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Ferngesteuerte automatische Laufgewichtswaage
Die Erfindung betrifft eine ferngesteuerte automatische Laufgewichtswaage mit einem Waagebalken, auf dem sich ein Laufgewicht mit einem Zahnrad befindet, welches mit einer von dem Waagebalken ge- tragenen Zahnstange im Eingriff steht, und'die mit einem schnell und einem langsam laufenden Motor versehen ist.
Das besondere dieser Waage besteht erfindungsgemäss darin, dass das Laufgewicht einen Selsyn-Empfänger trägt, welcher das Zahnrad antreibt, wobei der Empfänger elektrisch mit einem Selsyn-Geber ver- bunden ist, dessen Rotor, mittels einer vom Waagebalken betätigten Kontakteinrichtung gesteuert, zu- erst durch den schnell laufenden Motor und kurz vor dem Erreichen des Gleichgewichtes durch den lang- sam laufenden Motor angetrieben wird, so dass infolge der Drehung des Rotors des Selsyn-Gebers über den Rotor des an dem das Laufgewicht bildenden Wagen angebrachten Selsyn-Empfängers das Laufgewicht so verstellt wird, dass der Waagebalken ins Gleichgewicht kommt und die Motoren und damit der Geber über die Kontakteinrichtung abgestellt werden, wobei der Rotor des Selsyn-Gebers mit einem Zeiger verbunden ist,
der im Zusammenwirken mit einem Zifferblatt das Gewicht des mit der Waage gewogenen Gegenstandes angibt.
Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielshalber erläutert.
Die Fig. 1-4 zeigen schematisch die erfindungsgemässe Laufgewichtswaage. Fig. 3a ist ein schematischer Grundriss eines Teiles des Mechanismus zur Betätigung der Waage. Fig. 5 ist eine schematische Ansicht einer an dem Laufgewicht der selbsttätigen Laufgewichtswaage angebrachten zusätzlichen Vorrichtung. Fig. 6 ist eine geschnittene Seitenansicht einer Einzelheit eines der Teile der Fig. 4. Fig. 7 ist eine schaubildliche Ansicht einer Ergänzung der in Fig. 4 dargestellten Druckvorrichtung. Fig. 8 ist eine schaubildliche Ansicht eines Kastens, welcher die Vorrichtungen für den Abdruck und die direkte Ablesung enthält und in einer gewissen Entfernung von der Waage angebracht sein kann. Fig. 9 ist eine schematische Ansicht einer Zusatzvorrichtung der Waage.
Fig. 10 ist eine schaubildliche Ansicht der Vorrich- tung zur Zurückführung der Waage auf Null.
Gemäss Fig. l wird der Waagebalken 1 der selbsttätigen Laufgewichtswaage von einer Schneide 2 getragen, welche sich auf einem mit dem Gestell der Waage fest verbundenen Teil 3 abstützt. Eine zweite Schneide 4 ist an dem rückwärtigen Teil la des Waagebalkens 1 befestigt und verbindet diesen durch ein Gestänge 5 mit der Plattform der Waage.
Mit ss ist das an dem rückwärtigen Ende des Waagebalkens befestigte Gegengewicht bezeichnet. An seinem Vorderende 1b trägt der Waagebalken eine biegsame Lamelle lc und eine Säule 7. Ein isolierter Halter 8 und ein Finger 9 sind an der Säule 7 beiderseits derselben befestigt.
An dem oberen Teil der Säule 7 ist eine Plattform 10 befestigt. Zwei um an dem Gestell der Waage befestigte Achsen 13, 14 schwenkbare Hebel 11, 12 tragen auf der Plattform 10 aufliegende Finger 15, 16.
Das Ende 12a des Hebels 12 trägt einen Puffer 17, während das Ende lla des Hebels 11 durch eine Feder 18 mit einem an dem Gestell der Waage befestigten Winkel 19 verbunden ist, welcher einen regelbaren Anschlag 20 trägt.
Ein isolierender Puffer 22 ist unter dem unteren Teil lla des Hebels 11 angeordnet.
Der Waagebalken 1 trägt in der Nähe seines Abschnittes la einen isolierenden Halter 23. Zwischen dem isolierenden Halter 23 und dem an der Säule 7 befestigten isolierenden Halter 8 sind Leiterdrähte 24
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gespannt. Die Drähte 24 verlaufen zu dem Waagebalken l parallel. Ein durch ein U-förmiges Gestell gebildeter Wagen 25 ist mit auf dem oberen Teil des Waagebalkens 1 rollenden Rollen 26, 27 versehen. Der Wagen 25 trägt einen Empfänger 28, dessen Welle 29 mit einer Scheibe 30 versehen ist.
Das Ende 29a der Welle 29 trägt ein Zahnrad 29b (Fig. 5), welches mit einer an dem Waagebalken 1 ausgearbeiteten Zahnstange Id in Eingriff steht.
Die obige Anordnung liegt normalerweise in einem Kasten 21, welcher in der Nähe der Unterseite der Plattform der Waage angebracht ist oder mit dieser ein Stück bildet. Ein zweiter Kasten 21a enthält zwei Motoren 31, 32 (Fig. 3), deren Wellen 33,34 je ein in sich biegsames Zahnrad 35,36 tragen. Ein Zwischenzahnrad 37, welches entweder mit dem Zahnrad 35 oder mit dem Zahnrad 36 in Eingriff kommen kann, sitzt auf einer Welle 38 eines Selsyn-Gebers 39. Dieser weist an seinem Umfang eine Verzahnung 4Q auf, welche mit einem auf einer mit einem gerändelten Knopf 43 versehenen Welle 42 befestigten Zahnrad 41 in Eingriff steht. Die Welle 38 ist nach vorne über das Zahnrad 37 hinaus verlängert und trägt einen vor einem Zifferblatt 45 liegenden Zeiger 44 zur sichtbaren Anzeige des Gewichts.
Wenn sich der nachstehend Laufgewicht genannte Wagen 25 in der Ruhestellung befindet, d. h. in der Nähe der Schneide 2, auf welcher der Waagebalken ruht, nimmt dieser eine "obere Stellung"genannte Schräglage ein, in welcher sein Ende Ib am stärksten angehoben ist, so dass der bewegliche Kontakt 46 auf dem festen Kontakt 47 und der bewegliche Kontakt 48 auf dem festen Kontakt 49 ruht. Wenn ein beliebiger Gegenstand gewogen werden soll, wird dieser auf die Plattform der Waage gelegt, worauf man auf den Knopf 50 (Fig. 3) drückt. Hiedurch wird der Stromkreis eines Relais 51 (Fig. 2) geschlossen.
Die Speisung 52 dieses Relais findet über die Leitung 53, den festen Kontakt 54,. den beweglichen Kontakt 55, hierauf die Leitung 56, den festen Kontakt 57, den beweglichen Kontakt 58, die Leitung 59, den festen Kontakt 60, den beweglichen Kontakt 61, die Leitung 62, den festen Kontakt 49 und den beweglichen Kontakt 48 einen Körperschluss, so dass das Relais 51 anspricht. Das Relais schliesst dann über einen Widerstand 63 eines festen Kontakts 64 und eines beweglichen Kontakt$ 65 einen mit der Leitung 59 verbundenen Stromkreis 66.
Das Ansprechen des Relais 51 bewirkt die Schliessung der Speisung eines Relais 67 durch folgenden Stromkreis : Speisung 68, Leiter 69, fester Kontakt 47, beweglicher Kontakt 46, Leitung 70, fester Kontakt 71 des Relais 51, beweglicher Kontakt 72, Leiter 72a, fester Kontakt 73, beweglicher Kontakt 74, Leitung 75, Körperschluss 76.
Die Stromkreise sind dann zur Speisung des schnelllaufenden Motors 31 bereit. Unter Ausgang von der Speisung 77 des Motors 31 durchfliesst der Strom den Stator 31a, hierauf den Leiter 78, den festen Kontakt 79, den beweglichen Kontakt 80, den Leiter 81, den Rotor 3Ib, den Leiter 82, den beweglichen Kontakt 83 eines Relais 84, den festen Kontakt 85 des gleichen Relais, den Leiter 86, den festen Kontakt 87, den beweglichen Kontakt 88, den Leiter 89. den festen Kontakt 71, den beweglichen Kontakt 72, den Leiter 72a, den festen Kontakt 73, den beweglichen Kontakt 74, den Leiter 75, den Körperschlllss 76.
Gleichzeitig hat das Relais 51 einen Stromkreis zur Speisung des Elektromagneten 90 geschlossen.
Der Strom fliesst aus der Speisung 91 durch den Elektromagneten 90 und hierauf durch die Leitung 92,86, den festen Kontakt 87, den beweglichen Kontakt 88, den Leiter 89, den festen Kontakt 71, den beweglichen Kontakt 72, den Leiter 72a, den festen Kontakt 73, den beweglichen Kontakt 74, den Leiter 75, den KörperschluB 76.
Der Anker 90a des Elektromagneten 90 trägt einen Finger 90b, welcher normalerweise durch die Feder 90c gegen das in sich biegsame Zahnrad 35 gedrückt wird, welches hiedurch verformt wird. Sobald der Elektromagnet 90 gespeist wird, weicht der Finger 90b zurück und das biegsame Zahnrad 35 kommt mit dem Zahnrad 37 in Eingriff, welches auf der den Selsyn-Geber 39 tragenden Welle 38 sitzt (Fig. 3a).
Der Motor 31 läuft mit hoher Drehzahl, und die Bewegung wird durch die Zahnräder 35, 37 auf den Geber 39 übertragen, welcher durch Leiter 93 elektrisch mit dem an dem Laufgewicht 25 angebrachten Empfänger 28 verbunden ist. Dieser beginnt sich dann zu bewegen, um das Gleichgewicht des Waagebal- kens l herzustellen. Der Drehsinn des Motors 31 ist so gewählt, dass der Geber 39 die Drehung des Empfängers 28 in einem solchen Sinn bewirkt, dass das Laufgewicht 25 von dem Ende la des Waagebalkens zu dem Ende 1b läuft. An dem Laufgewicht 25 ist eine Bremse 94 angebracht, welche die auf der Welle 29 des Empfängers 28 sitzende Scheibe 30 blockiert. Damit das Laufgewicht 25 verschoben werden kann, muss daher die durch einen Elektromagneten 94a betätigte Bremse 94 gelöst werden.
Der Elektromagnet wird dann folgendermassen gespeist : Aus der Stromquelle 95 fliesst der Strom durch den Elektromagneten 94a und hierauf durch einen biegsamenLeiter96 zu einem mit einem der Drähte 24 in Berührung stehenden Schleifkontakt 97, durch den Leiter 98, den beweglichen Kontakt 99. den festen Kontakt 100, den Leiter 101, den festen Kontakt 102 des Relais 67, den beweglichen Kontakt 103, den Leiter 104, den Leiter 89, den festen Kontakt 71, den beweglichen Kontakt 72, den Leiter 72a, den festen Kontakt 7 :),
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den beweglichen Kontakt 74, den Leiter 75 und den Körperschluss 76. Hiedurch wird die Bremse 94 gelöst, und die Scheibe 30 kann sich frei drehen. Das Laufgewicht 25 kann sich dann ohne Behinderung durch seine Bremse bewegen.
Wenn es einen solchen Weg durchlaufen hat, dass sein durch die an dem Hebel 11 befestigte Feder 18 (Fig. l) unterstütztes Gewicht den Waagebalken 1 zum Kippen bringt, nimmt dieser eine durch die Einstellung des Anschlages 20 bestimmte Stellung ein. Sobald nämlich der Hebel 11 die- sen Anschlag erreicht hat, hört die Wirkung der Feder 18 auf, und der Waagebalken 1 setzt seine Fallbe- wegung nicht fort, sondern bleibt in einer leicht geneigten sogenannten halbhohen Stellung. Das Laufge- wicht hat sich nicht weit genug verstellt, um das Gleichgewicht herzustellen, so dass der durch den be- weglichen Kontakt 48 und den festen Kontakt 49 gebildete Schalter geschlossen bleibt.
Um schädliche
Schwingungen des Waagebalkens 1 zu verhindern, welche dadurch entstehen können, dass sich das Lauf- gewicht bereits verhältnismässig nahe an der Gleichgewichtsstellung befindet, wird er mittels eines mit der biegsamen Lamelle lc zusammenwirkenden Elektromagneten 105 blockiert. Dies wird folgenderma- ssen erreicht : Da der Waagebalken eine halbhohe Stellung erreicht hat, hat der bewegliche Kontakt 46 den festen Kontakt 47 verlassen und so den Stromkreis des Relais 67 geöffnet, welches abfällt.
Der Elek- tromagnet 105 kann dann unter Spannung gesetzt werden, da der aus der Speisung 106 kommende Strom durch den Leiter 107, den festen Kontakt 108, den beweglichen Kontakt 109, den Leiter 110, den festen
Kontakt 111, den beweglichen Kontakt 88, den Leiter 89, den festen Kontakt 71, den beweglichen Kon- takt 72, den Leiter 72a, den festen Kontakt 73, den beweglichen Kontakt 74, den Leiter 75 und den Körperschluss 76 fliesst. Die Lamelle 1c wird daher von dem Elektromagneten 105 angezogen und der Waagebalken 1 wird blockiert. Gleichzeitig mit der Speisung des Elektromagneten 105 wird ein Relais 112 unter
Spannung gesetzt.
Dieses Relais, dessen Ansprechen durch Kapazitäten 113 verzögert ist, wird durch fol- genden Stromkreis gespeist ; aus der Stromquelle 114 fliesst der Strom durch den Leiter 115, den Widerstand 115a, von neuem durch den Leiter 115, den festen Kontakt 116, den beweglichen Kontakt 103, die Leiter 104, 89, den festen Kontakt 71, den beweglichen Kontakt 72, den Leiter 72a, den festen Kon- takt 73, den beweglichen Kontakt 74, den Leiter 75 und den Körperschluss 76. Da das Relais 112 verzögert ist und daher erst eine gewisse Zeit nach seiner Unterspannungsetzung anspricht, bleibt der Elektromagnet 105 während einer entsprechenden Zeit unter Spannung, welche ausreicht, um jede schädliche Schwingung des Waagebalkens 1 zu verhindern.
Da die Stromkreise zur Speisung desschnelllaufenden Motors 31, des die Einkupplung des biegsamen Zahnrades 35 steuernden Elektromagneten 90 und des die Bremse 94 steuernden Elektromagneten 94a von dem Relais 67 gesteuert werden, und da dieses nicht mehr unter Spannung steht, werden alle die drei obigen Vorrichtungen speisenden Stromkreise geöffnet, wodurch zunächst der schnell laufende Motor 31 stillgesetzt, die Verzahnung des Zahnrades 35 mit der Verzahnung des Zahnrades 37 ausser Eingriff gebracht und die an dem an dem Laufgewicht 25 angebrachten Empfänger 28 befestigte Scheibe 30 blockiert wird. Das Laufgewicht wird daher angehalten.
Das Ansprechen des Relais 112 bewirkt die Öffnung des Speisestromkreises des Elektromagneten 105, das Loslassen der biegsamen Lamelle lc sowie die Inbetriebsetzung des langsam laufenden Motors 32. hierauf die Erregung eines Elektromagneten 117, was die Einkupplung des biegsamen Zahnrades 36 mit dem Zahnrad 37 gestattet, und von neuem die Erregung des Elektromagneten 94a zum Lösen der Bremse 94 zur Freigabe der an dem Empfänger 28 des Laufgewichts 25 befestigten Scheibe 30. Der Motor 32 wird über folgenden Stromkreis unter Spannung gesetzt : Der Strom fliesst aus der Speisung 118 über den Stator 32a des Motors, hierauf über den Rotor 32b und von da durch einen Leiter 119 zu einem beweglichen Kontakt 120, welcher sich gegen den durch einen Leiter 122 mit dem Leiter 89 verbundenen festen Kontakt 121 legt.
Von hier fliesst der Strom über den festen Kontakt 71 und den beweglichen Kontakt 72, den Leiter 72a, den festen Kontakt 73, den beweglichen Kontakt 74 und den Leiter 75 zu dem Körperschluss 76. Der Motor 32 läuft daher an und treibt das biegsame Zahnrad 36 an, welches mit dem auf der Welle 38 des Gebers 39 sitzenden Zahnrad 37 in Eingriff steht. Der Elektromagnet 117 wird aus einer Stromquelle 123 gespeist. Der Strom fliesst durch die Spule des Elektromagneten und hierauf über die Leiter 124, 119, den beweglichen Kontakt 120, den festen Kontakt 121, den Leiter 122, den Leiter 70, den festen Kontakt 71, den beweglichen Kontakt 72, den Leiter 72a, den festen Kontakt 73, den beweglichen Kontakt 74 und den Leiter 75. zu dem Körperschluss 76.
Der Elektromagnet 94a der Bremse 94 wird durch folgenden Stromkreis gespeist : Stromquelle 95, biegsamer Leiter 96, Schleifkontakt 97, Draht 24, Leiter 98, beweglicher Kontakt 99, fester Kontakt 100, Leiter 101, fester Kontakt 102, beweglicher Kontakt 103, Leiter 104, Leiter 89, fester Kontakt 71, beweglicher Kontakt 72, Leiter 72a, fester Kontakt 73, beweglicher Kontakt 74, Leiter 75, Körperschluss 76.
Nach einem kurzen Stillstand setzt sich somit das Laufgewicht 25 von neuem in Bewegung, jedoch mit geringer Geschwindigkeit, und läuft langsam auf seinen Gleichgewichtspunkt zu. Wenn das Gleich-
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gewicht erreicht ist, nimmt der Waagebalken eine waagrechte Lage ein und bewirkt sofort die Öffnung des durch den auf dem festen Kqntakt 49 ruhenden beweglichen Kontakt 48 gebildeten Schalters. Der He- bel 12 schwenkt nämlich unter der Einwirkung der kleinen Feder 12a, und der isolierende Puffer 17 hebt den Kontakt 48 an. Die Öffnung des Schalters 48, 49 bewirkt die Öffnung des Speisestromkreises des Re- lais 51, auf welche sofort die Öffnung des Speisestromkreises des Elektromagneten 94a der Bremse 94 folgt. Diese blockiert die Scheibe 30 von neuem und setzt den Empfänger 28 still.
Das Ende der Spei- sung des Relais 51 bewirkt nämlich die Öffnung des durch den festen Kontakt 71 und den beweglichen
Kontakt 72 gebildeten Schalters, wodurch der Stromkreis des Elektromagneten 94a geöffnet wird. Aus den obigen Ausführungen geht hervor, dass der Haltestromkreis des Relais 51 hinter dem Kontakt 48 Körper- schluss hat. Das Abfallen des Relais 51 bewirkt sofort die Stillsetzung des Motors 32, da der Körperschluss desselben über den über den festen Kontakt 71 und den beweglichen Kontakt 72 verlaufenden Stromkreis hergestellt wird.
Infolge der in beiden Richtungen arbeitenden elektrischen Verbindung des Rotors des Gebers 39 mit dem Rotor des Empfängers 28 kann der Rotor des Empfängers den Rotor des Gebers genau auf seine Stellung einstellen, welche von der Gleichgewichtsstellung des Waagebalkens 1 abhängt. Der an dem Ende der Welle 38 des Gebers 39 befestigte Zeiger 44 bleibt daher vor dem Zifferblatt 45 in einer Stellung stehen, welche genau das Gewicht der sich auf der Plattform der Waage befindlichen Last anzeigt. Die Wägung ist beendet.
Zur Ermöglichung eines gleichmässigen Vorschubs des Laufgewichts 25 während des Langsamlaufs ist eine dauernd wirkende Bremsvorrichtung vorgesehen, welche sich während des Langsamlaufs gegen die
Scheibe 30 legt. Diese Bremsung erfolgt durch die Reibwirkung eines Fingers 125, welcher an dem Ende des beweglichen Ankers 126 eines Elektromagneten 127 (Fig. 5) angebracht ist. 128 ist die Rückholfeder des Ankers 126. Ein kleiner Bremsschuh 129 ist an dem unteren Ende des Fingers 125 befestigt und bewirkt die Bremsung der Drehung der Scheibe 30. Wie bereits oben ausgeführt, wird der Speisestromkreis des langsam laufenden Motors 32 durch das Relais 112 geschlossen.
Der von der Stromquelle 130 ausgehende Speisestromkreis des Elektromagneten 127 verläuft über einen Leiter 131 (Fig. 2), welcher zu dem festen Kontakt 132 führt, auf welchem der bewegliche Kontakt 109 ruht, worauf er über den Leiter 110, den festen Kontakt 111, den beweglichen Kontakt 88, den Leiter 89, den festen Kontakt 71, den beweglichen Kontakt 72, den Leiter 72a, den festen Kontakt 73, den beweglichen Kontakt 74 und den Leiter 75 zu der Körperschlussstelle 76 führt. Hiedurch wird die langsame Drehung des Empfängers 28 vergleichmässigt, und die Genauigkeit der Wägung wird erhöht.
Nach Beendigung der ersten Wägung wird die auf der Plattform befindliche Last entfernt und eine neue Last aufgelegt. Es sei nun angenommen, dass das Gewicht der neuen Last kleiner als das Gewicht der vorhergehenden Last ist. Der Waagebalken zeigt dann schräg nach unten, da das Laufgewicht 25 die GleichgewichtssteUung überschritten hat. Nachstehend ist diese Stellung des Waagebalkens'untere Stellung"genannt. Der Kontakt 48 liegt dann auf dem festen Kontakt 49a, da der Hebel 12 durch die Feder 12b angehoben wird. Der bewegliche Kontakt 46 ist von dem festen Kontakt 47 getrennt, da der Hebel 11 von der Feder 18 verschwenkt wurde. Dann drückt man auf den Knopf 50.
Der durch den beweglichen Kontakt 58 und den festen Kontakt 57 gebildete Schalter schliesst keinen Stromkreis, während der durch den festen Kontakt 133 und den beweglichen Kontakt 134 gebildete Schalter folgenden Stromkreis zur Speisung des Relais 84 schliesst : Relais 84, Leiter 135, fester Kontakt 136, beweglicher Kontakt 137, Leiter 138, fester Kontakt 133, beweglicher. Kontakt 13. 4. Leiter 139, beweglicher Kontakt 140, fester Kontakt 141, Leiter 142, fester Kontakt 49. a, beweglicher Kontakt 48 und Körperschlussstelle. Die Unterspannungsetzung des Relais 84 bewirkt die Schliessung eines Schalters, welcher durch den festen Kontakt 143 und den beweglichen Kontakt 144 gebildet wird und mit dem zu dem Leiter 139 führenden Leiter 145 verbunden ist.
Das Relais 84, welches somit von dem Betätigungsknopf 50 unabhängig ist, bewirkt die Schliessung des Speisekreise des die Bremse 94 lösenden Elektromagneten 94a und hierauf die Speisung des Motors 31 im entgegengesetzten Sinn wie vorher und die Unterspannungsetzung des Elektromagneten 90, welcher die Einkupplung des biegsamen Zahnrades 35 mit dem Zahnrad 37 steuert. Der Elektromagnet 94a wird durch den zu dem Leiter 98 führenden Stromkreis gespeist, welcher zu dem beweglichen Kontakt 99 führt, welcher auf dem festen Kontakt 146 ruht, welcher durch den Leiter 147 mit dem Leiter 148 verbunden ist, welcher mit dem festen Kontakt 149 verbunden ist, auf welchem der mit einer Körperschlussstelle verbundene bewegliche Kontakt 150 ruht. Die Bremse 94 wird daher gelöst, und die Scheibe 30 ist frei.
Die Schliessung des Speisestromkreises des Motors 31 erfolgt folgendermassen : Der Strom fliesst über den Stator Sla, den Leiter 78, den Leiter 151, den festen Kontakt 152, den beweglichen Kontakt 83, den Leiter 82, den Rotor 3lb, den Leiter 81, den beweglichen Kontakt 80, den festen
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Kontakt 79a, den Leiter 86a, den festen Kontakt 86b und gelangt zu der Körperschlussstelle 76. Die
Stromflussrichtung ist umgekehrt, und der Motor dreht sich entgegengesetzt wie vorher, so dass das Lauf- gewicht von dem Ende Ib des Waagebalkens zu dem Ende la läuft.
Wie vorher ist der Stromkreis zur Speisung des Elektromagneten 90 für die Einkupplung zwischen dem biegsamen Zahnrad 35 und dem Zahnrad 37 folgender : Stromquelle 91, Spule des Elektromagneten 90,
Leiter 92, Leiter 86,86a, fester Kontakt 86b, Körperschlussstelle 76. Das Relais 84 hat als zusätzliche
Aufgabe die Schliessung des Speisestromkreises des verzögerten Relais 153, da dieses aus einer Stromquel- le 154 gespeiste Relais durch den Leiter 155 mit dem Leiter 148 verbunden ist, welcher zu dem festen
Kontakt 149 führt, auf welchem der mit dem Körper verbundene bewegliche Kontakt 150 ruht. Der be- wegliche Kontakt 74 legt sich dann gegen den festen Kontakt 156.
Wenn sich das Laufgewicht 25 genügend weit längs des Waagebalkens 1 verschoben hat, nimmt die- ser plötzlich die obere Stellung ein, welche er zu Beginn der ersten Wägung einnahm. Diese Bewegung bewirkt das Abfallen des beweglichen Kontakts 48, welcher sich von neuem gegen den festen Kontakt 49 legt, und gleichzeitig infolge der Schwenkbewegung des Hebels 11 die Schliessung des durch den sich ge- gen den festen Kontakt 47 legenden beweglichen Kontakt 46 gebildeten Schalters. Sobald sich der beweg- liche Kontakt 48 nicht mehr gegen den festen Kontakt 49a legt, ist der Haltestromkreis des Relais 84 un- terbrochen, und dieses fällt ab, wodurch die Speisestromkreise des das Arbeiten der Bremse 94 verhindernden Elektromagneten 94a, des Motors 31, und des Elektromagneten 90 zur Kupplung des biegsamen Zahnrades 35 mit dem Zahnrad 37 geöffnet werden.
Gleichzeitig wird der Speisestromkreis des Relais 153 geöffnet, da dieses jedoch verzögert ist, fällt es nicht sofort ab, so dass der Elektromagnet 105, welcher die an dem Ende Ib des Waagebalkens 1 befestigte Lamelle Ic anzieht, über den Stromkreis erregt wird, welcher von der Speisung 106 über den Leiter 107, den Leiter 157 und den festen Kontakt 156 verläuft, gegen welchen sich der durch den Leiter 75 mit der Körperschlussstelle 76 verbundene bewegliche Kontakt 74 legt. Hiedurch wird eine unzeitige Schwingung des Waagebalkens 1 während einer sehr kurzen Zeit verhindert, welche gleich der Abf allzeit des verzögerten Relais 153 ist.
Da das Relais 153 verzögert ist, ist der Speisestiomkreis des Relais 51 über die Leiter 53, 157 den beweglichen Kontakt 158, den festen Kontakt 159 und den Leiter 160 geschlossen, welcher zu dem festen Kontakt 161 führt, auf welchem der mit dem Körper verbundene bewegliche Kontakt 150 aufliegt. Die Unterspannungsetzung des Relais 51 bewirkt die Schliessung seines Haltestromkreises, welcher über den Leiter 53, den Widerstand 63, den festen Kontakt 64, den beweglichen Kontakt 65, den Leiter 66, den Leiter 59, den festen Kontakt 60, den beweglichen Kontakt 61, den Leiter 62, den festen Kontakt 49, und den mit dem Körper verbundenen beweglichen Kontakt 48 verläuft.
Da das Relais 153 abfällt und das Relais 51 unter Spannung steht, befindet sich die Waage in diesem Augenblick unter den gleichen Bedingungen wie zu Beginn der ersten oben beschriebenen Wägung, so dass die gleichen Vorgänge ablaufen.
Die Arbeitsweise ist dann folgende :
Der Motor 31 wird in Betrieb gesetzt, die Kupplung 90b bringt das biegsame Zahnrad 35 mit dem an dem Geber 39 befestigten Zahnrad 37 in Eingriff, die Bremse 94 wird gelöst, da der Elektromagnet 94a unter Spannung steht, das Laufgewicht 25 läuft mit grosser Geschwindigkeit längs des. Waagebalkens entlang, welcher in der Nähe seiner Gleichgewichtsstellung zu kippen beginnt, wodurch der Schalter 46, 47 geöffnet wird. Der Elektromagnet 105 wird sofort gespeist, und der Waagebalken 1 wird während einer sehr kurzen Zeit blockiert. Gleichzeitig hört die Speisung des Motors 31 sowie des Elektromagneten 90 auf. Das Zahnrad 35 ist nicht mehr mit dem Zahnrad 37 gekuppelt, und die Bremse 94 wird von neuem wirksam und blockiert die Scheibe 30. Gleichzeitig werden der Motor 32 sowie die Kupplung 117 unter Spannung gesetzt.
Das biegsame Zahnrad 36 kommt mit dem Zahnrad 37 in Eingriff, der Elektromagnet 94a wird von neuem gespeist, und die Reibvorrichtung 125, 129 gewährleistet die Gleichmässigkeit der langsamen Drehung der an dem Empfänger 28 befestigten Scheibe 30. Sobald der Waagebalken 1 seine Gleichgewichtsstellung erreicht, öffnet sich der Schalter 48,49. Der Motor 32, der Kupplungselektroma- gnet 117 und der Elektromagnet 94a werden nicht mehr gespeist, das Laufgewicht 25 bleibt stehen, und seine Bremse 94 blockiert es in der Gleichgewichtsstellung. Hiemit ist die zweite Wägung beendet.
Bei den obigen Vorgängen wurde das Gewicht durch den sich vor dem Zifferblatt 45 verstellenden Zeiger 44 angezeigt, u. zw. unter der Annahme, dass die Waage zu Beginn geeicht worden war, d. h. dass sich der Zeiger im Augenblick des Beginns der Wägevorgänge genau vor dem Nullpunkt des Zifferblattes befand.
Wenn nach mehreren aufeinanderfolgenden Wägevorgängen oder nach einer Nichtbenutzung der Waage während einer bestimmten Zeit der Zeiger sich nicht mehr vor dem Nullpunkt des Zifferblattes befindet, bringt man ihn willkürlich dadurch zurück, dass man den gerändelten Knopf 43 dreht, welcher
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die Welle 42 betätigt, welche das Zahnrad 41 trägt, welches mit der von dem Geber 39 getragenen Verzahnung 40 in Eingriff steht. Durch diese Bewegung wird der Rotor des Gebers 39 verdreht, wodurch gleichzeitig der an der Welle 38 des Rotors angebrachte Zeiger 44 verstellt wird. Diese leichte Möglichkeit der Verdrehung des Zeigers 44 gestattet auch die Vermeidung einer Rechnung, wenn man das Nettogewicht einer mit ihrem Behälter gewogenen Ware ermitteln will.
Hiefür braucht man nämlich nur das Gewicht des Behälters zu kennen und vor der Wägung mittels des gerändelten Knopfes 43 den Zeiger in eine Stellung vor dem Nullpunkt zu bringen, welche dem Gewicht des Behälters entspricht. Nach Ausführung der Wägung wird an dem Zifferblatt das Gewicht des Inhalts unmittelbar abgelesen.
In den obigen Ausführungen ist angenommen, dass die Waage zwischen den Wägungen niemals in eine Ruhestellung zurückkehrt, welche die Stellung ist, in welcher sich das Laufgewicht in der Nähe der an dem Waagebalken 1 befestigten Schneide 2 befindet. Falls jedoch die Waage die Gesamtsumme der während eines bestimmten Zeitraumes gewogenen Gewichte angeben soll, muss das Laufgewicht 25 vor jeder neuen Wägung in seine Ruhestellung zurückkehren. Dies kann dadurch erreicht werden, dass ein zusätzlicher Stromkreis vorgesehen wird, welcher den Motor 31 speist, wenn der Waagebalken aus der Gleichgewichtsstellung in die untere Stellung in dem Augenblick übergeht, in welchem die Last von der Plattform der Waage genommen wird.
Dies kann durch einen beweglichen Kontakt erfolgen, gegen welchen sich der Waagebalken l legt, und welcher einen zu einer Körperschlussstelle führenden Speisestrom- kreis schliesst, wobei die Durchgangsrichtung des Stromes durch den Motor 31 die in der obigen Beschreibung für die zweite Wägung vorgesehene Durchgangsrichtung ist, d. h. r wenn das Laufgewicht 25 von dem Ende 1b des Waagebalkens zu dem Ende la läuft.
Wenn das Laufgewicht 25 entweder infolge seiner Rückführung in die Ruhestellung oder weil die Freiheit des Waagebalkens durch irgend eine Störung beeinträchtigt ist, in die Nähe der Schneide 2 kommt, betätigt es den Kontakt 140, welcher den festen Kontakt 141 verlässt und so den Stromkreis des Relais 84 öffnet. Dieses fällt ab und setzt das Laufgewicht sofort still, da es ja die Speisung des Motors 31 während des Rücklauf des Laufgewichts 25 steuert. In gleicher Weise bringt das Laufgewicht 25, wenn es aus irgend einem Grund in die Nähe des Endes 1b des Waagebalkens 1 kommt, den beweglichen Kontakt 61 zum Kippen, so dass er sich von dem festen Kontakt 60 trennt. Hiedurch wird die Speisung des Relais 51 sofort unterbrochen.
Das Laufgewicht 25 bleibt stehen, da das Relais 51 die Speisung des Motors 31 während der Verschiebung des Laufgewichts 25 von links nach rechts längs des Waagebalkens (Fig. l) steuert. Da sich der bewegliche Kontakt 61 gegen den festen Kontakt 60a legt, schliesst er den Speisekreis einer durch einen Leiter 163 mit dem festen Kontakt 60a verbundenen Lampe 162. Diese Lampe leuchtet vor der die Wägung überwachenden Person auf und zeigt an, dass das durch denZeiger44 angegebene Gewicht falsch und nicht zu berücksichtigen ist.
Da die Waage in einer gewissen Entfernung von der Gewichtsanzeige aufgestellt sein kann, so dass die mit der Aufnahme der Wägeergebnisse betraute Person nicht immer die Vorgänge an der Stelle der Plattform der Waage überwachen kann, muss ur Verhinderung von Betrügereien oder durch eine Fehlbedienung oder irgend eine Störung hervorgerufenen falschen Wägungen die Aufmerksamkeit der mit der Aufnahme der Wägeergebnisse betrauten Personen jedesmal dann erregt werden, wenn während einer Wägung eine äussere Kraft dieselbe beeinflusst. Diese äusseren Kräfte können entweder von oben nach unten oder von unten nach oben gerichtet sein. In beiden Fällen entsteht ein unzeitiger Ausschlag des Waagebalkens, während er bei einer normalen Wägung in der waagrechten Lage stehen bleibt.
Dieser Unterschied wird zur Betätigung des die Lampe 162 (Fig. 2) zum Aufleuchten bringenden Relais 164 ausgenutzt.
Wenn sich der Waagebalken infolge eines äusseren Eingriffs abwärts zu bewegen beginnt, unterbricht der Kontakt 48 in dem Augenblick, in welchem er durch die waagrechte Lage geht, den Stromkreis des Relais 51, welches sofort abfällt. Der bewegliche Kontakt 71 verlässt den festen Kontakt, und gleichzeitig wird der Stromkreis des Relais 112 unterbrochen, dieses ist jedoch verzögert und bleibt noch während der Entladezeit der Kondensatoren angezogen. Hiedurch hat der Waagebalken l Zelt, vollständig abwärts zu gehen, bevor das Relais 51 abfällt. Bei der Ankunft in der unteren stellung betätigt der Waagebalken mit seinem Finger 9 den durch den festen Kontakt 165 und den beweglichen Kontakt 166 gebildeten Schalter.
Der Speisekreis des Relais 164 ist folgender : Ein Strom geht von der Stromquelle 167 aus, fliesst durch den Leiter 168, den festen Kontakt 165, den beweglichen Kontakt 166, den Leiter 169, und da das Relais 112 noch nicht abgefallen ist, liegt der bewegliche Kontakt 170 an dem mit dem Körper verbundenen festen Kontakt 171 an. Die Betätigung des Relais 164 bewirkt die Schliessung eines Schalters 172, welcher über einen Leiter 173 zn einem festen Kontakt 174 führt, auf welchem der mit dem Körper verbundene bewegliche Kontakt 175 liegt. Gleichzeitig schliesst das Relais 164 den Schalter 176, welcher über den Leiter 177 den Speisestromkreis der Lampe 162 schliesst.
Diese leuchtet auf, worauf die die durch die Waage gewogenen Gewichte aufnehmende Person eine neue Wägung anordnet.
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4),sammenwirkt, welches an einem Ende einer Welle 523 angeordnet ist, deren anderes Ende einen Zei- ger 524 trägt, welcher vor einem auf den unteren Teil des Zifferblattes 520 aufgedruckten Zifferblatt 525 spielt.
Die durch die Verzahnung 521 und das Zahnrad 522 erhaltene Untersetzung ist z. B. so bemessen, dass 'für zehn Umdrehungen der Verzahnung 521 das Zahnrad 522 nur eine Umdrehung macht.
Das Zahnrad 517 des Winkeltrieb sitzt an einem Ende einer Welle 526, welche mit dem Rotor eines durch Leiter 528,529 gespeisten Motors 527 fest verbunden ist. Der Rotor des Motors 527 ist an seinem der
Welle 526 abgewandten Ende mit einer Welle 530 verbunden, welche die Drehung einer Vorrichtung zur
Anzeige des auf der Waage gewogenen Gewichts bewirkt.
In den obigen Ausführungen war angegeben worden, dass bei der Inbetriebsetzung des Laufgewichts 25 die Bremse 94 durch den Elektromagneten 94a gelöst wird. Die Unterspannungsetzung dieses Elektroma- gneten bewirkt gleichzeitig die Unterspannungsetzung eines Relais 531, welches bei seiner Erregung einen beweglichen Kontakt 532 mit einem durch Leiter 534, 535 mit dem Elektromagneten 508 verbundenen fe- sten Kontakt 533 in Berührung bringt. Dieser Elektromagnet, dessen beweglicher Anker 509 die kleine
Scheibe 511 blockiert, verhindert so die freie Drehung des Rotors des Senders 39, da dieser bei Blockierung der Scheibe 511 durch den Finger 510 mit dem Stator über die Scheibe 501 fest verbunden ist.
Die Unter- spannungsetzung des Elektromagneten 508 bewirkt die Zurückziehung des beweglichen Ankers 509, sodass der Finger 510 nicht mehr an der Scheibe 511 reibt und der Rotor des Gebers 39 frei ist. Der Speisestrom- kreis des Elektromagneten 508 ist folgender : Stromquelle 508a, Elektromagnet 508, Leiter 535, 534, fe- ster Kontakt 533, beweglicher Kontakt 532, Körperschluss.
Während der ganzen Dauer der Wägung arbeiten alle Teile der Waage in der oben beschriebenen
Weise.
Wenn der schnell laufende Motor 31 stehen bleibt, wird das Laufgewicht durch seine Bremse 94 blok- kiert, und das Relais 531 ist nicht mehr erregt und fällt ab. Der Elektromagnet 508 wird nicht mehr ge- speist, und die Scheibe 511 wird von neuem blockiert.
Im Augenblick der Inbetriebsetzung des langsam laufenden Motors 32 wird das verzögerte Relais 112 erregt und zieht einen mit dem Körper verbundenen beweglichen Kontakt 536 an. Der Elektromagnet 508 wird sofort von neuem gespeist, da er über die Leiter 535,537 und den festen Kontakt 538 hinter dem auf dem festen Kontakt 538 ruhenden beweglichen Kontakt 536 eine Körperschlussstelle findet. Die Schei- be 511 ist frei, und der Rotor des Senders 39 kann sich drehen.
Sobald die Wägung beendet ist, ist das Relais 112 nicht mehr erregt, und der bewegliche Kontakt 536 trennt sich von dem festen Kontakt 538, der Elektromagnet 508 ist nicht mehr erregt, und die Schei- be 511 wird von neuem blockiert.
Wie bereits oben ausgeführt, kann infolge der umkehrbare elektrischen Verbindung des Rotors des
Gebers 39 mit dem Rotor des Empfängers 28 dieser letztere den Rotor des Senders genau auf seine Stellung ausrichten, welche von der Gleichgewichtsstellung des Waagebalkens 1 abhängt, Die Zeiger 519,524 bleiben daher vor den Zifferblättern 520,525 in einer Stellung stehen, welche genau dasGewicht der sich auf der Plattform der Waage befindenden Last angibt. Durch den Winkeltrieb 516, 517 wird die an der
Welle 530 befestigte Druckvorrichtung genau ausgerichtet.
Nach dem Ende der Wägung wird der Motor 527, welcher eine sehr geringe Leistung hat, unter Span- nung gesetzt und führt die Finger 512,513 gegen ein Ende der gebogenen Schlitze 514,515, so dass die
Waage bei der nächsten Wägung sofort ohne irgendeine Verschiebung arbeitet. Das Ende der Unterspan- nungsetzung des Motors 527 wird durch die Zurückführung der Waage auf Null hergestellt.
Wenn man das Gewicht eines in einem beliebigen Behälter befindlichen Gegenstandes zu kennen wünscht, wägt man zunächst diesen Behälter leer, worauf man das Laufgewicht in seiner Gleichgewichts- stellung lässt. Hierauf bringt man die Zeiger 519,524 folgendermassen auf Null zurück : Man dreht den
Knopf 507, welcher das mit der gezahnten Scheibe 501 in Eingriff stehende Zahnrad 503 antreibt. Da die
Scheibe 501 über den Finger 510 mit der Scheibe 511 fest verbunden ist, wird die Welle 502 in Um- drehung versetzt, und der Zeiger 509 geht auf Null zurück. Ferner treibt das Zahnrad 516 über die Fin- ger 512,513 die Muffe 518 an, deren Verzahnung 521 die Drehung des Zahnrades 522 bewirkt, welches auf der Welle 523 befestigt ist, an deren Ende der Zeiger 524 befestigt ist, welcher auf Null zurückkehrt.
Die Drehung des Kegelrades 516 bewirkt die Drehung des Kegelrades 517, so dass die zusätzliche an der
Welle 530 befestigte Vorrichtung auf Null zurückgeführt wird. Wenn der in den Behälter gelegte zu wägende Gegenstand auf die Plattform der Waage kommt, gibt diese sofort das Gewicht des in den Behälter gebrachten Gegenstandes an.