<Desc/Clms Page number 1>
Typenhebelkissen für Schreibmaschinen.
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
dass die Taste ebenso schnell in ihre Ruhelage zurückkehrt, wie der Finger, des Schreibers die Taste loslässt. Der erste Typenhebel müsste also auf das Kissen 8 zurückfallen, ehe die zweite Taste niedergedrückt wird.
Trotzdem kommt es häufig vor, dass die beiden Typenhebel zusammenschlagen, weil jeder Typenhebel beim Auftreffen auf sein Kissen oder sein Lager etwas zurückprallt. Der erste Typenhebel pralle bis zur Linie y zurück (Fig. 1), während der zweite Typenhebel
EMI2.1
dann nicht zu vermeiden, dass der erste Typenhebel den zweiten auffangen wird.
Ein solches Kissen muss daher zwei Bedingungen erfüllen : es muss nachgeben können, und es darf nicht federn. Auch ein Kissen, das zwar nicht federt, aber auch nicht nachgibt, ist unbrauchbar, da in diesem Falle die federnden Typenhebel oder die verbindenden Teile ein Zurückprallen veranlassen würden. Ein geeignetes, nachgiebiges, nicht federndes Kissen erhält man, indem eine Hülle 9 mit einer Füllung 10 aus feinen Stoffen versehen wird, etwa mit Schrot von einem Durchmesser von etwa 0'06 bis 0-08 mm. Auch Sand, Glasperlen oder Glaskugeln, Kalk-oder Kreidestaub, kleine Samenkörner usw. können verwendet werden, doch ist Schrot vorzuziehen.
Schlägt der Typenhebel 2 auf ein derartiges Kissen, so wird die Kraft des Aufprallen durch die Verschiebung oder Bewegung der Kügelchen aufgenommen, ein Zurück- prallen der Typenhebel also vermieden.
Um dies vollständig zu erreichen, ist eine möglichst weiche und dünne Hülle erforderlich, z. B. dünner Buckskin, Tuch oder dgl. Die einzelnen Teilchen der Füllung müssen sich leicht verschieben können, also nicht zu fest gedrückt sein, da sie sonst zu viel Widerstand bieten, was ein Zurück'prallen des Typenhebels veranlasst. Es kann also angebracht sein, das Kissen 8 der Länge nach in nebeneinander liegende parallele Rollen 11 zu teilen (Fig. 4 und 5), auf denen die Typenhebel 2 quer aufliegen.
Ein derartig eingeteiltes Kissen besitzt den weiteren Vorteil, dass die Füllung sich nicht an einzelnen Stellen anhäufen und der Typenhebel nur auf eine kleine Fläche aufschlagen kann, sowie dass der Typenhebel selbst dann noch zur Ruhe kommt, wenn die eine oder die andere Rolle beschädigt sein sollte. Jede dieser Rollen 11 wird nochmals der Quere nach abgeteilt, um zu verhindern, dass sich die Füllungen seitwärts oder in der
Richtung der Schwerkraft verschieben. Diese Zwischenwände werden so angebracht, dass sie nicht mit den Zwischenwänden der neben befindlichen Rolle bündig sind, d. h. sie sind gegeneinander versetzt, so dass der Typenhebel stets auf mindestens einer Rolle aufliegt.
Das in Fig. 4 dargestellte Kissen wird entweder aus einzelnen RoHen hergestellt oder mit einer Hülle mit entsprechenden Nähten versehen.
Bei der Ausführung nach Fig. 5 werden die einzelnen Rollen dadurch hergestellt, dass die eine Seite der Hülle, etwa die obere, auf eine flache Unterlage aufgenäht wird.
Es sind hier verschiedene Ausführungen denkbar, ohne das Wesen der Erfindung zu ver- ändern.
Es ist ferner vorteilhaft, die einzelnen Längsrollen in eine äussere Hülle 22 einzu- schlagen, die aber durch eigene Federung die Aufnahmefähigkeit des Kissens nicht beseitigen darf ; ebenso kann man die Hülse 22 mit einem Saum 23 versehen, wodurch das Kissen
EMI2.2
Das in Fig. 6 bis 16 dargestellte Kissen wird aus irgendeinem ungemein nach- giebigen und biegsamen Metall hergestellt, das nicht federt ; auch muss es sehr dünn sein, etwa wie Stanniol. Auch'ganz dUn'ne Bleche, feine Drahtgewebe oder dgl. aus Blei oder
Kupfer sind verwendbar.
Das Kissen wird aus einzelnen Falten, Lagen, Schichten oder Rollen derartiger Stoffe hergestellt, die entweder unmittelbar aufeinander liegen können oder noch durch geeignete
Zwischenlagen sehr dünnen Stoffes getrennt sind. Das Biegen, Anschlagen und Nachgeben der einzelnen Schichten des Metalles wird dadurch erleichtert und die Adhäsion der einzelnen Schichten unter dem Druck der Typenhebel verhütet.
Das Kissen nach Fig. 6 bis 9 besteht aus dünnen Lagen von Stanniol und Tuch.
Gewöhnlich werden zwei Lagen Stanniol 15 und 16 verwendet, die das Kissen dick genug machen, ohne ihm die Nachgiebigkeit zu nehmen oder ein Federn zu veranlassen. Auch kann eine einzelne dicke Lage Stanniol mit so ziemlich demselben Ergebnisse verwendet werden. Das Tuch 17 muss so dünn sein, dass es die Eigenschaften des fertigen Kissens nicht ändert. Die nicht dargestellte Breite der einzelnen Schichten entspricht ungefähr der
Länge des Kissens.
Bei der Herstellung nach Fig. 6 bis 9 wird das Ende des Tuches 17 bei 18 (Fig. 6) über die untere Stanniochiclht 16 gefaltet.
EMI2.3
<Desc/Clms Page number 3>
nochmals wiederholt (21 in Fig. 8), so entsteht ein Kern für das'Kissen, wodurch zugleich verhindert wird, dass die Metall-und Tuebschichten aufeinander rutschen können, falls sie weiter zusammengerollt werden sollen, bis sie die Dicke erreichen, wie sie in Fig. 9 dargestellt ist.
Die Tuchlage 17 übertrifft die Stanniollage so viel in der Länge, dass sie für das fertige Kissen eine äussere Hülle 22 bildet. Der überstehende Teil wird bei 23 an die Hülle angenäht und dann selbst zusammengefaltet, so dass ein Saum 12 entsteht. Mit diesem wird das Kissen an seiner Stelle festgehalten, indem es zwischen zwei Bogenstücke 12 und 13 des Gestelles eingeklemmt wird.
Das Kissen kann auch durch ein einziges unteres Metallblatt 15 und einen darüber befindlichen Tuchstreifen 17 hergestellt werden (Fig. 10 bis 14), wobei das Metallblatt und das Tuchstück zusammengefaltet werden (24 in Fig. 10). Eine Tuchfalte wird dann zur Hälfte über die Falte 24 gelegt (Fig. 11), worauf das ganze noch einmal zusammengelegt wird (26 in Fig. 12). Die Tuchfalte 25 liegt dann zwischen zwei Metallstreifen. Es wird dann eine weitere doppelte Tuchfalte 27 auf den Metallstreifen gelegt und das ganze ein zweites Mal gefaltet (28 in Fig. 13), wodurch der Kern hergestellt wird. Darauf wird das Kissen durch Zusammenrollen, Falten oder Umwickeln der doppelten Schicht 11m diesen Kern in der erforderlichen Stärke fertiggestellt (Fig. 14).
Bei dieser Ausführungsform liegt das Tuch immer auf dem Metallstreifen und besitzt eine genügende Länge, um zugleich eine Hülle 22 zu bilden, worauf es bei 23 zusammengenäht wird und einen vorstehenden Rand 12 bildet.
Bei einer weiteren Ausführungsform werden die zusammensetzenden Teile 15, 17 hin und her gefaltet und eine besondere Hülle 22, 12 zur Umhüllung. verwendet (Fig. 15).
Das Kissen kann auch aus einem Tuchstücke. 17 und einem weichen Drahtgewebe 29 hergestellt werden (Fig. 16), das etwa ans Blei, sehr weichem Kupfer oder einem sonstigen Metalle mit ähnlichen Eigenschaften gewebt wird, wobei das ganze mit einer Hülle 22, 12 aus Tuch, Leder u. dgl. umgeben wird.
Die durch das Fallen des Typenhebels erzeugte Energie wird auch dadurch verteilt, dass beim Niederdrücken des Kissens an der einen Stelle das nicht federnde Metall an anderen Stellen sich wieder streckt, z. B. unter dem Typenhebel 2 & (Fig. 17). Die zwischenliegenden Falten von Tuch oder dgl. erhalten die Trennung der einzelnen Teile.
Um das Kissen nicht unnötig abzunutzen, gleichgiltig, ob es mit einer fe ; nen Füllung oder aus Metallplattchen zusammengesetzt ist, kann man die Anschlagfläche der Typenhebel entsprechend abrunden (Fig. 18 und 19), was namentlich die Wirkung eines Kissens mit einer Füllung von kleinen Körpern wesentlich verbessert.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Typenhebelkissen, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe aus einer Hülle aus weichem, biegsamem Stoffe, die mit ausserordentlich kleinen Körperchen von runder oder sonstiger Form gefüllt wird, besteht.