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Antrieb für Pumpen auf Anhängern, insbesondere Sattelanhängern von Sattelkraftfahrzeugen
Bei dieselelektrischen Zugmaschinen mit Anbau-und Anhängegeräten oder Anhängern ist es bekannt, diese Geräte und Anhänger durch Elektromotoren anzutreiben, die den Strom vom Generator der Zugmaschine erhalten. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, auf solchen Zugmaschinen mit zwischen Motor und Wechselgetriebe eingebautem Stromerzeuger zur Abgabe von elektrischer Leistung an Arbeitsgeräte den Generator als Wechselstrom- oder Drehstromerzeuger auszubilden und seinen Erregerstrom von der
Lichtmaschine der ohnehin vorhandenen Lichtanlage des Kraftfahrzeuges zu entnehmen.
Da über die Art der bei diesen Kraftübertragungen verwendeten Elektromotoren in der Literatur nichts Näheres angegeben ist, muss angenommen werden, dass es sich wegen des rauhen Betriebes und des oft wenig sachkundigen Bedienungspersonals um einfache, billige Motortypen handelt, also bei Gleichstrom um Nebenschlussmotoren und bei Wechsel- oder Drehstrom um gewöhnliche Asynchronmotoren, möglichst ohne Schleifringe.
Die Erfindung betrifft nun einen besonderen Fall solcher Kraftübertragungen, nämlich den Antrieb für Förderpumpen im Sattelanhänger bei Satteltankwagen vom Motor der Zugmaschine aus. Dabei kommt es auf eine weitgehende Regelbarkeit der Drehzahl der Pumpe, auf Anspruchslosigkeit hinsichtlich Wartung und auf Unabhängigkeit von der Witterung an. Bei der bevorzugten Anwendung der Erfindung, d. 1. bei Tankwagen für brennbare Flüssigkeiten, kommt dazu noch die Forderung nach Funkenfreiheit beim angetriebenen Gerät, also der Pumpe. Diese besonderen Forderungen können durch die bisher für diesen Zweck bekannten Kraftübertragungen nicht oder nur durch verhältnismässig teure Ausführungen erfüllt werden.
Die bisher bekannten Pumpenantriebe bei solchen Fahrzeugen arbeiten entweder nach dem mechanischen oder dem hydraulischen Prinzip. Die erstgenannten benutzen biegsame Wellen mit Kupplung, bei denen eine besondere Sattelkupplung notwendig ist. Beide Arten bedürfen einer Wartung und sind je nach der Witterung, besonders im Winter, störungsanfällig. Der Antrieb durch einen Elektromotor. der für diese Pumpenantriebe noch nicht bekannt wurde, bedingt bei einem Gleichstrommotor wegen des Kollektors und der Bürsten sorgfältige Wartung und bringt die Gefahr der Funkenbildung. Gewöhnliche Wechsel- oder Drehstrommotoren mit Kurzschlussläufern sind in ihrer Drehzahl nur sehr wenig regelbar.
Gegenstand der Erfindung ist nun der Antrieb für Pumpen auf Anhängern, insbesondere Sattelanhängern von Sattelkraftfahrzeugen, vom Motor der Zugmaschine aus ; er ist dadurch gekennzeichnet, dass als Antriebsmotor der Pumpe ein polumschaltbarer Drehstrommotor dient, der den Strom von einem Drehstromsynchrongenerator erhält, der in bekannter Weise auf der Zugmaschine angebracht und vom Zugmaschinenmotor angetrieben ist. Der Polumschalter, der funkensicher gebaut oder schon vor dem Anlegen der Spannung eingestellt werden kann, befindet sich zweckmässig im Armaturenschrank des Sattelanhängers.
Die Feinregelung und Einhaltung der Drehzahl des ganzen Aggregates wird durch einen z. B. auf die Einspritzpumpe des Antriebsmotors der Zugmaschine wirkenden einstellbaren Regler bewirkt.
Um eine besondere Ausbildung der Sattelkupplung mit elektrischen Kontakten zu ersparen, wird der Generator mit dem Pumpenantriebsmotor durch ein biegsames Kabel verbunden, das durch eine Steckarmatur auf der Zugmaschine, zweckmässig in der Nähe der Sattelkupplung, teilbar ist.
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In der Zeichnung ist ein Pumpenantrieb gemäss der Erfindung in einer beispielsweisenAusführungsfbrm schematisch dargestellt. Darin zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht und Fig. 2 einen Grundriss der ganzen Anlage.
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ler gewährleistet, der z. B. auf die Einspritzpumpe des Motors wirkt. Vom Generator 5 wird der Drehstrom durch ein biegsames Kabel 6 dem Sattelanhänger 2 zugeleitet, u. zw. zunächst zum Polumschalter 7 im Armaturenschrank 8. In das Kabel 6 ist eine Steckarmatur 9 in der Nähe der Kupplung zwischen Zugwagen und Sattelanhänger eingebaut, um die beiden Fahrzeuge leicht voneinander zu trennen und wieder vereinigen zu können. Vom Schalter 7 führt ein weiteres biegsames Kabel 10 zu einem polumschaltbaren Drehstrommotor 11. Dieser treibt über eine elastische Kupplung 12 die Förderpumpe 13 mit angebautem Überströmventil 14.
Der Motor 11 und die Pumpe 13 samt Ventil 14 befinden sich gleichfalls im Armaturenschrank 8 des Sattelanhängers. Die Drehzahl und damit die Förderleistung der Pumpe 13 richten sich nach der Stellung des Polumschalters 7.
Durch die erfindungsgemässe Verwendung eines polumschaltbaren Drehstrommotor als Pumpenantrieb ergeben sich folgende Vorteile gegenüber den bekannten Antriebsarten solcher Pumpen oder anderer Geräte : Die Förderpumpenleistung wird durch einfache Betätigung eines Schalters auf die jeweils erforderliche Minimal-oder Maximalleistung eingestellt. Der polumschaltbare Motor kann-trotz des grossen Drehzahlbereiches funkenfrei laufen. Die Trennung und Verbindung von Zugmaschine und Sattelanhänger hinsichtlich des Pumpenantriebes ist durch den Einbau der Steckarmatur im Verbindungskabel sehr einfach.
Die ganze Anlage ist von der Witterung unabhängig und arbeitet weitgehend wartungsfrei.
Die Erfindung ist auch für gewöhnliche Anhänger an Kraftfahrzeugen und für andere Nebenantriebe auf solchen Fahrzeugen anwendbar.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Antrieb für Pumpen auf Anhängern, insbesondere Sattelanhängern von Sattelkraftfahrzeugen, vom Motor der Zugmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass als Antriebsmotor der Pumpe (13) ein polumschaltbarer Drehstrommotor (11) dient, der den Strom von einem Drehstromsynchrongenerator (5) erhält, der in bekannter Weise auf der Zugmaschine (1) angebracht und vom Zugmaschinenmotor (3) angetrieben ist, wobei die Verbindung zwischen Generator (5) und Drehstrommotor (11) durch ein biegsames Kabel (6) mit einer Steckarmatur (9) auf der Zugmaschine (1), zweckmässig in der Nähe der Sattelkupplung, erfolgt.