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Photoapparat
Die Erfindung bezieht sich auf einen Photoapparat, bei dem die Filmaufnahmespule mit ihrem Mittel- teil das Gehäuse des Apparates durchdringt und ausserhalb desselben ein Betätigungsglied zum Antrieb des
Filmes trägt.
Bei solchen Anordnungen ist es nachteilig einerseits, dass beim Drehen des Betätigungsgliedes für die
Aufnahmespule, das langsam erfolgen muss, leicht die durch ein Fenster in der Gehäuserückwand er- scheinende, auf dem Filmrücken aufgedruckte Zahl übersehen bzw. der Film zu weit transportiert werden kann, so dass unter Umständen eine Aufnahme übersprungen wird, und anderseits, dass bei den soge- nannten Kleinbildphotoapparaten zum Weitertransport des Filmes sehr kompliziert gebaute und viele
Einzelteile erfordernde Mechanismen mit Zahnrädern, Klinken u. s. f. angeordnet werden müssen.
Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu beseitigen. Dies erfolgt dadurch, dass der das Apparate- gehäuse durchsetzende Betätigungsteil der Fllmaufnahmespule durch einen Knopf mit - z. B. drei - Schen- keln. gebildet ist, deren jeder eine Ausnehmung aufweist, in-die nach einer Teil- z. B. einer Drittelum- drehung des Knopfes federnd ein ortsfester Stift einrastet-der vorzugsweise von einem an dem Gehäuse befestigten - Federblatt getragen ist-so dass nach jeder Teilumdrehung des Knopfes eine Verriegelung entsteht, die dem Vorschub des Filmes zum Übergang von einer Aufnahme zur nächsten entspricht, wobei zur Entriegelung für einen neuen Filmvorschub gleichzeitig der Stift und der Knopf von Hand betätigbar sind.
Auf diese Weise wird ein einfacher und zuverlässig arbeitender Mechanismus geschaffen, der den Weitertransport des Filmes um die jeweils für eine Aufnahme erforderliche Strecke sicherstellt.
Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielshalber erläutert : Fig. 1 zeigt eine Unteransicht des Photoapparates, Fig. 2 einen waagrechten Schnitt durch den Photoapparat, Fig. 3 einen lotrechten Schnitt durch die Aufnahmespule und Fig. 4 eine Einzelheit im Schnitt.
In der Zeichnung ist 2 das Gehäuse des Photoapparates, 51 der Objektivblock, 54 der Knopf für den Filmvorschub und 55 der Knopf für die Rückwärtsbewegung des Filmes für seine Wiederaufspulung auf die" Ausgabespule bzw. Kassette.
Der Antrieb des Filmes 33 für seine Abspulung aus der Kassette 13, seinen Vorbeigang zwischen dem Boden der lichtdichten Kammer 12 und der Druckplatte 34 und seine Aufwicklung auf die Aufnahmespule 14 erfolgt durch zwangsweise Drehung dieser Spule. Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform erfordert der Übergang von einer Aufnahme auf die nächste eine Drehung der Spule 14 um ein Drittel einer ganzen Umdrehung.
Hiefür weist die die Spule 14 bildende Hülse nicht nur zwei kleine Flansche 35 (Fig. 3) zur Führung des Filmes bei seiner Aufspulung auf, sondern auch eine zwischen dem Boden des Gehäuses 2 und dem Fussteil des Käfigs 15 liegende Seitenfläche 36. Diese Fläche 36 wird in ihrem mittleren Teil durch einen Finger 37 verlängert, welcher die Drehachse der Aufwickelspule bildet und frei das Gehäuse 2 durchdringt.
Die Achse 37 trägt unterhalb des Gehäuses den Knopf 54 für den Filmvorschub.
Dieser Knopf besitzt drei Schenkel 38, deren jeder auf seiner Oberseite eine Bohrung 39 aufweist C siehe Fig. 3 und 4). Unter dem Gehäuse des Apparates ist eine federnde Lamelle 41 bei 42 befestigt.
Diese Lamelle, deren anderes Ende so nach oben gebogen ist, dass eine Art Druckstück bei 43 entsteht, trägt auf ihrer Unterseite einen Stift 44.
In der Aufnahmestellung tritt dieser Stift 44 in die Bohrung 39 eines Schenkels des Knopfes 54 ein.
Dieser und der Film sind somit im Apparat festgelegt. Nach erfolgter Aufnahme drückt der Benutzer auf
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das Ende 43 der Lamelle 41 in Richtung des Pfeiles 45 der Fig. 4, um den Stift 44 aus dem Loch 39 des entsprechenden Schenkels 38 des Knopfes 54 herauszuziehen, und verdreht den Knopf 54, bis der Stift 44 in das Loch 39 des nächsten Schenkels des Knopfes 54 einrastet, wobei natürlich das Federblatt 41 lose- lassen wurde. Hiedurch wird der Filmvorschub auf die für den Übergang von einer Aufnahme zur nächsten erforderlichen Strecke beschränkt. Nach Belichtung des ganzen Filmes erfolgt seine Wiederaufspulung auf das Magazin 13 durch Verdrehung des Knopfes 55, wobei gleichzeitig ein Druck auf den Drücker 43 ausgeübt wird, damit der Stift 44 der Lamelle 41 beständig über dem Knopf 54 bleibt.