AT209755B - Innenschleifapparat - Google Patents
InnenschleifapparatInfo
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Description
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Innenschleifapparat
Die Erfindung bezieht sich auf einen Innenschleifapparat, d. i. eine Hilfsvorrichtung für eine Werkzeugmaschine, z. B. eine Drehbank, welche unter Ausnutzung von für die Hauptmaschine typischen Einrichtungen die Ausführung von Innenschleifarbeiten auf der Maschine ermöglicht, also eine besondere
Schleifmaschine erspart. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf den Axialbewegungsantrieb der Schleifspindel durch einen von Druckluftimpulsen abwechselnd an beiden Enden beaufschlagten Arbeitskolben.
Bei Schleifmaschinen ist diese Art des Antriebes für die Axialbewegung der Schleifspindel ebenso wie die Steuerung des Druckmediums durch einen Hauptsteuerschieber und einen über Anschlagteile verstellbaren Vorsteuerschieber bekannt. Auch die Zusammenfassung mehrerer Bauelemente von hydraulischenAntrieben und Druckmittelsteuerungen in einem Gehäuse und die hydraulische Bremsung eines durch Pressluft bewegten Kolbens sind an sich bekannt.
Die Erfindung bezweckt, durch eine neue Bauform des Schleifapparates seine Konstruktion zu vereinfachen und die Schleifarbeit und Bedienung des Apparates zu erleichtern. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass das Schleifspindellager und der Arbeitskolben sowie ein die Druckluftimpulse steuernder Hauptsteuerschieber und ein von dem Spindellager über einen Mitnehmer und Anschlagteile verstellbarer Vorsteuerschieber im Apparatgehäuse parallel zueinander verschiebbar angeordnet sind.
Die Erfindung besteht also in der parallelen Anordnung aller für den Druckluftbetrieb des Schleifapparates erforderlichen Vorrichtungen innerhalb des zum Aufspannen auf den Support einer Drehbank vorgesehenen Gehäuses bzw. Schleifspindellagerkörpers. Der Schleifapparat bildet infolge dieser Anordnung eine in sich geschlossene Einheit, die nur des Anschlusses an eine Druckluftquelle bedarf und, bei Anlenkung einer Aufspannplatte, zum Zwecke des Zuganges zum Werkstück ohne Zeitverlust zurückgeklappt und wieder in die Arbeitsstellung gebracht werden kann.
Bei Drehantrieb der Schleifspindel durch eine Druckluftturbine mit auf der Spindel befestigtem Tur- binendrehteil ist der Pressluftantrieb für die Axialbewegung der Spindel und ihre Steuerung besonders vorteilhaft. In diesem Falle ist im Lagergehäuse der Schleifspindel erfindungsgemäss ein mit dem Arbeitskolben verbundener hydraulischer Bremskolben zur Dämpfung der Bewegungen des Arbeitskolbens und der Schleifspindel parallel zu beiden vorgesehen. Im Inneren des hydraulischen Bremszylinders ist an jedem Ende, in bei Flugkolbentrieben an sich bekannter Weise, eine Erweiterung vorgesehen, in der eine bestimmte Luftmenge aufgespeichert wird, wodurch beim Bewegungsanfang die Geschwindigkeit der Arbeitsspindel erhöht wird.
Zwischen dem Hydraulikkolben und dem Hydraulikzylinder ist ein geringes Spiel vorgesehen, wodurch der Austritt einer kleinen Bremsölmenge ermöglicht wird, wobei die Abluft aus den Arbeits- und Steuerzylindern mit dem aufgenommenen Öl über die Reibflächen der Getriebeteile geleitet wird.
Die Zeichnung veranschaulicht als Ausführungsbeispiel der Erfindung einen Innenschleifapparat für Druckluftbetrieb. Fig. l ist eine schaubildliche Ansicht des Apparates, Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung einen Schnitt durch die Steuereinrichtung, in die Zeichnungsebene abgewickelt ; Fig. 3 zeigt in gleicher Darstellung die Anordnung der hydraulischen Bremsvorrichtung und Fig. 4 in senkrechtem Längsschnitt eine andere Anordnung zur Regelung des Bremsölflusses.
Mittels der Halteplatte 1 kann das Gehäuse 2 beispielsweise auf dem Kreuzsupport einer Drehbank montiert werden. Im Gehäuse 2 sind die Arbeits- und Steuerorgane sowie die Schleifspindellagerung 3
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mit der Schleifspindel 4 und der Druckluftturbine 5 untergebracht. Die Druckluftturbine ist mit einer
Nase 6 versehen, durch welche derVorsteuerschieber 7 über die auf dem Gewindeschaft 10 des Vorsteuer- schiebers sitzenden Anschläge 8 und 9 verschoben wird. Der Griff 11 dient zur Einstellung der Axialge- schwindigkeit.
Die Druckluft für die Betätigung der Einrichtung wird durch den Anschluss 12 der Luftkammer 13 zu- geführt, aus der dem Hauptsteuerschieber 14 und dem Vorsteuerschieber 7 durch die Bohrung 15 Druck- luft zugeleitet wird. In Fig. 2 ist der Augenblick festgehalten, in welchem die Schleifspindel 4 ihre hin- terste Stellung erreicht hat und der Vorsteuerschieber 7 am Anschlag 8 durch die Nase 6 am Gehäuse der
Druckluftturbine 5 nach hinten gezogen wurde. Jetzt kann die Druckluft aus dem Raum 16 über den im ) Vorsteuerschieber 7 eingefrästen Kanal 17 in die Gehäusebohrung 18 und kann den Hauptsteuerschieber 14 beaufschlagen. Sie drückt dabei den Hauptsteuerschieber 14 nach rechts (wie Fig. 2 darstellt), so dass die im Raum 19 befindliche Druckluft über den im Hauptsteuerschieber 14 eingefrästen Kanal 20 und die Ge- häusebohrung 21 in den Arbeitszylinder 22 gelangt.
Die verdrängte Luft an dem gegenüberliegenden En- de des Hauptsteuerschiebers 14 entweicht dabei durch die Gehäusebohrung 23 und die Kolbenbohrung 24 ! in den Geräuschdämpfer 25.
Durch die in den Arbeitszylinder 22 eindringende Luft wird der Arbeitskolben 26 beaufschlagt und nach rechts geschoben, wobei er über einen Verbindungsbolzen 27 die Schleifspindellagerung 3 mitnimmt..
Die Abluft aus dem Arbeitszylinder 22 fliesst über die Gehäusebohrung 28, die Kolbenbohrung 29 und die punktiert gezeichnete Bohrung 30 in den Geräuschdämpfer 25 ab. Kurz vor Erreichen der rechten Endstellung stösst die Nase 6 am Gehäuse der Druckluftturbine 5 an den Anschlag 9, so dass der Vorsteuer- schieber 7 ebenfalls nach rechts bewegt wird. Die Druckluft aus dem Raum 16 strömt nun über den Ka- nal 17 des Vorsteuerschiebers 7 durch die Gehäusebohrung 23 von der andern Seite auf den Hauptsteuer- schieber 14 und schiebt diesen nach links. Die Druckluft aus dem Raum 19 gelangt jetzt über den Kanal 20 im Hauptsteuerschieber 14 durch die Gehäusebohrung 28 von rechts in den Arbeitszylinder 22 und drückt den Arbeitskolben 26 wieder nach links, bis der Vorsteuerschieber 7 wieder verschoben wird und sich die
Vorgänge wiederholen.
In den Geräuschdämpfer 25 werden sämtliche Abluftkanäle geleitet. Aus dem Geräuschdämpfer wird die Luft in die Spindellagerung 3 geführt, aus welcher sie an der der Schleifscheibe zugewandten Seite zur Verhinderung von Staubeintritt nach aussen entweicht.
DerArbeitskolben 26 ist über den Verbindungsbolzen 27 mit dem Hydraulikkolben 32 und der Schleif- spindellagerung 3 verbunden. Wird nun der Hydraulikkolben 32 durch die Bewegung des Arbeitskolben 26 nach rechts geschoben, so verdrängt der Hydraulikkolben 32 das im Raum 33 befindliche Öl durch die
Bohrung 34 und das Ventil 35 in den Ölbehälter 36. Mit Hilfe des Ventils 35 kann die Durchflussöffnung und die in der Zeiteinheit abfliessende Ölmenge geregelt und eine stärkere oder geringere Abbremsung des Arbeitskolbens 26 erreicht werden. Bei der dargestellten Bewegungseinrichtung saugt der gegenseitige
Zylinderraum 37 Öl durch das Ventil 38 und durch die Bohrung 39 aus dem Ölbehälter 36 an.
Nach Än- derung der Bewegungsrichtung kehren sich Saug- und Druckseite um, wobei die Ventile 35 und 38 so ein- gerichtet sind, dass sie beim Ansaugen durch ihre Druckfedern der Saugkraft des Hydraulikkolbens 32 nachgeben und durch je eine Exzenterstellwelle von ihrem Sitz abgehoben werden können. Die an den äusseren Enden der Zylinderwandung eingedrehten Erweiterungen 40 und 41 dienen zur Bildung von Luft- kissen, um die axiale Schleifspindelbewegung in den Umkehrpunkten auf eine kurze Wegstrecke zu be- schleunigen. Diese Luftkissen können im Volumen dem Beschleunigungsweg angepasst werden.
Nach einer andern Ausführung (Fig. 4) ist in einer Gehäusebohrung eine Stellwelle 42 mit ihrem Be- dienungsgriff 11 gelagert. Auf der exzentrischenAbdrehung 421 stützen sich die Ventile 35 und 38 federnd ab. Beim Drehen der Welle 42 werden beide Ventile 35 und 38 gleichzeitig eingestellt, indem ihre Ku- geln 43 und 44 gehoben oder gesenkt werden und dadurch der Durchflussquerschnitt für das durch die Boh- rung 45 bzw. 46 aus dem Hydraulikzylinder in den Ölbehälter 36 abfliessende Öl vergrössert bzw. verklei- nert wird. Die Welle 42 ist an einem Ende in einer verstellbaren Exzenterbüchse 47 gelagert, so dass der Durchflussquerschnitt der Ventile 35 und 38 und damit die Axialgeschwindigkeit der Schleifspindel 4 in beiden Richtungen verschieden voneinander eingestellt werden können.
Zwischen dem Hydraulikkolben 32 und dem Hydraulikzylinder 48 ist ein angemessenes Spiel vorge- sehen, so dass ein kleiner Teil des Bremsöls austreten und sich am Boden 131 der Luftkammer 13 sammeln kann, von wo es durch die Luft aus den Arbeits- und Steuerzylindern über die Reibflächen der Getriebeteile geleitet wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Innenschleifapparat mit Axialbewegungsantrieb der Schleifspindel durch einen von Druckluftimpulsen abwechselnd an beiden Enden beaufschlagten Arbeitskolben, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifspindellager (3) und der Arbeitskolben (26) sowie ein die Druckluftimpulse steuernder Hauptsteuerschieber (14) und ein von dem Spindellager (3) über einen Mitnehmer (6) und Anschlagteile (8,9) verstellbarer Vorsteuerschieber (7) im Apparatgehäuse (2) parallel zueinander verschiebbar angeordnet sind.2. Innenschleifapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit dem Arbeitskolben (26) verbundener hydraulischer Bremskolben (32) zur Schleifspindel (4) parallel verschiebbar angeordnet ist.3. Innenschleifapparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Innern des Hydraulikbremszylinders (48) an jedem Ende eine Erweiterung (40, 41) vorgesehen ist, in der eine bestimmte Luftmenge aufgespeichert ist.4. Innenschleifapparat nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass in den Bremsölleitungen (34,39) einzeln für sich einstellbare Ventile (35,38) vorgesehen sind.5. Innenschleifapparat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung der Ventile (35, 38) eine mit einer Exzenterfläche (421) versehene Stellwelle (42) vorgesehen ist.6. Innenschleifapparat nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellwelle (42) an einem Ende in einem radial verstellbaren Lager (47) gelagert ist.7. Innenschleifapparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Hydraulikkolben (32) und dem Hydraulikzylinder (48) ein geringes Spiel vorgesehen ist, welches den Austritt einer kleinen Bremsölmenge ermöglicht, wobei die Abluft aus den Arbeits- und Steuerzylindern mit dem aufgenommenen Öl über die Reibflächen der Getriebeteile geleitet wird.
Applications Claiming Priority (1)
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1957
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