DE558540C - Vorrichtung zur elektrischen Fernuebertragung von Messwerten o. dgl. durch Induktionswirkung unter Verwendung einer von der Messgroesse beeinflussten beweglichen Stromspule - Google Patents

Vorrichtung zur elektrischen Fernuebertragung von Messwerten o. dgl. durch Induktionswirkung unter Verwendung einer von der Messgroesse beeinflussten beweglichen Stromspule

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DE558540C
DE558540C DE1930558540D DE558540DD DE558540C DE 558540 C DE558540 C DE 558540C DE 1930558540 D DE1930558540 D DE 1930558540D DE 558540D D DE558540D D DE 558540DD DE 558540 C DE558540 C DE 558540C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
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    • GPHYSICS
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    • G01R17/00Measuring arrangements involving comparison with a reference value, e.g. bridge
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Description

  • Vorrichtung zur elektrischen Fernübertragung von Meßwerten o. dgl. durch Induktionswirkung unter Verwendung einer von der Meßgröße beeinflußten beweglichen Stromspule Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur elektrischen Übertragung der Angaben eines Meß- oder Anzeigeinstrumentes beliebiger Art, beispielsweise eines elektrischen Meßinstrumentes, eines -Manometers, Thermometers, Flüssigkeitsstandanzeigers o. dgl. Die Vorrichtung baut sich auf dem Grundsatz des sogenannten Induktionsdynamometers auf, d. h. einer mit Wechselstrom gespeisten elektromagnetischen Vorrichtung, innerhalb welcher eine bewegliche Spule der Induktionswirkung eines magnetischen Wechselfeldes ausgesetzt wird, so daß ein elektrischer Strom in der Spule entsteht, der eine solche Richtung hat, daß er durch elektrodynamische Kraft danach strebt, die Spule in die Lage zu führen, in welcher die vom Felde ausgeübteInduktionswirkung ihren Minimumwert hat. Dem primären Instrumentausschlag, der Meßgeräte, deren Übertragung die Vorrichtung bezweckt, muß demg em.i iß zuerst die Form eines mechanischen Momentes oder einer mechanischen Kraft gegeben werden, was auf beliebige Weise erfolgen kann.
  • Gemäß der Erfindung wird die Anordnung so getroffen, daß dieser von der Meßgröße herrührenden mechanischen Verstellkraft durch die elektrodynamische Kraft des bei Ausschlag aus der Ruhelage in der Spule induzierten Stromes das Gleichgewicht gehalten wird. Die Ablesung erfolgt hierbei über Fernleitungen an einem elektrodynamischen Instrument der Wattmesserbauart, dessen eine Wicklung mit der festen Magnetisierungswicklung und dessen andere Wicklung mit der beweglichen Stromspule in Reihe geschaltet ist.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung der in den Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispiele.
  • In Abb. i bezeichnet i einen Kern aus magnetischem Material, 2 eine auf diesem angebrachte Magnetisierungswicklung, die von einer Wechselstromquelle 3 gespeist wird. Die Wicklung 2 wird im folgenden als die primäre Wicklung bezeichnet. Ferner bezeichnet 7 eine sekundäre Wicklung, die im Luftspalt des Kernes i beweglich angebracht und im Punkte ,4 drehbar gelagert ist. ß ist ein schematisch eingetragenes ausgleichendes Gegengewicht.
  • Das von dem Meßwert, dessen Größe zu übertragen ist, herrührende mechanische Moment oder die mechanische Kraft wird schematisch mit dem Momentpfeile 5 oder dem Kraftpfeile 6 bezeichnet. Im folgenden wird das Moment, womit die primäre Verstellkraft 5, 6 das _ bewegliche System 7, q, 8 betätigt, einfach das primäre Moment genannt.
  • Die Wirkungsweise des bisher beschriebenen Teiles der Vorrichtung ist wie folgt: In einer gewissen mittleren Stellung der beweglichen Spule 7 wird in dieser von den Kraftlinien des durch die Spule 2 erzeugten Wechselflusses kein Strom induziert. Sobald aber die Spule 7 aus dieser Stellung entfernt wird, wird sie so von den Kraftlinien durchströmt, daß durch Induktionswirkung ein Wechselstrom in dieser Spule hervorgerufen wird, wenn der Stromkreis der Spule 7 geschlossen ist. Dieser Wechselstrom läßt sich in zwei Komponenten teilen, von welchen die eine der Konduktanz (Wirkleitwert) des Stromkreises proportional und mit der induzierten elektromotorischen Kraft gleichphasig ist, während die andere der Suszeptanz (Blindleitwert) des Stromkreises proportional ist und 9o° nach der induzierten elektromotorischen Kraft in Phase liegt. Die ersterwähnte Komponente, die um 9o° in bezug auf den Luftspaltfluß des Kernes i phasenverschoben ist, erzeugt natürlich keine elektrodynamische Kraft, während die andere Komponente, die mit dem Luftspaltfluß in Phase ist, eine derartige Kraft herbeiführt. Es läßt sich theoretisch leicht nachweisen,-daß diese Kraft immer so eingerichtet ist, daß die Spule 7 in die Lage strebt, wo sie vom Flusse Null durchsetzt wird. Die Bedingung dafür ist nur, daß die Suszeptanz (Blindleitwert) des sekundären Stromkreises nur induktiver (nicht kapazitiver) Natur ist, eine Bedingung, die im folgenden als erfüllt vorausgesetzt wird.
  • Je weiter die Spule 7 aus ihrer Nullstellung gebracht wird, um so kräftiger wird natürlich die Kraft, die danach strebt, sie zurückzuführen. Wenn nun die einzige äußere Kraft oder das einzige äußere Moment, welche bzw. welches das bewegliche System betätigt, aus dem oben festgestellten primären Momente besteht, so liegt auf der Hand, daß dieses primäre Moment durch die elektrodynamische Kraft der Spule 7 selbsttätig im Gleichgewicht gehalten wird, indem die Spule immer eben um so viel aus ihrer Nullstellung gebracht wird, wie für die Induzierung des zum Kraftausgleich erforderlichen Stromes nötig ist. Die Spule 7 wirkt also im Verhältnis zum primären Moment wie eine elastische Feder.
  • Die weitere Aufgabe besteht darin, die Fernablesung zu ordnen. Es ist klar, daß die elektrodynamische Kraft der Spule 7 dem effektiven Produkt des Luftspaltflusses und des Stromes der Spule 7 immer proportional ist, wobei man unter effektivem Produkt den Zeitmittelwert des Produktes der Momentwerte des Flusses und des Stromes versteht. Wenn nun der Kern i für niedrige magnetische Dichtigkeiten abgemessen ist, so wird die erwähnte Kraft dem effektiven Produkt der Ströme in den betreffenden Spulen 2 und 7 proportional. Gemäß, der Erfindung hesteht nun das Ableseinstrument i o aus einem elektrodynamischen Instrumente der Wattmeterart, dessen beide Spulen i i und 12 über eine Übertragungsleitung 94 mit den Spulen 2 und 7 in Reihe geschaltet sind. Das Instrument io reagiert ja immer auf das effektive Produkt der beiden Ströme und also im vorliegenden Falle mittelbar auf das primäre Moment. Diese Angabe gilt natürlich unabhängig von Schwankungen der Spannung der Stromquelle 3, der Periodenzahl und der Kurvenform und unabhängig von< Schwankungen des Widerstandes der Übertragungsleitung usw. Derartige Schwankungen führen nur entsprechende Änderungen der jedem Werte des primären Momentes entsprechenden Schrägstellung der Spule 7 herbei.
  • Zu bemerken ist, daß die Schwierigkeit in gewöhnlichen Wattmetern, die darin liegt, daß der eine Kreis genau induktionsfrei gemacht werden muß, um durch seinen Strom eine Spannung unmittelbar anzugeben, hier nicht vorliegt. Man wünscht ja, das effektive Produkt von zwei Strömen zu messen. Der gewöhnlich vorkommende Reihenwiderstand im Spannungskreis des Wattmeters kommt also hier nicht vor.
  • Weil der sekundäre Stromkreis bis zu einem gewissen Maße induktiv sein muß, ist eine in diesem Stromkreis systematisch eingeschaltete Induktanz erforderlich. Diese läßt sich durch den Kern i selbst leicht erhalten, welcher sich mit der in Fig. i gezeichneten Form durch die Spule 7 erstreckt. Durch Abpassen von kleinen Luftspalten 13 in diesem Kern läßt sich die für die günstigste Arbeit gegeignete Induktanz leicht herstellen.
  • In dem Falle, daß das primäre Moment seine Richtung wechseln kann, wechselt auch die elektrodynamische Kraft die Richtung und damit auch der Ausschlag des Ableseinstrumentes io. Dieses wird in solchem Falle zweckmäßig mit doppelseitiger Skala und Nullpunkt in der Mitte geführt.
  • Das oben beschriebene System läßt sich auch zum Ablesen der Summe oder -des Unterschiedes von zwei oder mehreren Meßgrößen verwenden. Dies ist in der Abb. 2 dargestellt, wo die Summe oder der Unterschied der Ausschläge von zwei Meßgrößen auf einem gemeinsamen Ableseinstrument io abgelesen wird. Hierbei werden die Primärwicklungen 2', 2" der einzelnen Instrumente untereinander in Reihe geschaltet, während die Sekundärkreise parallel geschaltet werden. Je nachdem wie sich die Schaltungsrichtung eines gewissen derartigen Sekundärkreises zu den übrigen Sekundärkreisen verhält, kommt der Ausschlag des zugehörigen Primärinstrumentes mit Plus- oder Minuszeichen zum Ausschlag im Ableseinstrument io.
  • Ein typisches Beispiel zur Anwendung des übertragungssystems nach der Erfindung wird in Abb. 3 dargestellt, die einen Flüssigkeitsstandanzeiger, beispielsweise einen Pegel in einer Wasserkraftanlage oder einem Wasserleitungswerk, veranschaulicht. Hier ist 14 ein in die Flüssigkeit 15 teilweise eintauchender Körper, der zweckmäßig zylindrisch und hohl ist sowie hermetisch verschlossen wird.
  • Der Körper 14 hängt unmittelbar oder über einer zweckmäßigen Übersetzung am beweglichen System des Instrumentes. Die Vorrichtung wird durch Einstellen eines Zusatzgewichtes 8 für einen gewissen Flüssigkeitsstand abgeglichen. Bei wechselndem Flüssigkeitsstand werden die Verschiebungsschwankungen selbsttätig von der elektrodynamischen Kraft im Luftspalt aufgenommen und durch das Instrument io abgelesen, das demgemäß direkt entsprechend dem Flüssigkeitsstand geeicht werden kann. Wenn das mechanische Gleichgewicht so eingestellt wird, daß die erforderliche elektrodynamische Kraft bei etwa mittlerem Flüssigkeitsstand Null ist, läßt sich der ganze positive und negative Ausschlagsbereich verwerten und damit eine Skala von beinahe i8o° erhalten.
  • Die Erfindung umfaßt selbstverständlich alle Vorrichtungen, welche eine Anwendung von dem in der Beschreibung und in den Patentansprüchen dargestellten allgemeinen Grundsätzen sind. Es kann beispielsweise die Ablesung auf mehreren Stellen durch Anordnen einer 'Mehrzahl Ableseinstrumente gleichzeitig erfolgen, welche zweckmäßig untereinander in Reihe geschaltet werden.

Claims (7)

  1. PATENT TA1\TSPRÜCIIE i. Vorrichtung zur elektrischen Fernübertragung von Meßwerten o. dgl. durch Induktionswirkung unter Verwendung einer von der Meßgröße beeinflußten beweglichen Stromspule, welche im Luftspalt eines mit Wechselstrom erregten magnetischen Systems so angeordnet ist, daß im Ruhezustand kein Strom darin induziert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Meßgröße herrührenden mechanischen Verstellkraft (5, 6) durch die elektrodynamische Kraft des bei Ausschlag aus der Ruhestellung in der Spule (7) induzierten Stromes das Gleichgewicht gehalten wird, und daß- die Ahlesung über Fernleitungen an einem - elektrodynamischen Instrument der Wattmesserbauart (io) erfolgt, dessen eine Wicklung (i i) mit der festen Magnetisierungswicklung (2) und dessen andere Wicklung (i2) mit der beweglichen Stromspule (7) in Reihe geschaltet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Spule (7) über einem Stromkreis geschlossen ist, dessen Scheinwiderstand eine induktive Komponente besitzt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Induktivität in dem Stromkreise der beweglichen Spule (7) mittels desselben magnetischen Kernes (i) erhalten wird, auf welchem die magnetisierende Wicklung (2) angebracht ist. q..
  4. Vorrichtung nach Anspruch i, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß besondere Luftspalte (i3) in den magnetischen Kern (i) eingelegt sind, um die Induktivität des Stromkreises, in welchem die bewegliche Spule (7) liegt, auf einen zweckmäßigen Wert einstellen zu können.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet., daß ein Gewicht (8) auf dem beweglichen System (7, 8) angeordnet ist, um eine konstante zusätzliche Kraft zu erzeugen.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch i und 2 zur Bildung der Summe oder Differenz von zwei oder mehreren Meßgrößen, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Meßgröße ein magnetisches System (i, 2, 7, 8) derart angeordnet wird, daß die betreffenden magnetisierenden Wicklungen (2', 2") untereinander in Reihe geschaltet werden, während die beweglichen Spulen (7', 7") untereinander parallel geschaltet werden.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung mehrerer Ableseinstrumente (1o) gleichwertige Spulen in den betreffenden Instrumenten untereinander in Reihe geschaltet werden.
DE1930558540D 1929-08-26 1930-08-21 Vorrichtung zur elektrischen Fernuebertragung von Messwerten o. dgl. durch Induktionswirkung unter Verwendung einer von der Messgroesse beeinflussten beweglichen Stromspule Expired DE558540C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0828140A1 (de) * 1996-09-04 1998-03-11 AB Elektronik GmbH Füllstandsensor
DE10134307B4 (de) * 2001-07-14 2005-05-25 Itw Henschel Gmbh Vorrichtung zur stufenlosen Messung der Füllhöhe von Flüssigkeiten in einem Behälter

Cited By (3)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0828140A1 (de) * 1996-09-04 1998-03-11 AB Elektronik GmbH Füllstandsensor
DE10134307B4 (de) * 2001-07-14 2005-05-25 Itw Henschel Gmbh Vorrichtung zur stufenlosen Messung der Füllhöhe von Flüssigkeiten in einem Behälter
EP1275942A3 (de) * 2001-07-14 2007-02-14 Itw Henschel Gmbh Vorrichtung zur stufenlosen Messung der Füllhöhe von Flüssigkeiten in einem Behälter

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