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Backenbremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge
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die Bremstrommel angepresst als der ablaufende Teil. Das sonst störende Kippmoment bewirkt infolgedessen bei der erfindungsgemässen Bremse einen Ausgleich der Anpresskräfte, so dass durch die versetzte Anordnung der Bremsbeläge ihre gleichmässige Abnutzung gewährleistet wird. Die Laschen gewährleisten durch ihre besondere Anordnung stets eine stabile Lage der Bremsbacken und brauchen nur die an den Bremsbacken angreifenden Umfangskräfte aufzunehmen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind einem Ausführungsbeispiel zu entnehmen, das in der Zeichnung in Ansicht dargestellt ist.
Mit 1 ist die Bremstrommel bezeichnet, in deren Innerem die wesentlichen Einzelteile der Backenbremse untergebracht sind. Die beiden Bremsbacken sind mit 2 und 3 bezeichnet. An ihrem äusseren Umfang tragen sie die Bremsbeläge 4 und 5. Zwischen den beiden Bremsbacken 2 und 3 liegen die Zylinder 6 und 7, die im Inneren über ihre ganze Länge gleichen Durchmesser aufweisen. Die Zylinder 6 und 7 sind über eine Druckleitung 8 untereinander und mit dem übrigen hydraulischen Bremsbetätigungssystem verbunden. Jeder Zylinder 6,7 enthält in seinem Inneren zwei gegenüberliegende Kolben, von denen in der Figur nur die Kolbenstangen 9, 10, 11 und 12 zu sehen sind. Die Kolbenstangen 9, 10, 11, 12, greifen in entsprechende Ausschnitte der beiden Bremsbacken 2 und 3 ein.
Die beiden Bremsbacken 2 und 3 sind in den Punkten 13 und 14 über Laschenpaare 15 und 16 an einem als Platte ausgebildeten Doppelarm 17 aufgehängt. Die Aufhängung der beiden Laschenpaare 15 und 16 erfolgt in den aussenliegenden Punkten 18 und 19 des Doppelarmes 17.
In der Zeichnung ist eine Parallele 20 zu den Radbremszylindern 6 und 7 durch den Mittelpunkt der Bremse eingetragen ; die für die beiden Bremsbeläge gemeinsame Mittellinie trägt die Bezugsziffer 21.
Die beiden Linien 20 und 21 schliessen in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel einen Winkel von etwa 60 ein. Die beiden Bremsbeläge 4,5 der beiden Bremsbacken 2,3 liegen demnach nicht in der Mitte des die äussere Umrandung bildenden Kreisbogensder jeweiligen Bremsbacke. Weiterhin ist erkennbar, dass die Anlenkung der beiden Bremsbacken 2,3 in dem Ausführungsbeispiel nicht in deren Mitte, d. h. auf deren Mittellinie erfolgt. Der Anlenkungspunkt 13 der Bremsbacke 2 liegt unterhalb der Parallelen 20 der Radbremszylinder 6,7. Der Anlenkungspunkt 14 der Bremsbacke 3 liegt oberhalb der Parallelen 20.
Bei einer Betätigung des Bremspedals od. dgl. des Kraftfahrzeuges wird nach dem Ausführungsbeispiel über eine Druckleitung 8 den beiden Betätigungszylindern 6 und 7 Drucköl zugeführt. Die vier Kolbenstangen 9, 10, 11, 12 bewegen sich sodann nach aussen und drücken die beiden Bremsbacken 2,3 über ihre Bremsbeläge 4, 5 gegen die Innenseite der Bremstrommel l. Beim Ausführungsbeispiel wird vorausgesetzt, dass sich die Bremstrommel in Richtung des Pfeiles 22 dreht. Den beiden Bremsbacken 2,3 wird dadurch eine Umfangskraft, die dem Drehsinn des Pfeiles 22 entspricht, aufgeprägt.
Durch die erfindungsgemässe Aufhängung der beiden Bremsbacken 2 und 3 nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiel über die Laschenpaare 15 und 16 und durch die besondere Anordnung der Bremsbeläge 4 und 5 auf den Bremsbacken 2 und 3 wird erreicht, dass an den Laschen nur die Umfangskraft aufgenommen wird und die Bremsbeläge gleichmässig abgenutzt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Parallel-Backenbremse, vorzugsweise hydraulisch betätigte Kraftfahrzeugbremse, mit drehbaren Backen, die von zwei Doppelkolben betätigt werden und an im wesentlichen senkrecht zur Verstellbewegung der Bremsbacken angeordneten Laschen aufgehängt sind, welche ihrerseits an einer Ankerplatte angelenkt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängungspunkte (13, 14) der Backen (2,3) bezüglich der die Radachse enthaltenden Parallelebene (20) zu den Bremszylindern (6,7) in Drehrichtung des Rades bei Vorwärtsfahrt um einen bestimmten Winkel versetzt sind, wogegen die Anlenkungspunkte (18, 19) der Laschen (15, 16) an der Ankerplatte sowie die Längsmitten der Bremsbeläge (4,5) bezüglich dieser Parallelebene entgegen der Drehrichtung des Rades versetzt angeordnet sind.