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Befestigung von elektrischen Leiters eilen mittels vor geformter hartgezogener Drähte an Isolatoren
In neuerer Zeit strebt man Im Freileitungsbau auch bei Leitungen mit Stützen-Isolatoren an, die Spannfelder möglichst gross zu machen. Die früher verwendeten Stützen-Isolatoren, bei denen das Leiterseil in der Halsrille liegt und mit einem Drahtbund befestigt wird, sind für derartige Weitspannfelder wenig geeignet, da die Zugkräfte zu gross werden. Der Wickelbund ist nicht mehr in der Lage, den auftretenden Kräften mit Sicherheit standzuhalten. Es wurden daher Isolatoren entwickelt, bei denen das Seil in die Kopfrille gelegt wird und die Befestigung des Seiles mittels Beiseilen und Klemmen erfolgt.
In den Fig. 2 und 4 der Zeichnung sind zwei derartige Isolatoren dargestellt. Bei dem Isolator nach Fig. 2 handelt es sich um einen sogenannten Mittelbund-Isolator. Das Leiterseil liegt in der Kopfrille.
Bei dieser bekannten Befestigung ist durch die darunter befindliche Bohrung ein kurzes Seilstück gesteckt, das beiderseits des Isolators mit dem Leiterseil verbunden ist. In Fig. 4 ist ein sogenannter LängsbundIsolator dargestellt. Er besitzt links und rechts unterhalb der Kopfrille je eine Bohrung. Auch bei dieser bekannten Befestigungsart sind in die erwähnten Bohrungen Beiseile eingeführt, die mittels Klemmen mit dem Hauptseil verbunden sind.
Bei beiden oben beschriebenen IsolatorenausfUhrungen lassen sich die Leiterseile also mittels Klem men zuverlässig am Isolator befestigen, so dass diese Befestigungsart für Weitspannfelder geeignet ist.
Trotzdem hat diese Befestigungsart verschiedene Nachteile. Da Klemmen benötigt werden, deren Kleum- druck durch Schrauben erzeugt wird, besteht die Gefahr, dass Infolge eines mangelhaften Anziehens derselben doch nicht die gewünschte Haltekraft erreicht wird. Beim Bewegen der Seile in axialer Richtung ist es möglich, dass die Klemmen an dem Isolator anschlagen und diesen beschädigen. Ausserdem ist diese Befestigungsart wesentlich teurer als die frühere, da mindestens zwei Klemmen erforderlich sind, die links und rechts vom Isolator angebracht werden müsssen.
Es sind auch Befestigungsarten unter Verwendung von schraubenlinienartig vorgeformten, hartgezogenen Drähten bekannt. Dabei wird das Seil entweder in die Halsrille oder in die Kopfrille gelegt. Bei diesen bekannten Ausführungen ist der mittlere Teil der vorgeformten Drähte entweder um die Halsrille herumgeschlungen oder in dieser beiderseits am Isolator vorbeigeführt.
Derartige Befestigungsarten sind für Weitspannfelder wenig geeignet, da sie kaum höhere Haltekräfte gewährleisten können als die früher allgemein verwendeten Wickelbunde.
Die Nachteile der bisher bekannten Befestigungsarten werden gemäss der Erfindung vermieden, welche die bekannte Befestigung von elektrischen Leiterseilen mittels vorgeformter. hartgezogener Drähte auf mit Kopfrille und Kopfbohrung bzw. -bohrungen versehenen Isolatoren weiter entwickelt. Die Erfindung besteht darin, dass durch ein oder zwei parallel zur Kopfril1e eines an sich bekannten Isolators verlaufende Längsbohrungen mindestens einige der vorgeformten Drähte hindurchgeführt sind. Zweckmässig ist es, wenn einige der vorgeformten Drähte durchgehend um das Seil gewunden sind. Diese dienen dann als
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auch möglich, sämtliche vorgeformten Drähte durch die Bohrung bzw. die Bohrungen des Isolators zu ft1h- ren.
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Die Zeichnung bringt zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung, u. zw. zeigt :
Fig. 1 in Ansicht ein erstes Ausführungsbeispiel, Fig. 2 die zugehörige linke Seitenansicht gemäss II-II der Fig. 1, Fig. 3 in Ansicht ein weiteres Ausführungsbe1spiel und Fig. 4 die linke Seitenansicht gemäss IV-IV der Fig. 3, teilweise im Schnitt.
Der Isolator 1 gemäss den Fig. 1 und 2 hat eine tiefe Kopfrille 3, in welcher das Leiterseil 4 mit einem Teil 5 der vorgeformten, hartgezogenen Drähte 6 liegt. Der andere Teil 7 der vorgeformten, hartgezogenen Drähte liegt im Bereich des Isolators nicht an dem Leiterseil 4 an, sondern ist durch eine Längsbohrung 8 des Isolators gezogen. Durch die Drähte 7 ist das Leiterseil 4 mit den Drähten 5 vom Abheben aus der Rille 3 gehindert.
Das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2. dadurch, dass an Stelle der einzigen Längsbohrung 8 zwei Längsbohrungen 10 und 11 vorgesehen sind. In jeder Längsbohrung befinden sich je drei Drähte 12 und 13, die im übrigen, wie bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2, um das Leiterseil 14 gelegt sind. Die Ausführung mit zwei Längsbohrungen 10 und 11 gibt eine grössere Sicherheit gegen Querverschiebung des Leiterseiles aus der Rille des Isolatorkopfes.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Befestigung von elektrischen Leiterseilen mittels vorgeformter, hartgezogener Drähte auf mit Kopfrille versehenen Isolatoren, dadurch gekennzeichnet, dass durch ein (8) oder zwei (10, 11) parallel zur Kopfrille (3) eines an sich bekannten Isolators verlaufende Längsbohrungen mindestens einige der vor- geformten Drähte (7, 12, 13) hindurchgeführt sind.
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