DE609014C - Dehnbares elektrisches Starkstromkabel - Google Patents
Dehnbares elektrisches StarkstromkabelInfo
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- H—ELECTRICITY
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- H01B7/18—Protection against damage caused by wear, mechanical force or pressure; Sheaths; Armouring
- H01B7/22—Metal wires or tapes, e.g. made of steel
- H01B7/226—Helicoidally wound metal wires or tapes
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Description
Die Erfindung betrifft ein Starkstromkabel, das aus zwei oder mehreren Einzelkabeln durch
Verseilen hergestellt ist. Zwischen den Einzelkabeln ist in der Mitte nach einem früheren
Vorschlag eine elastische Einlage, z.B. Juteeinlage, angebracht, die zuläßt, daß die miteinander
verseilten Einzelkabel bei erhöhtem Zug sich einander unter Vergrößerung der Dralllänge
nähern, während bei einem etwaigen Nachlassen des Zuges eine Verkürzung der Kabellänge
und Vergrößerung der Entfernung der Einzelkabel voneinander möglich ist. Solche Kabel werden Dehnungskabel genannt. Die miteinander
verseilten Einzelkabel sind regelmäßig mit einem Mantel (Bleimantel) versehen, manchmal
auch mit einer Bewehrung. Es müssen aber auf jeden Fall Mittel vorgesehen sein, welche
die miteinander verseilten Kabel zusammenhalten. Zu diesem Zweck hat man eine Art
gemeinsamer Bewehrung um die verseilten Einzelkabel vorgesehen, bestehend aus Rund-,
Plach- oder Profildrähten oder -bändern. Diese Bänder oder Drähte werden schraubenförmig
um die verseilten Einzelkabel außen herumgewickelt, so daß bei einer Dehnung des Kabels
auch die Bewehrung ihre Form ändert, und zwar wird die Steigung der Windungen vergrößert, während ihr Durchmesser sich verkleinert
; bei einer Verkürzung der Kabellänge tritt das Umgekehrte ein.
Es besteht nun die Gefahr, daß die Verlängerung des Kabels ein Maß erreicht, bei dem die
Einzelkabel dicht an die elastische Einlage angepreßt werden, so <iaß diese letztere das ihr
erreichbare geringste Volumen annimmt und unzusammendrückbar wird. Wächst trotzdem
der Zug am Kabel weiter, so kann es geschehen, daß die Einzelkabel deformiert oder beschädigt
werden.
Die Erfindung bezweckt, das Überschreiten eines zulässigen Höchstmaßes der Dehnung an
den verseilten Kabeln selbst zu verhindern, und besteht darin, daß Mittel vorgesehen sind, die
bei Überschreitung einer bestimmten Dehnung die am Kabel angreifenden Zugkräfte aufnehmen
und somit die Kabelseele vom Zug entlasten.
Die Erfindung kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden.
So kann man die den verseilten Einzelkabeln gemeinsame Bewehrung in sich so ausbilden,
daß sie beim Überschreiten einer bestimmten Längenzunahme eine weitere Dehnung ausschließt.
Wird z. B-. die Bewehrung aus Stahldrähten oder -bändern schraubenförmig um die
verseilten Einzelkabel aufgewickelt, so kann der Abstand der aufgewickelten Drähte voneinander
so gewählt werden, daß bei einer bestimmten Dehnung und folgeweisen Vergrößerung der
Steigung mit gleichzeitiger Verringerung des Windungsdurchmessers die Drähte eng aneinder
liegen und gleichsam ein geschlossenes Stahlrohr ergeben. Während also vorher gleichsam
ein schraubenförmig geschlitzter Mantel als Bewehrung, vorlag, sind beim Erreichen der
höchst zulässigen Dehnung diese Schlitze ge-
schlossen, und eine weitere Dehnung wird durch den Mantel selbst verhindert. Die Kräfte, welche
bis dahin an den verseilten Einzelkabeln angreifen konnten, werden somit durch den geschlossenen
Mantel übernommen, die Einzelkabel werden entlastet und vor allem wird eine weitere Dehnung durch den nunmehr geschlossenen
Mantel verhindert.
Eine andere Durchführung der Erfindung
ίο kann aber darin bestehen, daß man nicht die
Bewehrung zur schließlichen Übernahme der Zugkräfte bestimmt, sondern an irgendeiner
anderen Stelle einen Körper vorsieht, der beim Überschreiten einer bestimmten Dehnung die
wirksamen Kräfte von den Einzelkabeln aufnimmt. So kann beispielsweise in die elastische
Juteeinlage selbst ein hinreichend starker Draht, Band ο. dgl. aus einem festen magnetischen oder
unmagnetischen Stoff eingebettet werden, der
ao entweder selbst gewisse Elastizität besitzt oder aber in solcher Form eingebracht ist, daß er erst
beim Überschreiten einer bestimmten Dehnung seine eigene Streckgrenze erreicht, so daß die
an den verseilten Einzelkabeln wirkenden Kräfte nunmehr von ihm aufgenommen werden und
eine weitere Dehnung wirksam verhindert wird. So könnte man beispielsweise ein Stahlband
oder -seil in die Einlage selbst einbetten. Das Stahlband könnte in Schraubenwindungen
großer Steigung und kleinen Durchmessers geformt sein, derart, daß bei Erreichen der zulässigen
größten Dehnung auch das Stahlband vollständig gestreckt ist. Wird aber ein Seil
angewendet, so weist dieses in sich selbst die gewünschte Elastizität auf und wird gleichfalls
bei Erreichen einer bestimmten Längenzunahme seinerseits unverlängerbar; es wird somit die an
den verseilten Einzelkabeln angreifenden Kräfte übernehmen und eine weitere Dehnung des Kabels
verhindern.
Um die Bewehrung richtig aufbringen zu können, kann man zwischen den schraubenförmig
aufzuwickelnden Drähten eine Zwischenlage anordnen, beispielsweise zwischen den Stahldrähten Jutefäden einziehen, die somit die
Stahldrähte voneinander trennen. Wenn dann eine Verlängerung des Kabels eintritt, werden
die Stahldrähte die Jutefäden so lange zusammenpressen, bis diese schließlich nicht mehr
nachgeben und somit ein starker Mantel um das Kabel entsteht, der die an ihm weiter wirkenden
Zugkräfte aufnimmt.
An Stelle solcher Jutefäden können selbstverständlich elastische oder plastische Stoffe
jeder anderen Art verwendet werden.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an Hand zweier Ausführungsbeispiele schematisch dargestellt.
Abb. ι zeigt eine Ansicht eines erfindungsgemäß armierten Kabels in Schnitt und Ansicht.
Abb. 2 zeigt in zwei verschiedenen Schnitten den Kern eines erfindungsgemäßen Kabels ohne
die Armierung, in welchem die Zugkräfte von einem Einlageteil aufgenommen werden. Der
rechtsseitige Schnitt ist nach der Linie .40-.B0
des linksseitig dargestellten Schnittes geführt.
In Abb. ι sind mit A, B und C die Einzelkabel
bezeichnet. D bezeichnet die Bewehrungsdrähte, welche entweder durch Zwischenräume
oder durch Einlagen aus Jutefäden oder sonstigen elastischen oder plastischen Stoffen F
voneinander getrennt sind. Die Einzelkabel A, B und C sind über einen elastischen Kerni?
miteinander verseilt.
Die erfindungsgemäße Aufgabe ist in dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 2 in anderer
Weise gelöst. Dort ist lediglich der elastische Kern .ST dargestellt, während die Einzelkabel
A, B und C gestrichelt angedeutet sind. In der Mitte des Kernes K ist eine Einlage E vorgesehen,
welche aus einem Draht oder einem Seil großer Festigkeit bestehen mag. Aus der rechtsseitigen
Schnittzeichnung dieses Kernes ist zu entnehmen, daß die Einlage E in Wellungen E1
verläuft. Bei der Dehnung des Kabels wird sich die Einlage £ so weit strecken, daß sie im
wesentlichen nach einer Geraden verläuft.
Die Erfindung ist auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele nicht beschränkt. Sie hat aber
selbstverständlich mit den bekannten offenen Armierungen von gewöhnlichen Kabeln nichts
zu tun, die meistens lediglich aus elektrischen Rücksichten, d. h. zur Verbesserung der magnetischen
Eigenschaften der Bewehrung, offen ausgebildet sind. Auch mit bekannten Sicherheitsleitern im Innern von Dehnungskabeln hat die
'Erfindung nichts gemein, denn solche Sicherheitsleiter sollen schließlich zerreißen und damit
einen bestimmten Zustand des Kabels in bezug loo auf seine Beanspruchung bekanntgeben, während
der erfindungsgemäße Zweck dahin geht, die Einlage oder die Armierung selbst so kräftig
auszubilden, daß sie die Zugbeanspruchungen des Kabels bei einer bestimmten Dehnung aufzunehmen
in der Lage sind, d. h. die empfindlichen Materialien des eigentlichen Kabels (Blei,
Papier, Jute oder Kupfer) zu entlasten.
Claims (7)
1. Dehnbares elektrisches Starkstromkabel, das aus zwei oder mehreren um einen
elastischen Kern verseilten Einzelkabeln besteht, gekennzeichnet durch Zugorgane,
welche beim Erreichen oder Überschreiten einer bestimmten Dehnung des Kabels die
an ihm angreifenden Zugkräfte aufnehmen und zugleich die eigentliche Kabelseele vom
Zug entlasten.
2. Starkstromkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugorgane.
aus Drähten, Bändern oder Seilen aus magnetischen oder unmagnetischen Stoffen (Stahl
usw,) bestehen.
3. Starkstromkabel nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine um die
verseilten Einzelkabel angebrachte gemeinsame Bewehrung aus Drähten, Bändern 0. dgl., deren Steigung und Windungsabstand
so bemessen ist, daß beim Erreichen einer bestimmten Dehnung des Kabels die Windungen unmittelbar oder unter Zwischenlage
eines unnachgiebigen anderen Stoffes aneinanderliegen und einen geschlossenen, die Kabelseele berührenden Mantel ergeben.
4. Starkstromkabel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenlagen
zwischen den Bewehrungsdrähten aus nachgiebigem Stoff, z. B. Jutefäden, oder plastischem Stoff, z. B. Blei, bestehen.
5. Starkstromkabel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als
Zugorgan innerhalb des Kabels, insbesondere in der elastischen Einlage selbst, mindestens
ein fester, magnetischer oder unmagnetischer Körper angeordnet ist, der bei Erreichen einer bestimmten Kabellänge gestreckt
ist.
6. Starkstromkabel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugorgan aus
einem oder mehreren schraubenförmig gewundenen Drähten, Bändern 0. dgl. besteht,
die beim Erreichen der bestimmten Dehnung gestreckt sind.
7. Starkstromkabel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper aus
einem oder mehreren Seilen besteht, die beim Erreichen einer vorbestimmten Dehnung
ihre größte Länge erreichen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN29870D DE609014C (de) | 1929-01-20 | 1929-01-20 | Dehnbares elektrisches Starkstromkabel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN29870D DE609014C (de) | 1929-01-20 | 1929-01-20 | Dehnbares elektrisches Starkstromkabel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE609014C true DE609014C (de) | 1935-02-07 |
Family
ID=7345292
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN29870D Expired DE609014C (de) | 1929-01-20 | 1929-01-20 | Dehnbares elektrisches Starkstromkabel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE609014C (de) |
-
1929
- 1929-01-20 DE DEN29870D patent/DE609014C/de not_active Expired
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