AT208001B - Verfahren zur Herstellung eines neuen Antibiotikums - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen Antibiotikums

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AT208001B
AT208001B AT493158A AT493158A AT208001B AT 208001 B AT208001 B AT 208001B AT 493158 A AT493158 A AT 493158A AT 493158 A AT493158 A AT 493158A AT 208001 B AT208001 B AT 208001B
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Austria
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sep
phyllomycin
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antibiotic
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AT493158A
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Guenter Dr Schmidt-Kastner
Johannes Dr Schmid
Ferdinand Dr Grewe
Victor Dr Flueck
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Bayer Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines neuen Antibiotikums 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung und Gewinnung eines neuen Streptomycetenantibiotikums mit   bakteriostaiischen und   fungistatischen Eigenschaften. Es ist in der Kulturlösung sowie in geringer Menge im Mycel eines neuen Streptomyceten enthalten und wurde wegen seiner Wirksamkeit gegen pflanzenpathogene Pilze Phyllomycin genannt. 



   Der aus Flussschlamm isolierte Streptomycet, der den Namen Streptomyces umbrosus erhielt und unter dieser Bezeichnung im Centralbureau voor Schimmelkultures Baam, Holland, hinterlegt worden ist, ist mit keinem der bekannten Streptomyceten identisch. 



   Nach "Actinomycetes and their   Antibiotics"von S. A. WAKSMAN   und   H. A. LECHEVALER   1953, Seite 66, ist er als chromogener Typ mit einem in allen organischen Medien löslichen Pigment dem Streptomyces viridoflavus ähnlich, unterscheidet sich jedoch von ihm in wesentlichen Merkmalen. Nach den diagnostischen Methoden von W. LINDENBEIN (Archiv f. Mikrobiologie 17,361-381   (1952)je   ergibt sich für die neue Spezies die in der nachfolgenden Tabelle 1 zusammengestellte Charakteristik. 



   Tabelle 1 
Kultureigenschaften von Streptomyces umbrosus. 
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Medium <SEP> Wachstum <SEP> Farbe <SEP> der <SEP> Kultur-Farbe <SEP> der <SEP> Pigment- <SEP> Bemerkun- <SEP> 
<tb> oberfläche <SEP> bzw. <SEP> Untersei- <SEP> bildung <SEP> gen
<tb> des <SEP> Luftmycels <SEP> te <SEP> der <SEP> u.-Farbe
<tb> Kultur
<tb> Synthetischer <SEP> Agar <SEP> fein <SEP> krustig <SEP> schmutzig <SEP> bräun-braungelb <SEP> braungelb
<tb> lich <SEP> gelb, <SEP> kein
<tb> Luftmycel
<tb> Synthetische <SEP> Lösung <SEP> schwach, <SEP> nur <SEP> weiss-ohne <SEP> 
<tb> am <SEP> Grund
<tb> Glucose <SEP> Brühe <SEP> ganz <SEP> gering,
<tb> nur <SEP> am <SEP> Grund <SEP> nicht <SEP> feststellbar <SEP> ohne <SEP> 
<tb> Glucose <SEP> Agar <SEP> gut <SEP> Luftmycel <SEP> grau-schmutzig <SEP> gelb
<tb> schwarz <SEP> bräunlich
<tb> Glucose <SEP> Asparagin <SEP> Agar <SEP> gut,

   <SEP> dünn <SEP> Luftmycel <SEP> grau <SEP> bräunlich <SEP> braungelb
<tb> Ca-Malat <SEP> Agar <SEP> dünn,
<tb> schleimartig <SEP> schmutzig <SEP> bräun- <SEP> schmutzig <SEP> ohne
<tb> lich <SEP> kein <SEP> Luft- <SEP> bräunlich <SEP> 
<tb> mycel
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Medium <SEP> Wachstum <SEP> Farbe <SEP> der <SEP> Kultur-Farbe <SEP> der <SEP> Pigment-Bemerkungen
<tb> oberfläche <SEP> bzw.

   <SEP> Untersei-bildung
<tb> des <SEP> Luftmycels <SEP> te <SEP> der <SEP> Kul-u.-Farbe
<tb> tur
<tb> Gelatine <SEP> gut, <SEP> samtig <SEP> Luftrnycel, <SEP> weiss-nicht <SEP> fest-tiefbraun <SEP> keine <SEP> Ver- <SEP> 
<tb> kissenförmig <SEP> gelb <SEP> stellbar <SEP> flüssigung <SEP> 
<tb> Stärke-Agar <SEP> nicht <SEP> gut, <SEP> ohne <SEP> Luftmycel, <SEP> nicht <SEP> fest- <SEP> schwarz- <SEP> 
<tb> dünn <SEP> bräunlich <SEP> stellbar <SEP> braun
<tb> Nähragar <SEP> nicht <SEP> gut, <SEP> ohne <SEP> Luftmycel, <SEP> graubraun <SEP> braun
<tb> dünn <SEP> graubraun
<tb> Kartoffel <SEP> nicht <SEP> gut <SEP> ohne <SEP> Luftmycel, <SEP> Kartoffel <SEP> 
<tb> grau <SEP> tief <SEP> dunkel
<tb> gefärbt
<tb> Karotte <SEP> kein <SEP> Wachstum
<tb> Cellulosemedium <SEP> schwach,

   <SEP> weiss-ohne <SEP> kein <SEP> Wachsam <SEP> Grund <SEP> turn <SEP> am <SEP> Cellulosestreifen
<tb> Lakmusmilch <SEP> Agar <SEP> gut <SEP> kein <SEP> Luftmycel, <SEP> - <SEP> ohne <SEP> Lakmus
<tb> schmutzig <SEP> braun-entfärbt
<tb> lich
<tb> 
 
Streptomyces umbrosus oder seine Varianten oder Mutanten können erfindungsgemäss unter Bildung des Wirkstoffes auf üblichen Nährmedien mit z.

     B.   Glycerin oder Malzextrakt als Kohlenstoffquelle, Pep- ton, Maisquellwasser, Brauereihefe oder Caseinhydrolysat als Stickstoffquelle, unter Zusatz anorganischer
Salze wie   z.     B.   Natriumchlorid,   Dikallumhydrogenphosphat, Eisen-II-stilfat und   Magnesiumsulfat, vor- zugsweise submers bei einem PH-Wert von 6,5 bis 7,5 und einer Temperatur von 26 bis 320 C, gezüch- tet werden, wobei das Kulturmedium ausserdem die wesentlichen Spurenelemente enthalten soll, die ge- wöhnlich im Leitungswasser sowie in den natürlichen Nährbodenzusätzen, z. B. Brauereihefe, enthalten sind, worauf dann das gebildete Antibiotikum (Phyllomycin) durch Extraktion oder Adsorption aus dem Mycel oder dem Filtrat der Gärflüssigkeit gewonnen und allenfalls,   z.

   B. durchchromatographische   Ver- fahren, weiter gereinigt wird. Es wurde beobachtet, dass bei fast allen Kulturversuchen zu Beginn das Me- dium langsam sauer wird. Die Bildung des Antibiotikums setzt im Vergleich zu andern Wirkstoffen sehr früh ein und erreicht bereits nach 3 Tagen Kulturdauer ihr Maximum. Geringe Mengen Phyllomycin las- sen sich im   Schüttelkolben   oder in der Oberflächenkultur erzeugen. Zur Herstellung grösserer Mengen des Antibiotikums wird die gerührte, submerse, aerobe Kultur bevorzugt.

   Zur Erreichung eines möglichst schnellen Anwachsens und einer dadurch verkürzten Fermentationsdauer wird stets reichlich mit einer frisch hergestellten Sporenaufschwemmung oder einer entsprechenden submersen Vorkultur beimpft,
Streptomyces umbrosus lässt sich, wie oben angeführt, bei Temperaturen zwischen 260 und   320   C, bevor- zugt bei 290 C, kultivieren. Die Herstellung der Wirkstoffe ist jedoch nicht auf die Verwendung des Strep- tomyces umbrosus beschränkt, sondern umfasst auch Mutanten dieses Stammes, die durch Einwirkung von
Mutationsmitteln,   z. B.   von Ultraviolettstrahlen, Röntgenstrahlen und chemischen Substanzen, erhalten werden. 



   Die Konzentration des Antibiotikums in Kulturfiltraten und Kulturextrakten wird mit Rhodotorula flava CBS 331 als Testorganismus bestimmt. Ein typisches Kulturfiltrat hemmt im Plattenlochtest auf einem für Hefen geeigneten Nährboden das Wachstum noch in einer Verdünnung von 1 : 50. 



   Zur Extraktion des Antibiotikums eignen sich insbesondere Essigester und Butylacetat, jedoch sind auch chlorierte Kohlenwasserstoffe, Äther, Ketone und Alkohole anwendbar. Der Extrakt der Kulturflüs- 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 ren ein braunes   Öl (unverseifbarer   Anteil des Öls =   20% ; Jodzahl   290) erhalten, das noch in einer Verdünnung von 1 : 1000000 im Plattenlochtest gegen Rhodotorula flava wirksam ist. Mit diesem öligen Phyllomycin-Konzentrat wurden die untenstehenden   biologischen Versuche durchgeführt.

   Zur weiteren Reinigung   des Fungistatikums wird das Phyllomycin-Konzentrat der Wirksamkeit 1 : 1000000 im Gegenstrom mit dem System : 13   Vol.-Teile   Ligroin,   6 Vol, -Teile Butylacetat, 2 Vol. -Teile Di-n-butyläther,   14   Vol.-   Teile N-Dimethylformamid und 7   Vol.-Teile   Wasser über zehn Stufen verteilt, die Fraktion fünf im Vakuum zur Trockne eingedampft und aus dem   zuruckbleibenden   festen Rückstand nach Kristallisation aus Methyl-propylketon das Phyllomycin in rosettenförmig angeordneten Nadeln vom F. 177-178, 50 C 
 EMI3.1 
 322   imm     mit a   = 9, 70 und   # max 225 m  mit &alpha;=60(&alpha;   = spezifischer Extinktionskoeffizient= Extinktion für c = 1 g/l und d = 1 cm) erhalten. 



   Phyllomycin besitzt charakteristische Absorptionsbanden im U.   R.   bei folgenden Wellenlängen : (KBrPressling ; die Werte in Klammern geben die prozentualen Durchlässigkeiten an) 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> 2,97 <SEP> (50, <SEP> 7%), <SEP> 3,37 <SEP> (54, <SEP> 8%), <SEP> 5,72 <SEP> ( <SEP> 7,1%), <SEP> 5,97 <SEP> (27, <SEP> 7%),
<tb> 6, <SEP> 10 <SEP> (34, <SEP> 6%), <SEP> 6, <SEP> 21 <SEP> (37, <SEP> 0%), <SEP> 6, <SEP> 29 <SEP> (47, <SEP> 30/0), <SEP> 6, <SEP> 55 <SEP> (17, <SEP> 1%), <SEP> 
<tb> 6,87 <SEP> (47,8%), <SEP> 6,98 <SEP> (48,4%), <SEP> 7,36 <SEP> (30,0%), <SEP> 7,52 <SEP> (43,2%),
<tb> 7,64 <SEP> (48,8%), <SEP> 7,84 <SEP> (36,3%), <SEP> 7,98 <SEP> (24,2%), <SEP> 8,49 <SEP> (17.0%),
<tb> 8,66 <SEP> (17,2%), <SEP> 9,28 <SEP> (36,9%), <SEP> 9,30 <SEP> (37,1%), <SEP> 9,49 <SEP> (49,0%)
<tb> 
 und 9,   85 fi   (44, 6%).

   Der genaue Verlauf der Absorptionskurven im ultravioletten und ultraroten Bereich des Spektrums ist den   Fig. 1   und 2 zu entnehmen. 



   Phyllomycin ist innerhalb bestimmter Grenzen temperaturbeständig ; bei 200 C bleibt die gegen Rhodotorula flava getestete Wirksamkeit über 7 Stunden erhalten, bei 500 C beträgt die Wirksamkeit unter vergleichbaren Versuchsbedingungen nach 3Stunden 100%, nach   7 Stunden 95%, bei 1000   C nach 1/2 Stun - 
 EMI3.3 
 



  Phyllomycin ist alkaliempfindlich. 



   Im   Ringverteilungschromatogramm   werden für Phyllomycin mit den nachstehend angegebenen Verteilungssystemen folgende RF-werte gefunden: 0,13 mit: 1 Vol.-Teil Wasser, 1 Vol.-TeilÄthylenglykoL 4 Vol.-Teile N-Dimethylformamid,   3 Vol. -Teile   Di-n-butyläther,   3 Vol.-Teile Ligroin ; 0, 31 mit :   1   Vol. -Teil Äthylenglykol,   2   Vol.-Teile   N-Dimethylformamid,   1 Vol. -Teil Di-n-butyläther, 2 Vol. -   teile Ligroin ; 0,68   mit : 1 Vol. -Teil   Wasser, 2   Vol.-Teile   Methanol, 2   Vol.-Teile N-Dimethylform-   
 EMI3.4 
 Äthylenglykol,   2 Vol.-Teile   N-Dimethylformamid, 3 Vol.-Teile Butylacetat,   2 Vol.-Teile Ligroin.   



  Zur Durchführung des Chromatogrammes werden rund geschnittene Filterpapiere (Schleicher & Schüll 2043b) mit der hydrophilen Phase des jeweiligen, vorher durch anhaltendes Schütteln ins Gleichgewicht gesetzten Verteilungssystems besprüht und mit der hydrophoben Phase entwickelt. Nach dem Trocknen des Chromatogrammes wird radial ein 0,5 mm breiter Streifen ausgeschnitten und auf eine mit Rhodotorula flava beimpfte Agarplatte gelegt. An der Stelle, an der sich der Wirkstoff befindet, entsteht bei der Bebrütung ein klarer Hemmhof, aus dem der RF-Wert als Quotient der Laufstrecke des Antibiotikums zu der Laufstrecke der hydrophoben Phase (= Lösungsmittelfront) berechnet wird. 



   Das kristallisierte Phyllomycin hemmt im Plattenlochtest Rhodotorula flava CBS 331 noch in einer Verdünnung 1 : 50000000 bis 1   : 100000000.   



   Anderseits   lässt   sich das Phyllomycin aus dem Kulturmedium gewinnen, indem man die zentrifugierte oder filtrierte Kulturlösung mit einem Adsorptionsmittel, insbesondere mit Aktivkohle zusammenbringt, das Adsorbat abtrennt und den Wirkstoff mit organischen Lösungsmitteln, insbesondere mit chlorierten Kohlenwasserstoffen und Alkoholen desorbiert. 



   Ausser Phyllomycin enthalten die Kulturfiltrate noch ein weiteres Antibiotikum, welches ebenfalls gegen Pilze,   z. B.   gegen Rhodotorula flava und Cladosporium cucumerinum wirksam ist. Bei der Extraktion mit organischen Lösungsmitteln, wie Butylacetat oder Essigester, verbleibt es in der wässerigen Pha- 
 EMI3.5 
 



   Phyllomycin besitzt eine ausgesprochene Wirksamkeit gegen pflanzenpathogene Organismen in vivo und in   vitro. Zur Prüfung   wurde   ein Phyllomycin-Konzentrat (Aktivität gegen Rhodotorula   flava 1 : 1000000) verwendet, dessen Wirksamkeit in vitro im Röhrchenverdünnungstest sowie im Plattenlochtest gegen Pilze und Bakterien in der Tabelle 2 und dessen Wirksamkeit in Vivo an der Pflanze in der Tabelle 3 angegeben ist. Die Wirksamkeit des Antibiotikums ist jedoch nicht auf die in den Tabellen 2 und 4 aufgeführten 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 Organismen beschränkt. Phyllomycin kann als systemische Pflanzenschutzmittel Verwendung finden.

   Der Befallsquotient von Omphalia flavida auf Coleus-Pflanzen nach dem Tränken der Erde mit einer   Ilnigen   Phyllomycin-Lösung beträgt 52, nach dem Tränken mit einer 0,   1%gen   Lösung 68 (Kontrolle 100 (siehe Tabelle 3)). 



   Das Phyllomycin-Konzentrat 1 : 1000000 besitzt nur eine geringfügige Phytotoxizität (siehe Tabelle 4). Ohne Ausnahme wurde mit einer   0, tilgen Losung   keine Schädigung beobachtet. Auch die mit einer   1o/oigen   Lösung erhaltenen Befunde sind geringfügig. 



   Als fungistatisch wirksame Streptomyceten-Antibiotika sind eine Gruppe von Verbindungen, wie   z.     B.   



  Fungicidin   (= Nystatin) (J. D. Putcher, G. Boyack, S. Fox,   Antibiotics Annual 1953-1954, Seite 191), Euro- 
 EMI4.1 
 mycin besitzt, wie aus dem beigefügten Spektrum ersichtlich ist, kein derartig typisches Absorptionsspektrum und dürfte von den genannten Verbindungen eindeutig verschieden sein. Zwischen Actidion (A.   D.   Whiffen, R. L. Emmerson, N. Bohonos, USP   2574519 ; Upjohn   Company) und Phyllomycin besteht ebenfalls ein eindeutiger Unterschied, da Actidion im Röhrchenverdünnungstest gegen Cladosporium cucumerinum nur in einer Verdünnung 1 : 50000 das Wachstum hemmt, während Phyllomycin noch mit 1 : 10000000 wirksam ist.

   Auch zwischen Phyllomycin und den bekannten Streptomyceten-Antibiotika : Streptomycin, Tetracyclin, Viomycin,   Erythromycin, Chloramphenicol und Novobiocin sind deutliche Unterschiede   in der biologischen Wirkung zu verzeichnen. So ergibt das Phyllomycin-Konzentrat im Plattenlochtest gegen Candida utilis CBS 840 noch in einer Verdünnung   von'1   : 200000 einen Hemmhof von 19 mm, während Streptomycin mit der Verdünnung 1 : 400, Tetracyclin mit 1 : 400, Viomycin mit 1 : 400, Erythromycin mit 1 : 4000, Chloramphenicol mit 1 : 4000 und Novobiocin mit 1 : 6000 unwirksam sind. Unterschiede bestehen auch zwischen Phyllomycin und dem von C. Leben und G. W. Keitt (Phytopathology 37,14 (1947) u. 38,899   (1948))   aufgefundenen Antibiotikum Antimycin   A.

   Schon der"Antimycin producing"Strepto-   myces NRRL 2288 zeigt gegenüber dem Phyllomycin-Bildner Streptomyces umbrosus, wie der Tabelle 5 zu entnehmen ist, deutliche Kulturunterschiede. Ein direkter Vergleich zwischen einem authentischen   Antimycin-A-Präparat und   Phyllomycin ergab Unterschiede im Schmelzpunkt (unkorr.) : Antimycin A 136-1370 C, Phyllomycin   177-178, 50 C, Misch-Schmelzpunkt 129-1300   C und, wie aus der Fig. 3 zu ersehen ist, Unterschiede in den RF-Werten im Ringveneilungschromatogramm bei Verwendung eines Verteilungssystems aus 6   Vol.-Teilen Ligroin, l Vol.-Teil Di-n-butyl-äther,   3 Vol.-Teilen Butylacetat, 7 Vol.-Teile N-Dimethylformamid, 3   Vol.-Teile   Wasser und bei Anwendung der oben beschriebenen Technik (vgl. Fig. 3).

   Das Chromatogramm wurde mit diazotierter Sulfanilsäure entwickelt. Da auch in der biologischen Wirkung beider Fungistatika qualitative und quantitative Unterschiede bestehen (vgl. 



  Tabelle 6), dürfte Phyllomycin zweifelsohne als neues Antibiotikum anzusprechen sein. 



   Tabelle 2 Wirksamkeit in vitro des Phyllomycin-Konzentrates (Aktivität gegen Rhodotorula flava   1 : 1000000).   
 EMI4.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Art <SEP> des <SEP> Testes <SEP> wirksame <SEP> Grenzverdünnung <SEP> ; <SEP> Hemmhof- <SEP> Testorganismus
<tb> durchmesser <SEP> beim <SEP> Plattenlochtest <SEP> (- <SEP> )
<tb> R <SEP> 1 <SEP> 10000000 <SEP> Cladosporium <SEP> cucumeriaum <SEP> 
<tb> R <SEP> 1 <SEP> 500000 <SEP> Cladosporiumsp. <SEP> (Hopfen) <SEP> 
<tb> R <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 500000 <SEP> Botrytis <SEP> cinerea
<tb> R <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 750000 <SEP> Xanthomonas <SEP> malvacearum <SEP> Stamm <SEP> RI
<tb> R <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 750000 <SEP> Xanthomonas <SEP> malvacearum <SEP> Stamm <SEP> RII
<tb> Pl <SEP> 1 <SEP> 2000---20 <SEP> mm-Cerospoj-a <SEP> musae <SEP> 
<tb> 1 <SEP> 4000 <SEP> 3 <SEP> 14mm <SEP> 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Art <SEP> des <SEP> Testes <SEP> wirksame <SEP> Grenzverdünnung <SEP> :

   <SEP> Hemmhof- <SEP> Testorganismus
<tb> durchmesser <SEP> beim <SEP> Plattenlochtest <SEP> (- <SEP> )
<tb> Pl <SEP> 1 <SEP> 500 <SEP> # <SEP> 14mm <SEP> Xanthomonas <SEP> malvacearum <SEP> Stamm <SEP> RI
<tb> 1 <SEP> : <SEP> 1000 <SEP> 8, <SEP> 5mm <SEP> 
<tb> Pl <SEP> 1 <SEP> 500 <SEP> # <SEP> 11,5 <SEP> mm <SEP> Xanthomonas <SEP> malvacearum <SEP> Stamm <SEP> RU
<tb> 1 <SEP> :1000 <SEP> # <SEP> 8,0 <SEP> mm
<tb> Pl <SEP> 1 <SEP> 500 <SEP> # <SEP> 22, <SEP> 5 <SEP> mm <SEP> Xanthomonas <SEP> malvacearum <SEP> Stamm <SEP> 1002
<tb> 1 <SEP> :

  1000 <SEP> # <SEP> 15,0 <SEP> mm
<tb> Pl <SEP> 1 <SEP> 10000 <SEP> # <SEP> 38 <SEP> mm <SEP> Sarcina <SEP> lutea
<tb> Pl <SEP> 1 <SEP> 500000 <SEP> 17 <SEP> mm <SEP> Rhodotorula <SEP> flava <SEP> CBS <SEP> 331
<tb> Pl <SEP> 1 <SEP> 200000--=. <SEP> 19 <SEP> mm <SEP> Candida <SEP> utilis <SEP> CBS <SEP> 840
<tb> Pl <SEP> unwirksam <SEP> Staphylococcus <SEP> aureus
<tb> 
 
R = Rohrchenverdünnungstest
Pl = Plattenlochtest 
Tabelle 3 Wirksamkeit in vivo des Phyllomycin-Konzentrates (Aktivität gegen Rhodotorula flava 1   :

   1000000).   
 EMI5.2 
 
<tb> 
<tb> Konzentration <SEP> Schädling <SEP> Wirt <SEP> Befallsquotient
<tb> 0,2 <SEP> % <SEP> Phytophtora <SEP> infestans <SEP> Tomatenpflanze <SEP> 52
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> % <SEP> " <SEP> " <SEP> " <SEP> 59
<tb> unbehandelt"""100
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> % <SEP> Alternaria <SEP> solani <SEP> Tomatenpflanze <SEP> 19
<tb> 0, <SEP> 01 <SEP> % <SEP> "..

   <SEP> " <SEP> 51 <SEP> 
<tb> unbehandelt <SEP> " <SEP> " <SEP> " <SEP> 100
<tb> 0, <SEP> 05 <SEP> % <SEP> Peronospora <SEP> Reben <SEP> 20
<tb> 0,01 <SEP> % <SEP> " <SEP> " <SEP> 37
<tb> 0, <SEP> 005 <SEP> %""40
<tb> unbehandelt""100
<tb> 0, <SEP> 025 <SEP> % <SEP> Pericular <SEP> orycae <SEP> Reispflanze <SEP> 66
<tb> unbehandelt <SEP> " <SEP> " <SEP> " <SEP> 100
<tb> 0, <SEP> 05 <SEP> % <SEP> Omphalia <SEP> flavida <SEP> Kaffeepflanze <SEP> 0
<tb> 0,005 <SEP> % <SEP> " <SEP> " <SEP> " <SEP> 1,2
<tb> 0,0005 <SEP> % <SEP> " <SEP> " <SEP> " <SEP> 78
<tb> unbehandelt <SEP> 100 <SEP> 
<tb> 1 <SEP> % <SEP> +) <SEP> " <SEP> " <SEP> Coleus <SEP> 52
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> % <SEP> +)

   <SEP> " <SEP> " <SEP> " <SEP> 68
<tb> unbehandelt <SEP> " <SEP> " <SEP> " <SEP> 100
<tb> 
 
 EMI5.3 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
Tabelle 4 Phytotoxizität des Phyllomycin-Konzentrates (Aktivität gegen Rhodotorula flava 1 : 1000000) 
 EMI6.1 
 
<tb> 
<tb> Testpflanze <SEP> gespritzte <SEP> Konzentration <SEP> Befund
<tb> Bohne <SEP> 1 <SEP> % <SEP> Blattrandnekrosen <SEP> ; <SEP> Neuzuwachs <SEP> normal
<tb> " <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> % <SEP> keine <SEP> Schäden <SEP> ; <SEP> Neuzuwachs <SEP> normal
<tb> 11 <SEP> 0, <SEP> 0fP/o <SEP> keine <SEP> Schäden <SEP> ; <SEP> Neuzuwachs <SEP> normal
<tb> " <SEP> 0, <SEP> 01% <SEP> keine <SEP> Schäden <SEP> ;

   <SEP> Neuzuwachs <SEP> normal
<tb> Baumwolle <SEP> 1 <SEP> % <SEP> Blattrandnekrosen
<tb> " <SEP> 0.1% <SEP> keine <SEP> Schäden
<tb> Kaffee <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> % <SEP> keine <SEP> Schäden
<tb> Banane <SEP> 1 <SEP> % <SEP> Blattflecken <SEP> an <SEP> der <SEP> Basis <SEP> des <SEP> Herzblattes
<tb> "0, <SEP> 1 <SEP> % <SEP> keine <SEP> Schäden
<tb> Reis <SEP> 0,1% <SEP> keine <SEP> Schäden
<tb> 
 
Tabelle 5 Differenzierung des "Antimycin producing" Streptomyces gegen Streptomyces umbrosus 
 EMI6.2 
 
<tb> 
<tb> "Antimycin <SEP> producing"Streptomyces <SEP> umbrosus
<tb> Streptomyces <SEP> NRRL <SEP> 2288
<tb> Farbe <SEP> des <SEP> Luftmycels <SEP> auf <SEP> weiss <SEP> bis <SEP> cremefarben <SEP> grau
<tb> Glukose-Asparagin-Agar,

  
<tb> Glukuse-Agar <SEP> und <SEP> Nähragar
<tb> Mikroskopisches <SEP> Bild <SEP> des <SEP> keine <SEP> Spiralen <SEP> Spiralen <SEP> mit <SEP> 2-5 <SEP> WinLuftmycels <SEP> dungen
<tb> Farbe <SEP> des <SEP> Substrates <SEP> auf <SEP> ohne <SEP> Farbe <SEP> bis <SEP> schwach <SEP> dunkelbraun
<tb> peptonhaltigen <SEP> Nährböden <SEP> gelblich
<tb> (Nähragar <SEP> und <SEP> Gelatineagar)
<tb> 
 
Tabelle 6 Wirksamkeit des Antimycin A und   Phyllomycins   im Plattenlochtest gegen drei verschiedene Hefen 
 EMI6.3 
 
<tb> 
<tb> Hefe <SEP> Antimycin <SEP> A <SEP> Phyllomycin
<tb> Verdünnung <SEP> (-# <SEP> mm <SEP> Hemmuof) <SEP> Verdünnung <SEP> (-# <SEP> mm <SEP> Hemmnof)
<tb> Candida <SEP> lipolytica <SEP> 1:

   <SEP> 10000 <SEP> # <SEP> 21, <SEP> 8 <SEP> 1 <SEP> 640000 <SEP> # <SEP> 27,0
<tb> (Harrison) <SEP> Diddens <SEP> 1 <SEP> 40000 <SEP> 20, <SEP> 5 <SEP> l <SEP> 2500000--- <SEP> 20, <SEP> 0
<tb> et <SEP> Lodder <SEP> 1 <SEP> 160000 <SEP> # <SEP> 18,0 <SEP> 1:10000000 <SEP> # <SEP> 12,5
<tb> Sporobolomyces <SEP> 1 <SEP> 10000 <SEP> # <SEP> 22,2 <SEP> 1: <SEP> 640000 <SEP> # <SEP> 25,5
<tb> holsaticus <SEP> 1: <SEP> 40000 <SEP> # <SEP> 21,0 <SEP> 1: <SEP> 2500000 <SEP> # <SEP> 19,5
<tb> Windisch <SEP> 1 <SEP> 160000#18, <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 10000000#15, <SEP> 0
<tb> Rhodotorula <SEP> glutinia <SEP> 1: <SEP> 10000#21, <SEP> 8 <SEP> 1 <SEP> 160000#29, <SEP> 0
<tb> (Fres.) <SEP> Harrison <SEP> 1 <SEP> 40000#20,6 <SEP> 1: <SEP> 640000 <SEP> # <SEP> 20, <SEP> 0
<tb> 1 <SEP> 160000#18, <SEP> 0 <SEP> 1:

   <SEP> 2500000 <SEP> # <SEP> 14. <SEP> 0
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 
 EMI7.1 
 
 EMI7.2 
 
<tb> 
<tb> c; <SEP> , <SEP> l;,. <SEP> n <SEP> werden... <SEP> % <SEP> Glycerin <SEP> 
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> % <SEP> Pepton
<tb> 0, <SEP> 25% <SEP> Glykokoll
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> % <SEP> NaCl <SEP> 
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> % <SEP> KHPO
<tb> 0, <SEP> 02% <SEP> FeS0. <SEP> 7H <SEP> O
<tb> 0, <SEP> 02% <SEP> MgSO. <SEP> 7H20 <SEP> 
<tb> 
 
 EMI7.3 
 Streptomyces umbrosus nov.   spez.,   der auf einem Nährmedium gleicher Zusammensetzung mit 2% Agar gewachsen war, beimpft und auf einer Schüttelmaschine mit 240 Umdr/min bei 290 C fermentiert. Nach 72   Std. Kulturdauer hemmt   die Fermentationsbrühe Rhodotorula flava in einer Verdünnung von   l :   50. 



  Mit 21 dieser im Wachstum befindlichen Vorkultur wird ein 1000 1-Fermenter, der mit 7001 der Nährlösung : 
 EMI7.4 
 
<tb> 
<tb> 2 <SEP> % <SEP> Glycerin
<tb> 1 <SEP> % <SEP> Trockenbierhefe
<tb> 0, <SEP> 25% <SEP> Glykokoll
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> % <SEP> NaCl <SEP> 
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> % <SEP> KzHPO <SEP> 4 <SEP> 
<tb> 0, <SEP> 02% <SEP> Fes <SEP> 7H2O
<tb> 0, <SEP> 02% <SEP> MgSO <SEP> 4'7Hp <SEP> 
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> % <SEP> Siliconöl <SEP> (handelsübliche <SEP> Ware)
<tb> 
 beschickt ist und an zwei aufeinanderfolgenden Tagen je 20 min bei 1200 C sterilisiert wurde, beimpft und bei einem Luftdurchtritt von 350 l/min 72 Std. kräftig gerührt. Die Wirksamkeit gegen Rhodotorula flava beträgt dann 1 : 50.

   Anschliessend wird die Fermentationsflüssigkeit auf der Zentrifuge vom Mycel befreit, das klare Zentrifugat einmal mit   3001   Butylacetat extrahiert, der gelbgrün gefärbte Extrakt im   Vakuum bei 500 C auf 4 1 eingeengt, mit 161 Ligroin versetzt, ein grünlichbrauner Niederschlag abgetrennt und die Lösungsmittel im Vakuum bei 50 C abdestilliert. Der zurückbleibende zähe Rückstand,   der noch das als Antischaummittel zugesetzte Silikonöl enthält, wird zweimal mit je   3 1   Methanol ausgezogen, die sich abscheidende ölige Phase abgetrennt und das Methanol im Vakuum abdestilliert. Es resultieren zirka 30 g braunes Öl, das in der Verdünnung 1 : 1000000 das Wachstum von Rhodotorula flava hemmt und als Ausgangsmaterial für Pflanzenversuche verwendet wird. 



   Zur weiteren Reinigung des Antibiotikums werden in acht 101 Scheidetrichtem je 41 der organischen Phase   des Verteilungssystems :   13 Vol.-Teile Ligroin, 6   Vol.-Teile   Butylacetat, 2   Vol.-Teile   Di-n-butylather, 14   Vol.-Teile   N-Dimethylformamid und 7   Vol.-Teile   Wasser eingefüllt, 400 g vorstehenden Phyllomycinkonzentrates mit der Wirksamkeit   1 : 1000900   in 4 l der wässerigen Phase des genannten Verteilungssystems gelöst und mit   4 1   der organischen Phase des ersten Scheidetrichters längere Zeit durchgeschüttelt. Die wässerige Phase wird abgetrennt, zu der organischen Phase des zweiten Scheidetrichters gegeben und in den ersten 4 1 frische wässerige Phase nachgefüllt. Beide Scheidetrichter werden langere Zeit geschüttelt.

   Der Vorgang wird im Sinne einer Gegenstromverteilung über 8 Stufen wiederholt. Alle acht wässerigen Phasen werden abgelassen, zu den organischen Phasen   2 I   Essigester gegeben und einmal mit Wasser ausgeschüttelt (Wasser verworfen). Die acht wässerigen Phasen werden zu den entsprechenden organischen Phasen gegeben, alle acht Fraktionen ausgeschüttelt und die wässerigen Phasen abgetrennt. Diese enthalten noch geringe Mengen Phyllomycin. Die resultierenden organischen Phasen werden dreimal mit je 21 Wasser ausgeschüttet (Wasser verworfen) und im Vakuum bei 600 C Badtemperatur zur Trockne destilliert. Die Fraktionen vier, fünf und sechs enthalten den Hauptanteil des Wirkstoffes. Aus der 
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 [aj hemmen. 



   Beispiel 2 : 101 Kulturlösung des Streptomyces. umbrosus nov. spez. mit einer Wirksamkeit gegen Rhodotorula flava von 1 : 50 werden zentrifugiert, das klare   Zentrifugat   mit 50 g Aktivkohle gerührt und die Kohle abgeschleudert. In der vom Adsorptionsmittel befreiten Kulturlösung verbleiben zirka 10% 

 <Desc/Clms Page number 8> 

 der Wirksamkeit. Das Adsorbat wird getrocknet und mit 11 Chloroform 30 min bei 500 C gerührt, wieder geschleudert und die überstehende Chloroformlösung zur Trockne abgedampft. Als Rückstand verbleiben 1,7 g eines Öles, das das Wachstum von Rhodotorula flava noch in einer Verdünnung von 1 : 200 000 hemmt und das gegebenenfalls wie vorstehend weiter gereinigt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines neuen Antibiotikums durch aerobe Züchtung von Streptomyceten und Isolierung des Wirkstoffes aus dem Mycel oder der Nährlösung und allfällige weitere Reinigung des Rohproduktes, dadurch gekennzeichnet, dass man den unter der Bezeichnung Streptomyces umbrosus im Centralbureau voor Schimmelkultures in Baarn, Holland, hinterlegten Stamm oder seine Varianten oder Mutanten, vorzugsweise submers bei einem PH-Wert von 6, 5 bis 7, 5 und einer Temperatur von. 26 bis 320 in üblichen Nährmedien züchtet und dann das gebildete Antibiotikum (Phyllomycin) durch Extraktion oder Adsorption aus dem Mycel oder dem Filtrat der Garflüssigkeit gewinnt und allenfalls, z.
    B. durch chromatographische Verfahren, weiter reinigt.
AT493158A 1957-07-13 1958-07-11 Verfahren zur Herstellung eines neuen Antibiotikums AT208001B (de)

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