AT21303B - Verfahren zur Einführung der Salpetergase in die Bleikammern. - Google Patents

Verfahren zur Einführung der Salpetergase in die Bleikammern.

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   Gegenwärtig sind hauptsächlich zwei Methoden der   Salpeterzuführung   in Gebrauch : Die Zuführung in Form von flüssiger Salpetersäure durch den   Gloverturm   und die Zuführung von Salpetergasen, welche z.   B.   durch die Wärme der Röstgase aus einem Gemisch von Natronsalpeter und Schwefelsäure entwickelt werden und mit den Röstgasen durch den Gloverturlll in die Bleikammern gelangen. 



   Das vorliegende Verfahren stellt eine Vereinigung beider Methoden dar, indem zum Beispiel durch die Wärme der Röstgase aus dem Gemisch von Natronsalpeter und Schwefel- 
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 dieser Gase wird   im Turm   kondensiert und findet sich in der Absorptionssänre als Salpeter-   säure vor, der Rest   reagiert mit der schwefeligen Säure, die in den   Gay-Lussacturm   mit den Abgasen aus der letzten Bleikammer gelangt. Hiebei wird die schwefelige Säure in Schwefelsäure bezw. Nitrosylschwefelsäure übergeführt, die ebenfalls von der Absorptionssäure aufgenommen wird. Die auf diese Weise mit Salpeterverbindungen angereicherte Nitrose wird im   Oovertnrm     denitriert,   worauf die Fabrikation im weiteren Verlaufe in der üblichen Weise vor sieh geht. 



     Im nachfolgenden wird   eine   Ausführungsform   des neuen Verfahrens mit Bezug auf die beigefügten schematisch Zeichnungen beschrieben. 



   Zwei gusseiserne Zylinder a, b (siehe Fig. 1), beispielsweise von 5 cm Wandstärke, 70 cm innerem Durchmesser und ungefähr 270 cm   Länge,   welche zweckentsprechend durch einen Eisenmantel c (siehe Fig. 2) von 1 cm Dicke verstärkt sind, werden horizontal nebeneinander in die an den Pyritofen d sich   anschliessende     Flugstaubkammer   e eingemauert. Durch die Beschickungstürme f1 und f2 werden die Zylinder abwechselnd chargiert,   indem man eine grössere Menge   konzentrierte Schwefelsäure, etwa   1-2 q durch   die Öffnung g (siehe Fig. 2) einlässt und nach Bedarf in regelmässigen Zeitabschnitten Natronsalpeter in Mengen von wenigen   Kilogrammen eintriigt.

   Die   durch die   Röstgase   angewärmte Schwefelsäure zersetzt den eingetragenen Natronsalpeter und die sich entwickelnden Salpetergase gelangen durch die Öffnung A (siehe Fig.   )   in den aus säurefesten Steinen   gemauerten   Kanal i, welcher den Zersetzungszylindern gemeinsam ist. Der Kanal i leitet die Gase in den   Gay-LnssactuI"m k1, wo   sie, wie   bereits erwähnt wurde,   teilweise kondensiert worden   bezw. teilweise   eine Oxydation der schwefeligen Säure bewirken.

   Wenn ein Zylinder durch kontinuierliches Chargieren auf Salpeter gefüllt ist, lässt   man   seinen Inhalt vor dem Entleeren entsprechend sich anwärmen, um die letzten Spuren von   Salpeter vollständig zu zersetzen.   In der Zwischenzeit wird der andere Zylinder beschickt. Die Entleerung eines Zylinders erfolgt durch die Öffnung l (siehe Fig. 2), welche vor dem Füllen mit Säure durch einen eisernen Pfropf verschlossen und ausserdem noch mit   Ihm verschmiert   wird. Zum Schütze des   Hteies   werden die unteren Abteilungen des mit dem Salpeterzylinder in   Verbindung     stehenden Gay-Lussacturmes im   Inneren mit 
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     Die Schwefolsäurefabrikation verläuft   mit diesem   Salpeterzuführungssystem   wie folgt :
Vor dem Pyritofen d, welcher seinen Zug eventuell durch einen am Ende des Kammersystemes aufgestellten Ventilator n erhält, gelangen die   Röstgase   durch die Flugstaubkammer e, in welcher sie den Salpeterzylinder anwärmen, in den Gloverturm o. Hier denitrieren sie die nach dem beschriebenen Verfahren erhaltene Nitrose und werden hierauf in den Bleikammern   I,   1I und 111 auf bekannte   Weise in Schwefelsäure über-   geführt. 



   Die Abgase aus der dritten Kammer, welche an reaktionsfähigen Gasen Stickstoffoxyd und schwefelige Säure enthalten, gelangen in die   Gay-Lussact. ürme k1   und k2 und treffep besonders in kl mit den Salpetersäuredämpfen aus den Zersetzungszylindern zu-   sammen,   wodurch in den   Gay-Lussactürmen   mehr schwefelige Säure übergeführt wird, als es mittels der bisherigen Methoden der Fall war. Die Abgase aus den Türmen kl und k2 werden durch den Ventilator n angesaugt und treten hierauf ins Freie. Bei Ventilatorbetrieb ist es notwendig, dass der Ventilator n am Ende des Kammersystemes oder hinter jenem Gay-Lussacturm angebracht wird, welcher mit den   Salpeter-Zersetzungszy1indern   verbunden ist, weil hiedurch ein Ansaugen der sich in den Zylindern entwickelnden Salpeter- gase stattfindet.

   Es wird auf diese Weise jeder Salpeterverlust vermieden und das
Beschicken der Zylinder erfolgt ohne   Zurückstossen   von der Gesundheit schädlichen   Salpetorgasen.   



   In einer vorhandenen Anlage, bei welcher drei   cchwefelsäuresysteme   im Gebrauch sind, wird mit diesem Verfahren   0#5 kg 96%iger Natronsalpeter   auf 100 kg Kammersäure 
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 98-99%inSchwefelsäureübergeführt. 



   Es sollen nun jene Punkte hervorgehoben werden, in welchen das neue Verfahren die gegenwärtig hauptsächlich angewendeten Methoden übertrifft. 



     Die Zuführung des Salpeters in   Form von flüssiger   Salpetersäure durch den Glover-   turm setzt die Fabrikation dieser Säure als solche in einem eigenen Apparat voraus. Bei vorliegender Methode wird hingegen direkt eine an Stickstoff-Sauerstoffverbindungen genügend starke Nitrose erzeugt, wodurch somit die   Erzeugungskosten   für flüssige Salpetersäure in Wogfall kommen. Ferner ist die Ausbeute an Schwefelsäure grösser als nach den üblichen Methoden, weil, wie bereits erwähnt wurde, gerade an einem Punkte, wie dem (iay-Lussacturm, wo nur wenig schwefelige Säure sich vorfindet, mehr Salpeterverbindungen zugegen sind.

   Ausserdem ist beim vorliegenden Verfahren die   umständliche   und gefährliche Hantierung mit flüssiger Salpetersäure vermieden und es findet weder ein Zurückstossen der Salpeterzylinder noch des Pyritofens statt. Die Entwicklung der Salpetergase geht vielmehr so glatt vor sich, dass eine automatische Beschickung mit Natronsalpeter in Aus- sicht genommen ist. Es ist ferner zu beachten, dass nach vorliegender Methode eine schädliche Einwirkung auf die   Flugstaubkammcr,   sei es durch die Salpetergase oder die   Hisulfatlosung, nicht erfolgen kann,   da die sich bildenden Produkte mit der Flugstaub- kammerüberhauptnichtinBerührungkommen. 



     Gegentiber   der zweiten der zum Vergleich herangezogenen Methoden besitzt das vor- liegende Verfahren noch den weiteren wichtigen Vorteil, dass der Salpeter kontinuierlich   und gleichmässig den Kammern gegeben wird, wodurch eine äusserst regelmässige Kammerarbeit ermöglicht ist.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Ein Verfahren, durch welches der Salpeter im Bleikammerprozess indirekt zugeführt wird, unter Abänderung des bekannten Verfahrens der Zufuhr eines Teiles der für den Kanmierprozess erforderlichen nitrosen Verbindungen in den Gay-Lussacturm, dadurch gekennzeichnet, dass die gesamten für den Prozess erforderlichen, in der Wärme ans einem Gemisch von Natronsalpeter und Schwefelsäure entwickelten Salpetergase dem Gay-Lussacturm zugeführt und dort von der Absorptionssäure aufgenommen werden, worauf die Gase nach erfolgter Denitrierung dieser Säure im Gloverturm in die Bleikammern eintreten und die Fabrikation dann in der üblichen Weise vor sich geht.
AT21303D 1904-01-14 1904-01-14 Verfahren zur Einführung der Salpetergase in die Bleikammern. AT21303B (de)

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