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CYRUS ADAMS BYERS UND EDWARD FRANKLIN ABBEY
IN TOLEDO (ORIO, V. ST. A.).
Maschine zur Herstellung von Bürsten.
Die vorliegende Erfindung betrifft Maschinen zur Herstellung von Bürsten, u. zw. insbesondere Maschinen derjenigen Art, welche in der britischen Patentschrift Nr. 7498 vom Jahre 1886 beschrieben ist. Bei diesen Maschinen wird die fertig vorgebohrte Fassung gegenüber einer Vorrichtung festgespannt, welche der Reihe nach in die vorgebohrten Löcher die einzelnen Borstenbüschel einführt.
Me vorliegende Erfindung besteht in einer besonderen Ausbildung der Einrichtung, mit deren Hilfe das Arbeitsstück nach jeder Operation verschoben und in diejenige neue Lage gebracht wird, welche die nächstfolgende Operation erfordert. In Fig. 5 ist eine vor-
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rechte und eine senkrechte Bewegung zu erteilen, so dass die Einziehvorrichtung, welche vorher über einem der Löcher zentriert war, nunmehr dem nächsten gegenübersteht. Zu diesem Zweck wird das Arbeitsstück derart über einer Lochlehre 1 (Fig. 3) zwischen Backen E eingespannt, dass die vorgebohrten Löcher sich mit den Löchern in der Lehre decken.
Der ganze Spannrahmen wird dadurch vor die Einziehvorrichtung gebracht und genau in der richtigen Lage festgestellt, dass eine Zentrierspitze von hinten vorgeschoben wird, welche in das betreffende Loch in der Lehre eindringt und den in der Achsenrichtung des jeweilig bearbeiteten Loches frei verschiebbaren Rahmen vordrückt. Nach dem Einziehen des Büschels in das Loch muss dann die Spitze zurückgezogen und die Spannvorrichtung mit dem Arbeitsstück so verschoben werden, dass das nächste Loch der Zentrierspitze gegenübersteht.
Die Vorrichtungen, welche hiezu dienen und den Gegenstand der vorliegenden Er- findung bilden, sind in Fig. 1 im Zusammenhang mit der übrigen Maschine perspektivisch dargestellt und, wo es die Deutlichkeit verlangt, in etwas vergrössertem Massstabe in den übrigen Figuren besonders herausgezeichnet.
B ist die Triebwelle und C die Füllvorrichtung einer Ganéschen Füllmaschine. Die bekannten Teile sind zum grössten Teil weggelassen. Die Welle B treibt aber auch die Einstellvorrichtungen an, die im folgenden im einzelnen beschrieben werden sollen.
Die Backen E, zwischen denen das Arbeitsstück eingespannt ist, lassen sich auf ihren Führungsstangen E' vermittels der Spindel E2 verstellen. Die Spindel ist mit. Rechts-und
Linksgewinde ausgestattet, so dass durch ihre Umdrehung die beiden Hacken einander genähert oder voneinander entfernt werden. Um die Möglichkeit zu gewähren, die in der Fassung vorgebohrten Löcher mit den Löchern in der Lochtehre genau zur Deckung zu bringen, sind auf die Spindel E2 zwei als Stellringe ausgebildete Gegenmuttern W und W' aufgeschraubt (Fig. 6). Durch entsprechende Verstellung dieser beiden Muttern Kann die
Lage der Spindel nach Bedarf verändert werden. Die Stangen E' bilden einen Rahmen, der durch Stangen E3 getragen wird, die sich nach hinten erstrecken.
Die Stangen E3 sind in
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Rahmen, der das Arbeitsstück trägt, seitlich geschwenkt werden kann. Der Rahmen F seinerseits ist mittels Bolzen Fl in Zwingen lez eingespannt, die um eine wagrechte Achse x drehbar am Rahmen G hängen. Der Rahmen G besteht aus Stangen G', welche in
Führungen 6 auf dem Tische D'gleiten, wenn die Spannvorrichtung mit dem Arbeits- stück der Füllvorrichtung genähert oder davon entfernt wird. Diese Bewegung wird durch die Zentrierspitze II vermittelt, welche in die Lehre 7 eingreift, indem sie durch die
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Rahmen 1,, " mit der Spannvorrichtung in Bewegung gesetzt wird.
Die Rückwärtsbewegung wird durch die Feder K (Fig. 1) bewirkt, aber die Reibung in den Führungen'ist so gross angenommen, dass die Kraft dieser Feder allein nicht ausreicht, um die Rückwärtsbewegung einzuleiten. Der Rahmen mit dem Arbeitsstück bleibt daher zunächst stehen und die Spitze 11 wird zurückgezogen, bis der Anschlag/), der darauf angebracht ist, gegen die
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Die Auf-und Ab-, sowie die Hin-und Herbewegungen erhält das Arbeitsstück durch
Vermittlung eines Schuhes M (Fig. 1 und 7), welcher auf meiner wagrechten Führungs- leiste L (Fig. 1 und 2) reitet. Die Bewegungen werden durch zwei Kurvenscheiben ge- steuert, die in Fig. 1 mit punktierten Linien angedeutet und deren eine ausserdem in
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Fig. 4 in Ansteht gezeichnet ist. Die Kurvenscheiben sitzen auf der Wolle Q und werden stossweise fortgeschaltet, derart, dass immer eine Vorwärtsbewegung eintritt, wenn ein Loch mit Borsten besetzt worden ist. Die zugehörige Einrichtung ist in Fig. 8 in vergrössertem Massstabe gezeichnet. Auf der Welle Q sitzt ein Schneckenrad Q2, in das die Schnecke Qi) eingreift.
Durch ein Exzenter q3 auf der Antriebswelle B wird ein Wtakelhebel q hin-und hergeschwenkt. Der Winkelhebel q'trägt eine Klinke q, die in ein Sperrad Q eingreift, Dieses Sperrad sitzt auf der Schneckenwelle, so dass bei jeder Umdrehung der Haupt- ant'iebswello B die Schnecke und mit ihr das Schneckenrad um ein abgemessenes Stück vorwärtsgeschaltet wird und die Kurvenscheiben mitnimmt.
Der Tisch N (Fig. 1 und 2) ruht auf einer senkrecht verschiebbar im Lager 0 geführten hohlen Stange NI, die durch den Arm TS an ihrem unteren Ende mit einer Fübrungsstange N2 verbunden ist. Das obere Ende der Führungsstange N2 ist ebenfalls mit dem Tisch N verbunden und in ihrer Mitte ist sie in dem Arm 0'gefilhrt. Dadurch kann sich das ganze System frei auf-und abbewegen. An dem unteren Ende der Stange NI greift ein Glied p an und verbindet sie mit einem Arm eines Winkelhebels P. An dessen anderen Arm greift ein Glied pi an und verbindet ihn mit einem Arm p2 eines zweiten Winkelhebels, dessen anderer Arm p3 eine Rolle p3 trägt, welche auf dem Umfang der einen Kurvenscheibe jäuft.
Dadurch erhält also das Arbeitsstück nach jeder Operation eine senkrechte Bewegung, deren Gt'össe und Bewegungssinn von der Form des Kurvenscheibenumfanges abhängt.
Der Tisch N ist mit vier Augen an seinen vier Ecken ausgestattet, in welchen ein Rahmen L'geführt ist, der die Führungsleiste L trägt. Durch ein Glied L2 ist der
Rahmen L'mit einer Kurbel L3 verbunden, die auf eine Welle 1. 4 aufgeteilt ist. Die
Welle L4 steckt in der hohlen Stange N'. Eine Feder u wirkt der Kurbel entgegen und nimmt gleichzeitig den toten Gang auf. Am unteren Ende der Welle L4 t. ist eine Kurbel L5 befestigt, deren gegabelte Ende eine Stange L6 umfasst, die an zwei Armen hängt, die gleich- achsig mit der hohlen Stange NI gelagert sind. An dem oberen Arm greift ein Glied L8 an und verbindet ihn mit dem einen Arm eines Winkelhebels, der auf der Welle L festsitzt.
Der andere Arm wird durch die Kurbel Lll gebildet, welche an ihrem Ende die Rolle L12 tragt, und diese Rolle läuft auf dem Umfange der anderen Kurvenscheibe. Dadurch erhält also der das Arbeitsstück tragende Rahmen nach jeder Operation eine Seitwärtsbewegung, deren Sinn und Grösse von der jeweiligen Form des Knrvenscbeihenumfanges abhängt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. An Maschinen zur Herstellung von Bürsten, bei weichen die Bürstenfassung dadurch vor einer mechanischen Einziehvorrichtung oder einer Vorrichtung zum Ausbohren der Löcher eingestellt wird, dass der Rahmen, in dem sie eingespannt ist, um zwei aufeinander senkrecht stehende Achsen geschwenkt wird. eine Vorrichtung zur Übertragung der Einstellbewegung auf den genannten Spannrahmen, gekennzeichnet durch eine parallel zur Achsenrichtung des jeweilig bearbeiteten Loches angeordnete Führungsleiste (L), auf der ein mit dem Rahmen verbundener Schuh (M) lose reitet, zum Zwecke, eine Einstellung des Arbeitsstückes in zwei
Richtungen zu ermöglichen, ohne dessen Beweglichkeit in der dritten Richtung aufzuheben.