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Selbsttätige Zerkleinerungsmaschine, insbesondere Fleischwolf
Die meisten Arten der selbsttätigen Zerkleinerungsmaschinen haben den Nachteil, dass ihre Aufgabe- öffnung verhältnismässig hoch gelegen ist, so dass das Einfüllen des Gutes nicht nur unbequem, sondern auch gefährlich ist bzw. leicht zu Unfällen führt. Zugleich besteht auch der Nachteil, dass die Entnahmeöffnung für die Fertigware zu niedrig liegt, wodurch die Unterbringung eines Aufnahmebehälters oder-gefässes unterhalb der Entnahmeöffnung auf Schwierigkeiten stösst. Schliesslich ist die Reinigung der Wolfschnecke wegen des grossen Gewichtes, der scharfen Kanten und schlüpfrigen Oberfläche der Schnecke eine äusserst gefährliche, Unfälle verursachende Arbeit.
Um einen Teil dieser Nachteile zu beheben, wurde bereits vorgeschlagen, sowohl die Wolfschnecke, wie auch die beiden üblichen, zueinander parallelen Zubringerschnecken geneigt, unter einem gewissen Winkel zur Horizontalen, anzuordnen. Zwar konnten durch diese einfache Massnahme die erwähnten Öffnungen auf die gewünschte Höhe gebracht werden, doch blieb der Ein- und Ausbau der Wolfschnecke auch weiterhin ein gefährlicher Vorgang.
Zweck der Erfindung ist eine rasche, unfallsichere Montage der Wolfschnecke zu ermöglichen und ausserdem die Leistungsfähigkeit der Maschine gegenüber den früheren Bauarten wesentlich zu erhöhen.
Um dies zu erreichen, wirkt auf das der Ausbaustelle entgegengesetzte Ende der Wolfschnecke im gewünschten Zeitpunkt ein öldruckbetätigter Kolben, dessen Führungszylinder vorteilhaft mit dem unmittelbaren Antrieb der Wolfschnecke zusammengebaut ist.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform der Zerkleinerungsmaschine nach der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht der Maschine von der Arbeitsseite her, mit teilweisem Axialschnitt durch den Wolf. Fig. 2 ist ein Grundriss und Axialschnitt senkrecht zum Axialschnitt nach Fig. l, in die waagrechte Ebene umgelegt, unter Weglassung des Entnahmemundstückes.
Das zu zerkleinernde Gut wird in die Rinne 1 gefüllt, an deren Boden zwei zueinander parallel liegende Zubringerschnecken 2, deren Wellen in einer gemeinsamen horizontalen Ebene liegen, das Gut durch eine Öffnung 7 dem aussen an einer Stirnwand der Rinne 1 unter dem Winkel a schräg angeordneten Wolf bzw. der im Gehäuse 4 untergebrachten Wolfschnecke 3 zuleiten. Sie werden durch einen schematisch gezeigten Antriebsmotor 8 mittels Keilriemen 9 und Getriebe 10 Im Umlauf gehalten. Dasselbe Getriebe treibt über nicht dargestellte Übersetzungsglieder ein an der Hohlwelle 6 festgekeiltes Tellerrad 11 an.
Die Hohlwelle 6 treibt wieder über eine Klauenkupplung 12 die Wolfschnecke 3 an. Im oberen Ende des Gehäuses 4 - das in Fig. 1 oben und in Fig. 2 unten ersichtlich ist-sind die üblichen Wolfeinsätze angeordnet, durch welche in der Mitte ein Achszapfen 13 der Wolfschnecke 3 hindurchragt. Im Achszapfenende ist eine durchlaufende Querbohrung 14 vorgesehen, in welche beim Ausbau der Wolfschnecke eine Stange mit Haken und Handgriff zur Erleichterung dieser Arbeit eingesteckt werden kann. Dem erwähn- ten Ende des Gehäuses 4 schliesst sich mit Gewinde ein mit Handrad 15 versehener Ring 16 an, auf welchen das in Fig. 1 gezeigte Mundstück 17 aufgesetzt werden kann.
Im Hohlraum der Hohlwelle 6 kann sich der Kolben 18unter der Wirkung des durch ein Rohr 5 eingespeisten Drucköls nach oben (in Fig. 2 nach unten) verschieben. Das obere Ende des Kolbens übt bei dieser Verschiebung einen Druck auf das untere Ende der Wolfschnecke 3 aus.
Zwecks Reinigung oder aus einem andern Grunde erfolgt der Aus- und Einbau der Wolfschnecke 3 in
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folgender Weise. Zunächst zieht ein Arbeiter das Mundstück 17 seitlich weg und schraubt dann das Handrad 15 ab. Er schaltet nun den Öldruck ein, wodurch der Kolben 18 die Klauen der Klauenkupplung 12 ausser Eingriff bringt und die Wolfschnecke 3 (deren Gewicht im Durchschnitt üblicherweise mindestens 40 kg beträgt) aus dem Gehäuse 4so weit aeraushebt, dass der Arbeiter die Schnecke durch Einstecken des Hakens der erwähnten Stange in die Bohrung 14 des Achszapfens 13 aus dem Gehäuse 4 auch allein leicht herausheben kann. Früher erforderte diese Arbeit zwei Arbeiter.
Der Arbeiter schiebt die Wolfschnecke 3 - etwa nach deren Reinigung-ins Gehäuse 4zurück und lässt sie soweit herabrutschen, bis ihr unteres Ende den vorher hochgestiegenen Kolben 18 trifft. Darauf schaltet er den Öldruck aus, wodurch die Schnecke vollständig ins Gehäuse 4 gleitet und dabei den Kolben 18 vor sich herschiebt. Falls in diesem Zustande die Klauen der Klauenkupplung zufällig nicht kämmen, verdreht der Arbeiter mit der Hakenstange die Wolfschnecke derart, dass der nötige Eingriff erfolgt. Dann nimmt er den Haken der Stange aus der Bohrung 14heraus und setzt den Ring 16 mit dem Mundstück 17 auf. Der gesamte Aus- und Einbau geht im Gegensatz zu den bekannten Maschinen vollkommen gefahrlos vor sich.
PATENTANSPRÜCHE :
EMI2.1
1. Selbsttätige Zerkleinerungsmaschine, insbesondere Fleischwolf, dessen Wolfschnecke zur Horizontalen geneigt liegt und bei welchem auf das untere Ende der Wolfschnecke eine Hebevorrichtung einwirkt, die einen Druck auszuüben imstande ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebevorrichtung aus einem druckmittelbetätigten Kolben (18) besteht.