AT215082B - Hornhauterweichungsmittel - Google Patents

Hornhauterweichungsmittel

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AT215082B
AT215082B AT647959A AT647959A AT215082B AT 215082 B AT215082 B AT 215082B AT 647959 A AT647959 A AT 647959A AT 647959 A AT647959 A AT 647959A AT 215082 B AT215082 B AT 215082B
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sep
corneal
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cornea
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AT647959A
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Spezialchemie G M B H Arzneimi
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/0012Galenical forms characterised by the site of application
    • A61K9/0048Eye, e.g. artificial tears

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Hornhauterweichungsmittel 
Die Erfindung betrifft ein Erweichungsmittel für die Hornhaut z. B. an den Händen und   Füssen   von Menschen ; diese wird durch Betupfen mit der Lösung gemäss der Erfindung derart aufgeweicht, dass ein Abreiben der Hornhaut oder zunächst der oberen Schichten der Hornhaut ermöglicht wird. 



   Es sind Hornhauterweichungsmittel bekannt, die als erweichend wirkende Substanz Salicylsäure oder deren Salze enthalten.   Diese Erweichungsmittel führen jedoch eine. Dickenabnahme der Hornhaut,   selbst nach 24-stündigem Einwirkenlassen, nicht herbei, während die Lösung gemäss der Erfindung zu einer Aufschliessung bzw. zu einem Lösen der Hornhaut schon bei verhältnismässig kurzer Einwirkungszeit führt. 



   Das Hornhauterweichungsmittel gemäss der Erfindung besteht aus einer wässerigen, maximal etwa 2% an Natronlauge oder Kalilauge enthaltenden Lösung und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung zusätzlich ein Alkanolamin, insbesondere Monoalkanolamin, mit 2-5 Kohlenstoffatomen im Alkylrest, oder Gemische derselben, enthält, wobei gegebenenfalls desinfizierend, anästhesierend   und/oder   kühlend wirkende Stoffe zugesetzt sind. 



   Eine wässerige Lösung mit einem Gehalt von 10% Monoäthanolamin und 2% Natriumhydroxyd hat sich bei Versuchen zurAufweichung von   auchhartnäckigen   Hornhäuten des menschlichen Körpers ausgezeichnet bewährt, u. zw. auch bei tiefgehenden Hornhautbildungen. Ohne Reizung oder gar Schädigung der umgebenden normalen Haut wurde das Erweichen durch einfaches Betupfen bewirkt, so dass dann die Hornhautschichten ohne weiteres abgerieben werden konnten. 



   Nach einer bevorzugten   Ausführungsform   enthält die Hornhauterweichungslösung gemäss der Erfin- 
 EMI1.1 
 



     B. Cetyl-dimethyl-benzyl-ammoniumchlorid.   Ein Gehalt an Menthol löst zusätzlich eine leicht kühlende und anästhesierende Wirkung aus. 



   Die Herstellung der Lösung gemäss der Erfindung kann auf jede beliebige Weise erfolgen. Es können alle wirksamen Bestandteile in destilliertem Wasser gemeinsam gelöst werden, oder es kann von einer Lösung   von Natriumhydroxyd oderKaliumhydroxyd   in destilliertem Wasser ausgegangen werden und in dieser Lösung können dann die übrigen Stoffe, z. B. Monoäthanolamin und andere Zusatzstoffe, gelöst werden. 



   Günstige Zusammensetzungen des   Hornhauterweichungsmittels   gemäss der Erfindung sind : 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> Monoalkanolamin <SEP> 5-10 <SEP> g
<tb> Natriumhydroxyd <SEP> 1 <SEP> - <SEP> 2 <SEP> g <SEP> 
<tb> Cetyl-dimethyl-benzyl-ammoniumchlorid <SEP> 0,02 <SEP> g
<tb> Menthol <SEP> 0, <SEP> 01 <SEP> g <SEP> 
<tb> A <SEP> qua <SEP> desto <SEP> 93 <SEP> - <SEP> 88 <SEP> g
<tb> 
 
Die Alkanolamine können entweder allein oder im Gemisch verwendet werden. Als besonders geeignet hat sich Monoäthanolamin erwiesen ; es können jedoch neben oder an Stelle von Monoäthanolamin Monobutanolamin   undMonopropanolamin oderDialkanolamin,   z. B. Diäthanolamin oder Trialkanolamine,   z. B. Triäthanolamin   oder Gemische verwendet werden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Eine   edge   Lösung dieser Stoffe in Wasser bzw. wässeriger Natronlauge hat sich im allgemeinen als zweckmässig erwiesen. Eine Erhöhung des Gehaltes an Monoalkanolamin ist in der Regel nicht notwendig. Unter Umständen kann die Konzentration herabgesetzt werden, besonders wenn es sich um leicht beeinflussbare Hornhautbildungen handelt. Bei hartnäckigen, tiefergehenden Hornhautbildungen und einer lokal begrenzten Anwendung kann aber auch ein höherer Gehalt an Monoalkanolamin von Vorteil sein. 



   Der Gehalt an Natron- oder Kalilauge kann auch niedriger sein als 2%, z. B. in Fällen, in denen es 
 EMI2.1 
 nen mit besonders empfindlicher Haut bei Anwendung dieses Mittels Vorsicht walten lassen oder auch gegebenenfalls davon absehen sollten. 



   Wie bereits ausgeführt wurde, kann die   Hornhauterweichungslösung gemäss   der Erfindung auf die zu erweichende Hornhautstelle aufgetupft werden,   z. B.   mittels eines mit der Erweichungslösung getränkten Wattebausches, der einige Minuten auf der Hornhautstelle verbleiben kann. Unter Umständen kann die die Hornhautstelle umgebende normale Haut in an sich bekannter Weise durch eine ringförmige, wasserundurchlässige Auflage abgedeckt werden, die mit einer wasseraufsaugenden Auflage über der Hornhautstelle verbunden sein kann, welche dann mit dem Hornhauterweichungsmittel gemäss der Erfindung getränkt wird. 



   Die folgende Übersichtstabelle zeigt das Abnehmen der Hornhautstärke in   verschiedenen Lösungen   und demonstriert die Überlegenheit einer erfindungsgemässen Lösung gegenüber   herkömmlichen   Lösungen. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



  Übersichtstabelle, betreffend die Erweichung von Hornhaut 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Testlösungen <SEP> und <SEP> Homhautstärke <SEP> Hornhautstärke <SEP> in <SEP> mm <SEP> nach <SEP> der <SEP> Behandlung <SEP> ; <SEP> Zunahme <SEP> (bzw. <SEP> Abnahme), <SEP> bezogen <SEP> auf <SEP> die <SEP> ursprüngliche <SEP> Dicke,in%
<tb> vor <SEP> der <SEP> Behandlung <SEP> nach <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> nach <SEP> 2 <SEP> Stunden <SEP> nach <SEP> 4 <SEP> Stunden <SEP> nach <SEP> 8 <SEP> Stunden <SEP> nach <SEP> 24 <SEP> Stunden
<tb> Lösung <SEP> C <SEP> 5
<tb> bestehend <SEP> aus <SEP> 10,00 <SEP> % <SEP> Monoäthanolamin
<tb> 2, <SEP> 00% <SEP> Matriumhydroxyd <SEP> 
<tb> 0, <SEP> 02 <SEP> % <SEP> Cetyldimethylbenzylammoniumchlorid
<tb> 0, <SEP> 01 <SEP> % <SEP> Menthol
<tb> 87, <SEP> 97% <SEP> Aqua <SEP> dest. <SEP> 
<tb> 



  0, <SEP> 5mm <SEP> 0, <SEP> 93 <SEP> 86% <SEP> 0, <SEP> 25 <SEP> 50% <SEP> Abnahme <SEP> völlig <SEP> aufge-
<tb> 0, <SEP> 7mm <SEP> 1,13 <SEP> 61% <SEP> 0, <SEP> 35 <SEP> 50 <SEP> % <SEP> schlossen <SEP> bzw. <SEP> 
<tb> gelöst
<tb> 10 <SEP> % <SEP> Salicylsäure <SEP> in <SEP> 70% <SEP> tg. <SEP> Alkohol <SEP> 
<tb> 0. <SEP> 6mm <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 0,95 <SEP> 58%
<tb> 0. <SEP> 8mm <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 1,13 <SEP> 42%
<tb> 0, <SEP> 7mm <SEP> 0, <SEP> 8 <SEP> 14% <SEP> 0, <SEP> 85 <SEP> 21% <SEP> 0. <SEP> 9 <SEP> 28% <SEP> 0. <SEP> 9 <SEP> 28% <SEP> 0, <SEP> 95 <SEP> 29%
<tb> 0, <SEP> 8mm <SEP> 1,0 <SEP> 25% <SEP> 1,04 <SEP> 30% <SEP> 1,1 <SEP> 37% <SEP> 1,1 <SEP> 37% <SEP> 1,20 <SEP> 50%
<tb> 1,1mm <SEP> 1,3 <SEP> 18% <SEP> 1,42 <SEP> 29% <SEP> 1,6 <SEP> 45% <SEP> 1,7 <SEP> 56% <SEP> 1,70 <SEP> 64%
<tb> Wässer. <SEP> kolloid.

   <SEP> Salicylsäure <SEP> (hergestellt
<tb> durch <SEP> Auflösen <SEP> von <SEP> 10 <SEP> g <SEP> Salicylsäure <SEP> in <SEP> 50 <SEP> ems <SEP> 
<tb> 70 <SEP> long. <SEP> Alkohol <SEP> und <SEP> Verdünnen <SEP> mit <SEP> 50 <SEP> cm
<tb> Aqua <SEP> dest.)
<tb> 0,5mm <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 1,37 <SEP> 173%
<tb> 0. <SEP> 7mm <SEP> 1,1 <SEP> 57% <SEP> 1,22 <SEP> 75% <SEP> 1,4 <SEP> 100% <SEP> 1,6 <SEP> 130% <SEP> 1,70 <SEP> 140%
<tb> 0, <SEP> 8mm <SEP> 1,2 <SEP> 50% <SEP> 1,36 <SEP> 70% <SEP> 1,5 <SEP> 87% <SEP> 1,6 <SEP> 100% <SEP> 1,50 <SEP> 87%
<tb> 1. <SEP> 1 <SEP> mm <SEP> 1,3 <SEP> 18% <SEP> 1,33 <SEP> 21% <SEP> 1,4 <SEP> 27% <SEP> 1,7 <SEP> 55% <SEP> 2,10 <SEP> 91%
<tb> di-Natriumsalicylat, <SEP> 10 <SEP> %iginAquadest.
<tb> 



  0, <SEP> 4mm----1, <SEP> 3 <SEP> 225% <SEP> 
<tb> 0. <SEP> 7mm <SEP> 1,0 <SEP> 43% <SEP> 1,15 <SEP> 65% <SEP> 1,3 <SEP> 86% <SEP> 1,4 <SEP> 100% <SEP> 1,5 <SEP> 114%
<tb> 0. <SEP> 8mm <SEP> 1,2 <SEP> 62% <SEP> 1,35 <SEP> 69% <SEP> 1,4 <SEP> 75% <SEP> 1,6 <SEP> 100% <SEP> 1,7 <SEP> 110%
<tb> 1, <SEP> 1 <SEP> mm <SEP> 1,5 <SEP> 36% <SEP> 1,59 <SEP> 44% <SEP> 1, <SEP> 7 <SEP> 55% <SEP> 1,9 <SEP> 73% <SEP> 2,2 <SEP> 100%
<tb> Aqua <SEP> dest.
<tb> 



  0. <SEP> 6mm----125 <SEP> 108% <SEP> 
<tb> 0, <SEP> 8mm----1, <SEP> 50 <SEP> 114%
<tb> 0,7 <SEP> mm <SEP> 1,0 <SEP> 43% <SEP> 1,1 <SEP> 56% <SEP> 1,2 <SEP> 71% <SEP> 1,3 <SEP> 86% <SEP> 1,6 <SEP> 114%
<tb> 0,8 <SEP> mm <SEP> 1,1 <SEP> 37% <SEP> 1,15 <SEP> 44% <SEP> 1. <SEP> 2 <SEP> 50% <SEP> 1,5 <SEP> 87% <SEP> 1,8 <SEP> 110%
<tb> 1,1 <SEP> mm <SEP> 1,3 <SEP> 18% <SEP> 1,37 <SEP> 25% <SEP> 1,5 <SEP> 36% <SEP> 1,6 <SEP> 45% <SEP> 1,8 <SEP> 64%
<tb> 


Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Hornhauterweichungsmittel, bestehend aus einer wässerigen, maximal etwa 2% an Natronlauge oder Kalilauge enthaltenden Lösung, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung zusätzlich ein Alkanolamin, insbesondere Monoalkanolamin, mit 2 - 5 Kohlenstoffatomen im Alkylrest, oder Gemische derselben, enthält, wobei gegebenenfalls desinfizierend, anästhesierend und/oder kühlen wirkende Stoffe zugesetzt sind.
    2. Hornhauterweichungsmittel gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als Alkanolamin Monoäthanolamin enthält.
AT647959A 1958-09-17 1959-09-05 Hornhauterweichungsmittel AT215082B (de)

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