AT218237B - Verfahren zur Verbesserung der Faserhaftung an Natur- und/oder Kunstkautschuk - Google Patents
Verfahren zur Verbesserung der Faserhaftung an Natur- und/oder KunstkautschukInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Verbesserung der Faserhaftung an Natur-und/oder
Kunstkauts chuk
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
und/oder Kunstkautschuk,seidecord wird mit einer 110 wässerigen Lösung dieser Verbindung imprägniert, 4 Minuten bei 150 C getrocknet, mit einer Merkapto-beschleunigten Naturkautschukmischung belegt und vulkanisiert.
Wird anstelle der Imprägnierung mit dieser Triphenylmethanverbindung der Cord mit einer Resorcin- Formaldehydharz-Latexmischung behandelt, so ist die Haftfestigkeit geringer.
Beispiel 2 : Fuchsin, in verdünnter Salzsäure gelöst, wird mit der Lösung eines Rhodanides, z. B.
Rhodankalium, im normalen Verhältnis l : l vermischt und durch Puffern mit Natriumacetat eine Fällung
EMI2.1
lösung eine Kondensation und Fixierung auf der Faser bewirkt. Man kann aber auch schon in der salzsau- ren Lösung pro Mol Fuchsin bis zu 6 Mol Formaldehyd zusetzen und mit einer Lösung dieses Kondensates die Faser tränken. Die bei 1500C getrockneten imprägnierten Fäden in Gummimischung eingelegt und vulkanisiert ergeben eine gute Haftverbindung.
Bei Ersatz der Rhodanidlösung durch eine Ferrocyanidlösung können Ansätze von Fuchsin zu Ferrocyanid, in den Molverhältnissen 1 : 1, 1 : 2 und 1 : 3 angewendet, im wesentlichen zu gleichen Ergebnissen führen.
Beispiel 3 : 4, 4'-Diaminotriphenylmethan, hergestellt durch Kondensation von
EMI2.2
<tb>
<tb> 50 <SEP> Teilen <SEP> Anilin
<tb> 1 <SEP> Teil <SEP> Anilinchlorhydrat <SEP> und
<tb> 6 <SEP> Teilen <SEP> Benzaldehyd
<tb>
beil40-150 C wird nach Umkristallisieren aus Äthylalkohol mit der 10 fachen Menge Harnstoff bzw. Thio- harnstoff bei 140 C zu seinem Harnstoff- bzw. Thioharnstoffderivat umgesetzt. Diese Derivate werden nach Reinigung mit verdünnter Salzsäure und Umkristallisieren aus Äthylalkohol wie in Beispiel 1 und 2 in Lösung als Imprägnierung eingesetzt. Die bei 1500C getrockneten Fäden ergeben in Gummimischungen eingelegt und vulkanisiert gute Haftverbindungen.
Das vorliegende Verfahren soll bei der Herstellung aller Gegenstände Anwendung finden, welche aus mit Gewebeeinlagen verstärktem Kautschuk bestehen, wie Fahrzeugreifen, Mehrschichtschläuchen, ins- besondere Hochdruckschläuchen, Treibriemen, Förderbändern, Ballonhüllen, Bootshäuten, Brennstoff- und Wasserbehältern usw.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Verbesserung derFaserhaftung anNatur-und/oder Kunstkautschuk, dadurch gekenn- zeichnet, dass Textilien aus natürlichen und/oder künstlichen Faserstoffen vor dem Aufbringen des Kaut- schuks mit Triphenylmethanverbindungen behandelt werden, welche keine Isocyanatgruppen im Molekül enthalten.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserstoffe mit Triphenylmethan- farbstoffen oder mit Leukoverbindungen dieser Farbstoffe oder mit den Ausgangsstoffen zur Herstellung die- ser Verbindungen oder mit Derivaten der genannten Stoffe behandelt werden.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserstoffe mit Tri- phenylmethancarbinolen behandelt werden.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserstoffe mit acety- lierten Triphenylmethanverbindungen behandelt werden.5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserstoffe mit Tri- phenylmethanverbindungen behandelt werden, die mit Thiocyan- oder Thioisocyanverbindungen umge- setzt worden sind.6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserstoffe mit Tri- phenylmethanverbindungen behandelt werden, die mit Ferrocyanaten umgesetzt worden sind.7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserstoffe mit Trii phenylmethanverbindungen behandelt werden, welche, die Harnstoff-bzw. Thioharnstoffgruppe enthalten.8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Triphenylmethanver- bindungen vor dem Aufbringen auf die Faserstoffe der Einwirkung von Aldehyden in Form von Gasen oder Lösungen ausgesetzt oder mit reaktionsfähigen Aldehydverbindungen behandelt werden.9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung der Triphenylmethanverbindungen mit Thiocyanate, Thioisocyanaten oder Ferrocyanaten auf der Faser erfolgt.10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Triphenyl- methanverbindungen behandelten Faserstoffe einer Nachbehandlung mit gasförmigen Aldehyden oder Al- dehydlösungen oder mit Lösungen reaktionsfähiger Aldehydverbindungen ausgesetzt werden. <Desc/Clms Page number 3>11. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Haftverfahren auch in Kombination mit Latexemulsionen durchgeführt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT6459A AT218237B (de) | 1959-01-05 | 1959-01-05 | Verfahren zur Verbesserung der Faserhaftung an Natur- und/oder Kunstkautschuk |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|
| AT218237B true AT218237B (de) | 1961-11-27 |
Family
ID=3480564
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT6459A AT218237B (de) | 1959-01-05 | 1959-01-05 | Verfahren zur Verbesserung der Faserhaftung an Natur- und/oder Kunstkautschuk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT218237B (de) |
-
1959
- 1959-01-05 AT AT6459A patent/AT218237B/de active
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