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Schneiderpuppe mit gegeneinander durch Getriebe verstellbaren Teilen.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Verbesserung an durch Getriebe verstellbaren Schneiderpuppen, deren Wesen darin besteht, dass die zu verstellenden Teile der'Puppe durch auf Verbindungsplatten angeordnete Kugelradgetriebe derart zu Körperteile bildenden Gruppen vereinigt sind, dass die Verstellung eines Teiles einer Gruppe die Verstellung aller Teile derselben Gruppe nach sich zieht und dass eine Gruppe von Teilen gegen die andere durch Getriebe in der Höhenrichtung oder senkrecht hiezu verstellt werden kann, ohne dass dadurch die Getriebe der anderen Gruppen irgendwie beeinflusst würden.
Zur Bildung der Puppe aus ihren Teilen sind an diesen elastische Bänder befestigt, die sich übereinander legen und den Übergang der Formen vermitteln. Diese Anordnung geniesst vor den bisher bekannten Anordnungen die Vorteile einer höheren Anpassungsfähigkeit und eines die Herstellung und Ausbesserung erleichternden einheitlichen Aufbaueg.
Die erwähnten Gruppen entsprechen den Körperteilen : Hals, Schultern, Brust, Rücken, Taille und Hüften. Die Getriebe im Inneren der Puppe gestatten die folgenden, den praktischen Erfahrungen angepassten Verstellungen :
1. G r u p p e n v e r s t e l l u n g e n : a) Bewegung des Hüften-, Taillen-, Brust-, Rücken-und Halsteiles nach vorne und rückwärts ; b) Bewegung des Hüften-und Schulterteiles, u. zw. jeder Hüfte bezw. Schulter unabhängig von der anderen, nach seitwärts ; c) Hebung oder Senkung des Taillen-, Brust-, Rücken- und Schulterteiles ; d) Drehung'jeder Schulter unabhängig von der anderen um eine wagerechte, und beider Schultern gleichzeitig, aber in entgegengesetzter Richtung um eine lotrechte Achse ; e) Bewegung des Schulter-und Halsteiles nach vor-und rückwärts.
2. Vergrösserung des Umfanges der e i n z e l n e n K ö r p e r t e i l e b e i j e d e m H ü f t- und Schulterteil, der Taille, Brust, dem Rücken und Halse.
Die bei den übrigen Teilen sich wiederholenden Getriebe sind im folgenden nur beim Hüftenteil beschrieben.
In Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung ist eine gemäss vorliegender Erfindung ausgeführte Puppe in Vorderansicht gezeigt, während Fig. 2 einen Schnitt nach A-B der Fig. 1 und die Fig. 3 bis 8 Schnitte nach C-D und 7 < ,'-F der Fig. 2, G-H der Fig. 3 und I-I L-M und N- 0 der Fig. 2 darstellen.
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liegenden Platte 5 derart umfasst wird, dass die letztere in einer wagerechten Ebene vorund rückwärts bewegt werden kann. Zur Verstellung dieser Platte 5 dient eine Bewegungsschraube 3, die in einem Lager 6 der beweglichen Platte 5 drehbar, aber gegen diese Platte unverschiebbar gelagert ist, während die Mutter 4 mit der festen Platte 2 ein Stück bildet.
Durch Drehen der Spindel 3 mit Hilfe eines Schraubenschlüssels wird nun die Platte 5 mit allem, was auf ihr angeordnet ist, nach vor-oder rückwärts verschoben. Da die Spindel 3 diese Bewegung mitmacht, ist für den Durchgang ihres Lagers 6 in der festen Platte 2 ein entsprechender Schlitz angeordnet.
Für die entsprechenden Bewegungen beim Taillen-, Brust-, Rücken-und Halsteil dienen die festen Platten 80, 81, 82, 83 und die Bewegungsspindeln 9, 10, 11, 12.
Über der Platte 5 sind die beiden, je eine Hälfte der zur nüftengrl1ppo gehörenden, die linke bezw. rechte Hüfte bildenden Teile vereinigenden Platten 8 angeordnet und ebenso wie die Platte 5 auf der Platte 2 durch Falze 74 geführt, die zu den Falzen 7 senkrecht stehen und eine seitliche Verstellung der Hüften unabhängig voneinander gestatten.
Zur Verschiebung der Platten 8 dienen die Spindeln 53, 54, welche in Lagern an den Platten 8 drehbar und g3gen Verschiebung gesichert gelagert sind und in der Platte 5 ihr ? Muttern finden.
Die seitliche Verstellung der Schultern wird in ähnlicher Weise durch die beweglichen Platten (i. f5, G6 und die Spindeln 67, 68 bewirkt.
Mit der Spindel 1 ist ferner eine Zahnstange 29 verbunden und in diese greift ein Zahntrieb. M ein, der in einer Rohrschelle 31 gelagert ist, welche auf die Hülse 32 auf-
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die in Rohrschellen 69, 70 gelagerten Triebe 34 und 38 eingreifen. Durch Drehung eines zu einem von den genannten Büstenteilen gehörenden Triebes werden demnach die betreffenden Büstenteile gehoben oder gesenkt.
Ausserdem ermöglicht das Getriebe 35, 36, indem die Zahnstange 35 und die den Trieb 36 und dessen Rohrschelle tragende, mit dem Brustteile verbundene Hülse 57 auf der Hülse 71 ! des Rückenteiles aufgebracht sind, eine relative Verstellung des 13rastteiles gegen die übrigen Teile, welche Einrichtung dem praktischen Bedürfnisse entspricht, den Brustteil bei sonst gleicher Büste heben oder senken zu können.
In die früher erwähnten Hüftenplatten 8 sind Kegelräder 13, 14 eingesetzt, die mit Kegelrädern 15, 16, die auf Schraubenspindeln 17, 18 aufgekeilt sind, in Eingriff stehen. Diese Spindeln sind in Lagern 21, 22 auf den Platten 8 fest gelagert und verschieben bei ihrer Drehung die mit ihren Muttern 19, 20 fest verbundenen Winkelplatten 72,73, auf denen die Teile a angebracht sind, so dass also bei Drehung einer der Spindeln 17, 18 alle mit der betreffenden Platte 8 zu einer Gruppe vereinigten Teile eine gleichsinnige, den Umfang dieser Gruppe vergrössernde oder verkleinernde Bewegung ausführen.
Die gleichartigen Getriebe für den Taillen-, Brust-und Halsteil sowie für jede Schulter sind in den Fig. 7,6, 4 und 5, diejenigen für den Rückenteil in den Fig. 3 und 2 dargestellt, in denen die dem Kegelrad 13 entsprechenden, in die zugehörigen Grundplatten 80, 81, 82, 83, 84 und 85 eingesetzten Kegelräder mit 23,24, 25, 26,27 und 28 bezeichnet sind.
Die besonderen Bewegungen des Schulterteils werden durch die Zusammensetzung der Schulterplatte aus einer mit der Hülse 39 fest verbundenen Mittelplatte 40 und zweier mittels der Zwischenstücke 43,44, die um lotrechte Bolzen 41, 42 drehbar sind, an den wagerechten Stiften 45,46 angelenkter, winkelförmig gebogener Seitenplatten 47, 48 ermöglicht. Durch die Drehung der beiden in dem aufwärts gerichteten Teil der Seitenplatten eingeschraubten und gegen an der Hülse 39 befestigte Plättchen 49,50 stossenden Schrauben 86, 86 erfolgt die Drehung der Schultern unabhängig voneinander nach aufoder abwärts um die wagerechten Achsen 45, 46.
Der unter der Mittelplatte 40 fest gelagerte Zahntrieb 64 (Fig. 2) greift in zwei mit den Zwischenstücken 43, 44 verbundene, bogenförmig gekrümmte Zahnstangen 58, 59 (Fig. 3) von oben und unten ein, so dass seine Drehung die gleichzeitige Drehung der beiden Schulterteile nach vorne oder rückwärts um die Drehungsachsen 41, 42 zur Folge hat.
An die oberhalb des Rückenteiles endigende Spindel 1 ist mittels des Zapfens 63 eine zweite Spindel 52 angelenkt, dio mit dem Zapfen 63 verkeilt ist und durch einen auf den letzteren aufgesetzten Wurmradbogen 62 sowie eine in diesen eingreifende, auf der Spindel 1 fest gelagerte Schnecke 60 vor-oder rückwärts gedreht werden kann. Durch diese Bewegung werden die auf der Spindel 52 angeordneten Gruppen, nämlich Schulter- und IIalsteil, nach vor-oder rückwärts geneigt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schneiderpuppe mit gegeneinander durch Getriebe verstellbaren Teilen, dadurch gekennzeichnet, dass letztere durch auf Verbindungsplatten angeordnete Kegelradgetriebe derart zu : Körperteile bildenden Gruppen vereinigt sind, dass die Verstellung eines Teiles einer Gruppe die Verstellung aller Teile derselben Gruppe nach sich zieht und dass jede
Gruppe gegen die anderen durch Getriebe in der Höhenrichtung und senkrecht hiezu ver- stellt werden kann, ohne dass dadurch die Getriebe der anderen Gruppen beeinflusst würden.