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Messinstrument mit in einer durchsichtigen Flüssigkeit vor der Skala laufendem Instrumentenzeiger
Die Erfindung betrifft ein Messinstrument mit in einer durchsichtigen Flüssigkeit vor der Skala lau- fendem Instrumentenzeiger und einem von diesem durch einen Anschlag mitgenommenen, mittels Griff- knopf von Hand verdrehbaren Schleppzeiger (Maximalanzeiger). Im Gegensatz zu Messinstrumenten mit ähnlichen Schleppzeigern, die nicht in einer Flüssigkeit laufen, besteht bei Messinstrumenten mit Brems- flüssigkeitsfüllung die Schwierigkeit, dass diese Flüssigkeit durch die Bewegung des Instrumentenzeigers in gewissem Ausmasse in die Bewegung mitgenommen wird und diese Bewegung auch beibehalt, nachdem der Instrumentenzeiger bereits zum Stillstand gekommen ist.
Dadurch kann aber die Einstellung des sehr leicht drehbaren Schleppzeigers verändert werden, so dass die richtige Funktion des Schleppzeigers als
Maximalanzeiger nicht gewährleistet ist.
Beim Messinstrument nach der Erfindung ist dieser Überstand vermieden und zwar dadurch, dass zwischen dem Instrumentenzeiger und dem Schleppzeiger eine durchsichtige Scheibe ruhend angebracht ist, welche die vom Instrumentenzeiger verursachte Flüssigkeitsströmung vom Schleppzeiger abhilt.
Nachstehend ist an Hand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes näher erläutert.
Dieses zeigt in Fig. 1 einen axialen Schnitt durch ein Messinstrument, dessen Zeiger in einem ölgefüllten Gehäuse laufen, z. B. einem Beschleunigungsmesser. Die Fig. 2 zeigt das Instrument in Ansicht auf die Skala.
In dem gefüllten Gehäuse 1 dreht sich der auf der Welle 2 sitzende Instrumentenzeiger 3. Er spielt aber einer kreisringförmigen Skala 4. Vom Zeiger 3 ragt ein Mitnehmer 5 nach oben, der den durchsichtig ausgebildeten Schleppzeiger 6, je nachdem, von welcher Seite er zum Anliegen kommt, nach der einen oder andern Richtung in die Drehung mitnimmt. Dieser Schleppzeiger 6 sitzt an einem Kre1sscheib- chen 7 aus durchsichtigem Material, welches lose auf einer abgestuften Scheibe 8 aus ebenfalls durchsichtigem Material, aufliegt. Diese Scheibe 8 sitzt mit einem Nabenteil 9 an einer Achse 10, welche mittels eines Lagerkörpers 11 im Abdeckglas 12 gelagert ist. Am herausragenden Teil der Welle 10 sitzt ein kegelstumpfförmiger Griffknopf 14. Die Nabe 9 dient als Führung für das Scheibchen 7.
An dem der Schleppzeiger sitzt. Dieses Scheibchen ist mit dem oberen Teil 8'des Scheibchens 8 durch Haftreibung gekuppelt. Der wesentlich grösseren Durchmesser aufweisende untere Teil 8" des Scheibchens 8 dient dazu, um eine eventuelle drehende Strömung des Öles, die durch die Bewegung des Zeigers 3 entstanden ist, vom Schleppzeiger 6 abzuhalten. Die Reibung zwischen den Scheibchen " (und 8'ist sehr gering, weil der z. B. aus 0, 2 mm starkem Glimmer gefertigte Teil 7 nur mit seinem geringen, um den Auftrieb im Öl verringerten Gewicht auf dem Teil 8 aufliegt. Durch Verkleinerung oder Vergrösserung der AuflAgefläche 8'kann die Reibung passend dosiert werden.
Wenn der Mitnehmer 5 des Instrumentenzeigers 3 an den Schleppzeiger 6 anstösst, wird dieser in die Drehung mitgenommen, ohne dass nennenswerte Hemmungskräfte auftreten. Der Schleppzeiger bleibt dann in der Stellung des maximalen Ausschlages des Instrumentenzeigers stehen. Will man ihn wieder zurückdrehen, so ist dies über den Griffknopf 14 möglich, da die Haftreibung zwischen den Scheibchen 7 und 8'für die Mitnahme ausreicht. Oberhalb des Scheibchens 8"bleibt das Öl durch die abschirmende Wirkung desselben in Ruhe, so dass auch der Schleppzeiger 6 beim Zurückdrehen des Insirumentenzeigers in seiner Lage stehen bleibt.
Der Lagerkörper 11 ist gleichzeitig als Dichtungsstoppel ausgeführt und einfach in eine Mittelöffnung
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des Schauglases 12 eingezwängt. Der Griffknopf 14 ist hohl ausgebildet und liegt mit seiner unteren Ring- fläche am Schauglas 12 auf. Durch die konische Ausgestaltung des Knopfes kann dieser weder in die Höhe gehoben noch verkantet werden, so dass die Dichtung keiner andern Belastung als der reinenDrehbewegung der Welle 10 und eventuell einem kleinen Seitenschub ausgesetzt ist. Wenn der Rückstellknopf von Hand aus über Bedarf weitergedreht wird, dann legt sich der Schleppzeiger an den Mitnehmerstift 5 des Instrumentenzeigers 3 an und bleibt stehen.
Es ist daher vollständig ausgeschlossen, dass durch eine unsachgemässe Bedienung (Weiterdrehen des RUckstel1knopfes) der Instrumenten-und damit der Anzeigemechanismus Irgendeiner gewalttätigen Verdrehung ausgesetzt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Messinstrument mit in einer durchsichtigen Flüssigkeit vor der Skala laufendem Instrumentenzeiger und einem von diesem durch einen Anschlag mitgenommenen mittels Griffknopf von Hand verdrehbaren Schleppzeiger (Maximalanzeiger), dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Instrumentenzeiger und dem Schleppzeiger eine durchsichtige Scheibe (8) ruhend angebracht ist, um die vom Instrumentenzeiger verursachte Flüssigkeitsströmung vom Schleppzeiger abzuhalten.