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Rückziehrollenanordnung für Webstühle mit pneumatischer
Schusseintragung
Gegenstand der Erfindung ist eine Rückziehrollenanordnung für Webs ! il mit pneumatischer Schusseintragung.
Bei bekannten derartigen Webstühlen, bei welchen der Schussfaden mittels einer entsprechenden Eintragdüse durch Druckluft durch das Fach getragen wird, wird der Schussfaden zwischen zwei Abziehrollen geführt, welche den Schussfaden klemmen, wobei eine der Rollen abgefedert ist. Eine der Abziehrollen oder beide erhalten dabei ihren Antrieb über ein entsprechendes Zahnradgetriebe vom Hauptantrieb des Webstuhles aus.
Die Erfindung macht es sich nun zur Aufgabe, mit diesen Abziehrollen, bei besonderer Ausgestaltung derselben, als gegengleich laufende Rückziehrollen die Beeinflussung des Schussfadens durchzuführen, wie sie während des Eintragens und insbesondere unmittelbar nach dem Eintragen bzw. vor dem Anschlagen des Schussfadens erforderlich ist.
Zu diesem Zweck sieht die Erfindung gemäss ihrem Hauptkennzeichen vor, dass zumindest eine der Rückziehrollen mit einer über ihren Umfang in vier Abschnitte verschiedener Tiefe unterteilten Umfangsrille für den Schussfaden versehen ist, wobei die Tiefe der seichteren Abschnitte geringer ist als der Durchmesser des Schussfadens, so dass der Schussfaden, ohne wesentlich gequetscht zu werden, von den Rückziehrollen durch Reibung mitgenommen wird, während die zwei tieferen Abschnitte eine den Durchmesser des Schussfadensübersteigende Tiefe aufweisen. Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung wird dabei die Anordnung vorteilhafterweise so getroffen, dass von den tiefen Abschnitten der eine eine Umfangserstrekkung von 90 - 135, der andere eine von 15, - 45 Grad aufweist.
Durch diese Ausgestaltung wird erreicht, dass der Schussfaden im Augenblick, wo er von der Luft mitgerissei. wird, von den Rückziehrollen zufolge des einen vertieften Abschnittes nicht mehr geklemmt ist und somit durch die strömende Luft frei durch das Fach getragen werden kann. Nach Einschlagen des Schussfadens in das Fach wird dieser durch die Rückziehrollen wieder geklemmt und, da sich diese entgegen dem Sinn des Eintragens des Schussfadens drehen, durch die Rollen abgezogen und dadurch der lose eingetragene Schussfaden vor dem Anschlag gespannt. Durch den zweiten vertieften Abschnitt wird gewährleistet, dass der Schussfaden nicht abgezogen wird, sobald er von dem sich schliessenden Fach bereits geklemmt ist, wobei in diesem Augenblick dann der Schussfaden abgeschnitten wird.
Durch die Erfindung wird also der Vorteil erzielt, dass der Schussfaden stets im richtigen Zeitpunkt freigegeben wird, so dass schädliche Quetschungen und Zerrungen des Schussfadens vermieden werden. Die Gefahr der Beschädigung des Schussfadens kann dabei noch dadurch verringert werden, dass zumindest eine der beiden zusammenarbeitenden Rückziehrollen aus weicherem Material, z. B. aus Gummi, Kunststoff od. dgl. hergestellt bzw. mit einem Belag aus solchem Material versehen wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel in schematischer Darstellung veranschaulicht. Dabei zeigen Fig. 1 eine Rückansicht im teilweisen Schnitt nach der Linie B - B der Fig. 2 und Fig. 2 eine Draufsicht im teilweisen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. l.
An dem die Eintragdüse 10 tragenden Körper 1 sind die beiden zur Führung des Schussfadens 11 dienenden Rückziehrollen 2 und 3 drehbar gelagert, von denen die eine, z. B. die Rolle 2, mittels einer Welle 5 und eines Zahnrades 4 mit dem Webstuhl in Antriebsverbindung steht, u. zw. derart, dass sie mit dem Webstuhl synchron läuft. Die Rolle 3 ist auf einem Block 6 befestigt, der um den Bolzen 7 drehbar ist und durch eine Feder 12 derart beeinflusst wird, dass die Rolle 3 gegen die Rolle 2 gepresst wird.
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Durchmesser des Schussfadens ist, wogegen die Tiefe der beiden andern Abschnitte 9 und 13 den Schussfadendurchmesser übersteigt. Der Abschnitt 9 erhält dabei zweckmässig eine Winkelerstreckung von etwa 90-135 , hingegen der Abschnitt 13 eine Winkelerstreckung von etwa 15 - 4 : 50.
Die Vorrichtung arbeitet wie folgt :
Wenn sich die Rollen 2 und 3 in der in Fig. 2 dargestellten Lage befinden, so tritt die Schusseintragung ein, d. h. der Schussfaden durchzieht lose den Zwischenraum zwischen der Seitenwand der Rolle 3 und der Ausnehmung 9, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist. Die Rollen 2 und 3 drehen sich hiebei gegeneinander und dies derart, dass sich die Rolle 3 gegen die Uhrzeiger-Richtung dreht und die Rolls 2 in der Uhrzeigerrichtung, während die Schusseintragung in der Richtung von diesen Rollen zur Düse erfolgt (Fig. 2, Schussfaden 11).
Sobald die Eintragung beendet ist, wird der Schussfaden zwischen der Seitenwand der Rolle 3 und der Ausnehmung 8 der Rolle 2 erfasst und entgegen der Richtung der vorhergehenden Eintragung durch die Rollen in der Kette angespannt. Diese Anspannung ist in dem Augenblick abgeschlossen, in welchem die Ausnehmung 13gegenüberderRolle3 liegt, inwelchemAugenblickauchderSchussfaden an jener Seite abgeschnitten wird, an welcher er in die Kette eintritt. Bevor es zu einer neuen Schusseintragung kommt, wird das hinter der Düse nach dem Abschneiden verbleibende Schussfadenende durch den verbleibenden TeilS" der Ausnehmung in die Düse zurückgezogen. Sodann nehmen die Rollen abermals die in Figo 2 gezeichnete Lage ein und es kommt zu einer neuen Schusseintragung.
PATENTANSPRÜCHE :
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Webstühlenet, dass zumindest eine der Rückziehrollen (2,3) mit einer über ihren Umfang in vier Abschnitte (8, 9, S' 13) verschiedener Tiefe unterteilten Umfangsrille für den Schussfaden (11) versehen ist, wobei die Tiefe der seichteren Abschnitte (8, S') geringer ist als der Durchmesser des Schussfadens (11), so dass der Schussfaden ohne wesentlich gequetscht zu werden von den Rückziehrollen (2, 3) durch Reibung mitgenommen wird, während die zwei tieferen Abschnitte (9, 13) eine den Durchmesser des Schussfadens übersteigende Tiefe aufweisen.