AT209303B - Verfahren zum Avivieren und optischen Aufhellen von Textilgut - Google Patents

Verfahren zum Avivieren und optischen Aufhellen von Textilgut

Info

Publication number
AT209303B
AT209303B AT432559A AT432559A AT209303B AT 209303 B AT209303 B AT 209303B AT 432559 A AT432559 A AT 432559A AT 432559 A AT432559 A AT 432559A AT 209303 B AT209303 B AT 209303B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
bath
plasticizers
cationic
textiles
finishing
Prior art date
Application number
AT432559A
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Dr Thewis
Nikolaus Buehl
Original Assignee
Basf Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Basf Ag filed Critical Basf Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT209303B publication Critical patent/AT209303B/de

Links

Landscapes

  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Coloring (AREA)
  • Automatic Cycles, And Cycles In General (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Avivieren und optischen Aufhellen von Textilgut 
Es ist bekannt, dass das Behandeln von Textilien mit kationaktiven Avivagemitteln und den meist verwendeten anionischen optischen Aufhellern ernste Schwierigkeiten mit sich bringt. 



   Wendet man Vertreter der beiden genannten Stoffgruppen gleichzeitig an, so findet man, dass die Wirkung des Aufhellers durch den kationaktiven Weichmacher erheblich vermindert wird. Überdies verbietet sich in den meisten Fällen ohnehin die gemeinsame Anwendung der beiden Komponenten, da es nicht gelingt, sie in einem stabilen Behandlungsbad zu vereinigen ; vielmehr wirken sie durch ihre entgegengesetzten Ladungen aufeinander fällend, so dass sich die Lösungen oder Dispersionen unter Bildung eines Niederschlages entmischen. 



   Es ist daher schon empfohlen worden, das Fasergut zunächst optisch aufzuhellen und dann mit kationaktiven Weichmachern zu behandeln. Doch wird auch bei einem solchen Verfahren die Wirkung des Aufhellers stark herabgesetzt. Ein weiterer Nachteil ist die Notwendigkeit, zwei getrennte Bäder zu verwenden ; dies führt zu vermehrtem Arbeits- und Zeitaufwand und erhöhten Kosten. 



   Um die genannten Schwierigkeiten zu umgehen, hat man bisher in der Regel anionische optische Aufheller mit nichtionogenen oder anionaktiven Weichmachern kombiniert. Dabei musste man aber die bekannte geringere Ausgiebigkeit dieser Weichmacher in Kauf nehmen. 



   Schliesslich ist auch vorgeschlagen worden, kationaktive Weichmacher gemeinsam mit kationischen optischen Aufhellern zu verwenden. Bei diesem Verfahren ergeben sich aber neue Schwierigkeiten dadurch, dass der kationische Aufheller zu rasch und somit ungleichmässig auf das Fasergut aufzieht. 



   Bisher ist es nicht gelungen, der oben angedeuteten Störungen in befriedigender Weise Herr zu werden. 



   Es wurde nun gefunden, dass man auf besonders einfache und vorteilhafte Weise Textilien, die aus Cellulose-, Celluloseregenerat-, Celluloseester-, Polyamid-, Polyester- oder Polyacrilnitrilfasern bestehen oder sie enthalten, avivieren und optisch aufhellen kann, wenn man das Fasergut in einem neutralen bis schwach sauren Bad zuerst mit kationaktiven Weichmachern in Gegenwart von nichtionogenen oder kationaktiven Dispergiermitteln und nach überwiegendem Verbrauch der Weichmacher, gegebenenfalls unter Zusatz von Elektrolyten, in demselben Bad mit anionischen optischen Aufhellern behandelt. 



   Als kationaktive Weichmacher kommen für das erfindungsgemässe Verfahren beispielsweise in Betracht : Aliphatische Amine mit mindestens 10 Kohlenstoffatomen in Form ihrer Salze oder ihrer quartären Verbindungen, Umsetzungsprodukte von aliphatischen Carbonsäuren, die mindestens 10 Kohlenstoffatome enthalten, mit Alkanol-oder   Alkylmono-oder-polyaminen, mit N, N, N'-Tri-    alkylarylendiaminen, deren nicht acylierte Aminogruppe quartär gemacht ist, mit heterocyclischen Verbindungen, die ein quartäres Stickstoffatom enthalten, wie dem am Stickstoffatom benzylierten   N-Methyl-2, 3-dihydroindol,   oder mit Derivaten des Cyanguanidins.

   Besonders eignen sich als Weichmacher Gemische aus einem oder mehreren dieser Stoffe und an sich wasserunlöslichen, fettartigen Körpern, wie   Neutralfetten,   Fettsäuren, Fettalkoholen, deren Estern und   Äthern,   die mindestens 10 Kohlenstoffatome enthalten. 



   Geeignete Dispergiermittel sind z. B. Umsetzungsprodukte von Alkylenoxyden mit mindestens 10 Kohlenstoffatome enthaltenden aliphatischen Carbonsäuren, Alkoholen, Aminen, Teilestern aus aliphatischen Carbonsäuren und mehrwertigen Alkoholen oder mit Alkylphenolen   oder-naphtholen,   deren Alkylrest mindestens 3 Kohlenstoffatome enthält, Umsetzungsprodukte aus mindestens 10 Kohlenstoffatome enthaltenden Mono- oder Dicarbonsäuren mit Alkanolaminen, die mindestens ein quartäres Stickstoffatom enthalten, und heterocyclische Verbindungen, die einen langkettigen, aliphatischen Rest und ein quartäres Stickstoffatom enthalten, wie peralkyliertes   Octadecyl-hexamethylenimin.   



   Die   erfindungsgemäss   verwendeten optischen Aufheller müssen anionischer Natur sein. Solche Körper sind beispielsweise sulfon- oder carbonsaure Salze von Derivaten des Aminostilbens, 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Imidazols, Imidazolons, Triazols, Triazins, Pyrazolins, Imidazolthions, Bisoxazols, Fluorens, Oxycyanins, Cumarins und Umbelliferons. 



   In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden Gemische aus an sich wasserunlöslichen, fettartigen Körpern und Umsetzungsprodukten mindestens 10 Kohlenstoffatome enthaltender aliphatischer Carbonsäuren mit Polyalkylenpolyaminen als Weichmacher, Umsetzungsprodukte von Ricinusöl mit Äthylenoxyd als Dispergiermittel und Alkalisalze von substituierten   Diaminostilbensulfonsäuren   als optische Aufheller verwendet. 



   Die vorliegende Erfindung beruht auf der überraschenden Erkenntnis, dass die Wirksamkeit eines anionischen Aufhellers durch einen zuvor auf die Faser aufgebrachten kationaktiven Weichmacher nicht beeinträchtigt wird, und dass es ausserdem möglich ist, bei Gegenwart von Dispergiermitteln der genannten Art anionische Aufheller mit nicht zu grossen Mengen kationaktiver Weichmacher in einem völlig stabilen Bade zu vereinigen. 



   Das   erfindungsgemässe   Verfahren ist in seiner Anwendung ebenso einfach wie ein echtes Einbadverfahren. Während bei der optischen Aufhellung in einem getrennten zweiten Bad ein Teil des Weichmachers wieder von der Faser abwandert, ist diese Störung bei Weiterverwendung desselben Bades ausgeschlossen. Demgemäss liefert das neue Verfahren ein vorzüglich weichgemachtes und zugleich einwandfrei aufgehelltes Fasergut. 
 EMI2.1 
 einem Flottenverhältnis 1 : 30 in einem wässrigen Bade behandelt, das   0, 7 g/l   des Methosulfats eines Kondensationsproduktes aus 1 Mol Trioxäthyldiäthylentriamin und 2 Mol Stearinsäure und   0, 3 g/l   eines Umsetzungsproduktes von   Ricinusöl   mit 40 Mol Äthylenoxyd enthält. 



   Nach dieser Zeit setzt man dem Bad, das einen pH-Wert von 6 bis 7 haben soll,   0, 3 g/l   des Natriumsalzes einer einen Triazinring enthaltenden   Aminostilbensulfonsäure   und 2 g/l kristallisiertes Natriumsulfat zu und lässt weitere 15 Minuten lang bei 40   C auf das Gewebe einwirken. 



  Das Behandlungsbad zeigt selbst nach mehrstündigem Stehen keinerlei Abscheidungen. Das auf diese Weise behandelte Baumwollgewebe zeichnet sich durch einen weichen und fülligen Griff und durch eine klare, leuchtend weisse Farbe aus. 



     Beispiel 2 :   Gereinigte und ungefärbte PerlonCharmeuse wird 15 Minuten lang bei 40   C und einem Flottenverhältnis von 1 : 30 in einem Bade behandelt, das   0, 7 g/l   des Methosulfates eines Kondensationsproduktes aus 1 Mol Triäthanolamin und 1 Mol Stearinsäure und   0, 3 g/l   eines Umsetzungsproduktes aus Oleylamin mit 9 Mol Äthylenoxyd enthält. Dem schwach sauer reagierenden Bad werden nun   0, 3 g/l   eines Derivates einer Aminostilbensulfonsäure und 2   g/l   kristallisiertes Natriumsulfat zugegeben ; die Behandlung wird während weiterer 15 Minuten bei   400 C   zu Ende geführt. Das Behandlungsbad bleibt auch nach mehreren Stunden völlig frei von störenden Abscheidungen.

   Das Textilgut hat nach dieser Behandlung einen weichen und glatten Griff und eine rein weisse Farbe. 



   B eispiel 3 : Gereinigtes Zellwollgewebe wird in einem Bad behandelt, das   0, 7 g/l   eines Gemisches aus 60 Teilen eines Kondensationsproduktes von   IMolTrioxäthyldiäthylentriamin   und 2Mol Stearinsäure in Form des essigsauren Salzes, 20 Teile Stearinsäure und 20 Teile eines Umsetzungsproduktes von Ricinusöl mit 40 Mol Äthylenoxyd enthält. Das Flottenverhältnis soll 1 : 20 bis 1 : 30, die Behandlungszeit 15 Minuten und die Temperatur 30 bis 40   C betragen. Dem Bad, dessen pa-Wert zwischen 6 und 7 liegen soll, werden   0, 4 g/l   eines Sulfonsäuregruppen enthaltenden Dibenzimidazolderivates und 2   g/l   kristallisiertes Natriumsulfat zugesetzt ; die Behandlung wird während weiterer 15 Minuten bei 40   C zu Ende geführt. 



  Das Behandlungsbad bleibt selbst nach mehreren Stunden ruhigen Stehens völlig homogen. Das nach einer solchen Behandlung erhaltene Zellwollgewebe ist von glattem und weichem Griff und zeichnet sich durch einen bedeutenden Weissgrad aus. 



    PATENTANSPRÜCHE :    1. Verfahren zum Avivieren und optischen Auf- 
 EMI2.2 
 oder Polyacrilnitrilfasern besteht oder sie enthält, dadurch gekennzeichnet, dass das Fasergut in einem neutralen bis schwach sauren Bad zuerst mit kationaktiven Weichmachern in Gegenwart von nichtionogenen oder kationaktiven Dispergiermitteln und nach überwiegendem Verbrauch der Weichmacher, gegebenenfalls unter Zusatz von Elektrolyten, in demselben Bade mit anionischen optischen Aufhellern behandelt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Gemische aus an sich wasserunlöslichen, fettartigen Körpern und Umsetzungsprodukten mindestens 10 Kohlenstoffatome enthaltender aliphatischer Carbonsäuren mit Polyalkylenpolyaminen als Weichmacher, Umsetzungsprodukte von Ricinusöl mit Äthylenoxyd als Dispergiermittel und Alkalisalze von substituierten Diaminostilbensulfonsäuren als optische Aufheller verwendet.
AT432559A 1958-07-26 1959-06-11 Verfahren zum Avivieren und optischen Aufhellen von Textilgut AT209303B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE209303X 1958-07-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT209303B true AT209303B (de) 1960-05-25

Family

ID=5794689

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT432559A AT209303B (de) 1958-07-26 1959-06-11 Verfahren zum Avivieren und optischen Aufhellen von Textilgut

Country Status (2)

Country Link
AT (1) AT209303B (de)
ES (1) ES209303A1 (de)

Also Published As

Publication number Publication date
ES209303A1 (es) 1953-12-16

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1795047B2 (de) BIs-S- triazinylamino-slilben-2,2&#39;disulfonsäuren
DE1940178C3 (de) Verfahren zum Färben stickstoffhaltiger Fasermaterialien
EP0017618B1 (de) Verfahren zum optischen Aufhellen von Polyesterfasern im Ausziehverfahren
AT209303B (de) Verfahren zum Avivieren und optischen Aufhellen von Textilgut
DE1469608A1 (de) Verfahren zum gleichzeitigen Faerben und Bleichen proteinhaltigem Fasergut
EP0075170B1 (de) Imidazolinderivate
DE2812039C3 (de) Verfahren zum Färben von Wolle und synthetischen Polyamidfasern
DE1009151B (de) Mittel und Verfahren zum Gleitend- und Geschmeidigmachen von Textilfasern und Garnenauf der Wirkmaschine
DE1106286B (de) Verfahren zum Avivieren und optischen Aufhellen von Textilien
DE1099494B (de) Verfahren zur Fertigstellung von Faerbungen, welche in saurem Bade auf stickstoffhaltigen Fasern mit im Bad loeslichen Farbstoffen, die mindestens ein bewegliches, mit den Fasern reaktionsfaehiges Halogenatom enthalten, hergestellt worden sind
DE728157C (de) Verfahren zur Verbesserung der Echtheitseigenschaften von Faerbungen mit substantiven Farbstoffen auf Cellulosefasern gegen nicht alkalische Behandlung
DE1953068C3 (de) Hilfsmittel für das Färben von Cellulosefasern, stickstoffhaltigen Fasern, synthetischen Fasern und deren Fasermischungen und dessen Verwendung
DE1946316A1 (de) Mittel zum optischen Aufhellen,Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung
AT131584B (de) Verfahren zum Waschen von Textilmaterialien.
DE1955310A1 (de) Verwendung von waessrigen Dispersionen von Mischungen aus Benzoxazol- und Phenyloxazolderivaten zum optischen Aufhellen
DE666464C (de) Verfahren zur Herstellung von Beizenfaerbungen auf geoelter Baumwolle
DE2224508A1 (de) Weichmacher
DE720775C (de) Verfahren zum Bleichen von Cellulosefasern
AT134256B (de) Verfahren und Mittel zur Vermeidung von Störungen durch eisenhaltiges Wasser beim Veredeln von Textilgut.
DE1946058C3 (de) Verfahren zum Färben von Polyamidfaser-Geweben, -Gewirken und -Garnen
DE2512520C2 (de) Verfahren zum faerben von cellulosefasern, stickstoffhaltigen fasern, synthetischen fasern und deren mischungen
AT210382B (de) Verfahren zum Fertigstellen von Färbungen
DE686170C (de) Verfahren zum Schlichten von Kunstseide
EP0344560A2 (de) Verfahren zum Färben von natürlichen oder synthetischen Polyamiden
AT162913B (de) Verfahren zum Veredeln von Fasermaterialien