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Messerkastenanordnung für Rübenschneidmaschinen.
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von solchen Messerkasten für Rübenschneidmaschinen, bei denen mehrere (hier drei) verschiedenartige Messer hintereinander angeordnet sind, und zwar derart mit den Schnittzacken versetzt, dass die nächst hintere Messerreihe das von der ersten 1\Iesserreihe zwischen zwei Materiallücken stehengelassen Gut fortnimmt, so dass an der den Messern zugekehrten Seite des Materials gleich grosse Zähne bezw. Zacken entstehen, welche dann durch das dritte, flachgestaltete Messer abgeschnitten werden.
Eine derartige Messeranordnung ist schon bekannt, jedoch war mit derselben ein glatter Schnitt nicht zu erzielen, weil sämtliche Messer massiv waren und hiedurch die Zacken aus dem Rübenmaterial nicht herausgeschnitten, sondern herausgerissen wurden, was ferner zur Folge hatte, dass die Messerkastenhalteeheibe einer vcrhältnismässig grossen Antriebskraft bedurfte. Dieser Üùolstand wird durch die neue Einrichtung beseitigt, indem
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wendung kommen, die einen durchaus glatten Schnitt gewährleisten und wodurch eine geringere Antriebskraft für die rotierende Scheibe notwendig ist.
Es ist ferner eine Einrichtung getroffen, um das Festsetzen der abgeschnittenen Rübonteile an den Messern zu verhüten und ist auch der Messerkasten selbst so ausgebildet, dass ein Verschieben oder Herausfallen desselben während des Ganges der Maschine ausgeschlossen ist.
Auf beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 eine Draufsicht der Fig. 2, welche eine
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sind Details ; Fig. 11 ist eine Draufsicht der Messerkastenhaltesclleile und Fig. 12 ein Querschnitt nach Linie E- P der Fig. 11 ; Fig. 13 und 14 stellen das Rübenmaterial dar, wie dieses die erste und dann die zweite Messerreihe passiert hat, um hienach von dem Flachmesser gerade geschnitten zu werden.
Es können mehrere der aus Blechstücken gebildeten Messerreihen hintereinander angeordnet werden, es kann aber auch, wie dargestellt, ein Teil derselben aus den bekannten gefrästen Messern und der andere Teil aus den aus Blech gebogenen Messern gebildet sein.
Der Kasten a wird in geeigneter Weise in die Messerscheibe eingesetzt und es liegen die Oberflächen der Stirnenden b mit der Oberfläche der Scheibe m-in einer Ebene. Die Schneiden der Messer c nehmen bei der Bewegung der Scheibe nur einen Teil des Itübenmaterials fort, da zwischen jedem Zahn sich eine Lücke von Zahnbreite befindet und die Schnitzel fallen iu bekannter Weise ab. Der zwischen den Zahnen der Messer c stehenbleibende Teil der Rüben, der das in Fig. 13 gezeichnete Aussehen erhält, wird durch eine zweite Me. ssorreihe, die Blechmesser d, nochmals in Angriff genommen und diese nehmen die Mitte des Materials, d. h. den Teil zwischen je zwei Materiallückon heraus, so dass nunmehr eine regelrechte Zahnung im Material entsteht, wie Fig. 14 zeigt.
Diese Materialteile bezw. Zähne worden darauf durch das flache Messer e ahgeschnitten.
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Durch die Anwendung der Hohlmesser bei der mehrreihigen Messeranordnung wird ein bedeutend besserer, glatter Schnitt und grosse Regelmässigkeit der Schnitzel erzielt, was bisher, wo gewöhnlich die Schnitzel sehr verschieden waren, niemals gründlich erfolgen konnte und wobei der zurückbleibende zuckerhaltige Teil grössere Verluste verursachte.
Die Blechmesser selbst können beliebig befestigt werden, dies geschieht jedoch, wie dargestellt, zweckmässig, indem in jedes dachartig gebogene Messer ein entsprechend bis an die schrägen Flächen reichender Kern eingesetzt wird, der nach hinten etwas abgeschrägt ist und den abgeschnittenen Schnitzeln freien Durchgang gewährt (Fig. 9). Diese Messer werden dann in einen Rahmen bezw. einen Messerbalken dz der eine entsprechend gestaltete, die Messer zweckentsprechend haltende Öffnung trägt (schwalbenschwanzförmig), von der Seite aus eingeschoben und mit diesen in die Messerkasten eingesetzt und zweckmässig durch Schrauben oder, wie dargestellt, durch Stifte h oder dgl. gehalten.
Um die Messer in den Messerkasten einschieben und hier noch fest gegeneinander pressen zu können, wenn sie bereits eingesetzt sind, wird das Stück i in den liasten eingesetzt, aus welch letzterem vorher ein gleiches Stück herausgeschnitten ist. Dieses Stück wird, wie Fig. 10 zeigt, zweckmässig durch die Stifte h mitgehalten. Wird das Stück herausgenommen, so kann der konische Stift k angetrieben werden, der dann die Messer fester zusammenzieht.
Das Halten der Messer könnte auch in anderer Weise geschehen, auch können die aus einem Stück gefrästen Messer in beliebiger Weise befestigt werden. Die Messer könnten gegebenenfalls auch gepresst hergestellt werden. Die gefrästen Messer c werden, um ein Durchdringen grösserer Schnitzelteile in die hintere Messerreihe d, wenn das Material ziemlich aufgezehrt ist, zu verhindern, zweckmässig nicht in der gleichen zahnartigen Weise durchfräst, sondern sie erhalten hinten die Abmachung (Fig. 5). Die Flachschicht ist so hoch, als die Messer tief schneiden und schleift das Rübenmaterial auf den Flächen hin, bis es die Schneide der nächsten Messerreihe erreicht hat.
Um eine Stauung und Hängenbleiben der Schnitzel und Fasern in dem Messer u. dgl. zu verhüten, ist folgende Einrichtung getroffen.
Die dachförmig gebogenen Blechmesser cl, d1 werden mit dem Kernstück f versehen, das der Innenform der Messer entspricht (Fig. 7). Die Kernstücke haben die in Fig. 7 besonders dargestellte, eigenartig gerundete bezw. ausgekehlte Form erhalten, so dass die durch die Messer abgetrennten Rübenschnitzel in gekrümmter Lage nach unten abgeführt werden. Die Schnitzel können sich dadurch nicht, wie dies bisher gewöhnlich geschah, fest- setzen, sondern sie werden mitsamt den Fasern sicher nach unten abgeführt. Es kann ein
Teil oder es können sämtliche 1\Iesserkästen bezw. Messerreihen der Maschine in dieser
Weise angeordnet sein.
Um das Durchbiegen der vom Rand der Scheibe c aus in diese einzusteckenden Messerkasten in der Mrsserkastenhaltescheibe zu verhüten, sind die Seitenkanten a der- selben uneben gestaltet ; in der Zeichnung ist die bogenförmige Gestalt angenommen, es könnte aber auch den Seitenkanten ein winkliger Querschnitt gegeben werden. In der Messerkastenhaltescheibe m sind entsprechende Aussparungen r (bogen-oder winkelförmige) vorgesehen und es wird auf diese Weise den Messerkästen ein fester Halt geboten.
Um dieselben auch gegen Herausfallen an der Kopfseite bei Drehung der Scheibe m zu hindern, sind dieselben mit verstellbaren Knaggen oder dgl. q versehen. An der auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsform kommen zwei derartige Knaggen q zur An- wendung, die durch eine Feder z auseinander geschoben werden, so dass die Enden ql derselben über die Seitenwandung des Messerhalters hervorstehen (Fig. 1 und 3). Ist der
Halter in die betreffende Aussparung der Scheibe m eingeschoben, während welcher Zeit die Knaggen zurückgezogen sind, so fallen diese nach ihrer Freigabe mit ihren vorstehenden
Enden in die Aussparungen der Messerscheibe ein und verhindern dadurch ein Heraus- schleudern der Mosserbalter bei der Drehung der Scheibe.
Zum Lösen der Messerhalter genügt ein Fassen der Knaggen q vermittelst einer Zange oder dgl., wodurch diese ent- gegen der Wirkung der Feder z gegeneinander und aus den Aussparungen rl der Scheibe zurückgezogen werden, so dass der Halter frei wird.
Die Knaggen werden, wie dargestellt, durch Stifte w in Schlitzlöchern o geführt (Fig. 3 und 4). Die Messerhalter werden seitlich noch besonders durch auf der Scheibe m aufgesetzte Ringe oder dgl. x und die Zapfen y im Grunde der Scheibe m gehalten.
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