AT214108B - Triebwerk, insbesondere Kranhubwerk für mehrere Geschwindigkeiten - Google Patents
Triebwerk, insbesondere Kranhubwerk für mehrere GeschwindigkeitenInfo
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Description
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Triebwerk, insbesondere Kranhubwerk für mehrere Geschwindigkeiten
Die Erfindung betrifft ein Triebwerk, wie es insbesondere als Kranhubwerk für mehrere Geschwindig- keiten, bei voller Ausnutzung der installierten Motorleistung in jeder Geschwindigkeitsstufe, Verwendung findet.
Im allgemeinen werden Triebwerke mit nur einer Geschwindigkeit verwendet. Derartige Triebwerke haben aber den Nachteil, dass die Hubgeschwindigkeit der unterschiedlichen Belastung nicht angepasst werden kann und somit die installierte Motorleistung in den meisten Fällen nicht ausgenutzt wird.
Man hat aus diesem Grunde für besondere Zwecke in das Hubwerk von Kranen Schaltgetriebe, ähn- lich der im Kraftfahrzeugbau üblichen, eingebaut. Derartige Konstruktionen sind unvollkommen und nachteilig, weil die Bremse vor dem Schaltgetriebe angebracht werden muss und ausserdem ein Schalten des Getriebes nur in der Ruhestellung der Anlage möglich ist.
Bei andern Ausführungen verwendet man Planetengetriebe mit zwei dazu installierten Motoren. Da- bei arbeitet, entsprechend der zu hebenden Last, immer nur ein Motor, während der andere Motor unge- nutzt liegt.
Neuerdings werden im Hebezeugbau Stufenschaltgetriebe mit je einem dreiachsigen Planetengetriebe für jede Schaltstufe verwendet, wobei die Planetengetriebe auf besonderen, parallelen Achsen angeordnet sind. Diese Anordnung der Planetengetriebe führt zwangläufig zu einem grossen Achsabstand von Mitte
Antrieb bis Mitte Abtrieb und somit zu einer schlechten Platzausnutzung sowohl im Getriebe selbst wie auch auf dem Hebezeug. Dieser Nachteil erfährt noch eine Verschärfung durch die notwendige Anordnung der zum Schalten benutzten Bremsen auf nur einer Getriebeseite, wodurch sich grosse Achsabstände zwi- schen den einzelnen Planetengetrieben ergeben. Die Verbindung der einzelnen Planetengetriebe durch besondere Stirnräder stellt einen weiteren Nachteil an den bekannten Ausführungen von Planetenschaltge- trieben dar.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein Triebwerk, das insbesondere als Kranhubwerk ge- eignet ist zu schaffen, bei dem Planetengetriebe Verwendung finden, der Antrieb sowohl von einem als auch von zwei oder mehr Motoren erfolgen kann und das die Möglichkeit besitzt, durch Abbremsen der einzelnen Planetengetriebe mehrere Geschwindigkeiten zu erreichen, wodurch eine völlige Ausnutzung der installierten Motorleistung bei günstiger Platzausnutzung entsteht.
Erfindungsgemäss wird die Aufgabe unter Vermeidung der aufgezeigten Nachteile dadurch gelöst, dass die Planetengetriebe auf einer gemeinsamen Antriebswelle nebeneinander angeordnet werden.
Zweckmässigerweise befinden sich dafür Antriebssonnenritzel auf einer gemeinsamen Antriebswelle fest und unverschiebbar, wobei der Antrieb über Umlaufräder auf ein, die Antriebswelle umschliessendes
Hohlritzet erfolgt und dabei zwei Sonnenräder mit dem Abtriebsritzel drehfest verbunden sind, so dass die beiden Sonnenräder gemeinsam mit dem Antriebsritzel die Antriebswelle umschliessen. Dabei geschieht das Abbremsen von Planetenträger durch ausserhalb des Getriebegehäuses angeordnete Bremsen, die so gestaltet sind, dass das Öffnen jeweils nur einer Bremse möglich ist und dabei die Planetenträger mit den
Bremsscheiben, durch je eine die Antriebswelle umschliessende Hohlwelle, verbunden sind.
Danach er-
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folgt der Antrieb bei Öffnen einer der beiden Bremsen auf die Antriebswelle und der Abtrieb über Sonnenräder mittels eines Hohlritzels auf ein weiteres Übersetzungsgetriebe.
Bei einer andern Ausführung nach Fig. 2 werden vorteilhafterweise Antriebssonnenritzel auf einer gemeinsamen Antriebswelle angeordnet, von wo die Übertragung der Drehbewegung auf ein, die Antriebswelle umschliessendes Hohlritzel erfolgt, wobei vier Umlaufräder in einem gemeinsamen Planetenträger gelagert und jeweils zwei der vier Umlauf räder drehfest miteinander verbunden sind. Bei diesem Ausführungsbeispiel erfolgt die Verbindung der Sonnenräder mit den Bremsscheiben durch je eine die Antriebswelle umschliessende Hohlwelle.
Ein weiteres in Fig. 3 dargestelltes Ausführungsbeispiel besitzt Antriebssonnenritzel auf einer Antriebswelle, die ihre Drehbewegung über Umlaufräder auf Innenzahnkränze übertragen, wobei die beiden Innenzahnkränze durch einen gemeinsamen Kranzträger miteinander verbunden sind. Dabei erfolgt die Verbindung der Planetenträger mit den Bremsscheiben durch je eine Hohlwelle.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 werden die Kranzträger mit den Bremsscheiben durch je eine, die Antriebswelle umschliessende Hohlwelle verbunden.
Die Erfindung wird an Hand der Ausführungsbeispiele darstellenden Fig. 1-4 näher erläutert.
In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel in schematischer Darstellung gezeigt. Dabei wird die Antriebswelle 3 mit den fest darauf befindlichen beiden Sonnenritzeln 10 und 14 durch ein oder zwei Motoren l, unter Zwischenschaltung je einer Kupplung 2 nach Öffnen der Bremse 5 oder 7 angetrieben.
Die Drehbewegung der Antriebswelle 3 wird bei festgehaltenem Planetenträger 25, wobei Bremse 7 geschlossen und Bremse 5 geöffnet ist, von dem Sonnenritzel 14 auf das Umlaufrad 13 überragen. Die beiden Umlaufräder 13 und 15 sind drehfest miteinander verbunden, so dass die Drehbewegung auf das mit dem Umlaufrad 15 im Eingriff stehende Sonnenrad 16 übertragen wird. Da das Sonnenrad 16 mit dem Antriebsritzel 17 drehfest verbunden ist, nimmt letzteres die durch die Antriebsdrehzahl und die Übersetzung des als Standgetriebe arbeitenden Planetengetriebes 13 - 16 bestimmte Drehzahl des Sonnenrades 16'an.
Das Antriebsritzel 17 ist auch mit dem Sonnenrad 12 drehfest verbunden, wodurch der Planetenträger 8 und die mit ihm durch eine Hohlwelle 23 verbundene Bremsscheibe 4 eine Drehzahl annimmt, die durch die Drehzahl des Sonnenrades 12, die Drehzahl des mit der Antriebswelle 3 fest verbundenen Sonnesrit- zels 10 und durch die Übersetzung des Planetengetriebes 9 - 12 bestimmt wird.
Wird im andern Falle der Planetenträger 8 durch die Bremse 5 abgebremst, und bleibt die Bremse 7 geöffnet, so erfolgt die Weiterleitung der Motordrehung durch die Kupplung 2 auf die Antriebswelle 3 und das Sonnenritzel 10 und von da aus auf das mit dem Sonnenritzel 10 kämmende Umlaufrad 9. Die Umlaufräder 9 und 11 sind drehfest miteinander verbunden, so dass die Weiterleitung der Drehbewegung über das Umlaufrad 11 auf das mit diesem im Eingriff stehende Sonnenrad 12 erfolgt. Durch die drehfeste Verbindung des Sonnenrades 12 mit dem Abtriebsritzel 17 nimmt dieses die durch die Antriebsdrehzahl und die Übersetzung des als Standgetriebe arbeitenden Planetengetriebes 9-12 bestimmte Drehzahl des Sonnenrades 12 an.
Dabei erhält der Planetenträger 25 und die mit ihm durch eine Hohlwelle 24 verbundene Bremsscheibe 6, bedingt durch die drehfeste Verbindung des Abtriebsritzels 17 mit dem Sonnenrad 16, eine Drehzahl an, die durch die Drehzahl des Sonnenrades 16, die Drehzahl des mit der Antriebswelle 3 fest verbundenen Sonnenritzels 14 und durch die Übersetzung des Planetengetriebes 13-16 bestimmt wird.
Die Weiterleitung der Drehbewegung vom Abtriebsritzel 17 auf-die Seiltrommel 22 geschieht zweck- mässigerweise über ein weiteres Übersetzungsgetriebe, das in den Ausführungsbeispielen aus einem Stirnrad 18. zwei Getrieberitzeln 19 und zwei Zahnrädern 20 gebildet wird, wobei sowohl die Planetengetrie- be als auch das weitere Übersetzungsgetriebe in einem gemeinsamen Getriebegehäuse 21 untergebracht sind.
Haben die Planetengetriebe 13 - 16 und 9-12 verschiedene Übersetzungen, so können am Abtriebsritzel 17, bei unveränderlicher Antriebsdrehzahl durch den gleichen Motor bzw. mehrere gleichtourige Motoren, je nachdem ob die Bremse 7 oder 5 geschlossen bleibt, zwei verschiedene Drehzahlen abgenommen werden. Das erfindungsgemässe Getriebe hat also, je nachdem welche Bremse geschlossen bleibt, zwei verschiedene Übersetzungen.
In den Fig. 2 - 4 sind die gleichgebliebenen Teile mit denselben Bezugszahlen. versehen.
In Fig. 2 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel erläutert. Hiebei wird die Antriebswelle 26 mit den beiden darauf befindlichen Sonnenritzeln. 30 und 35 durch einen oder zwei Motoren l, nach Öffnen der Bremse 5 oder 7, angetrieben.
Die Drehbewegung der Antriebswelle 26 wird bei abgebremster Bremsscheibe 4 von dem Sonnenrit- zel 30 auf die beiden drehfest miteinander verbundenen Umlaufräder 27, 29 übertragen und bedingt durch
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das mittels der Hohlwelle 37 abgebremste Sonnenrad 28 über den Planetenträger 31 auf das mit diesem drehfest verbundene Abtriebsritzel 36 weitergeleitet.
Sinngemäss verhält sich die Übertragung der Drehbewegung bei abgebremster Bremsscheibe 6 auf das Abtriebsritzel 36, durch das Sonnenrad 33, Umlaufräder 32,34 über den Planetenträger 31. Die Bremsscheibe 6 ist dabei durch eine Hohlwelle 38 mit dem Sonnenrad 33 verbunden. Die Sonnenritzel 30 und 35 sitzen fest und unverrückbar auf der Antriebswelle 26.
Nach dem Ausführungsbeispiel in Fig. 3 erfolgt der Antrieb durch einen oder zwei Motoren l, über Kupplungen 2, auf die Antriebswelle 39. Bei abgebremster Bremsscheibe 4 und damit feststehendem Planetenträger 46, der mit der Bremsscheibe 4 durch eine Hohlwelle 59 drehfest verbunden ist, wird die Drehbewegung über das Umlaufrad 41 dem Zahnkranz 42 und weiter über den Kranzträger 48 dem Abtriebsritzel 49 mitgeteilt.
Analog wird die Drehbewegung bei festgehaltener Bremsscheibe S und damit feststehendem Planetenträger 47, der mit der Bremsscheibe 6 durch eine Hohlwelle 60 drehfest verbunden ist, über das Umlaufrad 44, den Zahnkranz 45, und den Kranzträger 48 auf das Abtriebsritzel 49 übertragen.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 erfolgt der Antrieb durch einen oder zwei Motoren l, über Kupplungen 2, auf die Antriebswelle 50. Die Bremsscheibe 4 ist mit dem Kranzträger 61 durch eine Hohlwelle 63 drehfest verbunden. Bei festgehaltener Bremsscheibe 4 wird die Drehbewegung der Motoren durch das Sonnenritzel Sl über das mit dem feststehenden Zahnkranz 53 kämmende Umlauf- rad 52 und den Planetenträger 54 auf das Abtriebsritzel 58 übertragen. Erfolgt der Antrieb jedoch bei festgehaltener Bremsscheibe 6, die mit dem Kranzträger 62 durch eine Hohlwelle 64 drehfest verbunden ist, so wird dieDrehbewegung durch das Sonnenritzel 55 und das mit dem feststehenden Zahnkranz 57 in Eingriff stehende Umlaufrad 56 und den Planetenträger 54 auf das Abtriebsritzel 58 übertragen.
Somit ist es möglich, bei allen Ausführungsbeispielen entsprechend den Übersetzungen der einzelnen Planetengetriebe, zwei verschiedene Drehgeschwindigkeiten über das Übersetzungsgetriebe 18,19, 20 auf die Seiltrommel 22 zu leiten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Triebwerk, insbesondere Kranhubwerk für mehrere Geschwindigkeiten und voller Ausnutzung der installierten Motorleistung in jeder Geschwindigkeitsstufe, unter Verwendung je eines Planetengetriebes pro Geschwindigkeitsstufe, wobei jedem Planetengetriebe eine Bremse zum Schalten zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Planetengetriebe nebeneinander auf der gemeinsamen Antriebswelle angeordnet sind.
Claims (1)
- 2. Triebwerk nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass Antriebssonnenritzel (10,14) auf einer gemeinsamen Antriebswelle (3) fest und unverschiebbar angeordnet sind, wobei der Abtrieb über Umlaufräder (9, 11 bzw. 13, 15) auf ein, die Antriebswelle (3) umschliessendes Hohlritzel (17) erfolgt und dabei zwei Sonnenräder (12,16) mit dem Abtriebsritzel (17) drehfest verbunden sind, so dass die beiden Sonnenräder (12,16) gemeinsam mit dem Abtriebsritzel (17) die Antriebswelle (3) umschliessen.3. Triebwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abbremsen von Planetenträgern (8, 25) durch ausserhalb des Getriebegehäuses angeordnete Bremsen (5,7) erfolgt und die Bremsen so gestaltet sind, dass das Öffnen jeweils nur einer Bremse möglich ist, und die Planetenträger (8, 25) mit Bremsscheiben (4,6) durch je eine, die Antriebswelle (3) umschliessende Hohlwelle (23,24) miteinander verbunden sind.4. Triebwerk nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb bei geöffneter Bremse (5 oder 7) auf die Antriebswelle (3) und der Abtrieb über die Sonnenräder (12 oder 16) mittels eines Hohlritzels (17) auf ein weiteres Übersetzungsgetriebe (18, 19,20) erfolgt.5. Triebwerk nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass nachFig. 2 Antriebssonnenritzel (30,35) auf einer gemeinsamen Antriebswelle (26) angeordnet sind und der Abtrieb über ein die'Antriebswelle (26) umschliessendes Hohlritzel (36) erfolgt, wobei vier Umlaufräder (27, 29, 32,34) durch einen gemeinsamen Planetenträger (31) miteinander verbunden sind und das Abbremsen der Sonnenräder (28,33) durch Bremsvorrichtungen (5,7) erfolgt.6. Triebwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die im gemeinsamen Planetenträger (31) gelagerten Umlaufräder (27,29) sowie Umlaufräder (32, 34) drehfest miteinander verbunden sind und das Öffnen jeweils nur einer Bremse (5) oder der andern Bremse (7) möglich ist.7. Triebwerk nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der Sonnenräder (2S, 33) mit Bremsscheiben (4,6) durch je eine die Antriebswelle umschliessende Hohlwelle (37, <Desc/Clms Page number 4> 38) erfolgt und der Antrieb bei geöffneter Bremse (5 oder 7) auf die Sonnenritzelwelle (26) und der Abtrieb Über den gemeinsamen Planetenträger (31) vorzugsweise unter Zwischenschaltung weiterer Überset- zungsge1l'1ebe (18, 19, 20) erfolgt.8. Triebwerk nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass Antriebssonnenritzel (40, 43) auf einer gemeinsamen Antriebswelle (39) angeordnet sind, die ihre Drehbewegung Über Umlaufräder (41, 44) auf Innenzahnkränze (42,45) übertragen, wobei die beiden Innenzahnkränze (42, 45) durch einen gemeinsamen Kranzträger (48) miteinander verbunden sind und der Abtrieb über ein, die Antriebswelle (39) umschliessendes Hoh1ritzel (49) erfolgt.9. Triebwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung von Planetenträger (46,47) mit Bremsscheiben (4,6) durch je eine Hohlwelle (59,60) erfolgt.10. Triebwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der Kranzträger (61, 62) mit den Bremsscheiben (4, 6) durch je eine, die Antriebswelle (3) umschliessende Hohlwelle (63,64) erfolgt.11. Triebwerk nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Pla- EMI4.1
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