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Rechenanlage mit auswechselbaren, geführten Rechentafeln für
Stolleneinläufe, insbesondere für Turbineneinläufe
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am unterenEnde, ein klammerartiges Führungsstück anzuordnen, das um den gegenüberliegenden Rechen- stab der Nachbartafel, der also die Führungsfeder bildet, vorzugsweise um dessen Oberkante, herumfasst, wobei ein Herausheben der Führung durch an dem Rechenstab befestigte Führungsleisten oder durch in den Rechenstab eingearbeitete Führungsnuten verhindert wird (Fig. 14 und 15).
Um zu vermeiden, dass die Führungen der Rechentafeln das Reinigen mit der Rechenharke und das
Gleiten der Tafeln beim Einsetzen bzw. Herausnehmen behindern, wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, die Führungsstücke so niedrig auszubilden, dass sie nicht über die Rechenstäbe herausragen : sie umfassen an den gegenüberliegenden Rechenstab der Nachbartafel geschweisste Führungsleisten von entsprechender
Form. In diesem Falle können mehrere, über die Höhe der Rechentafel verteilte Führungsstücke angeordnet sein, wobei sie, vorzugsweise bei langen Tafeln, in der Endstellung über den waagrechten eingebauten Rechenträgern liegen. Vorteilhaft wird man bei diesen Führungen die Nuten und Federn im Querschnitt T-förmig oder winkelförmig ausbilden (Fig. 12 und 13).
Meist liegt die Einlauföffnung, die durch die Rechenanlage geschützt wird, unterhalb des Wasserspiegels, so dass die Rechentafeln mehrere Meter auf der Betonfläche oberhalb der Einlauföffnung gleiten, bis sie die Führungsstäbe der bereits eingesetzten Rechentafeln erreichen. Um auch in diesem Falle die vorgeschlagene Führung der Rechentafeln untereinander anwenden zu können, ist es zweckmässig, die jeweils vorhergehende Tafel vor dem Einsetzen der nächsten nicht bis in die Endstellung abzusenken, sondern sie etwa in Höhe der Bedienungsplattform festzuhalten, bis die Führungen der nächsten Tafel eingefügt sind. Auf diese Weise erfolgt das Einsetzen des gesamten Rechens stufenweise.
Damit beim Reinigen der Rechen die Tafeln nicht unbeabsichtigt von den Auflagern abgehoben bzw. herausgehoben werden, kann man an der Oberkante der Tafeln in an sich bekannter Weise eine Verriegelungsvorrichtung anbringen, die durch bekannte Mittel, z. B. Gestänge oder Seilzüge, gelöst wird, bevor man die Tafeln herauszieht.
Ist die geschilderte Art des Einsetzens der Rechentafeln, bei der auch oberhalb der Einlauföffnung nur die Seitentafeln in Führungen gleiten, welche an dem Einlaufbauwerk fest sind, aus irgendeinem Grunde nicht möglich, so werden oberhalb der Einlauföffnung besondere feste Führungen erforderlich, die im Zusammenwirken mit in den Führungen geführt laufenden, mit den Rechentafeln verbundenen Führungsstücken die Führung der Rechentafeln oberhalb der Einlauföffnung gewährleisten. Die Führungen können sehr verschiedenartig ausgebildet sein und sie können so angeordnet werden, dass ihre Vorderkanten gegen die Bauwerksfläche vorspringen ; sie können aber auch in einer Vertiefung oder Mulde des Bauwerkes derart angeordnet sein, dass ihre Vorderkante nicht aus der Bauwerksfläche hervorragt.
Letzteres hat den Vorteil, dass die Rechenreinigungsvorrichtungen, von den Führungen unbehindert, seitlich verschoben werden können, insbesondere, wenn die Führungen erfindungsgemäss im Querschnitt als Nuten ausgebildet sind.
Die Nuten werden vorteilhaft mit-z. B. schwalbenschwanzförmig - unterschnittenen Kanten ausgebildet, hinter die entsprechende Führungsstücke der Rechentafeln greifen. Ausserdem wird durch eine solche Form ein unbeabsichtigtes Abheben der Tafeln beim Einsetzen oder Entfernen des Rechens verhindert.
Die Führung der Rechentafeln kann so erfolgen, dass ein Rechenstab an diesen Stellen vorkragt und in die entsprechende Nut eingreift. Vorteilhafter ist es jedoch, besondere Führungsstücke anzuordnen ; diese können z. B. starr mit den Tafeln verbunden sein, wobei die Führungsstücke selbst kufenförmig ausgebildet werden, damit sie über die in manchen Fällen vorhandenen horizontalen Zwischenunterstützungen der Rechentafeln hinweggleiten können.
. Es kann aber auch von Vorteil sein, diese Führungsstücke beweglich mit den Tafeln, vorzugsweise von diesen lösbar, zu verbinden. Man kann die Führungsstücke auch um eine horizontale Achse schwenk-. bar anordnen. Sowohl das Lösen als auch das Schwenken der Führungsstücke geschieht, damit sie beim Einsetzen oder Herausheben der Rechentafeln ohne Behinderung der Tafeln über den horizontalen Unterstützungsbalken hinweggleiten. Das Umschwenken kann auch dadurch ausgelöst werden, dass die Führung' :. stücke schräge Flächen besitzen, die beim Anschlagen an die horizontalen Umerstützungsträger ein Herumschwenken bewirken, so dass die Rechentafel über den Unterstützungsträger hinweg abwärts gleitet.
In an sich bekannter Weise kann dabei durch Federn oder Anschläge bewirkt werden, dass die Führungsstücke nach dem Hinübergleiten über die Unterstützungsträger selbsttätig wieder in die normale Lage zurückschwenken. Das Lösen der Führungsstücke geschieht zweckmässig in der Weise, dass man sie mittels eines Gestänges oder eines Seilzuges herauszieht, sobald sie an vorhandene Zwischenunterstützungen herankommen. Diese relativ zu den Rechentafeln bewegbaren Führungsstücke müssen dabei in an sich bekannter Weise Anschläge und Gleitflächen besitzen, damit sie beim Hinunterlassen der Rechentafeln
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nicht unbeabsichtigt herausgezogen werden.
Wenn solche letztgenannten Führungsstücke verwendet werden, braucht nicht jede Rechentafel mit einem Führungsstück versehen zu werden, es genügt dann vielmehr nur eines ; dieses wird, sobald eine Rechentafel eingeschoben ist, nach oben herausgezogen und zum Ein- setzen der nächsten Rechentafel wieder benutzt. Beim Einsetzen der Tafeln kann man diese sowie das
Führungsstück von Hand oder maschinell so leiten, dass Führungsstück und Tafel gleichmässig abwärts gleiten. In vielen Fällen wird es vorteilhaft sein, die Rechentafel durch besondere Mittel, insbesondere durch Leisten oder bewegliche Anschläge, zu unterbinden.
Diese Mittel werden dabei in an sich bekannter
Weise so ausgebildet, dass sie zwar während der Abwärtsbewegung des Führungsstückes eine Relativ- bewegung desselben gegenüber der Rechentafel verhindern, diese Relativbewegung aber zulassen, sobald das Führungsstück am unteren Ende der Führungsnut bzw. Führungsschiene'angelangt ist. Dann kann die
Rechentafel ohne Behinderung weiter abwärts gleiten, während das Führungsstück stehenbleibt oder heraus- gezogen wird.
In manchen Fällen wird es zweckmässig sein, die Führungen so auszubilden oder so anzuordnen, dass sie gleichzeitig als Laufschienen für den Rechenreiniger und/oder den zum Bewegen der Rechentafel dienenden Zangenbalken benutzt werden können.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 ist ein horizontaler Schnitt durch drei nebeneinanderliegende Rechentafeln 1 mit verschieden ausgeführten, oberhalb der Einlauföffnung mit der Bauwerkfläche 2a bündig liegenden Führungen 3, 3a und 3b. In diese Führungen greifen Führungsstücke 4 ein, die entsprechend den verschiedenen Quer- schnitten der Nuten 3 verschieden geformt sind. Die Führungen 3a und 3b besitzen unterschnittene Kanten, unter die die entsprechend geformten Führungsstücke 4 greifen, so dass ein unbeabsichtigtes Abheben der
Rechentafel verhindert wird.
Um die Darstellung übersichtlich zu halten, sind in dieser Figur die für die Führung der Tafeln im
Bereich der Einlauföffnung erforderlichen Mittel nicht dargestellt.
Die Fig. 2 und 3 zeigen im Vertikalschnitt den unteren Teil einer Rechentafel 1 mit einem abnehm- baren besonderen Führungsstück 4 kurz nach dem Herausgleiten der Führungsstücke aus der nutenartigen
Führung 3. Die Führungsstücke 4 greifen schwenkbar an Rundstäben 5 an, welche die Rechenstäbe la mit- einander verbinden. selbstverständlich können für den Angriff der Führungsstücke 4 auch besondere Bolzen an einzelnen Rechenstäben angebracht werden. Damit beim Abwärtsgleiten in der Führungsnut das
Führungsstück 4 nicht nach oben bzw. links umklappt, ist an dem Rechenstab la ein Anschlag 6 an- gebracht.
Sobald das Führungsstück 4 aus der Nut 3 hinausgeglitten ist, kann es vermittels eines Gestänges oder eines Seilzuges 7 um den Rundstab 5 gedreht werden und beim weiteren Ziehen des Gestänges oder Drahtzuges 7 von der Rechentafel gelöst werden (vgl. Fig. 3).
Die Fig. 4 und 5 zeigen zwei besondere Ausführungsformen von Führungsstücken 4a und 4b, die an einer Rechentafel schwenkbar, aber nicht abnehmbar befestigt sind. Diese Führungsstücke besitzen schräge Flächen 4c, die so geformt sind, dass sie beim Auftreffen auf den Horizontalträger 8 das Führungsstück schwenken, so dass es über den Unterstützungsträger 8 hinweggleitet.
Damit in Fig. 4 das Führungsstück 4a, nachdem es über den Horizontalträger 8 hinweggeglitten ist, wieder in die Führungsstellung schwenkt, ist an dem Drehpunkt 9 eine Drehstabfederung od. dgl. angeordnet.
Damit in Fig. 5 das Führungsstück 4b nicht unzulässig weit herumschwenken kann, sind besondere Anschläge 10 angeordnet.
Fig. 6 stellt einen Schnitt nach Linie VI - VI der Fig. 5 dar. Man ersieht daraus, dass das Führungstück 4b an der einen Seite eine hakenförmige Verdickung 4d besitzt, die unter eine unterschnittene Kante der Führungsnut 3a (vgl. Fig. l) greift und ein unbeabsichtigtes Abheben der Rechentafel verhindert.
In den Fig. 7, 8 und 9 sind im Vertikalschnitt Ausführungsformen dargestellt, bei denen lose Führungstücke 11 und 11a vorhanden sind, die relativ zur Rechentafel in der Bewegungsrichtung der Rechentafel bewegt werden können, die aber keine besonderen Anschläge an den Rechentafeln selbst erfordern. Damit bei der Abwärtsbewegung der Konstruktionen nach den Fig. 7 und 8 die Relativbewegung der Führungsstücke 11 gegenüber der Rechentafel 1 verhindert wird, sind an den Führungsstücken besondere umklappbare Hebel 12 angebracht, die um die Rundstäbe 5 fassen, aber durch eine Sperrklinke 13 gelöst werden, wenn die Führungsstücke an den Abschluss der Führung 3c stossen.
Nach dem Umklappen der Feststellhebel 12 kann das Führungsstück 11 an dem Seilzug 7 herausgezogen und an einer andern Rechentafel wieder verwendet werden. Die Rechentafeln 1 sind, wie auch bei allen übrigen Ausführungen, an besonderen Seilzügen bzw. Zangenbalken 14 gehalten.
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