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Selbsttätig arbeitender, als Spulenträger ausgebildeter Schieber für Kontrollkassen.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein als Spulenträger ausgebildeter Schieber für Registrierapparate aller Art, der sich selbsttätig öffnet. aber nicht mehr schliessen kann, sobald das Papier von seiner Spule abgelaufen ist, oder dasselbe aus irgendeinem Grunde durchreisst oder auch überhaupt das Einlegen der Spule unterlassen wurde, wodurch erreicht wird, dass der Kontrollapparat nicht in Wirkung treten kann, ohne auch gleichzeitig eine Marke abzuwerfen.
Die bei Registrierapparaten übliche Anordnung der den Papierstreifen tragenden Spulen weist insbesondere die nachstehenden Übelstande auf : l. Um die Raumeinnahme zu beschränken, muss der Durchmesser der Papierspule möglichst klein genommen werden und der Papierstreifen darf höchstens 6-800 gewöhnliche Marken enthalten. Hieraus folgt, dass durch das wiedorhnite Einlegen von neuen Spulen in grösseren Geschäftshäusern unangenehme Störungen, insbesondere Unterbrechungen in der Kontrolle hervorgerufen werden. 2. Dio Hegistrierung der verschiedenen Geschäftsoperationen entspricht nicht immer genau dem Abwerfen der Marken, sobald z. B. unbemerkt die Spule fast abgelaufen ist oder der Papierstreifen durchreisst.
Das gleiche gilt, wenn aus Versehen die Spule nicht
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der ersten Registrierung der Apparat keine Marke abwirft. Der nachstehend beschriebene und auf den Zeichnungen dargestellte, als Spulenträger ausgebildete Schieber hilft diesen Übolständen ab und vorhindert die Vornahme von Registrierungen, bei welchen Marken nicht abgeworfen werden.
Fig. 1 ist ein Grundriss des die Spule tragenden, selbsttätig arbeitenden Schiebers, dessen äusseres Fach dem Apparate, der den von der Spule sich abwickelnden Papierstreifen benutzt, als Sockel dient. Fig. 2 ist ein senkrechter Längsschnitt nach Linie. A -B, Fig. 3 ein Schnitt nach Linie C-JE'der Fig. 1. Fig. 4 ist ein Querschnitt nach Linie E-F.
Fig. 5 und 6 beziehen sich auf die Wirkungsweise des Schiebers und entsprechen den Fig. 2 und 4. Die Papierspule a sitzt auf einem Träger b, der auf der Achse c drehbar angeordnet ist Die Achse c ist im Boden cl des eigentlichen Schiebers eingelassen. Letzterer befindet sich in finfm Gehäuse e, das die Seitenwände f und g des Kontrollapparates bei und t stüt/t. Die Papierspulc wird seitlich durch eine kreisförmig verlaufende Rippe j gehalten, die an einer bestimmten Stelle einen Einschnitt aufweist, durch welchen der Papierstreifen bis zur vollständigen Abwicklung der Spule heraustritt.
Nahe an dieser Austrittsstelle läuft der Papit'rstreifen über eine um die senkrechte Achse l sich drehende Rolle A-. Sodann wird er um 900 abgelenkt und tritt durch einen im Sockel vorgesehenen
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schrift Nr. 10310 vom Jahre 1900 bekannte Registrierkasse) übergeführt wird.
Der eigentliche Schieber sitzt und führt sich auf zwei zylindrischen Stangen lt und o, die an dem Sockel befestigt sind. Auf eine jede dieser Stangen ist eine Spiralfeder p ge-
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schoben, die sich zwischen zwei dem Schieber und dem Sockel angehörenden Ansätzen befindet. Diese Federn sind in der Schlusslage des Schiebers zusammengepresst und bereit, bei Lösung der Sperrung die Öffnung des Schiebers zu bewirken. Die Verriegelung wird mittels eines am vorderen Teil des Schiebers angeordneten Sperrhakens q bewirkt, der sich an dem Ansatz r eines um die Achse l schwingenden Hebels s einklinkt.
Das umgebogene Ende u des Hebels s presst den Papierstreifen gegen eine Öffnung 11, die sich am Sockel in der Nähe des Austrittsschlitzes m befindet. Der hiezu erforderliche Druck wird durch eine kleine Feder w hervorgerufen, die sich zwischen dem entgegengesetzten Ende des Hebels s und dem oberen Teile des Sockels befindet. Am hinteren Teil des Schiebers ist ein Anschlag a1 vorgesehen, der in der Schlusslage des Schiebers gegen einen Hebel b1 drückt. Dieser Hebel ist bei cl auf einem Ansatz der Seitenwand 9 des Kontrollapparates gelagert und steht vermittelst eines gabelartigen Einschnittes mit einem Stift dl in Eingriff. Dieser Stift befindet sich auf einer Stange e1, welche senkrecht zu den Wandungen fund 9 angeordnet ist und in Öffnungen dieser letzteren eingreift.
Durch eine Feder fl, die zwischen der Wandung f und einem auf der Stange el befestigten Ring gl angeordnet ist, wird die Stange el beständig einem Druck ausgesetzt, der zeitweilig ihr hinteres Ende in das Loch des dem Kontrollapparate angehörenden Einrückhebels il treibt. Dieser in Fig. 1 im Grundriss dargestellte Einrückhebel schwingt auf einer Achse und ist an dieser Stelle zu einer Gabel ausgebildet, deren Zinken eine Einrückscheibe umfassen, welche je nach der Lage, in welche sie durch die Gabel übergeführt wird, den Antriebsmechanismus der Registrierkasse kuppelt oder löst.
Die Stange e1 ist ausserdem mit einer als schiefe Ebene ausgebildeten Nase jl versehen, welche bei der von links nach rechts erfolgenden Bewegung auf eine bei schwingend gelagerte Stange kl einwirkt, die dazu dient, die Sperrung der die Scheiben des Kontrollapparates tragenden Welle herbeizuführen.
Die neue Vorrichtung arbeitet wie folgt : Für gewöhnlich nehmen die vorbeschriebenen Organe die durch die Fig. 1-4 veranschaulichte Lage ein, der Papierstreifen wickelt sich ab und versorgt den Kontrollapparat mit dem zur Erzeugung der Kontrollmarken nötigen Papier. Nebenher sei erwähnt, dass die wagerechte Lage der Papierspule im Sockel des Apparates ein ununterbrochenes Arbeiten der Kontrollvorrichtung gestattet und letztere zugänglicher macht. Es sei nun angenommen, dass das Papier von der Spule vollständig abgewickelt oder aus irgendeinem Grunde durchgerissen ist. Es ereignet sich dann folgendes : Das Ende u des Hebels s, welches gegenüber der Öffnung v keine Stütze mehr findet, schwingt unter Einwirkung der Feder w und klinkt den Sperrhaken q des Schiebers aus.
Letzterer bewegt sich dann unter Einwirkung der Federn p, p nach vorne und wird zum Teil geöffnet, wie die Fig. 5 zeigt. Infolge dieser Bewegung sind durch den nach links wandernden Anschlag (il der Ilebel bl und mit diesem die Stange cl freigegeben worden,
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Spitze in die Öffnung bl des Einklinkbebels il tritt, wobei durch den Ansatz jl die Sperrstange kl abwärts gedrückt wird. Unter solchen Bedingungen erfolgt die selbsttätige Sperrung des Kontrollapparates und es ist ohne weiteres ersichtlich, dass zufolge dieser Einrichtung der Apparat nur unter gleichzeitigem Abwerfen von Marken arbeiten kann, worin bezüglich der Kontrolle ein grosser Fortschritt zu erblicken ist.
Die Int1itigkeitsetzung des Apparates kann erst erfolgen, wenn eine neue Spule auf den Schieber gelegt worden ist oder dem Riss des Papierstreifens abgeholfen und der Schieber in seine Schlusslage zurückbewegt worden ist.