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Steuerventileinrichtung für kraftunterstützte Lenkeinrichtungen von Kraftfahrzeugen
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Verwendungden Anschlag eines Wulstes 7a desselben an in das obere Ende der Bohrung 1 vorstehenden Lappen 21 begrenzt ist. Die Hülse 19 stellt ferner eine Führung für die Spindel eines axialbeweglichen Austrittsventiles 22 dar, die durch Federkraft gegen einen abwärtsgekehrten Ringsitz 23 gedrückt wird, der an dem Übergang zwischen dem Bohrungsteil 1 und dem Bohrungsteil 1b angeordnet ist.
An dem an der Führung 10 ausgebildeten Sitz 11 kann eine federbelastete Ventilscheibe 24 anliegen.
Das untere Ende des Kolbens 7 ist normalerweise im Abstand von diesem Ventil angeordnet. kann aber zur Anlage daran bewegt werden, um bei Verschiebung des Kolbens die Bohrung 8 desselben zu schliessen. Ein Kanal 2a des Gehäuses 2 verbindet den Bohrungsteil la in dem Bereich der Nut 14 mit der Unterseite des Eintrittsventiles 24, um die auf dieses Ventil wirkenden Drücke auszugleichen.
Die Einrichtung arbeitet wie folgt :
Wenn das Lenkrad in der Stellung für Geradeausfahrt steht, nimmt die Einrichtung die in Fig. 1 gezeigte Stellung ein, in der die Lufteintrittsventile 24 an den Sitzen 11 geschlossen sind und die Austrittsventile 22 an den Sitzen 23 anliegen, so dass sie die Austrittsverbindung 3, 6 absperren, und die beiden Seiten des Lenk- oder Servomotors miteinander über die Öffnungen 16, die Nuten 14, die Kanäle 15, die Bohrungen 8, die Kanäle 17, die Bohrungsteile 1b und den Querkanal 18 in Verbindung sind.
Ein relativ kleines auf das Lenkrad zur Einwirkung gebrachtes Drehmoment bewirkt, dass der Hebel 4 verschwenkt und einer der Kolben 7 einwärtsgeschoben wird. Zunächst legt sich das in Fig. 1 unten liegende Ende des Kolbens an das zugeordnete Eintrittsventil 24 an und unterbricht die Verbindung zwischen den einander entgegengesetzten Seiten des Servomotors. Dann bewegt der Kolben das Ventil 24 von seinem Sitz 11 weg, so dass die eine Seite des Servomotors mit Druckluft beaufschlagt wird. Auf diese Weise wird zwischen den beiden Seiten des Servokolbens ein Druckunterschied erzeugt, so dass der Servokolben verschoben und dadurch das von Hand ausgeübte Drehmoment unterstützt wird. Wenn das auf das Lenkrad ausgeübte Drehmoment endet, kehrt der Mechanismus in die neutrale Stellung zurück.
Wenn das Lenkrad einem stärkeren Drehmoment ausgesetzt ist, öffnet sich zunächst, wievorstehend beschrieben, ein Eintrittsventil 24. Die fortgesetzte Bewegung des Hebels 4 und des verschobenen Kolbens 7 bewirkt dann, dass der Wulst 7a dieses Kolbens an dem ihm zugeordneten Austrittsventil 22 angreift und es von seinem Sitz 23 abhebt. Es wird daher die nicht an die Druckluftquelle angeschlossene Seite des Servomotors über die zugeordnete Gehäuseöffnung 16, die Kanäle 15 und die Bohrung 8 in dem andern Kolben, den Gehäusequerkanal 18 und das äussere Ende 1 der den verschobenen Kolben enthaltenden Ge- häusebohrung ins Freie geöffnet. Auf diese Weise wird zwischen den beiden Seiten des Servokolbens ein grösserer Druckunterschied erzeugt, so dass auf die Fahrzeugräder ein entsprechend grösseres Drehmoment ausgeübt wird.
Unabhängig von dem Grad der vorgesehenen Servounterstützung ist daher nach Durchführung einer Lenkbewegung stets ein Restdruck in dem Steuerungssystem vorhanden. Diese Anordnung bewirkt eine Einsparung von Druckluft, die sonst nach jeder Betätigung der Einrichtung ins Freie abgeblasen werden würde, und setzt den Gesamtluftverbrauch herab, weil ein Teil der bei jedem Vorgang verwendeten Luft für den folgenden Vorgang ausgenützt wird.
Der Hebel 4 kann auf jede zweckmässige Weise durch die Lenkvorrichtung betätigt werden. In der in Fig. 1 und 2 gezeigten Anordnung ist das Ventilgehäuse mit Lappen zur Befestigung der Einrichtung auf einem feststehenden Träger versehen und kann der Hebel 4 mittels einer Betätigungsstange 25 verschwenkt werden, die an dem Hebel unterhalb seiner Schwenkachse 5 mittels eines zweiten Schwenkzapfens 26 angelenkt ist.
Die Betätigungsstange kann von jeder geeigneten Stelle des Lenkgestänges aus hin-und herbewegt werden ; beispielsweise kann auf dem Lenkstock ein zweiteiliger Lenkstockhebel vorgesehen sein, dessen einer Arm fest mit der Lenkstockachse verbunden ist, während der andere Arm um diese Achse drehbar ist und mit der Spurstange in Wirkungsverbindung steht, wobei ein in einem Arm vorgesehener Zapfen unter Steuerung durch Zentrierfedern von einem Schlitz in dem andern Arm aufgenommen wird und die Betätigungsstange 25 mit einem Übertragungshebel verbunden ist, der an dem an zweiter Stelle genannten Arm und an dem andern Arm angelenkt ist. Bei einer solchen Anordnung werden Bewegungen der Lenkstockachse über den Zapfen und die Federn auf die Schubstange übertragen, so dass eine der Federn zusammengedrückt wird.
Diese Relativbewegung der beiden Teile des Lenkstockhebels verschwenkt den Übertragungshebel, der seinerseits den Hebel 4 so verschwenkt, dass der eine oder andere der Kolben verschoben wird. Die Zentrierfedem wirken als Vorbelastungsorgane und stellen den Übertragungshebel und den Hebel in die Neutralstellung zurück, wenn das auf das Lenkrad wirkende Drehmoment aufhört zu wirken.
Fig. 3 zeigt eine Anordnung, in der die Lenkventileinrichtung mit einer Steuereinrichtung C verschraubt ist, die am einen Ende an einer Spurstange 27 befestigt ist. Der Schwenkhebel kann durch eine
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