AT208332B - Verfahren zur Verhinderung der Migration beim Färben mit Pigmentfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung der Migration beim Färben mit Pigmentfarbstoffen

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AT208332B AT621358A AT621358A AT208332B AT 208332 B AT208332 B AT 208332B AT 621358 A AT621358 A AT 621358A AT 621358 A AT621358 A AT 621358A AT 208332 B AT208332 B AT 208332B
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  Verfahren zur Verhinderung der Migration beim Färben mit Pigmentfarbstoffen 
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 polymeren Phosphaten lieferte keine besseren Ergebnisse. 



   Ferner ist es schon bekanntgeworden, Druckpasten zum Bedrucken von Textilien herzustellen, die Alginate und kondensierte Phosphate enthalten. Wenngleich sowohl beim Drucken als auch beim Färben das Textilgut angefärbt wird, so ist doch die Durchführung dieser Verfahren so unterschiedlich, dass von der Zusammensetzung von Druckpasten nicht auf die Eignung von Druckpastenbestandteilen für ein bestimmtes Färbeverfahren geschlossen werden kann. 



   Es wurde nun gefunden, dass die Migration beim Färben mit Pigmentfarbstoffen verhindert werden kann, wenn man den Färbeflotten Alginate in Kombination mit kondensierten Phosphaten zusetzt. 



   Unter Alginaten sind Salze oder Derivate der Alginsäure zu verstehen, insbesondere die löslichen Alkali- oder Amoniumsalze, u. zw. sowohl hoch- als niedrigpolymere. Im allgemeinen sind Alginatmengen bis zu 20   g/l   ausreichend. Die günstigsten Ergebnisse werden mit Alginatmengen erzielt, die zwischen   l   bis 10   g/l   liegen. 



   Unter dem Begriff "kondensierte Phosphate" werden lösliche Salze von Phosphorsäuren, die wasserärmer als Orthophosphorsäure sind, z. B. 



  Pyrophosphat, Polyphosphate und hochmolekulare Polyphosphate, wie Grahamsalz und wasserunlösliche, hochmolekulare Polyphosphate, z. B. 



  Kalium-Kurrolsalz, die in Gegenwart von Natriumionen löslich werden, zusammengefasst. 



  Auch Derivate der Phosphorsäuren, z. B. Kondensationsprodukte aus Harnstoff und Phosphorpentoxyd, oder Gemische aus all den genannten Verbindungen, können angewendet werden. Die anzuwendende Menge liegt in der Regel niedriger als die Menge des verwendeten Alginats. Im allgemeinen geben Mengen an kondensierten Phosphaten bis zu 10   g/l   befriedigende Ergebnisse. 



  Vorzugsweise kommen Mengen von 0, 2 bis 4 g/l Phosphat zur Anwendung. 



   Beispiel 1 : Baumwollpopeline wurde mit der wässerigen Dispersion eines Pigmentfarbstoffes foulardiert. Die Temperatur betrug 30  C, die Gewichtszunahme   90%,   bezogen auf das Trockengewicht der Ware. Das feuchte Gewebe wurde auf einer Glasplatte gefaltet (im Zickzack, 

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 15 cm breit abgelegt) und mit einer Glasplatte so abgedeckt, dass die Falten an beiden Seiten frei blieben. Dadurch erzielte man ein schnelleres Austrocknen der Falten und. ein Wandern der Feuchtigkeit von der Mitte zu den Falten hin. Wenn das Farbpigment mit der Feuchtigkeit wandert, so müssen sich an den Falten dunklere Streifen bilden. 



   Nach dieser Versuchsanordnung wurde fünfmal   l   m Baumwollpopeline mit je 5   g/l   Sandothrenbraun NBR Pulver, ultradispers, geklotzt. 



   Muster a : Ohne Zusätze. Ergebnis : Starke Migration. 
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 400 cP aufweist, + 0, 25 g/l Polyphosphat von der durchschnittlichen Zusammensetzung   Nage7022.   Ergebnis : Keine Migration, erhöhte Farbstoffausbeute und Brillanz. 



   Muster   c : Zusätze :   25   g/l   Kristallgummi 1 : 2. 



  Ergebnis : Deutliche Migration. 



   Muster   d : Zusätze : 1, 65 gjl Johannisbrotkern-   mehl. Ergebnis : Sehr starke Migration, bedeutender Abfall der Farbstärke. 



     Muster e : Zusätze :   25   g/l   Tragant. Ergebnis : Starke Migration. 



   Beispiel 2 : Nach dem im Beispiel   l   angegebenen Verfahren wurde Baumwollpopeline mit jeweils 5   g/l   Solanthrenbrillantgrün NBF Pulver, ultra-dispers, geklotzt ; die Muster wurden nach den Angaben im Beispiel   l   angefertigt. Dabei wurden folgende Ergebnisse erzielt :
Muster a : Starke Migration,
Muster b : Keine Migration, bedeutend bessere Farbstoffausbeute, erhöhte Brillanz. 



   Muster c : Deutliche Migration. 



   Muster d : Sehr starke Migration und Abfall der Farbausbeute. 



   Muster e : Sehr starke Migration und bedeutender Farbabfall. 



    .   Die Beispiele zeigen, dass speziell der Zusatz von Alginat und kondensierten Phosphaten in allen eingangs erwähnten Fällen die Migration verhütet. Auch wenn den Pigmentflotten Bindemittel, z. B. in Form von Kunstharzvorkondensaten, zugegeben werden, die nach dem Trocknen der Ware bei Temperaturen von etwa 130 bis   1500 C   zu wasserunlöslichen Verbindungen kondensieren und den Farbstoff auf die Faser fixieren, verhindern die Zusätze gemäss der Erfindung die Migration während des Vortrocknen. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Verhinderung der Migration beim Färben mit Pigmentfarbstoffen nach Methoden, die eine Zwischentrocknung der Ware erfordern oder bei welchen die Möglichkeit zu ungleichmässigem Trocknen gegeben ist, dadurch gekennzeichnet, dass man den Behandlungsflotten Alginate und kondensierte Phosphate zusetzt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als kondensierte Phosphate wasserlösliche oder löslich zu machende Salze von Phosphorsäuren, die wasserärmer als Orthophosphorsäure sind, sowie Kondensationsprodukte aus Harnstoff und Phosphorpentoxyd, einzeln oder im Gemisch, verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Alginate in Mengen bis zu 20 g/l, vorzugsweise von 1 bis 10 g/l, anwendet.
    4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die kondensierten Phosphate in Mengen bis zu 10 g/l, vorzugsweise zwischen 0, 2 und 4 g/l, einsetzt.
AT621358A 1958-05-22 1958-09-05 Verfahren zur Verhinderung der Migration beim Färben mit Pigmentfarbstoffen AT208332B (de)

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