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Klemme zum Verbinden von zwei nebeneinanderliegenden Drahtseilsträngen
Die Erfindung betrifft eine Klemme zum Verbinden von zwei nebeneinanderliegenden Drahtseilsträngen, insbesondere, um eine Öse oder Schlaufe in einem Drahtseil zu bilden, bestehend aus einer, die beiden Seilstränge einschliessenden Metallhülse, die nach Anwendung eines radialen Pressdruckes die Seilstränge festhält.
Eine derartige Klemme ist bereits bekannt. Diese Klemme hat dabei einen ovalen Querschnitt, dessen lange Achse der Summe der Durchmesser der aufeinander zu klemmenden Stränge gleich ist. Nach dem Hineinstecken der zu verbindenden Seilstränge, z. B. des weiterlaufenden Stranges und des sogenannten zurückgesteckten Stranges bei der Herstellung einer Öse oder Schlaufe in einem Drahtseil, wird die Klemme in radialer Richtung zwischen zwei Matrizenhälften zusammengepresst, bis der Querschnitt der Klemme über die ganze Länge etwa kreisförmig geworden ist. Die beiden Seilstränge werden dabei abgeplattet, wobei der während des Pressens fliessende Werkstoff der Klemme den ganzen Umfang entlang zwischen die Unebenheiten der Oberfläche der Seilstränge dringt.
Auch die keilförmigen Räume an beiden Seiten der Tangente zwischen den Seilsträngen sollen dabei vollkommen zufliessen, um eine vollständig dichte Verbindung zu erhalten, die das Eindringen von Feuchtigkeit in die Klemme verhindert.
Um dies zu erzielen, wird als Werkstoff für die Klemme ein Metall oder eine Metallegierung, meistens eine Aluminiumlegierung von einer derartig niedrigen Zugfestigkeit und Härte benutzt, dass das Klemmaterial beim Zusammenpressen im kalten Zustand fliesst und die erwähnten keilförmigen Räume dabei ausfüllt. Während des Zufliessens der keilförmigen Räume dürfen die Kräfte auf das Drahtseil nicht zu gross werden, um eine Beschädigung der Stränge zu verhindern. Metalle mit einer Brinell-Härte von mehr als 35-45 kg/mm sind nicht mehr ohne weiteres brauchbar, weil sie die genannten keilförmigen Räume entweder nicht füllen oder erst bei einem solchen Druck füllen, dass das Material der Stränge beschädigt wird.
Gemäss der Erfindung ist nun die Hülse mindestens an den Enden mit zwei einander diametral gegen- überliegenden Einsätzen aus leicht verformbarem Werkstoff versehen, die bei der radialen Zusammenpressung der Hülse die beiden zwischen den Seilsträngen und der Innenwand der Hülse gebildeten keilförmigen Räume ausfüllen.
Nach der Erfindung werden also zwei verschiedene Werkstoffe verwendet, die eine verschiedenartige Funktion haben. Für die Hülse kann ein Metall, z. B. Stahl, mit einer Zugfestigkeit von wenigstens 28 kg/mm und einer Brinell-Härte von 70-100 kg/mm benutzt werden, welcher Werkstoff die in der Hülse auftretenden Zugkräfte aufnimmt. Als Material für die leicht verformbaren Einsätze können weiche Metalle, wie Zinn, Blei, Rotkupfer u. dgl. oder auch Gummi, Leder, Nylon, Polyvinylchlorid, Polyäthylen oder ein sonstiges nachgiebiges bzw. elastisches Material verwendet werden, welche die genannten keilförmigen Räume bereits bei geringen Verformungskräften ganz ausfüllen und dadurch eine vollständig dichte Verbindung ergeben.
Die Anwendung von Metallen mit höherer Zugfestigkeit als die bis jetzt benutzten Metalle für die Hülse hat den Vorteil, dass der für das Aufnehmen der Zugkräfte erforderliche Materialquerschnitt der Hülse erheblich kleiner wird. In bezug auf die bekannten Klemmen ist eine Gewichtsersparnis von 50% erzielbar, was zur Folge hat, dass die Herstellungskosten der Klemme nach der Erfindung trotz der Anwendung von zusätzlichen Einsätzen erheblich kleiner sind als diejenigen der bekannten Klemmen.
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Bei einer vorzugsweise angewendeten Ausführungsform der erfindungsgemässen Klemme sind die Einsätze durch einen Verbindungssteg zu einem Ganzen in Form eines I-Profiles miteinander verbunden, wobei an beiden Seiten des Verbindungssteges halbzylindrische Auflager für die Seilstränge ausgebildet sind. Die zu verbindenden Seilstränge können hiedurch leichter in die Hülse gesteckt werden, weil die Einsätze selbsttätig an ihrer richtigen Stelle innerhalb der Hülse gehalten werden.
Die bekannten Klemmen haben des weiteren noch den Nachteil, dass die Seilstränge dort, wo der weiterlaufende Strang aus der Klemme austritt, starken Biegungsermüdungserscheinungen unterworfen werden infolge des Umstandes, dass die unbiegsame Klemme mit einem scharfen Übergang plötzlich in den biegsamen heraustretenden Strang übergeht. Bei Benutzung der Klemme nach der Erfindung ist dieser Nachteil bereits grösstenteils behoben, weil der weiterlaufende Strang auch dort, wo er aus der Klemme austritt, grösstenteils in das leicht verformbare Material der Einsätze bzw. des Profiles eingebettet ist.
Der erwähnte Nachteil der bekannten Klemme ist ganz behoben durch ein weiteres Merkmal der Erfindung, nach welcher an dem einen Ende der Hülse die Flanschen des doppelten T-Profiles an der einen Seite des Steges unter Bildung eines umlaufenden zylindrischen Randes miteinander verbunden sind, während die Breite der Flanschen an der andern Seite des Steges in der Richtung auf das betreffende Stegende allmählich abnimmt, indem die Flanschen an dieser Seite schräg zur Längsachse des Profiles weggeschnitten sind. Der gefährdete Teil des weiterlaufenden Stranges liegt hiedurch rund herum In einer nachgiebigen bzw. elastischen Masse eingebettet.
Es wird bemerkt, dass auch eine Klemme bekannt ist, die am Ende, wo der weiterlaufende Strang heraustritt, mit einem Futter aus nachgiebigem bzw. elastischen Material versehen ist.
Eine Anzahl von Ausbildungsbeispielen sind in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 ist ein Querschnitt durch eine Klemme nach der Erfindung in dem Zustand vor der Zusammenpressung. Fig. 2 ist ein Querschnitt durch eine Klemme nach einem zweiten Ausbildungsbeispiel, ebenfalls in dem Zustand vor der Zusammenpressung. Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht eines Einsatzes. Fig. 4 ist ein Längsschnitt und Fig. 5 ein Querschnitt einer Klemme nach der Erfindung im zusammengepressten Zustand. Die Fig. 6 und 7 stellen zwei weitere Ausbildungsbeispiele eines Einsatzes dar.
In Fig. l ist der ovale Querschnitt einer zylindrischen an einem Ende sowohl an der Innenseite wie an der Aussenseite etwas konisch zulaufenden Hülse l dargestellt. In dieser Hülse befindet sich ein Einsatz Z aus Gummi, Leder, Nylon, Polyvinylchlorid, Polyäthylen oder derartigem nachgiebigem bzw. elastischem Material. Dieser Einsatz 2 hat im wesentlichen die Gestalt eines doppelten T-Profiles und liegt mit seinen Flanschen 2'an den langen Seitenwänden der Hülse 1 an. Der Steg 2" geht mit ziemlich grossen Abrundungen in die Flanschen 2'über, so dass an beiden Seiten des Steges 2"eine etwa halbzylindrische Rast für die zu verbindenden Seilstränge 3 und 4 gebildet ist.
Fig. 2 zeigt eine im Querschnitt kreisförmige Klemme, bei welcher zwei getrennte Einsätze 2a vorgesehen sind.
Der in Fig. 3 in Perspektive dargestellte Einsatz ist am rechten Ende mit einer rund herum geschlossenen zylindrischen Wand 5 als Auflager versehen, in dem die Flanschen 2'an einer Seite des Steges 2" miteinander verbunden sind. An der entgegengesetzten Seite des Steges 2"nimmt die Breite der Flanschen 2'in der Richtung auf das betreffende Stegende allmählich ab, indem die Flanschen an dieser Seite schräg zur Längsache des Profiles weggeschnitten sind. Hiedurch kann sich der Einsatz 5 leicht derart verformen, dass die geschlossene Wand 5 konzentrisch zur Achse der zusammengepressten Klemme zu liegen kommt. Dies geht aus der Fig. 4 hervor, die eine zusammengepresste Klemme nach der Erfindung zeigt, bei welcher der Einsatz nach Fig. 3 angewendet ist.
Es zeigt sich, dass dabei der Winkel zwischen dem Ende des zurückgesteckten Seilstranges 4 und dem weiterlaufenden Strang 3 ganz von dem an der Stelle der Abschrägung 6 vorhandenen Material des Einsatzes ausgefüllt ist.
Aus Fig. 5 geht hervor, dass die Seilstränge bei zusammengepresster Klemme nur über die mit 7 bezeichnet Bogenlänge unmittelbar an der Innenwand der Hülse anliegen und zum übrigen Teil ganz in dem federnden bzw. nachgiebigem Material des Einsatzes eingebettet sind.
Die Fig. 6 und 7 zeigen zwei Abänderungen des in Fig. 3 dargestellten Einsatzes. Der Einsatz 8 nach Fig. 6 ist an beiden Seiten mit einer V-förmigen Längsnut 10 versehen, in welche Nuten die entsprechend V-förmig ausgebildeten, an den Innenseiten der langen Seitenwände der Hülse 9 vorgesehenen Längsrippen 11 eingreifen. Die Längsrippen bilden Verdickungen des Mittelteiles der langen Seitenwände der Hülse. Es hat sich gezeigt, dass hiedurch die langen Seitenwände beim Zusammenpressen immer nach innen knicken, so dass zum Zusammenpressen einfach zwei halb zylindrische Mattizenhä. 1ften angewendet wended können, ohne dass zusätzliche Mittel erforderlich sind um das unerwünschte Knicken der verhältnismässig dünnen Seitenwände nach aussen zu verhindern.
Der in Fig. 7 dargestellte Einsatz ist schliesslich aus einem
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flachen Streifen aus elastischem Material gebildet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Klemme zum Verbinden von zwei nebeneinanderliegenden Drahtseilsträngen, insbesondere um eine Öse oder Schlaufe in einem Drahtseil zu bilden, bestehend aus einer, die beiden Seilstränge einschliessenden Metallhülse, welche nach Anwendung eines radialen Pressdruckes die Seilstränge festhält, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse mindestens an den Enden mit zwei einander diametral gegenüberliegenden Einsätzen aus leicht verformbarem Werkstoff versehen ist, welche bei der radialen Zusammenpressung der Hülse die beiden zwischen den Seilsträngen und der Innenwand der Hülse gebildeten keilförmigen Räume ausfüllen.
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