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Vorliegende Erfindung betrifft einen selbstkassierenden Elektrizitätszähler, welcher sich von den bisherigen Einrichtungen gleicher Art hauptsächlich dadurch auszeichnet, dass die Auslösung der den Zähler in bekannter Weise für einen bestimmten Zeitraum in Tätigkeit setzenden Scheibe unmittelbar durch einen Stift der drehbar angeordneten Geldrinne bewirkt wird und dass mit dieser Scheibe ein Zeiger verbunden ist, welcher den nicht verbrauchten Teil der für eine vorher eingeworfene Münze abzugebenden Elektrizitätsmenge anzeigt.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Selbstkassierers dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht des Selbstkassierers in Verbindung mit einem Zähler ; Fig. 2 ist eine Einzelansicht von Fig. l.
Die Einrichtung der dargestellten Selbstkassiervorrichtung ist folgende : Der mit der Kassiervorrichtung verbundene Zähler ruht auf den Säulen 53, welche das Gestell für die Kassiervorrichtung bilden. In diesem Gestell ist die schräg angeordnete Geldrinne 54 befestigt, welche starr ist und an dem oberen Ende abgekürzt werden kann, wie durch eine punktierte Linie angedeutet ist. Mit der festen Rinne 54 ist durch ein Scharnier 79 eine llilfsrinne 55 verbunden, welche mit einem Längsschlitz 56 versehen ist. Unterhalb der Geldrinne 54, 55 ist auf dem Zapfen 58 ein liebel 57 gelagert, welcher innerhalb gewisser Grenzen frei schwingen kann.
Das untere Ende dieses Hebels 57 liegt gegen die Hilfsrinne 55 an, während sein äussere Ende mit e ; l. m Gewichte 59 und ferner mit einer be- weglichen Stange 60 versehen ist, die ein Gewicht 61 trägt und sich in der Hülse 62 und der in dem Boden der Rinne 55 vorgesehenen Öffnung 68 frei bewegen kann. Auf dem Hebel 57 ist ein Ansatz 63a befestigt, welcher mit einem Hodenstücko 64 verbunden ist.
Von diesem Bodenstücke 6'4 gehen zwei nach unten gerichtete Kontaktstifte 65, 66 aus. von welchen der Stift 66 mit dem in dem Napfe 68 befindlichen Quecksilber ständig
Kontakt bildet, während der Stift 65 für gewöhnlich ausser Berührung mit dem in dem Napfe 67 belindlichen Quecksilber ist. Wenn der Ilebol 57 niedergedrückt ist, so bilden die durch die leitende Platte 6. 9 miteinander verbundenen Kontaktstifte 65, 66 eine strom- leitende Brticke zwischen den Quccksilbernäpfen 67 und 68, wodurch der Stromkreis der Leitung A geschlossen wird.
Die Qnecksilbernäpfe 67, (J8 sind mit Ringen 70, 71 aus leitendem Material umschlosset), weiche mit der Leitung unmittelbar verbunden sind.
Die den Zapfen 58 des Hebels j7 tragende Schiene 72 ist in geeigneter Weise mit dem
Gestelle der Kassiervorrichtung fest verbunden. Durch ein Räderwerk 73 wird die Be- wegung der Zälilerwelle 14 auf eine drehbare Scheibe 74 übertragen, welche auf der
Wolle 75 sitzt. Letztere trägt ferner einen Zeiger 76, der die Bewegung der Scheibe 7- mitmacht und auf einer ausserhalb des Gestelles der Vorrichtung angebrachten Skala spielt.
Ferner ist auf der Welle 75 ein nach unten gerichteter Arm 77 befestigt, gegen welchen
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wird durch eine Schnecke 78 auf das Räderwerk 73 übertragen.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende : Sobald die Münze in die Rinne 54 geworfen wird, gleitet sie in. derselben nieder und gelangt in die drehbar mit der Rinne 54 verbundene Hilfsrinne 55, in welcher sie durch den Arm 77 aufgehalten wird. Durch das auf die Rinne 55 wirkende Gewicht der Münze wird diese Rinne nach
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unten bewegt, wodurch ein daran befestigter Stift 80 (Fig. 2) aus dem Randschlitze 81 der Scheibe 74 entfernt wird. Durch die Niederbewegung der Hilfsrinne 55 wird ferner der elektrische Strom durch den Stift. 65, die Platte 69 und den Stift 66 geschlossen, so dass der Zähler in Tätigkeit gesetzt wird.
Es ist leicht ersichtlich, dass die Entfernung des Stiftes 80 aus dem Schlitze 81 und der Anlauf der Scheibe 16 des Zählers durch den herbeigeführten Stromschluss gleichzeitig erfolgt. Die Niederbewegung des unteren Endes des Hebels 57, welches gegen das untere Ende der Rinne 55 anliegt, hat zur Folge, dass die Stange 60 aufwärts bewegt wird, durch die Öffnung 63 in die Rinne 54 eindringt und letztere somit versperrt. Hiedurch wird verhindert, dass eine andere Münze in die untere Rinne gelangt, bevor die für die zuerst eingeworfene Münze abzugebende Leistung erfüllt ist, so dass der Konsument nicht benachteiligt werden kann.
Eine andere Münze kann zwar in das obere Ende der Rinne 54 eingeworfen werden, bevor die Leistung für die erste Münze vollendet ist, jedoch fällt die zweite Münze erst nach Beendigung dieser Leistung in die untere Rinne hinab. Wenn die Rinne 55 sich derartig nach unten bewegt, dass der Stift 80 aus dem Schlitze 81 der Scheibe 74 heraustritt, so wird letztere augenblicklich in Bewegung gesetzt und erhält sofort eine geringe Drehung, derart, dass der Stift 80 beim Zurückschwingen der Rinne 55 nicht wieder in den Schlitz 81 eintreten kann, sondern sich gegen den Umfang der Scheibe 74 anlegt. Die Folge hievon ist, dass die Scheibe 74 eine vollständige Umdrehung machen muss, bevor der Stift 80 wieder in den Schlitz 81 eintreten kann.
Demnach wird durch das Einwerfen einer Münze in die Vorrichtung stets nur eine einzige, jedoch vollständige Umdrehung der Scheibe 74 verursacht Der sich mit der Scheibe 74 zusammenbewegende Zeiger 76 zeigt auf den ersten Blick diejenige unverbrauchte Strommenge an, welche dem Konsumenten noch von der vorher eingeworfenen Münze zusteht. Hiedurch wird der Konsument in die Lage versetzt, genau zu beurteilen, wieviel Arbeit der Zähler noch zu leisten hat, bevor die für eine eingeworfene Münze abzugebende Leistung vollendet ist. Dadurch, dass die Geldrinne 54 in ihrem oberen Teile verkürzt wird, kann die Einrichtung so getroffen werden, dass jedesmal nur eine einzige Münze in die Rinne 54 eingeworfen werden kann.
Aus der Zeichnung ist ersichtlich, dass der nach unten gerichtete Arm 77 als Anschlag für die in die Rinne 55 gelangte Münze dient und verhindert, dass diese Münze von der Rinne 55 eher abgleitet, als bis durch die Drohung der Scheibe 74 der mit ihr auf derselben Welle 75 sitzende Arm 77 bis zu einem gewissen Punkte angehoben ist. und die Münze durch den alsdann genügend freigegebenen Schlitz der Rinne 55 (Fig. 2) nach unten abgleiten kann. Sobald die Münze nach unten fällt, wird die Rinne 55 entlastet. so dass das dagegenliegende untere Ende des Hebels 57 sich nach Vollendung einer Umdrehung der Scheibe 74 und nach Widereintritt des Stiftes 80 in den Ausschnitt 81 wieder heben kann und durch Mitnahme des Kontaktstiftes 65 den Strom unterbricht.
Bei den meisten der bisherigen Einrichtungen gleicher Art war die Anordnung so getroffen, dass die Münze mit Hilfe des zu messenden Stromes zur Auslösung gebracht wurde, dass also die hiezu erforderliche Elektrizitätsmenge dem Konsumenten zur Last fiel. Dies ist bei vorliegender Einrichtung vermieden, vielmehr entspricht die abgemessene Strommenge genau der Anzahl der eingeworfenen Münzen, und ist derselben stets proportional, gleichgiltig, ob die Vorrichtung beständig in Betrieb gesetzt wird oder nicht. Trotzdem die Münzen in gewissen Zwischenräumen in die Vorrichtung gelangen, ist doch die Wirkungsweise der Einrichtung nahezu kontinuierlich, da die durch den Wechsel der einen Münze mit der anderen verbundene Unterbrechung nur eine augenblickliche ist.
Praktisch ist es nicht erforderlich, dass die folgende Münze in genau demselben Augenblick nach unten fallen muss, in welchem die Leistung für die früher eingeworfene Münze beendigt wird, vielmehr können die Münzen in der beschriebenen Weise nacheinander in der Geldrinne nach unten fallen, ohne dass die Gesamtleistung hiedurch beeinträchtigt wird.