DE609014C - Dehnbares elektrisches Starkstromkabel - Google Patents

Dehnbares elektrisches Starkstromkabel

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DE609014C
DE609014C DEN29870D DEN0029870D DE609014C DE 609014 C DE609014 C DE 609014C DE N29870 D DEN29870 D DE N29870D DE N0029870 D DEN0029870 D DE N0029870D DE 609014 C DE609014 C DE 609014C
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cable
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DEN29870D
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NORDDEUTSCHE KABELWERKE AKT GE
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NORDDEUTSCHE KABELWERKE AKT GE
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B7/00Insulated conductors or cables characterised by their form
    • H01B7/17Protection against damage caused by external factors, e.g. sheaths or armouring
    • H01B7/18Protection against damage caused by wear, mechanical force or pressure; Sheaths; Armouring
    • H01B7/22Metal wires or tapes, e.g. made of steel
    • H01B7/226Helicoidally wound metal wires or tapes

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  • Insulated Conductors (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Starkstromkabel, das aus zwei oder mehreren Einzelkabeln durch Verseilen hergestellt ist. Zwischen den Einzelkabeln ist in der Mitte nach einem früheren Vorschlag eine elastische Einlage, z.B. Juteeinlage, angebracht, die zuläßt, daß die miteinander verseilten Einzelkabel bei erhöhtem Zug sich einander unter Vergrößerung der Dralllänge nähern, während bei einem etwaigen Nachlassen des Zuges eine Verkürzung der Kabellänge und Vergrößerung der Entfernung der Einzelkabel voneinander möglich ist. Solche Kabel werden Dehnungskabel genannt. Die miteinander verseilten Einzelkabel sind regelmäßig mit einem Mantel (Bleimantel) versehen, manchmal auch mit einer Bewehrung. Es müssen aber auf jeden Fall Mittel vorgesehen sein, welche die miteinander verseilten Kabel zusammenhalten. Zu diesem Zweck hat man eine Art gemeinsamer Bewehrung um die verseilten Einzelkabel vorgesehen, bestehend aus Rund-, Plach- oder Profildrähten oder -bändern. Diese Bänder oder Drähte werden schraubenförmig um die verseilten Einzelkabel außen herumgewickelt, so daß bei einer Dehnung des Kabels auch die Bewehrung ihre Form ändert, und zwar wird die Steigung der Windungen vergrößert, während ihr Durchmesser sich verkleinert ; bei einer Verkürzung der Kabellänge tritt das Umgekehrte ein.
Es besteht nun die Gefahr, daß die Verlängerung des Kabels ein Maß erreicht, bei dem die Einzelkabel dicht an die elastische Einlage angepreßt werden, so <iaß diese letztere das ihr erreichbare geringste Volumen annimmt und unzusammendrückbar wird. Wächst trotzdem der Zug am Kabel weiter, so kann es geschehen, daß die Einzelkabel deformiert oder beschädigt werden.
Die Erfindung bezweckt, das Überschreiten eines zulässigen Höchstmaßes der Dehnung an den verseilten Kabeln selbst zu verhindern, und besteht darin, daß Mittel vorgesehen sind, die bei Überschreitung einer bestimmten Dehnung die am Kabel angreifenden Zugkräfte aufnehmen und somit die Kabelseele vom Zug entlasten.
Die Erfindung kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden.
So kann man die den verseilten Einzelkabeln gemeinsame Bewehrung in sich so ausbilden, daß sie beim Überschreiten einer bestimmten Längenzunahme eine weitere Dehnung ausschließt. Wird z. B-. die Bewehrung aus Stahldrähten oder -bändern schraubenförmig um die verseilten Einzelkabel aufgewickelt, so kann der Abstand der aufgewickelten Drähte voneinander so gewählt werden, daß bei einer bestimmten Dehnung und folgeweisen Vergrößerung der Steigung mit gleichzeitiger Verringerung des Windungsdurchmessers die Drähte eng aneinder liegen und gleichsam ein geschlossenes Stahlrohr ergeben. Während also vorher gleichsam ein schraubenförmig geschlitzter Mantel als Bewehrung, vorlag, sind beim Erreichen der höchst zulässigen Dehnung diese Schlitze ge-
schlossen, und eine weitere Dehnung wird durch den Mantel selbst verhindert. Die Kräfte, welche bis dahin an den verseilten Einzelkabeln angreifen konnten, werden somit durch den geschlossenen Mantel übernommen, die Einzelkabel werden entlastet und vor allem wird eine weitere Dehnung durch den nunmehr geschlossenen Mantel verhindert.
Eine andere Durchführung der Erfindung
ίο kann aber darin bestehen, daß man nicht die Bewehrung zur schließlichen Übernahme der Zugkräfte bestimmt, sondern an irgendeiner anderen Stelle einen Körper vorsieht, der beim Überschreiten einer bestimmten Dehnung die wirksamen Kräfte von den Einzelkabeln aufnimmt. So kann beispielsweise in die elastische Juteeinlage selbst ein hinreichend starker Draht, Band ο. dgl. aus einem festen magnetischen oder unmagnetischen Stoff eingebettet werden, der
ao entweder selbst gewisse Elastizität besitzt oder aber in solcher Form eingebracht ist, daß er erst beim Überschreiten einer bestimmten Dehnung seine eigene Streckgrenze erreicht, so daß die an den verseilten Einzelkabeln wirkenden Kräfte nunmehr von ihm aufgenommen werden und eine weitere Dehnung wirksam verhindert wird. So könnte man beispielsweise ein Stahlband oder -seil in die Einlage selbst einbetten. Das Stahlband könnte in Schraubenwindungen großer Steigung und kleinen Durchmessers geformt sein, derart, daß bei Erreichen der zulässigen größten Dehnung auch das Stahlband vollständig gestreckt ist. Wird aber ein Seil angewendet, so weist dieses in sich selbst die gewünschte Elastizität auf und wird gleichfalls bei Erreichen einer bestimmten Längenzunahme seinerseits unverlängerbar; es wird somit die an den verseilten Einzelkabeln angreifenden Kräfte übernehmen und eine weitere Dehnung des Kabels verhindern.
Um die Bewehrung richtig aufbringen zu können, kann man zwischen den schraubenförmig aufzuwickelnden Drähten eine Zwischenlage anordnen, beispielsweise zwischen den Stahldrähten Jutefäden einziehen, die somit die Stahldrähte voneinander trennen. Wenn dann eine Verlängerung des Kabels eintritt, werden die Stahldrähte die Jutefäden so lange zusammenpressen, bis diese schließlich nicht mehr nachgeben und somit ein starker Mantel um das Kabel entsteht, der die an ihm weiter wirkenden Zugkräfte aufnimmt.
An Stelle solcher Jutefäden können selbstverständlich elastische oder plastische Stoffe jeder anderen Art verwendet werden.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an Hand zweier Ausführungsbeispiele schematisch dargestellt.
Abb. ι zeigt eine Ansicht eines erfindungsgemäß armierten Kabels in Schnitt und Ansicht.
Abb. 2 zeigt in zwei verschiedenen Schnitten den Kern eines erfindungsgemäßen Kabels ohne die Armierung, in welchem die Zugkräfte von einem Einlageteil aufgenommen werden. Der rechtsseitige Schnitt ist nach der Linie .40-.B0 des linksseitig dargestellten Schnittes geführt.
In Abb. ι sind mit A, B und C die Einzelkabel bezeichnet. D bezeichnet die Bewehrungsdrähte, welche entweder durch Zwischenräume oder durch Einlagen aus Jutefäden oder sonstigen elastischen oder plastischen Stoffen F voneinander getrennt sind. Die Einzelkabel A, B und C sind über einen elastischen Kerni? miteinander verseilt.
Die erfindungsgemäße Aufgabe ist in dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 2 in anderer Weise gelöst. Dort ist lediglich der elastische Kern .ST dargestellt, während die Einzelkabel A, B und C gestrichelt angedeutet sind. In der Mitte des Kernes K ist eine Einlage E vorgesehen, welche aus einem Draht oder einem Seil großer Festigkeit bestehen mag. Aus der rechtsseitigen Schnittzeichnung dieses Kernes ist zu entnehmen, daß die Einlage E in Wellungen E1 verläuft. Bei der Dehnung des Kabels wird sich die Einlage £ so weit strecken, daß sie im wesentlichen nach einer Geraden verläuft.
Die Erfindung ist auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele nicht beschränkt. Sie hat aber selbstverständlich mit den bekannten offenen Armierungen von gewöhnlichen Kabeln nichts zu tun, die meistens lediglich aus elektrischen Rücksichten, d. h. zur Verbesserung der magnetischen Eigenschaften der Bewehrung, offen ausgebildet sind. Auch mit bekannten Sicherheitsleitern im Innern von Dehnungskabeln hat die 'Erfindung nichts gemein, denn solche Sicherheitsleiter sollen schließlich zerreißen und damit einen bestimmten Zustand des Kabels in bezug loo auf seine Beanspruchung bekanntgeben, während der erfindungsgemäße Zweck dahin geht, die Einlage oder die Armierung selbst so kräftig auszubilden, daß sie die Zugbeanspruchungen des Kabels bei einer bestimmten Dehnung aufzunehmen in der Lage sind, d. h. die empfindlichen Materialien des eigentlichen Kabels (Blei, Papier, Jute oder Kupfer) zu entlasten.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Dehnbares elektrisches Starkstromkabel, das aus zwei oder mehreren um einen elastischen Kern verseilten Einzelkabeln besteht, gekennzeichnet durch Zugorgane, welche beim Erreichen oder Überschreiten einer bestimmten Dehnung des Kabels die an ihm angreifenden Zugkräfte aufnehmen und zugleich die eigentliche Kabelseele vom Zug entlasten.
2. Starkstromkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugorgane.
aus Drähten, Bändern oder Seilen aus magnetischen oder unmagnetischen Stoffen (Stahl usw,) bestehen.
3. Starkstromkabel nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine um die verseilten Einzelkabel angebrachte gemeinsame Bewehrung aus Drähten, Bändern 0. dgl., deren Steigung und Windungsabstand so bemessen ist, daß beim Erreichen einer bestimmten Dehnung des Kabels die Windungen unmittelbar oder unter Zwischenlage eines unnachgiebigen anderen Stoffes aneinanderliegen und einen geschlossenen, die Kabelseele berührenden Mantel ergeben.
4. Starkstromkabel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenlagen zwischen den Bewehrungsdrähten aus nachgiebigem Stoff, z. B. Jutefäden, oder plastischem Stoff, z. B. Blei, bestehen.
5. Starkstromkabel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Zugorgan innerhalb des Kabels, insbesondere in der elastischen Einlage selbst, mindestens ein fester, magnetischer oder unmagnetischer Körper angeordnet ist, der bei Erreichen einer bestimmten Kabellänge gestreckt ist.
6. Starkstromkabel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugorgan aus einem oder mehreren schraubenförmig gewundenen Drähten, Bändern 0. dgl. besteht, die beim Erreichen der bestimmten Dehnung gestreckt sind.
7. Starkstromkabel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper aus einem oder mehreren Seilen besteht, die beim Erreichen einer vorbestimmten Dehnung ihre größte Länge erreichen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEN29870D 1929-01-20 1929-01-20 Dehnbares elektrisches Starkstromkabel Expired DE609014C (de)

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