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Druckbehälter - insbesondere tragbarer, später wegzuwerfender Flüssiggaszylinder aus Stahlblech
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dem Zylinder befestigt werden kann ; diese Buch- sen wurden gewöhnlich aus schwerem Metall gedreht und bildeten somit den teuersten Be- standteil der Behälter ; die Buchsen wurden zwecks leichterer Herstellung auch aus leicht bearbeit- barem Stahl gefertigt, der jedoch infolge seines hohen Bleigehaltes nicht schweissbar ist und daher an den Behälter angelötet werden musste ; dieses
Löten ergab jedoch wegen der viel zu raschen Er- hitzung der dünnen Zylinderwand gegenüber der verhältnismässig massiven Buchse weitere Schwie- rigkeiten.
Die Flüssiggaszylinder mussten ferner zur
Vermeidung von Explosionen mit einem Über- druckventil ausgestattet werden, das gewöhnlich in einem gleichfalls am Zylinder angelöteten, bearbeiteten Gehäuse untergebracht war, welches den Zylinder weiter verteuerte.
Nach der Erfindung werden nun bei Druckbehältern mit einer Buchse zur Befestigung einer Anzapfzerbindung-insbesondere bei tragbaren, später wegzuwerfenden Flüssiggaszylindern aus Stahlblech-die oben beschriebenen Nachteile dadurch vermieden, dass die Buchse einen nach innen gerichteten, ringförmigen, äusseren Wandteil aufweist, der am freien Ende umgebogen ist und einen zentralen, koaxialen Schaft bildet, welcher mit dem äusseren Wandteil einen ringförmigen Raum einschliesst, wobei der rohrförmige Schaft durch eine im Behälter ausgebildete Öffnung hindurchgeht und wenigstens ein Teil des Schaftes sowie der äusseren Buchsenwand an der Behälterwand abdichtend befestigt sind.
Die Anschlussbuchse ist zweckmässig aus Stahlblech ausgestanzt, dessen gleichmässige Wandstärke vorzugsweise derjenigen des Behälters selbst entspricht.
Der äussere Wandteil der Buchse kann erfindungsgemäss im wesentlichen zylindrisch und mit Aussengewinde versehen sein, welches vorzugsweise aufgewalzt ist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der rohrförmige Schaft der Anschlussbuchse innen stufenförmig verjüngt und mit Innengewinde versehen und bildet eine Sitzfläche für ein
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Abnahme ist die Buchse bereit für die Befestigung auf dem Zylinder.
Im Gegensatz zu den bisherigen gedrehten Buchsen kann die erfindungsgemässe Buchse angeschweisst werden, da sie aus gewöhnlichem Stahlblech hergestellt ist. Wenn die Buchse angelötet wird, wird das Löten sehr erleichtert, weil die Masse der Wand der Buchse jener der Wand des Zylinders entspricht und die beiden zu verlötenden Teile die Löttemperatur ungefähr zum gleichen Zeitpunkt erreichen. Ausserdem kann das Löten an zwei Stellen erfolgen, nämlich in den ringförmigen Bereichen 9 und 10, woraus sich ein doppelter Schutz gegen irgendwelches Versagen ergibt. Die Buchse ist auch viel leichter als die üblichen gedrehten Buchsen. Der Zylinder ist daher besser ausgeglichen, so dass er weniger leicht umkippt und beim aufrechten Stehen stabiler ist.
Die Wand 11 der Buchse kann auch mit einem Flansch 27 versehen werden, wie in Fig. 6 dargestellt ist. Die Buchse kann dann auf einem Zylinder mit einem Durchmesser befestigt werden, der dem äusseren Durchmesser der Wand 11 entspricht, wobei die Buchse vom Inneren des Zylinders aus eingeführt und der Flansch 27 an den an die Öffnung angrenzenden Teil des Zylinders angeschweisst wird, beispielsweise durch Rollenoder Nahtschweissung.
In der Öffnung 7 ist ein längliches rohrförmiges Gehäuse 20 angeordnet und an der Wand der Öffnung beispielsweise durch Löten oder Schwei- ssen abgedichtet. Das in Fig. 4 dargestellte Gehäuse 20 wird aus einer ausgestanzten Blechscheibe in ähnlicher Weise gezogen wie die Buchse 8, erfordert aber eine geringere Anzahl von Ziehstufen, beispielsweise sieben bis neun. Das Gehäuse ist mit Innengewinde 21 versehen, in welches das Überdruckventil 22 eingeschraubt ist.
Das Überdruckventil weist einen Ventilteil 23 auf, der auf der Kante der Öffnung 24 aufsitzt. Bei Überdruck im Zylinder wird der Ventilteil 23 entgegen dem Druck einer Feder von seinem Sitz abgehoben, so dass das Gas durch die Öffnung 24 austreten kann. Das obere Ende des Gehäuses weist bei 25 einen etwas grösseren zylindrischen Durchmesser mit einer nach aussen gebogenen Kante 26 auf, die an der Kante der Öffnung 7 befestigt wird. Dieses Gehäuse ist viel billiger herzustellen als die bisher verwendeten gedrehten Gehäuse und kann angeschweisst werden, was bei den früheren Gehäusen nicht möglich war, da dieselben aus Stahl mit hohem Bleigehalt hergestellt waren, um die Bearbeitung zu erleichtern.
In jeder andern Beziehung entspricht die Ausbildung und Wirkungsweise des Zylinders den bekannten und leicht erhältlichen Flüssiggaszylindern.
Wenn ein Gerät mit dem Zylinder verbunden werden soll, wird eine Anzapfverbindung auf das Aussengewinde der Buchse 8 aufgeschraubt. Die Anzapfverbindung weist einen verlängerten hohlen Schaft auf, der sich im rohrförmigen Schaft 13 nach unten erstreckt und gegen den Dichtungsring 15 abdichtet, wobei er auf die
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Stange des Reifenventils 18 drückt, das dadurch geöffnet wird, so dass der Inhalt des angezapften Behälters durch den rohrförmigen Schaft 13 in den hohlen Schaft der Anzapfverbindung und aus derselben herausgelangt. Die Anzapfverbindung und ihre Verwendung ist üblich und bekannt.
Eine Ausführungsform derselben ist beispielsweise in der USA-Patentschrift Nr. 2, 793, 504 beschrieben.
Fig. 5 zeigt den Zylinder gemäss Fig. 1 mit einer Lötlampe, die mit demselben verbunden und in üblicher Weise angebracht ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Druckbehälter-insbesondere tragbarer, später wegzuwerfender Flüssiggaszylinder aus Stahlblech-mit einer Buchse zur Befestigung einer Anzapfverbindung, dadurch gekenn-
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und einen zentralen, koaxialen Schaft (13) bildet, welcher mit dem äusseren Wandteil einen ringförmigen Raum einschliesst, wobei der rohrför-
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stens ein Teil des Schaftes (13) sowie der äusseren Buchsenwand (11) an der Behälterwand abdichtend befestigt sind.