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Vorrichtung zum Abheben und Auswerfen der Pressstücke aus rotierenden Former
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vor- richtung zum Ablösen und Auswerfen von frisch gepressten Formlingen, z. B. aus Ton bestehenden
Dachziegeln aus den Pressformen, mittels Druck- luft oder Druckflüssigkeit, die zwischen den
Formling und die Formoberfläche gedrückt wird.
Vorrichtungen mechanischer Art zum Lösen, der
Formlinge, aber auch solche, bei denen Druckluft oder Druckflüssigkeit zwischen Form und Form- ling eingepresst wird, sind bekannt. Ferner ist es bekannt, ortsfeste Druckluftanlagen mit auf der Trommel einer Revolverfalzziegelpresse sit- zenden Formen, derart zu koppeln, dass die
Druckluft jeweils jener Pressform zugeleitet wird, für die der Abhebevorgang gerade zutrifft. Eine derartige Einrichtung erfordert komplizierte, störanfällige Elemente deren Betriebssicherheit durch die beim Pressen von Ton unvermeidliche
Verschmutzung und das Hartwerden eingedrungener Tonteilchen stark gemindert wird.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diesen
Nachteil dadurch, dass das die Druckluft oder ei- nen Flüssigkeitsdruck erzeugende Aggregat, das im folgenden als Druckmittelaggregat bezeichnet wird, in oder an dem rotierenden Träger der
Pressformen untergebracht ist und mit diesem
Träger rotiert, wobei die einzelnen Pressformen mit diesem Aggregat durch stationäre Zuleitun- gen verbunden sind. Die Zuleitung zu den For- men besteht so aus einem nach aussen geschlosse-
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Teller sein. Eine andere Ausführungsform gemäss Erfindung wird darin gesehen, dass jeder Pressform ein gesondertes Druckmittelaggregat zugeordnet ist. So können z. B. die Zylinder eines sternförmigen Kompressors fest mit dem Formenträger verbunden sein und die Kurbelwelle festgehalten werden.
Bei dieser Anordnung ergibt sich eine direkte Überleitung des Druckmediums in'die Formen.
Um bei kombiniertem Druckflüssigkeit-und Pressluftbetrieb eine ausreichende Menge des Druckmittels zur Verfügung zu haben, kann ein federnder Speicher eingeschaltet sein, welcher zunächst unter entsprechender Ausdehnung die Druckflüssigkeit aufnimmt, um sie dann durch eine Leitung bei Öffnung eines Ventils an die Pressform abzugeben.
Das ganze Leitungssystem'kann auch wechsel- weise mit Druckluft oder Druckwasser beschickt werden. Das Druckwasser nimmt dann die Durch- spülung der Austrittsdüsen in der Zeit zwischen
Abheben des Formlings und dem Aufsetzen des neuen Pressgutes vor.
An Hand der schematischen, fünf Ausführungs- beispiele der Erfindung (Fig. 1-5) und eine Aus- führungsvariante (Fig. 6) darstellenden Zeichnun- gen wird die Erfindung im folgenden noch näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen
Teil einer Revolverpresse mit der Revolvertrom- mel 1 und den Pressformen 2, sowie der Ober- form 3, die sich gegen die Unterform 2 bewegt.
Die Revolvertrommel wird nach jedem Zusam- menwirken mit der Oberform um eine Unterform
2 weitergeschaltet. In der hohlen Revolvertrommel 1 ist ein Kompressor 4 mit Antriebsmotor 5, das Druckmittelaggregat und der Lüfter 6 untergebracht. Der Ein- und Austritt der Kühlluft kann durch die hohle Trommelachse 7 führen.
Die den Motor 5 speisenden elektrischen Leitungen 8 führen über Schleifringe 9.
Auch bei einer scheiben- oder tellerförmigen Presstrommel 10, Fig. 2, kann das Druckmittelaggregat 4, 5 mitlaufen auf der Pressscheibe 10 angebracht sein. Die Formen 2 sind hier stirnseitig auf die Scheibe 10 aufgesetzt und die Oberform 3 bewegt sich in horizontaler Richtung.
Das Aggregat 4 kann ferner, wie Fig. 3 zeigt, durch die Relativbewegung der Pressscheibe 10 gegenüber einem feststehenden Lagerteil angetrieben werden, indem der Kompressor 4 an der Scheibe 10 befestigt ist und über ein Kettenritzel, Kette und einen am feststehenden Lagerteil angebrachten Kettenradkranz bei Drehung der Trommel 10 in einem Übersetzungsverhältnis angetrieben wird, das der Anzahl der aufgesetzten Formen 2 entspricht.
Gemäss Fig. 4 ist das mitrotierende Aggregat 4, 5 seitlich der Trommel 1 in einem mit der die Trommelachse 7 umlaufenden Gehäuse 11 und ausserhalb des die Trommel 10 lagernden Pressen- ständers 12 angeordnet, wodurch die Zugänglichkeit des Aggregats verbessert ist.
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Nach Fig. 5 ist ein drehbarer Formenhalter 1 von vier Flächen begrenzt, von denen jede eine der Pressformen 13, 14, 15, 16 trägt, wobei jeder Fläche ein Druckzylinder 17, 17a, 18, 18a zugeordnet und mit, dem Zylinderboden am Körper 1 befestigt ist und jeweils ein Durchtritt 20 zu den Formen 13, 14, 15, 16 vorgesehen ist. Eine den Pleueln der vier in den Zylindern 17, 17a, 18, 18a laufenden Kolben gemeinsame Kurbelwelle 21 ist unbeweglich so angeordnet, dass eine Exzentrizität gegenüber der Trommelachse besteht und bei Drehen der Trommel 1 die Kolben nacheinander einen Druckhub ausführen, der so abgestimmt ist, dass er stets an jener Form auftritt, aus der der Formling ausgestossen werden soll.
Statt der Kolben und Zylinder können auch Druckgefäss mit Membranen, Faltenbalgboden od. dgl. zur Anwendung kommen.
Gemäss Fig. 6 kann zwischen die Austrittsleitung 20 des Druckmittelaggregates und das Verzweigungsstück 23, das zu den Pressformen führt, ein federnder Speicherbehälter 22 eingeschaltet sein, welcher zunächst unter Ausdehnung das Druckmittel aufnimmt, um es dann durch öffnen eines Ventils 23 an die Pressform abzugeben. Diese Kombination wird vor allem bei der Anwendung von Druckluft und wechselseitiger Nach-
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mitPATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Abheben und Auswerfen der Pressstücke aus rotierenden Formen einer Re- volver-oder Tellerpresse mittels Druckluft oder Druckflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass
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demger rotiert, wobei die einzelnen Pressformen mit diesem Aggregat (4, 5) durch stationäre Zuleitungen verbunden sind.