AT234913B - Verfahren zur Herstellung eines Hautdesinfektionsmittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Hautdesinfektionsmittels

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AT234913B
AT234913B AT150859A AT150859A AT234913B AT 234913 B AT234913 B AT 234913B AT 150859 A AT150859 A AT 150859A AT 150859 A AT150859 A AT 150859A AT 234913 B AT234913 B AT 234913B
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Austria
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sep
glycol
skin
skin disinfectant
ethyl alcohol
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Application number
AT150859A
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Ernst Dr Gottsacker
Original Assignee
Bayer Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines Hautdesinfektionsmittels 
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines   Hautdesinfektionsmittels ;   das Verfahren besteht darin, dass man den Monoäther aus Glykol und Äthylalkohol in Wasser und/oder in organischen Lösungsmitteln, z. B. in Äthylalkohol, löst oder in Pasten bzw. Salben einarbeitet, wobei eine Mischung mit andern Desinfektionsmitteln,   z. B.   3,   4-Dichlorbenzylalkoholoderbaktericidenquaternären   Ammoniumverbindungen, ausgenommen Monoäther aus Glykol- und Propyl- und Butyl-Alkoholen erfolgen kann. 



   Dass man auf diese Weise sehr wirksame Hautdesinfektionsmittel erhält, ist überraschend. Denn wasserige Lösungen von Glykolmonoäthyläthern der angeführten Art besitzen in vitro ein   Keimtötungsvermö-   gen, welches wesentlich geringer ist als das Keimtötungsvermögen von wässerigen Lösungen gebräuchlicher Desinfektionsmittel von der Art der quaternären Ammoniumverbindungen, die einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest von mindestens 9 Kohlenstoffatomen am Stickstoffatom gebunden enthalten, und das Keimtötungsvermögen von wässerigen Lösungen derartiger quaternärer Ammoniumverbindungen auf der Haut ist unzulänglich. Hierauf ist es auch zurückzuführen, dass Lösungen, Pasten oder Salben, die Glykolmonoäthyläther enthalten, als   Hautdesinfektionsmittel - z.

   B.   in der ärztlichen Praxis zur Desinfektion der   Hände - bislang   noch niemals empfohlen worden sind. 



   Die nicht vorauszusehende Umkehrung der   Wirkungsverhälmisse   sei an Hand der nachfolgenden Tabelle noch näher erläutert : 
Tabelle 
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> wässerige <SEP> Lösungen <SEP> enthaltend <SEP> Desinfektionswirkung <SEP> in <SEP> vitro <SEP> Desinfektionswirkung <SEP> auf <SEP> der <SEP> Haut
<tb> ab
<tb> Glykolmonoäthyläther <SEP> l <SEP> : <SEP> 2 <SEP> Abtötung <SEP> in <SEP> 80% <SEP> der <SEP> Fälle <SEP> Abtötung
<tb> 1 <SEP> : <SEP> 20 <SEP> keine <SEP> Abtötung
<tb> Dimethyl-dodecylbenzyl-am-l <SEP> : <SEP> 5000 <SEP> Abtötung <SEP> in <SEP> 46% <SEP> t <SEP> ! <SEP> er <SEP> Fälle <SEP> Abtötung
<tb> moniumchlorid
<tb> Dimethyl-dodecyl-3. <SEP> 4-di <SEP> - <SEP> 1 <SEP> :

   <SEP> 10000 <SEP> Abtötung <SEP> in <SEP> 25% <SEP> der <SEP> Fälle <SEP> Abtötung
<tb> chlorbenzyl-ammoniumchlorid
<tb> 
 
Die Bestimmung der Werte der Spalte a erfolgte durch Infizieren von   Verdünnungsreihender   angegebenen Lösungen in Wasser mit Coli-Bakterien und durch Abimpfen in geeignete Nährböden nach 5 min. 



   Zur Bestimmung der Werte der Spalte b wurden jeweils 3 g   50joigne   wässerige Lösungen des Glykolmonoäthyläthers auf den mit Coli-Bakterien stark infizierten Händen verschiedener Versuchspersonen 2 min verrieben ; durch Auskneten der Fingerkuppen in Nährbrühe und durchbakteriologische Untersuchung der Brühe wurde dann festgestellt, ob noch lebende Coli-Bakterien vorhanden waren. Zur Prüfung der quaternären Ammoniumverbindungen wurden die Hände der Versuchspersonen 5 min in 2   l   wässeriger   Lö-*   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 sungen gewaschen, die im Liter 1 g dieser Wirkstoffe enthielten; konzentriertere Lösungen konnten nicht angewendet werden, da sie von der Haut nicht vertragen werden. Anschliessend wurde ebenfalls auf lebende Coli-Bakterien geprüft. 



   Gewünschtenfalls können die erfindungsgemäss hergestellten Lösungen, Pasten oder Salben des Mono- äthers aus Glykol und Äthylalkohol auch in Mischung mit Desinfektionsmitteln,   z. B. mit3, 4-Dichlor-   benzylalkohol oder mit baktericiden quaternären Ammoniumverbindungen, als Hautdesinfektionsmittel verwendet werden. Zweckdienliche Mengenverhältnisse der in Betracht kommenden Komponenten lassen sich durch Vorversuche leicht ermitteln. 



   Vor den Monoäthern aus Glykol und Propyl- oder Butylalkoholen, die in der Schweizer Patentschrift Nr. 248640 als Mittel zur Verhinderung der Entwicklung bzw. zur Abtötung von Mikroorganismen beschrieben sind, besitzt der erfindungsgemäss als Hautdesinfektionsmittel zu verwendende Monoäther aus Glykol und Äthylalkohol den Vorteil der billigeren Herstellung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines Hautdesinfektionsmittels, dadurch gekennzeichnet, dass man den Monoäther aus Glykol und Äthylalkohol in Wasser und/oder in organischen Lösungsmitteln, z. B. in Äthylalkohol, löst oder in Pasten bzw. Salben einarbeitet, wobei eine Mischung mit andern Desinfektionsmitteln, z. B. 3,4-Dichlorbenzylalkohol oder baktericiden quaternären Ammoniumverbindungen, ausgenommen Monoäther aus Glykol und Propyl- und Butyl-Alkoholen, erfolgen kann.
AT150859A 1958-02-28 1959-02-26 Verfahren zur Herstellung eines Hautdesinfektionsmittels AT234913B (de)

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