<Desc/Clms Page number 1>
Verschliessmaschine
Die Erfindung betrifft eine Verschliessmaschine mit einem Schliesskopf für Kronenkorken, Alu- minium-Abreissverschlüsse usw., und einen die zu verschliessenden Flaschen aufnehmenden Flaschenteller. wobei einer dieser Teile gegen den andern durch einen zuschaltbaren Antrieb verschiebbar ist.
Um bei diesen Maschinen hinsichtlich der Grösse des Vorschubs von der jeweiligen Flaschenhöhe unabhängig zu sein und das Abschalten des Antriebs in der Einfuhrendlage des Flaschenhalses in den Schliesskopf selbsttätig herbeizuführen, ist es bekannt, den Vorschubantrieb des verschiebbaren Teiles durch ein von der Flasche gesteuertes Schaltglied abzustellen, wobei das Schaltglied durch den auf die Flasche aufgepressten Verschluss steuerbar ist.
Die Erfindung betrifft eine Weiterentwicklung dieser Steuereinrichtung, die zu einer wesentlichen Vereinfachung führt und ohne Änderung des Schliesskopfes nachträglich bei üblichen Verschliessmaschinen mit durch ein Druckmittel gegen den Schliesskopf anhebbarem Flaschenteller angebracht werden kann.
Erfindungsgemäss ist bei einer Verschliessmaschine mit gegen den Schliesskopf vorzugsweise durch ein flüssiges oder gasförmiges Druckmittel anhebbarem Flaschenteller und einem von der Flasche gesteuerten Schaltglied zum Abschalten des Hubvorschubs in der Einführendlage des Flaschenhalses in dem Schliesskopf, das Schaltglied durch den sich in der Endstellung der Flasche in dem Hubzylinder einstellenden Druckanstieg betätigbar.
Es ist wohl ein Schliessmechanismus bekannt geworden, bei welchem ein den Flaschenteller hebender Kolben durch Druckluft belastet ist, doch beeinflusst dieser Druck zum Unterschied von der erfindungsgemässen Konstruktion nicht den Umsteuervorgang. Bei der bekannten Ausführungsform entweicht nach dem Aufziehen der Kronenkapsel die unter dem Kolben befindliche Pressluft durch einen Kanal und wird in einem Schieber entspannt. Es ist also bei diesem Mechanismus der Antrieb desselben nicht von einem bestimmten Schliessdruck abhängig.
Schliesslich ist auch eine Ausgleichsvorrichtung bekannt geworden, die das Ansteigen des Schliessdruckes über ein vorgeschriebenes Mass hinaus verhindert. Diese Vorrichtung steuert gleichfalls nicht den Antrieb für den Verschliessvorgang in Abhängigkeit von dem Anstieg des Schliessdruckes.
Die erfindungsgemässe Verschliessmaschine ist nachstehend an Hand des in der Zeichnung darge stellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen : Fig. l eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Maschine und Fig. 2 eine Einzelheit in grösserem Massstab.
Ein Maschinengestell 1 trägt an einem Lagerring 2 in fester Anordnung einen Schliesskopf 3, dem die Verschlüsse aus einem Vorratsbehälter 4 über eine Rinne 5 zugeführt werden. Die Ausbildung dieser Teile und deren Arbeitsweise ist an sich bekannt, so dass hier nicht näher darauf eingegangen ist.
Der Flaschenteller 17 sitzt auf der Kolbenstange 18 eines Kolbens 18', der in einem Zylinder 19 des Maschinengestells 1 geführt ist. Der Zylinder 19 ist über ein Steuerventil 20 an eine ständig umlaufende Pumpe 21 anschliessbar, die aus einem Vorratsbehälter Drucköl fördert. Das Küken des Ventils 20 ist durch ein Gestänge 30, 31 mit einem am Gestell 1 gelagerten Winkelhebel 32 gekuppelt, der einen Handhebel 34 und eine Nase 33 trägt. Der Nase 33 ist an dem Gestell 1 eine Klinke 16 zugeordnet, die in der Arbeitsstellung der Teile nach der Fig. 1 die Nase 33 hintergreift.
Das Ventilküken ist derart ausgebildet, dass es in der Einschaltstellung nach der Fig. 1 den Druckstutzen der Pumpe 21 an den Zylinder 19 anschliesst, so dass der Kolben 18'mit dem Flaschenteller 17 angehoben und der Flaschenhals in den Schliessring 8 des Schliesskopfes 3 eingeführt wird.
<Desc/Clms Page number 2>
Der Zylinder 19 ist über eine Leitung 35 an einen Steuerzylinder 36 angeschlossen, in dem ein Kolben 37 mit Kolbenstange 38 geführt ist. Auf der dem Druckmittelanschluss abgekehrten Seite ist der Kolben 37 durch eine Feder 39 belastet. Die Kolbenstange 38 ist bis in den Bereich der Klinke 16 geführt und wird von einem Mitnehmer 40 der Klinke 16 übergriffen.
Sobald in der Einführendstellung des Flaschenhalses in dem Schliesskopf der von dem Flaschenhals mitgenommene Verschluss fest in dem Schliessring 8 gehalten ist, steigt der Druck in dem Zylinder 19 und damit auch in dem Steuerzylinder 36 an. Die Feder 39 ist so bemessen, dass sie unter der Drucksteigerung nachgibt, so dass der Kolben 37 in dem Steuerzylinder 36 verschoben wird und die Kolbenstange 38 über den Mitnehmer 40 die Klinke 16 aus der Nase 33 aushebt. Der Handhebel 34 geht mit den Teilen 32, 31, 30 in die Grundstellung zurück, in welcher das Ventilkilken sowohl den Druckstutzen der Pumpe als auch die Zuleitung zu dem Zylinder 19 an den Ablass 29 anschliesst. Die Druckmittelförderung ist abgeschaltet und die beiden Kolben 18'und 37 gehen in die Grundstellung zurück.
Die Abschaltglieder 38, 40, 16, 33 können auch jede andere Ausbildung erhalten, da es für die Zwekke der Erfindung nur darauf ankommt, dass der Förderdruck in dem Hubzylinder 19 zur Abschaltung des Antriebs ausgenutzt wird.
So kann der Steuerzylinder an den Druckstutzen der Pumpe angeschlossen und die Sperrklinke auch den Gliedern 30, 31 zugeordnet sein. Die Belastungsfeder 39 kann auch einstellbar sein, um den Zeitpunkt des Abschaltens einregeln zu können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verschliessmaschine mit gegen den Schliesskopf vorzugsweise durch ein flüssiges oder gasförmiges Druckmittel anhebbarem Flaschenteller und einem von der Flasche gesteuerten Schaltglied zum Abschalten des Hubvorschubes in der Einführendlage des Flaschenhalses in dem Schliesskopf, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltglied (16) durch den sich in der Endstellung der Flasche in dem Hubzylinder (19) einstellenden Druckanstieg betätigbar ist.