AT220371B - Verfahren zur Herstellung phosphorhaltiger Mischpolymerisate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung phosphorhaltiger Mischpolymerisate

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AT220371B
AT220371B AT670960A AT670960A AT220371B AT 220371 B AT220371 B AT 220371B AT 670960 A AT670960 A AT 670960A AT 670960 A AT670960 A AT 670960A AT 220371 B AT220371 B AT 220371B
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  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung phosphorhaltiger Mischpolymerisate 
Es ist bekannt, dass Vinylphosphonsäureester für sich allein nur sehr schwer zur Polymerisation anzuregen sind (Pudovik, Doklady, Akad. Nauk. S. S. S. R 80 65-8 (1951). Bei erhöhter Temperatur werden nur zähflüssige Massen mit sehr niedrigem Molekulargewicht erhalten. 



   Es wurde nun gefunden, dass man neuartige, wertvolle Produkte erhält, wenn man Vinylphosphonsäureester gemeinsam mit   polymerisationsfähige Doppelbindungen   enthaltenden Verbindungen in wässeriger Phase mischpolymerisiert. 



   Als Vinylphosphonsäureester sollen verwendet werden Verbindungen der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 worin Rl z. B. ein Wasserstoff-, ein Halogen-, vorzugsweise Chloratom, eine Alkylgruppe, z. B. eine Methyl-, Isopropyl- oder Hexylgruppe, oder eine Nitrilgruppe und   R   z. B. ein Wasserstoff-, ein Halogen-, vorzugsweise Chloratom, oder eine Nitrilgruppe, eine Alkylgruppe z. B. eine Methyl-, Isopropyloder Hexylgruppe, eine Arylgruppe   z. B.   eine Phenyl- oder Naphthylgruppe, eine Carboxylgruppe, eine 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Ferner stellen Mischpolymerisate von Vinylchlorid und Vinylacetat mit langkettigen Vinylphosphonsäurediestern der Formel 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
    R)   lich weichgemachte Polymerisate dar. Die auf diese Weise innerlich weichgemachten Produkte lassen sich zu weichen flexiblen Folien verarbeiten, die zum Teil wesentlich höhere Dehnungswerte besitzen als
Folien aus einem äusserlich weichgemachten Polyvinylchlorid, z. B. aus   einem mit Dioktylphthalatweich-   gemachten Polyvinylchlorid. Besonders überraschend war, dass die Temperaturabhängigkeit der Kerb- schlagzähigkeit geringer ist als bei äusserlich weichgemachten Polymerisaten bzw. die innerlich weich-   I gemachten   Produkte bei 00 C besser sind als die   äusserlich   weichgemachten. 



   In der folgenden Tabelle sind einige Eigenschaften einer Folie aus einem Vinylchlorid (VC)/Vinyl- phosphonsäure-bis-(2-äthylhexylester) (P-Ester)-Mischpolymerisat mit denen einer Folie aus einem mit
Dioktylphthalat (DOP) plastifizierten Polyvinylchlorid verglichen. 
 EMI3.3 
 
<tb> 
<tb> 



  Dehnung <SEP> Kerbschlagzähigkeit <SEP> 
<tb> % <SEP> 0 <SEP> C <SEP> 200 <SEP> C <SEP> 
<tb> Mischpolymerisat <SEP> VC <SEP> (75ale) <SEP> P-Ester
<tb> (25%) <SEP> 199 <SEP> 3,9 <SEP> 5, <SEP> 9 <SEP> 
<tb> Mischpolymerisat <SEP> VC <SEP> (700/0) <SEP> P-Ester
<tb> (300/0) <SEP> 327 <SEP> 10,9 <SEP> 24,0
<tb> Mischung <SEP> aus <SEP> 75% <SEP> PVC <SEP> + <SEP> 25% <SEP> DOP <SEP> 147 <SEP> 2,3 <SEP> 3,0
<tb> Mischung <SEP> aus <SEP> 70% <SEP> PVC+30% <SEP> DOP <SEP> 212 <SEP> 3,0 <SEP> 30,2
<tb> 
 
 EMI3.4 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 
 EMI4.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Probe <SEP> Dehnung <SEP> Kerbschlagzähigkeit
<tb> 00 <SEP> C <SEP> 200 <SEP> C <SEP> 
<tb> A <SEP> 199% <SEP> 3, <SEP> 9 <SEP> 3, <SEP> 9 <SEP> 
<tb> B <SEP> 147% <SEP> 2,3 <SEP> 3,0
<tb> 
 
Beispiel 5: 70 Gew.-Teile vinylchlorid und 30 Gew.-Teile Vinylphosphonsäuredioktylester werden mit 1   Gew.-Teil Azodiisobutyronitril   unter gleichen Bedingungen wie in Beispiel 4 polymerisiert.   Man erhält 88 Gew. -Teile Polymerisat, das 2, 6uïo Phosphor enth lt. Unter Verwendung der gleichen Sta-    bilisatormengen wie in Beispiel 4 wird bei 1400 C in 15 Minuten ein Fell gewalzt und Prüflinge (C) hergestellt. Zum Vergleich wird eine Mischung aus 70 Teilen Polyvinylchlorid und 30 Teilen Dioktylphthalat, die in gleicher Weise wie im Beispiel 4 beschrieben stabilisiert ist, bei 1400 C verwalzt und daraus Prüflinge (D) hergestellt.

   Aus der folgenden Tabelle sind die unterschiedlichen Eigenschaften der beiden Proben ersichtlich. 
 EMI4.3 
 
<tb> 
<tb> 



  Probe <SEP> Dehnung <SEP> Kerbschlagzähigkeit
<tb> 0 C <SEP> 20  <SEP> C <SEP> 
<tb> C <SEP> 327% <SEP> 10,9 <SEP> 24,0
<tb> D <SEP> 212% <SEP> 3,0 <SEP> 30,2
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
Beispiel 6 : 80 Gew.-Teile Vinylchlorid und 20   Gew. -Teile Vinylphosphonsäure-bis- (2-äthyl-   hexylester)   werden mit 1 Gew. -Teil Azodiisobutyronitril, 200 Gew. -Teilen einer wässerigen Flotte,   die
0,6 Gew.-Teile Polyvinylalkohol und 0,03 Gew.-Teile dibutylnaphthalinsulfosaures Natrium enthält, bei   450C   in Suspension polymerisiert. Man führt die Polymerisation so aus, dass man 27 Gew.-Teile Vivinylchlorid und den gesamten Vinylphosphonsäureester und den Katalysator vermischt, die wässerige Phase unter Druck hinzufügt und die Polymerisation startet.

   Bei beginnendem Druckabfall wird der Rest Vinyl- chlorid stetig hinzugefügt. Nach 15 Stunden erhält man 85 Gew.-Teile Mischpolymerisat, das 1, 5% Phos- phor enthält, d. h. das Mischpolymerisat enthält   leo   Vinylphosphonsäure-bis-(2-äthylhexylester) einge- baut. 



  Eine Probe, wie in Beispiel 4 stabilisiert, wird bei 1600 C verwalzt und zu Prüflingen (E) verformt. 



   In einem Vergleichsversuch stellt man sich mit den gleichen Monomerenmengen nach dem in Beispiel 4 angegebenen Verfahren ein Polymerisat her. Das Polymerisat enthält 2, 1% Phosphor, d. h. das Mischpo- lymerisat enthält 22,   5%     Vinylphosphonsäure-bis- (2-äthylhexylester)   eingebaut. 



   Davon werden, wie oben angegeben, Prüflinge (F) hergestellt. Von beiden Proben wurden Dehnungsi werte bei 200 C und die Kerbschlagzähigkeit bei 00 C gemessen. Es wurden folgende Werte erhalten : 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Probe <SEP> Dehnung <SEP> Kerbschlagzähigkeit
<tb> E <SEP> 152 <SEP> 9,0
<tb> F <SEP> 79 <SEP> 3, <SEP> 7
<tb> 
 
 EMI5.2 
 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. EMI5.3 wobei die Reste R'und R"gleiche oder verschiedene Alkyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl- oder Arylgruppen bedeuten, mit aktivierte Doppelbindungen enthaltenden Verbindungen der allgemeinen Formel EMI5.4 <Desc/Clms Page number 6> worin Ri ein Wasserstoff-, ein Halogen-, vorzugsweise Chloratom, eine Alkylgruppe oder eine Nitrilgruppe und zein Wasserstoff-, ein Halogen-, vorzugsweise Chloratom, oder eine Nitril-, Alkyl-, Aryl-, Carboxyl-, Carbalkoxy-, Acyl- und eine Carbonamidgruppe bedeuten, in wässeriger Phase mischpolymerisiert.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Vinylphosphonsäureester mit Vinylchlorid mischpolymerisiert.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Vinylphosphonsäureester den.
    Bis- (2-äthylhexylester), den Dodecylester oder den Cetylester verwendet.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Teil der Monomeren im Polymerisationsgefäss vorlegt und den Rest im Laufe der Polymerisation allmählich hinzufügt.
    5. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man Vinylphosphonsäureester mit Vinylacetat mischpolymerisiert. EMI6.1 und/oder Methacrylsäureestern mischpolymerisiert.
    7. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man Vinylphosphonsäureester mit Styrol und/oder Methylstyrol mischpolymerisiert.
    8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Acrylsäure und/oder Methacrylsäure mischpolymerisiert.
AT670960A 1959-09-04 1960-09-02 Verfahren zur Herstellung phosphorhaltiger Mischpolymerisate AT220371B (de)

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