselben Geraden. Die bewegliche Spule d ist an einem Hebelf aufgehängt
EMI1.2
in einer Olbüchse eingeschlossen ist.
An der Büchse u ist der reibungslose Geschwindigkeits- regler befestigt, der hier aus einer ringförmigen oder elliptischen Feder 2 mit zwei
Massen mt und 11/2 an don Enden der grossen Achse normal zu der Aufhängungsachse besteht. Diese elliptische oder kreisförmige Feder ist andererseits an dem Ende t der
Motorwelle befestigt, derart, dass, wenn der Motor sich dreht, die elliptische oder kreis- förmige Feder mitgezogen wird und sich unter Einwirkung der Zentrifugalkraft abplatten will. Infolgedessen übt sie mittelst der Spiralfeder z einen vertikalen Zug von oben nach unten auf die Spule des Wattmeters und auf den Wagebalken aus.
Andererseits aber sind die Wicklungen des Wattmeters so angeordnet, dass sie einen Zug von unten nach oben auNilhen : es ist also die Wirkung der Zentrifugalkraft entgegengesetzt zu der Spiralfeder und des Wattmeters. Durch die Verwendung eines reibungsloseu (leschwindigkeitsreglers
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
kann nicht eintreten, da der einzige Punkt, an dem diese Reibung auftreten könnte, nämlich der Vorbindungspunkt des Geschwindigkeitsreglers mit dem Wattmeter, vollkommen
EMI2.2
gestellt worden kann.
Die Wirkungsweise des Zählers ist folgende : Wenn der Hebel f durch Verschieben einer Masse m3 in Gleichgewicht gebracht war, liegt er gegen den Kontakt a an (siehe Fig. 4). Die Energie des Wattmeters ist also gleich der des Motors. Nimmt dieser aber eine grössere Geschwindigkeit an, so wird durch den Geschwindigkeitsregler der Kontakt mit a aufgehoben und ein Widerstand z2, der in Reihe mit dem Motor geschaltet ist, eingeschaltet.
Infolgedessen wird die Geschwindigkeit des Motors eine geringere, die Feder 1 zusammen mit. der Feder 2 bewirkt, dass der Kontakt mit a wieder geschlossen werden kann usw.
Der Kontakt b soll den Anker y kurz schliessen, um ihn plötzlich anzuhalten, wenn die Geschwindigkeit zu gross ist, z. B. während des Unterbrechens des Verbrauchsstromes. Die Spule s verhütet funken während des Unterbrechens der Kontakte. Im Ruhezustande befindet sich der Hebel f zwischen den beiden Kontakten, ohne den einen oder den anderen zu berühren und der Motor, dessen Stromkreis einen festen Widerstand zl, die Erreger- spuie mit feinem Draht, den Anker y und den Widerstand cuthitlt, droht sich infolge des sehr grossen in Reihe eingeschalteten Widerstandes nicht.