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Österreichische
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ELBERT REYNOLDS TILLINGHAST IN NEW YORK.
Klappbrücke.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Klappbrücke derjenigen Art, bei der der aufzuklappende Brückenteil durch ein auf einer Kurvenführung laufendes Gegengewicht ausbalanciert ist ; die Kurvenführung ist so gestaltet, dass das von dem Gegengewicht ausgeübte Moment sich in demselben Masse ändert, wie das eigene Gewichtsmoment der Brücke, beides bezogen auf den Drehpunkt derselben. Bei den bekannten Konstruktionen dieser Art ist der das Gegengewicht tragende Brückenarm mit der Brücke drehbar verbunden und das Gewicht läuft auf einer Führung, die auf dem Boden bezw. dem Brückenpfeiler befestigt ist.
Demgegenüber besteht die vorliegende Erfindung darin, dass der das Gegengewicht tragende Arm auf dem Boden oder einem Brückenpfeiler drehbar befestigt und die F Führungsknrve für das Gewicht an dem aufklappbaren Brückenteil befestigt ist. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass eine Aushöhlung des Bodens unter der Fahrstrasse für den Gegengowichtsarm, der sich beim Aufklappen der Brücke nach abwärts bewegt, nicht erforderlich ist. Ausserdem ermöglicht diese Anordnung, beide Teile gegeneinander zu bewegen.
Eine Ausführungsform der Klappbrücke gemäss der vorliegenden Erfindung ist in den
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Ansicht von oben. Fig. 3 veranschaulicht die Brücke in einer Seitenansicht in angehobener Stellung, wobei ein Teil nach der Linie 5-3 von Fig. 2 geschnitten ist. Fig. 4 ist ein Querschnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 1, Fig. 5 ein Längsschnitt nach der Linie 5 der Fig. 2. Fig. 6 zeigt eine Einzelheit in einem Schnitt nach der gebrochenen Linie 6-6 der Fig. 1. Fig. 7 veranschaulicht die Antriebsvorrichtung zum Heben und Senken der Brücke, Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie 8-8 der Fig. 7 und Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie 9-9 der Fig. 8. Fig. 10 ist ein Horizontalschnitt nach der Linie 10-10 der Fig. 8 und Fig. 11 eine Einzelheit in schaubildlicher Darstellung.
Hei dem gezeichneten Ausfübrungsbeispiel ruht die Brücke an dem einen Ende auf
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Lagerbock a ist der Gegengewichtsarm B und auf dem Lagerbock al der aufklappbare Brückenteil C gelagert. Beide Teile können sich um einen gewissen Betrag gegeneinander verdrehen. Die aufklappbare Hauptbrücke C besteht zweckmässig aus zwei seitlichen Trägern c, cl, die in geeigneter Weise versteift und durch die Fahrbahn c2 und die Querstreen c3 miteinander verbunden sind. Der Gegengewichtsarm B besteht ebenfalls aus geeigneten Trägern oder Gurtungon b, bl (Fig. 3, 4, 5 und 6), die paarweise angeordnet sind und zu beiden Seiten der anstossenden Träger c, cl liegen (Fig. 6).
Die Träger b, lJ1 sind ebenfalls durch eine Fahrbahn b'2 und durch geeignete Streben b3 miteinander ver- bunden. Zwischen beidon Trägerpaaren ist eine Rolle b4 (Fig. 1, 3 und 6) angeordnet, die auf einer geeigneten Kurvenführung c4 des aufklappbaren Brückenteiles C ruht bezw. geführt wird. Diese Kurvenführung ist so gestaltet und angeordnet, dass beim Bewegen der Klappbrücke das Gewicht des Armes B den Brückenteil C mit allmählich abnehmendem Moment aufzuklappen sucht, bis der aufklappbare Brückenteil auf seinem Drehzapfen in die Gleichgewichtslage kommt.
In dieser Lage greift das Gewicht des Gegengewichtsarmes B unmittelbar in der Linie des Drehzapfens al an und leistet der weiteren Drehung der
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Klappbr (icke Widerstand. Die Aufwärtsbewegung der Klappbrücke bis in die Gleichgewichtslage hat also ein Senken des Gegengewichtsarmes zur Folge, während bei der Weiterbewegung über die Gleichgewichtslage hinaus der Gegengewichtsarm wieder angehoben werden müsste. Der Gegengewichtsarm ist zweckmässig ans vollwandigen Trägern und schwer hergestellt, während der aufklappbare Hauptteil der Brücke möglichst leicht gehalten und zu diesem Zwecke aus Gitterträgern hergestellt ist.
Man kann dadurch den Bewegungswinkel des Gegengewichtsarmes bis auf annähernd die Hälfte des Bewegungswinkels des IIauptteHes herabsetzen. Das obere Ende der Fübrungskurve c4 ist um die Rolle b4 herum verlängert, so dass ein die Abwärtsbewegung des aufklappbaren Brückenteiles begrenzender Anschlag entsteht. Das untere Ende der Kurve kann ähnlich gestaltet sein, um die Aufwärtsbewegung zu begrenzen.
Zwischen jedem Trägerpaar des Gegengewichtsarmes ist eine Welle b5 (Fig. 3 und 4) angeordnet, die ein Kegelrad b6 trägt, das mit einem Kegelrad b7 in Eingriff ist, dessen Welle durch einen geeigneten Motor b8 angetrieben wird. Das andere Ende der Welle b5 trägt ein Zahnrad b9, das mit einem Zahnrad d auf dem einen Ende einer Schraubenspindel D in Eingriff ist. Diese Schraubenspindel D ist, wie Fig. 7 und 8 zeigen, in Lagern dl, d2 gelagert. Das Lager dl ist auf den Trägern befestigt, während das Lager d2 auf einem Ausleger d3 sitzt, der von einer zwischen den Trägern sich erstreckenden Zwischenwand d4 (Fig. 3 und 8) getragen wird. Auf der Schraubenspindel sitzt eine Mutter E (Fig. 7-11) mit seitlichen Gleitschuhen e, die in Führungen F laufen. Letztere sind an den Trägerwangen befestigt.
Die Muttern E sind mit den Trägern des beweglichen Hauptbrückenteiles C durch Zugstangen G vorbunden, die durch Zapfen 9 drehbar an diese Träger angreifen und am anderen Ende mit Lappen um Zapfen el der Muttern E drehbar sind.
Es ist ersichtlich, dass durch Drehen der Schraube D in-der einen Richtung die Mutter E und somit die Zugstange G nach dem Ende des Gegengewichtsarmes B hin- gezogen werden, wodurch die Brücke aufgeklappt wird. Durch Drehen in der entgegen- gesetzten Richtung wird die Brücke niedergelassen. Da die Schrauben n von beträchtlicher Länge sind, so tragen sie noch ein Querhaupt 132, das auf der Schraube sich entlang bewegen kann und in den Führungen F geführt ist. Dieses Querhaupt ist durch Stangen c4, die durch geeignete Öffnungen der Gleitschuhe e der Mutter E gehen, mit Blöcken 133 ver- bunden (Fig. 10).
Dreht man nun die Schraubenspindel, um die Brücke zu heben, so bewegt sich die Mutter E gegen das Querhaupt e2, bis sie auf dasselbe trifft und so weiterhin vor sich herschiebt. Beim Rückgang der Mutter E trifft die Mutter E nach Zurücklegung des halben Weges gegen die Blöcke e3 und führt alsdann das Querhaupt (, 2 in seine Anfangslage zurück. Auf diese Weise wird die Schraubenspindel für gewölhnli 'h in der Mitte abgestützt und kann sich infolgedessen trotz ihrer grossen Länge nicht durchbiegen. Die rückwärtigen Enden der Träger c, ei der Hauptbrücke sind gegabelt, wie in Fig. 6 bei c5 gezeigt ist, so dass das Ende der Schraube D durch die Gabelung hindurchtreten kann, wenn die Brücke in die in Fig. 3 dargestellte Lage gelangt.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Klappbrücke mit in senkrechter Ebene schwingendem, in der Nähe eines Ufers gelagertem Brückenflügel, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vermeidung eines besonderen Gegengewichtes der zwischen dem Auflager des Briickenflügels und dem Ufer liegende Brückenteil an dem einen Ende am Ufer drehbar gelagert ist, während das andere Ende mittelst Rollen in einer innerhalb des Fachwerkes des Brückonnügels angeordneton Bahn geführt wird, so dass, wenn der Brückennüge) in die Höhe gekippt wird, der nunmehr herabschwingende Brückenteil selbst als Gegengewicht wirkt.