AT209848B - Vorrichtung zur Entwässerung von Garnwickeln - Google Patents

Vorrichtung zur Entwässerung von Garnwickeln

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AT209848B
AT209848B AT589257A AT589257A AT209848B AT 209848 B AT209848 B AT 209848B AT 589257 A AT589257 A AT 589257A AT 589257 A AT589257 A AT 589257A AT 209848 B AT209848 B AT 209848B
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AT
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sliding shoes
protective cage
centrifugal force
band
basket
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AT589257A
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Scholl Ag
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  • Centrifugal Separators (AREA)

Description


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  Vorrichtung zur Entwässerung von Garnwickeln 
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Entwässerung von Garnwickeln durch Zentrifugieren von jener bekannten Bauart, welche mit einem Schutzkorb und innerhalb desselben beweglich angeordneten, sich durch Fliehkraftwirkung an den Garnwickel anlegenden Gliedern ausgestattet ist, die dazu dienen, während des Zentrifugieren die übermässige Lockerung oder das Zerreissen des Garnwickels zu verhindern. 



   Bei der bekannten Vorrichtung dieser Art sind mit der Welle Führungen verbunden, in denen radial verschiebbare Fliehgewichte gleiten, welche auf den einen Arm von zweiarmigen Hebeln einwirken, deren anderer Arm beim Zentrifugieren gegen den Garnwickel nach innen bewegt wird. Um den Garnwikkel am ganzen Umfang halten zu können, müssen diese Fliehgewichte und doppelarmigen Hebel auch in grösserer Zahl am ganzen Umfang angebracht sein, was eine verwickelte und teure Bauart der Vorrichtung ergibt. 



   Den Erfindungsgegenstand bildet eine Vorrichtung der eingangs genannten Art, die mit   relativ einfa-   chen Mitteln dieselbe Wirkung erzielt. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass innerhalb des Schutzkorbes in radialer Richtung durchbiegbare Bänder vorgesehen sind, von denen mindestens jeweils zwei in der Ruhestellung einen zumindest annähernd geschlossenen Kreisring bilden, und dass mindestens das eine Ende jedes Bandes an einen Halter angeschlossen ist, welcher sich unter der Fliehkraftwirkung nach aussen bewegt und hiebei das Band nach innen gegen den Garnwickel zieht. 



   Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt,   u. zw.   zeigen : Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch die Vorrichtung gemäss der ersten Ausführung, Fig. 2 und 3 je einen Schnitt gemäss der Linie I-I in der Fig. 1 in zwei verschiedenen Stellungen, Fig. 4 eine schaubildliche Darstellung eines Teiles der Vorrichtung und die Fig. 5 und 6 eine zweite Ausführung der Vorrichtung, wobei Fig. 6 einen Schnitt gemäss der Linie 6-6 der Fig. 5 darstellt. 



   Die Vorrichtung zum Entwässern von Garnwickeln weist gemäss der ersten Ausführung einen Dorn 1 auf, welcher als Hülse ausgebildet und durch eine Mutter 2 und eine Schraube   3   an einer angetriebenen Welle 4 befestigt ist. Der Dorn 1 weist an seinem unteren Ende eine Platte 5 auf, welche als kreisrunde Scheibe geformt ist und zweckmässigerweise mit dem Dorn 1 aus einem Stück besteht. Ferner sind am Dorn 1 übereinander angeordnete Ringscheiben 6 vorgesehen, welche durch Distanzstücke 7 im Abstand voneinander gehalten sind. Zur Aufnahme   der Distanzstücke T   sind Spannschrauben 8 vorgesehen, die sich parallel zum Dom 1 erstrecken und die Scheiben 6 durchsetzen. Gemäss der dargestellten Ausführung sind die Spannschrauben 8 paarweise angeordnet und dienen zusammen zur Aufnahme eines gemeinsamen Distanzstückes 7.

   Es ist zu beachten, dass der Innendurchmesser der Ringscheiben 6 etwas grösser ist als der Aussendurchmesser des grössten zu schleudernden Garnwickels. 



   Zwischen den Ringscheiben 6 sind ringförmige federnde Elemente 9 angeordnet, die gemäss der dargestellten Ausführung als biegsame Bänder ausgebildet sind, welche an ihren Enden paarweise an gemeinsamen Gleitschuhen 10 bzw. 11 befestigt sind. Wie aus der Fig. 4 ersichtlich ist, sind die diametral gegenüberliegenden Gleitschuhe 10 bzw. 11 gleich ausgebildet und in radialen Führungen 12 gelagert, so dass sich die Gleitschuhe in diesen Führungen 12 in radialer Richtung bewegen können. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass die Gleitschuhe 10 nach aussen und die Gleitschuhe 11 nach innen bewegt werden können. Ferner ist der Abstand der Gleitschuhe 10 und 11 von der Mittelachse und das Gewicht derselben so bemessen, dass das Produkt Gewicht mal Abstand für die Gleitschuhe 10 grösser ist als für die Gleitschuhe 11. 



   Der nasse Garnwickel wird auf den Dorn 1 gesteckt und durch die Welle 4 in schnelle Rotation ver- 

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 setzt. Dabei dreht sich der ganze Schleuderkorb um seine Achse, wobei die Gleitschuhe 10 durch die
Zentrifugalkraft sich in den Führungsschienen 12 nach aussen bewegen und die in der Fig. 3 gezeigte Lage einnehmen. Dabei werden die federnden Elemente 9 gestreckt und die Gleitschuhe 11 in ihren Führun- gen 12 nach innen gezogen, bis sie am Umfang des Wickelkörpers 13 aufliegen. Dadurch wird der Wik- kelkörper am Umfang gehalten. 



   Zur Rückführung der Gleitschuhe 10 und 11 in ihre Ausgangslage sind Rückstellfedern 14 vorgesehen, welche einerends an den Gleitschuhen und andernends am zugehörigen Distanzstück 7 befestigt sind. 



   Wie aus der Fig.   l   hervorgeht, sind die federnden Elemente 9 mit Gleitschuhen und Rückstellfedern etagenweise übereinander angeordnet, wobei die Gleitschuhe 10 und 11 gegenüber den darunter und dar- über liegenden Gleitschuhen 10 und 11 der benachbarten Etagen um 900 versetzt sind. In dieser Weise wird erreicht, dass der Wickelkörper am Umfang gleichmässig gehalten wird. Weiters ist die Vorrichtung absolut symmetrisch ausgebildet, was für sehr schnell laufende Vorrichtungen besonders wichtig ist. 



   Eine Variante der beschriebenen Vorrichtung ist in den Fig. 5 und 6 dargestellt. 



   Der Mantel der Vorrichtung ist durch einen Blechzylinder 20 gebildet, welcher mit in der Umfang- richtung verlaufenden Schlitzen 21 versehen ist. Durch diese Schlitze sind Federblätter 22 geführt, die sich an die Innenseite des Zylinders anschmiegen und mit ihren Enden an der Aussenseite des Zylinders befestigt sind. Die Federblätter 22 sind, an der Mantelfläche des Zylinders verteilt, etagenweise überein- ander angeordnet, wobei an jeder Etage zwei Federblätter bezüglich der Zylinderachse symmetrisch am
Umfang verteilt sind. Das eine Ende jedes Federblattes ist in einem zugeordneten Halter 23 um eine
Achse 24 schwenkbar befestigt und das andere Ende des Federblattes 22 ist an einen Hebel 25 angeschlossen. welcher andernends an der Aussenseite des Zylindermantels in einem Halter 26 schwenkbar gelagert ist.

   Die
Anordnung ist dabei so getroffen, dass durch die Zentrifugalwirkung die Hebel 25 in die strichpunktiertge- zeichnete Lage gelangen, wobei die Federblätter 22 gegen den (nicht gezeichneten) Garnwickel gepresst werden. Nach Beendigung der Rotation nimmt jedes Federblatt seine ursprüngliche Form an und schmiegt sich wieder an die Innenwand des Zylindermantels. 



   Es ist noch zu bemerken, dass alle Hebel 25 im gleichen   Sinne - gemäss Fig.   6 dem Uhrzeigersinn entgegengesetzt - schwenkbar sind. Die sich übereinander befindlichen Federblattgruppen sind gegeneinander in der Umfangsrichtung versetzt angeordnet, so dass diese den Garnwickel an verschiedenen Stellen stützen. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Vorrichtung zur Entwässerung von Garnwickeln durch Zentrifugieren, mit einem Schutzkorb und innerhalb desselben beweglich angeordneten, sich durch Fliehkraftwirkung an den Garnwickel anlegenden Gliedern, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Schutzkorbes in radialer Richtung durchbiegbare Bänder (9,22) vorgesehen sind, von denen mindestens jeweils zwei in der Ruhestellung einen zumindest annähernd geschlossenen Kreisring bilden, und dass mindestens das eine Ende jedes Bandes an einen Halter (10, 11, 25) angeschlossen ist, welcher sich unter der Fliehkraftwirkung nach aussen bewegt und hiebei das Band nach innen gegen den Garnwickel zieht.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bänder (9, 22) als sich in der Umfangsrichtung des Korbes erstreckende Federblätter ausgebildet sind.
    3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Federblätter an ihren Enden in Gleitschuhen (10, 11) befestigt sind, die in radialer Richtung beweglich geführt sind.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei diametral entgegengesetzt angeordnete Gleitschuhe (10) in radial verlaufenden Führungen (12) gelagert sind, die eine Bewegung der Gleitschuhe unter Wirkung der Zentrifugalkraft radial nach aussen erlauben und dass zwei weitere einander diametral gegenüberliegende Gleitschuhe (11) in Führungen (12) gelagert und aus der Ruhelage in radialer Richtung nach innen bewegbar sind.
    5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der sich nach aussen bewegenden Gleitschuhe (10) von der Mittelachse der Vorrichtung und das Gewicht der Gleitschuhe grösser sind als der Abstand und das Gewicht der sich nach innen bewegenden Gleitschuhe (11), so dass durch die Zentrifugalkraft die sich nach aussen bewegenden Gleitschuhe die Bänder (9) strecken und die Gleitschuhe (10) nach innen ziehen, bis sich die Bänder (9) gegen den Garnwickel legen.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Rückholfedern (14) für die sich nach innen bewegenden Gleitschuhe (11) vorhanden sind, welche diese Gleitschuhe in der äussersten Lage zu halten bestrebt sind.
    7. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass jedes als Federblatt ausgebildete <Desc/Clms Page number 3> Band (22) einerends gelenkig am Schutzkorb (20) und andernends am freien Ende eines am Schutzkorb schwenkbar gelagerten Hebels (25) befestigt ist, welcher Hebel unter Wirkung der Zentrifugalkraft ausgeschwenkt wird und das sich in der Ruhelage an die Innenseite des Schutzkorbes anschmiegende Band gegen den Garnwickel zieht.
    8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzkorb (20) als zylindrische Hülle ausgebildet ist, welche am Umfang Schlitze (21) aufweist, durch welche die Bänder (22) geführt sind, und dass jedes Band an der Aussenseite des Korbes befestigt und, zwischen den Befestigungsstellen durch die Schlitze hindurchtretend, an der Innenseite des Korbes verläuft.
    9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die in verschiedenen Niveauebenen angeordneten Federblattpaare gegeneinander am Umfang des Schutzkorbes versetzt sind.
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