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Drehbare Bürste zum Reinigen von Tieren u. dgl.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf eine Bürstvorrichtung, insbesondere zum Reinigen von Tieren, bei welcher die von einer sich drehenden Bürste aufgenommenen Unreinigkeiten durch Abstreicher und Kämme von den Bürsten entfernt und in einen, vom Bürstenraum durch eine Wand getrennten Raum aufgefangen werden. Von den bekannten Vorrichtungen dieser Art unterscheidet sich der Gegenstand der Erfindung dadurch, dass die Abstreifer und gegebenenfalls auch der Kamm derart angeordnet sind, dass sie die Unreinigkeiten beim Neigen der Vorrichtung verhindern, wieder in die Bürsten zu gelangen.
Eine Bürstvorrichtung mit dem Gegenstande der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar in Fig. 1 im Schnitt nach Linie A-A der Fig. 2, im Fig. 2 im Schnitt
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halb in Oberansicht bei abgenommenem Deckel. Fig. 4 zeigt die Vorrichtung im Schnitt nach Linie C-C der Fig. 1 mit geöffnetem Deckel.
Wie ersichtlich, besteht die Vorrichtung aus einer in bekannter Weise gedrehten, zylindrischen Bürste 1, welche in einer Kammer 2 eines zylindrischen Gehäuses derart gelagert ist, dass nur der wirksame Teil derselben durch eine Öffnung 8 dieser Kammer nach aussen ragt.
Die Bürstenwalze wird mittels einer biegsamen Welle und eines in dem Gehäuse 5 gelagerten Zahnräderpaares 6,7 von einem Motor oder dgl. in Umdrehung versetzt. Von der Achse 8 des Zahnrades 7 wird die Drehbewegung durch eine Mitnehmerscheibe 9 auf die Bürstenwalze übertragen.
Die letztere ist, um das Einziehen der Borsten zu erleichtern, aus zwei Zylinderhälften 10, 11 zusammengesetzt, welche an den beiden Stirnseiten durch kappenartige Scheiben 72 bexw. 73 zusammengehalten werden. Die Scheibe 12 ist mit der Mitnehmerscheibe 9 durch einen Mitnehmerstift 14 gekuppelt, während die Scheibe 13 durch eine Druckschraube 15 gegen den Walzenzylinder gedrückt wird. An die Kammer 2 schliesst
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bindung steht. In der letzteren sind als Fortsetzung der Trennungswand 40 die Abstreicher 17-20 und der Kamm 24 angeordnet, welche die auf der Bürste haftenden Unreinlichkeiten aufnehmen und in die Kammer 16 befördern.
Der Abstreifer 17 ist an der Ternnungswand 40 befestigt, während die Abstreifer 18, 19 und 20 an Leisten 21 eines Bügels 22 als jalousieartige Fortsetzung des ersten Abstreifers am besten in schräger Lage befestigt sind, schräg deshalb, weil sie dann besser die in der Kammer 16' lagernden Unreinlichkeiten verhindern, zu den Bürsten zu gelangen. An dem Bügel 22, der um den Bolzen 23 drehbar ist, ist der Kamm 24 um den Bolzen 25 drehbar angeordnet, und zwar derart, dass bei geöffnetem Deckel 26, der beide Kammern gemeinsam verschliesst, nicht nur der Kamm, sondern auch der Bügel samt den Abstreifern behufs Reinigung aus dem Gehäuse geklappt werden kann (Fig. 4).
Sämtliche Abstreifer sind in bekannter Weise an der vorderen Kante gezahnt und können mittels der Schlitze 27 und Schrauben 28 zur Bürste eingestellt werden. Überdies kann die Lage der Abstreifer und des Kammes durch in eine Rippe 28 des Gehäuses eingeschraubte Stellschraube 29, gegen welche sich der Bügel 22 legt, geregelt werden.
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Die Lage der Abstreifer und des Kammes gegen die Bürste wird bei geschlossenem Gehäuse durch eine am Kamm befestigte Feder 30 gesichert, welche sich gegen den um Bolzen 37 drehbaren Deckel ; ? stützt ood tnednrch den Bügel 22 gegen die Stell- schrauben 29 und den Kamm soweit gegen die Bürste drückt, bis sich die stärkeren Endzähne 39 (siebe Fig. 3) auf die'Rippen 28'legen, in welcher Lage der Kamm richtig in die Bürste eingreift.
Die Bürste nimmt bei ihrer Drehung in der Pfeilrichtung die Unreinlichkeiten auf und führt sie in die Kammer, wo sie insbesondere von den Abstreifern 17-20 abgenommen und in die Kammer 16 abgeführt werden, während faserartige Unreinlichkeiten, wie Haare u. dgl. vom Kamm 24 aufgenommen und festgehalten werden.
Dadurch, dass das Gehäuse durch die. eine jalousieartige Fortsetzung der Trennungswand 40 bildenden Abstreifer 17-20 in zwei Kammern geteilt ist, in deren einer die von der Bürste abgenommenen Unreinlich- keiten abgelagert werden, ist ein Zutritt dieser Unreinlichkeiten zur Bürste selbst beim Neigen der Vorrichtung erschwert, wodurch die Bürste länger rein bleibt, wobei die Vorrichtung auf die geringste Grösse beschränkt bleibt und keine Unreinlichkeiten nach aussen gelangen können. Je näher aneinander und je schräger die Abstreifer angeordnet sind, desto besser wird der angestrebte Zweck der Trennung der beiden Kammern erreicht.
Um die Abstreifer und den Kamm reinigen und die Kammer 16 entleeren zu können, hat man nur den Deckel 26 durch Zurückdrücken der Hakenfeder 32 mittelst des Druckknopfes 33 zu öffnen und die Vorrichtung unter Schütteln zu wenden, wobei Abstreifer und Kamm aus der Kammer geklappt werden (Fig. 4) und letztere entleert wird. Nach Zurückklappon von Bügel und Kamm kann das Gehäuse wieder zugeklappt werden.
Zweckmässig ist es, den Handgriff 34, der wie bekannt mit einem Riemen 35 über- spannt ist, an dem Deckel 26 oder am Gehäuse in bekannter Weise um den Bolzen 36 drehbar anzuordnen, wodurch er beim Bürsten von unregelmässigen Flächen eine verschiedene Lage einnehmen kann.
An der Öffnung 3, durch weiche die Bürste 1 aus der Kammer 2 austritt, ist ein
Bügel 38 angeordnet, welcher diese Öffnung auf das notwendige Mass verkleinert. Nach
Abnahme dieses durch Schrauben befestigten Bügels wird die Öffnung 3 so gross, dass die gelöste Bürste durch dieselbe aus der Kammer entfernt werden kann. Diese Anordnung gehört jedoch nicht zur Erfindung.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Drehbare Bürste zum Reinigen von Tieren u. dgl., bei welcher die Unreinlichkeiten durch Abstreicher und Kämme aus den Bürsten entfernt und in einem vom Bürstenraum durch eine Wand getrennten Raum aufgefangen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstreicher (17-20) und gegebenenfalls auch der Kamm (24) derart jalousieartig und gegebenenfalls geneigt angeordnet sind, dass sie beim Neigen der Bürste verhindern, dass die Unreinlichkeiten wieder zur Bürste gelangen.