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Vorrichtung zur selbsttätigen Steuerung der Kupplung von Kraftfahrzeugen
Das Stammpatent Nr. 204411 betrifft eine Vorrichtung zur selbsttätigen Steuerung der Kupplung eines
Kraftfahrzeuges beim Anfahren. Diese Vorrichtung besitzt einen Nachführmechanismus, durch welchen das Ausmass des Kupplungsschliessens in zwangsweise Abhängigkeit von der Stellung desGashebels gebracht wird.
Um den Leerhub des Kupplungshebels, von der Offenstellung bis zum Beginn des Greifens und umge- kehrt, zu beschleunigen, ist nach Patent Nr. 204411 eine Einrichtung vorgesehen, mit welcher der Kupp- lungshebel so gesteuert wird, dass er den Leerlaufweg unabhängig von der Bewegung desGashebels zurück- legen kann,
Diese Steuereinrichtung besteht aus einem, von dem Zylinder der Nachlaufeinrichtung getrennt ge- lagerten Steuerschieber, der einen von der Nachlaufbewegung unabhängig steuerbaren Drucköl-Einlass- schlitz öffnet, sobald der Gashebel eine bestimmte Stellung zwischen Leerlauf und Öffnungsbeginn der Drosselklappe erreicht hat.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch Weiterentwicklung des Patentes Nr. 204411 eine vereinfachte, raumsparende Nachführvorrichtung für die selbsttätige Steuerung von Kraftfahrzeugkupplungen zu schaffen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass in einem Gehäuse mit einem Ring- und einem Druckraum ein rohrförmiger Steuerschieber angeordnet ist, der in bekannter Art vom Gashebel betätigt wird und dass sich auf dem Steuerschieber ein Nachfübrkolben befindet, der in ebenfalls bekannter Weise auf denKupplungshebel wirkt, wobei die Bohrung des Steuerschiebers in zwei getrennte Innenräume geteilt und sein Rohrmantel mit Öffnungen versehen ist, über die im Zusammenwirken der Bewegungen des Steuerschiebers mit Steuerkanten des Gehäuses und mit Öffnungen im Nachführkolben der Druckölstrom gesteuert wird.
Die erfindungsgemässe Weiterentwicklung gegenüber der Vorrichtung des Stammpatentes bezieht sich dabei insbesondere auf radiale Öffnungen, mit denen der Steuerschieber an seinen beiden Enden versehen ist und die während bestimmter Stellungen desselben, in Abhängigkeit von der Lage des Gashebels, den Übertritt des eintretenden Drucköls einmal in den Druckraum oder in den linken Innenraum und zum andern den Austritt des Drucköls aus dem rechten Innenraum des Steuerschiebers zulassen.
Beide Öffnungen sind in der Stellung des Gashebels, in der die Kupplung zu greifen beginnt, von Gehäusewandungen verdeckt, und werden erst bei weiterer Lageänderung des Gashebels, entweder zum Leerlauf hin oder zum Kupplungsschluss, freigegeben. Die Seitenflächen der Gehäusewal1dungen wirken dann als Steuerkante
An Hand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben.
Der Gashebel 1 befindet sich in einer Stellung B', welche der Stellung B des Kupplungshebels 2 entspricht. Der Kupplungshebel 2 ist durch eine Stange 16 mit dem Nacbftihrkolben 5 verbunden. Eine Feder 17 sucht den Hebel 2 in die SchlisBsteliHng C der Kupplung zu ziehen. Der Gashebel 1 ist gelenkig mit einem im Gehäuse 3, 3" verschiebbar gelagerten, rohrförmigen Steuerschieber 4 verbunden. Das Gehäuse
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einer Seite einen Druckraum 6 bildet. In einer Bohrung des Kolbens 5 ist der Steuerschieber 4 längsbeweglich gelagert.
Das Drucköl tritt durch eine Bohrung 7 in einen zwischen dem Gehäuse 3 und dem Steuerschieber 4
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gebildetenssingraum 8 ein. DerSteuerschieber4besitzt radial verlaufende Öffnungen 9, welche den Ringraum 8 in einem bestimmten Stellungsbereichdes Steuerschiebers 4 mit dem Innenraum 10 des Steuerschiebers bzw.
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Gehäusewand 3"mitwerden. Die Öffnungen 9 werden dagegen unabhängig von der Stellung des Nachführkolbens 5 lediglich durch die Bewegungen des Steuerschiebers 4 geöffnet oder geschlossen.
Der Abfluss des Öls aus dem Druckraum 6 wird durch Öffnungen 13 und 14 im Steuerschieber 4 ermöglicht, welche untereinander durch den Innenraum 15 in Verbindung stehen. Gegenüber dem Nachführkolben 5 bilden die Öffnungen 12 und 13 die Auslassschlitze. Die Öffnungen 14, die mit der Seitenwand des Gehäuses 3'zusammenwirken, bilden weitere Auslassschlitze.
Die Wirkungsweise ist folgende : Der Gashebel 1 steht, wie dargestellt, in der Stellung B', in der er gerade die Drosselklappe öffnet. Zu gleicher Zeit steht der Kupplungshebel 2 in der Stellung B, in der die Kupplung bei der Öffnungsbewegung von D nach A gerade öffnet.
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gewissen Betrag geöffnet wird. Dabei bewegt sich der Steuerschieber 4 aus der gezeichneten Stellung nach links. Die Schlitze 9 und 11 bleiben gegenüber dem Druckraum 6 weiter geschlossen. Die Auslassschlitze 13 und 14 werden geöffnet, so dass das Öl aus dem Druckraum 6 nach aussen abfliessen kann und sich der Kupplungshebel 2 unter der Wirkung der Feder 17 in Richtung zum Punkt C bewegt. Mit dem Kupplunghebel 2 bewegt sich derNachführkolben 5 nach links, bis sich die Schlitze 13 schliessen.
In diesem Augenblick kann das Öl aus dem Druckraum 6 nicht mehr entweichen und der Kupplungshebel 2 mit dem Nachführkolben 5 bleibt in einer Stellung zwischen B und C stehen, die der Stellung des Gashebels 1 entspricht.
Die Kupplung schliesst sich also jeweils nur um ein entsprechendes Mass, um das der Gashebel 1 durchgetreten wird.
Wird der Gashebel aus der Stellung B'in Richtung A'bewegt, so öffnen sich die Schlitze 12 und die Schlitze 14 schliessen sich. Diese Stellung der Schlitze bleibt ungeändert, gleichgültig, welche Stellung der Gashebel zwischen den Stellungen Bt und A'einnimmt. Infolgedessen bewegt sich der Nachführkolben 5 mit dem Kupplungshebel 2 sofort in die rechte Endlage A (Öffnungsstellung der Kupplung), wobei sich der Druckraum 6 mit Drucköl füllt. Das Drucköl kann aus dem Druckraum 6 nicht mehr entweichen, da die Schlitze 14 geschlossen bleiben.
Wird der Gashebel aus der Leerlaufstellung A'um einen kleinen Betrag über B'hinaus bewegt, so öff-
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Feder 17,wobei sich der N achfüh. rkolben 5 mit demKupplungshebel 2 schnell in die gezeichnete Stellung oder darüber hinaus etwas weiter nach links bewegt, je nach der Stellung, die der Gashebel links vom Punkt B'einnimmt.