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Verbindung von Abdeckplatten, z. B. Stuhlsitzen, Tischplatten od. dgl. mit einem Untergestell
Die Erfindung betrifft eine Verbindung von Stuhlsitzen, Rückenlehnen, Tischplatten od. dgl. Abdeckplatten, insbesondere von Abdeckplatten aus Schichtpressstoffen, z. B. einem aus kunstharzgetränkten Holzfurnieren hergestellten Schichtpressstoff, mit einem zugehörigen Untergestell, z. B. Stahlrohrgestell, mittels der die Abdeckplatte lösbar an dem Untergestell befestigt ist und die an der Oberseite der Abdeckplatte nicht sichtbar ist.
Beispielsweise bei Stuhlsitzen aus einem Schichtpressstoff ist es üblich, den Stuhlsitz an dem Untergestell mittels Schrauben oder Nieten zu befestigen, die von oben durch Bohrungen in der Sitzplatte hindurchgesteckt sind. Diese Anordnung der Befestigungsmittel hat die Nachteile, dass die Köpfe der Schrauben, Nieten od. dgl. äusserlich, d. h. auf der Oberseite der Sitzplatte sichtbar sind und dass durch scharfe Kanten an den Befestigungsmitteln die Gefahr einer Verletzung cder einer Beschädigung von Kleidungsstücken besteht.
Bei Stuhlsitzen, die aus einem Thermoplast oder einem nicht geschichteten Duroplast bestehen, hat man auf der Unterseite des Stuhlsitzes Nocken angeformt, in die Gewindebuchsen eingebettet sind. Da die Nocken während der Herstellung des Stuhlsitzes angespritzt werden. können sie nur an vorher festgelegten, bestimmten Stellen angeordnet werden und nicht nachträglich an einer beliebigen Stelle des fertigen Stuhlsitzes angebracht werden. Dies bereitet Schwierigkeiten bei Abweichungen der Lage der zuge- horigen Bohrungen im Untergestell.
Darüber hinaus sind derartige Verbindungen bei Abdeckplatten aus einem Schichtstoff nicht anwendbar, da die Anordnung angeformter Nocken bei Schichtstoffen, die beispielsweise aus kunstharzgetränkten und unter hohem Druck miteinander verpressten Holzfurnieren bestehen, mit hohen Kosten und erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist. Es ist bekannt, auf der Unterseite eines Stuhlsitzes aus einem Schichtstoff Gummisaugnäpfe mit einer einvulkanisierten Gewindebuchse aufzuleimen. Diese Verbindungen haben den Nachteil, dass ein besonderer, mit dem Kunstharz des Schichtstoffe, z. B. dem Phenolharz, abbindender Klebstoff benötigt wird, der eine längere Aushärtzeit erfordert, und dass die Gumminäpfe in verhältnismässig kurzer Zeit spröde und brüchig werden.
Derartige Verbindungen gewährleisten daher keine dauerhafte, feste und sichere Befestigung der Abdeckplatte an dem Untergestell.
Es sind ferner sogenannte Blindnieten bekannt, mit denen eine von einer Seite unsichtbare Verbindung zweier Teile, z. B. einer Metallplatte mit einer dicken und weichen Holzplatte, erzielbar ist. Diese Nietenbestehen aus einem Hohlkörper, in den ein Dorn eingeschlagen oder der auf eine in die Bohrung in der Holzplatte eingelegte Kugel gedrückt wird, wobei das Ende des Hohlkörpers aufgespreizt wird. Derartige Befestigungsmittel sind für Schichtstoff-Abdeckplatten nicht anwendbar, da ihre Klemmlänge und die-Länge der für ihre Anbringung notwendigen Bohrungen grösser sind als die Dicke der Schichtstoffplatte, z. B. des Stuhlsitzes oder der Rückenlehne. Der wesentlichste Nachteil besteht aber darin, dass diese Befestigungsmittel keine lösbare Verbindung darstellen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für Abdeckplatten eine lösbare Verbindung mit einem zugehörigen Untergestell zu schaffen, die von aussen nicht sichtbar ist und sich an einer beliebigen Stelle der Abdeckplatte bei der Montage nachträglich leicht anbringen lässt.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung bei einer Verbindung, bei der in eine Ausnehmung in der Abdeckplatte ein Kernstück eingesetzt ist, dessen Aussenfläche an dem in der Ausnehmung befindlichen
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Ende mit einem Übergangsbogen in einen Kragen übergeht, und über das Kernstück eine dieses umschlie- ssende Hülse übergeschoben ist, an deren in der Ausnehmung befindlichen Stirnseite zahnförmig Ansätze angeordnet sind, welche beim Einpressen der Hülse im Übergangsbogen der Aussenfläche des Kernstücks nach aussen umgebogen werden und in den Werkstoff der Abdeckplatte eindringen, dadurch gelöst, dass an dem Kernstück ein Schraubengewinde für ein anschraubbares Gewindegegenstück angebracht ist.
Das Kernstück kann mit einem Zapfen mit Aussengewinde oder mit einer Bohrung mit Innengewinde versehen sein. Zweckmässigerweise wird das Kernstück als zylindrische Gewindebuchse ausgebildet, deren Aussenfläche mit einem Übergangsbogen in einen Kragen des Kernstücks übergeht. Beim Einpressen der über das Kernstück übergeschobenen Hülse werden die zahnförmigen Ansätze von der Umlenkfläche nach aussen gebogen, wobei die Ansätze in den Werkstoff der Abdeckplatte eindringen und somit die Hülse undrehbar mit der Abdeckplatte verbinden. Gleichzeitig wird durch den Druck der Hülse auf den Kragen des Kernstücks ein fester Sitz des Kernstücks in der Ausnehmung erzielt. Die Ausnehmung selbst lässt sich bei zylindrischer Ausbildung von Kernstück und Hülse leicht mit einem Bohrer herstellen.
Das Kernstück kann mit seitlichenAbflachungen versehen sein, an welche die eingepresste Hülse angedrückt wird, so dass eine Drehbarkeit des Kernstücks in der Hülse vermieden wird. In besonders einfacher und vorteilhafter Weise wird eine Undrehbarkeit des Kernstücks erzielt, wenn die Hülse aus einem Werkstoff hergestellt ist, der so viel härter ist als der für das Kernstück verwendete Werkstoff, dass beim Einpressen der Hülse die Zähne der Hülse Vertiefungen in den Kragen des Kernstücks graben.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Verbindung nach der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 den an der Abdeckplatte anzubringenden Teil der Verbindung vor der Befestigung an der Abdeckplatte. teilweise im Schnitt, teilweise in der Ansicht, Fig. 2 den an der Abdeckplatte anzubringenden Teil der Verbindung nach der Befestigung an der Abdeckplatte, teilweise im Schnitt, teilweise in der Ansicht, Fig. 3 die komplette Verbindung der Abdeckplatte mit dem zugehörigen Untergestell.
In der Abdeckplatte 1 ist eine Bohrung 2 angebracht, in die eine zylindrische Metallbuchse 3 eingesetzt ist. Die Metallbuchse 3 besitzt eine Bohrung 4 mit einem Schraubgewinde 5. An dem in der Bohrung 2 befindlichen Ende der Buchse 3 ist ein Kragen 6 angebracht. Die Aussenfläche der Buchse 3 ist mit einer Umlenkfläche 7 versehen, die den Übergang von der Aussenfläche der Buchse 3 in den Kragen 6 bildet. Über die Buchse 3 ist eine Metallhülse 8 geschoben, an deren in der Bohrung 2 befindlichen Stirnseite 9 sechs gleichmässig verteilte Zähne 10 angebracht sind. Beim Aufpressen der Hülse 8 auf die Buchse 3 werden die Zähne 10 auf die Umlenkfläche 7 gedrückt, welche die Zähne 10 nach aussen abbiegt.
Dabei dringen die abgebogenen Zähne 10 in die Abdeckplatte 1 ein (Fig. 2) und geben der Hülse 8 und der Buchse 3 einen festen Sitz in der Bohrung 2. Die Hülse 8 ist aus einem härteren Metall hergestellt als die Buchse 3. Dies hat zur Folge, dass die Zähne 10 beim Einpressen der Hülse 8 Vertiefungen 11 in die Umlenkfläche 7 eingraben. Durch die ineinandergreifenden Zähne 10 und Vertiefungen 11 ist die Buchse 3 drehfest mit der Hülse 8 verbunden. Die Befestigung der Abdeckplatte 1 mit einem aus Rohren 12 bestehenden Untergestell erfolgt durch eine Schraube 13, die durch Bohrungen in dem Rohr 12 hindurchgesteckt und in die Buchse 3 eingeschraubt ist. Die Verbindung kann jederzeit wieder gelöst werden. z. B. um eine beschädigte Abdeckplatte auszuwechseln, und ist von aussen unsichtbar.
Die Verbindung kann bei der Montage des Untergestells und der Abdeckplatte mühelos und an beliebigen Stellen der Abdeckplatte angebracht werden, die nach der Lage der Bohrungen im Untergestell angezeichnet werden.
Bei dünnen und empfindlichen Schichtstoffen wird die Hülse zweckmässig erwärmt, etwa bis 200 C, um die Biegsamkeit der Zähne zu erhöhen und das Eindringen der Zähne in den kunststoffgetränkten Schichtstoff zu erleichtern. Die Ausnehmung in der Abdeckplatte kann auch an ihrem Ende mit einem radialen Einstich versehen sein, in den die Zähne hineingebogen werden. Damit ist die Gefahr vermieden, dass die Zähne die empfindliche Platte aufblättern.
Die Verbindung ist bei Abdeckplatten beispielsweise aus Sperrholz, Spanplatten, Massivholz, Pressmassen u. dgl. gleichermassen vorteilhaft anwendbar.
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