<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Herstellung einer positiven Röhrchenplatte mit Fusssteg für elektrische Akkumulatoren und positive Röhrchenplatten
Bei den Röhrchenplatten für elektrische Akkumulatoren hat man früher am unteren Teil der Platten die Röhrchen mit einer Bleileiste versehen, die nach Fertigstellung der Platten aus Blei in einer entspre- chenden Form aufgegossen wurde. Hiebei treten Temperaturen von zirka 4000C auf, die häufig zu ernsthaften Beschädigungen, insbesondere von Röhrchen aus Kunststoff, führen. Ausserdem hat diese Fertigung den Nachteil, * dass nach einiger Betriebszeit die Gefahr von Kurzschlussbildung zwischen diesen leitenden Fussstegen und der ebenfalls leitenden Unterkante der negativen Platte entsteht.
Man hat nun, um diesen Nachteil zu verhindern, vorgeschlagen, einen entsprechend geformten Kunststoffsteg auf die Fussenden aufzuschieben. Hiedurch wird zwar auch die direkte Kurzschlussgefahr vermieden, es besteht aber der Nachteil, dass derartig aufgedrückte Stege bei der Formation oder auch beim Einbau der Platten sich lösen oder sogar abfallen, und dass zwischen Röhrchen und Kunststoffsteg keine feste Verbindung besteht, so dass die Masse an diesen Stellen austreten und so Kurzschlüsse verursachen kann.
Besonders bei vorgeformten Kunststoffstegen, wie es nach der USA-Patentschrift Nr. 2, 373, 281 vorgeschlagen wird, ist ein festhaftender Sitz dieses Kunststoffsteges an den Röhrchen- enden nicht gewährleistet, denn es besteht die Gefahr, dass bei Erwärmung des Elementes der Kunststoff sich von dem Plattenende abbiegt und so Tassen oder Hohlräume bildet, die sich sehr bald mit positiver Masse füllen und zu Kurzschlüssen führen. Von einem dichten Endverschluss der Röhrchen kann in solchen Fällen keine Rede mehr sein.
Bei der Röhrchenplatte nach der Erfindung sind diese Nachteile vermieden. Die Erfindung besteht hiebei darin, dass die mit positiver Masse gefüllte Platte mit ihrem unteren Teil in eine dicht schliessende Form eingespannt wird, die dem gewünschten Fusssteg entsprechende Hohlräume hat, und diese mit einem giessbaren und härtenden Kunststoff, vorzugsweise einem solchen aus zwei Komponenten, nämlich dem eigentlichen Kunststoff und einem Härter, ausgegossen wird. Es wird also auch Kunststoff für die Fussstege verwendet, aber nur ein bei niedriger Temperatur schon giessbarer Kunststoff. Auf diese Weise ist es möglich, den Stromleiter (metallisches Blei), der durch das Röhrchen geht, erfindungsgemäss am unteren Ende mit einer beliebigen Verdickung oder Aussparung oder ähnlichem zu versehen, um die der giessbare Kunststoff sich dicht herumlegt.
Ein Abrutschen des Kunststoffes wird damit sicher vermieden. Die Röhrchen werden an ihrem unteren Ende dicht mit Kunststoff umgossen, so dass ein unbedingt dichter Abschluss und ein sicheres, dauerhaftes Festhalten an der Gesamtplatte gewährleistet ist, wobei alle Teile zusammen ein kompaktes Ganzes bilden. Eine getrennte Anfertigung der Kunststoffstege kommt in Fortfall.
Beispiel :
Die mit der positiven Masse voll gefüllte Röhrchenplatte wird mit ihrem unteren Teil in eine dicht schliessende Form gelegt, bei welcher der Raum, der mit Kunststoff ausgefüllt werden soll, frei ist, so dass nach dem Schliessen der Form diese nach allen Seiten abgedichtet ist.
Durch einen angebrachten Einfülltrichter wird nun der flüssige Kunststoff eingegossen und die Form so lange geschlossen gehalten, bis der Kunststoff erhärtet ist. Ein eventueller Anguss wird nachher abgeschnitten.
In der Zeichnung sind zwei bekannte Ausführungsformen und zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt :
<Desc/Clms Page number 2>
Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt aus einer bekannten Röhrchenplatte mit Fusssteg aus gegossenem Kunststoff. Dabei ist 1 das Röhrchen, 3 die Stromableitung aus Blei, 4 die positive Masse und 2 der gegossene Kunststoffsteg.
In Fig. 2 ist die gleiche Platte dargestellt, nur in bekannter Weise mit einem aufgedrückten Kunststoffstreifen. l ist das Röhrchen, 3 die in den Kunststoff hineinragende Stromableitung aus Blei, 4 die positive Masse und 2 der aufgedrückte Kunststoffsteg.
Fig. 3 stellt einen Schnitt durch eine erfindungsgemässe Röhrchenplatte und die zum Giessen der Kunststoffstege erforderliche Stahlform dar. Dabei ist 1 das Röhrchen, 3 die mit einer Verdickung 5 am unteren Ende versehene Stromableitung aus Blei, 4 die positive Masse, 2 der mit Kunststoff ausgegossene Hohlraum der Giessform, 6 die Giessform selbst, 7 der Angusstrichter.
Fig. 4 ist eine Draufsicht auf die Anordnung gemäss Fig ; 3, wobei 1 die Röhrchen sind, 3 die Stromableitung aus Blei, 6 die Giessform und 7 der Anguss-Trichter.
Fig. 5 zeigt eine erfindungsgemässe Röhrchenplatte mit angegossenem Kunststoffsteg, ohne Giessform dargestellt, bei der statt der Verdickung 5 gemäss Fig. 3 am unteren Ende eine Einschnürung 8 dargestellt ist.
PATENTANSPRÜCHE : l. Verfahren zur Herstellung einer positiven Röhrchenplatte mit Fusssteg für elektrische Akkumulatpren, dadurch gekennzeichnet, dass die mit positiver Masse gefüllte Platte mit ihrem unteren Teil in eine dicht schliessende Form eingespannt wird, die dem gewünschten Fusssteg entsprechende Hohlräume hat, und diese mi't einem giessbaren und härtenden Kunststoff, vorzugsweise einem solchen aus zwei Komponenten, nämlich dem. eigentlichen Kunststoff und einem Härter, ausgegossen wird.