<Desc/Clms Page number 1>
Flammenleiter für Ölbrenner
Die bekannten Flammenleiter für Ölbrenner haben einen zylindrischen, zum Aufstecken auf den Brenner dienenden Teil und einen an diesen anschliessenden, trichterförmig sich erweiternden Teil, die aus einem Stück im Drück- oder Ziehverfahren aus feuerfestem Stahl hergestellt sind. Der an der Austrittseite der Flamme sich verengende Mündungsrand des Flammenführungstrichters ist als separater Ring angesetzt, indem er entweder in einer Sicknut des trichterförmigen Teiles gefasst oder durch Verschwei- ssung mit dem trichterförmigen Teil verbunden ist. Bekannt war ebenfalls die Herstellung mit spanabhe- benden Werkzeugen.
Ferner sind Flammenleiter vorgeschlagen worden, welche aus einem trichterförmigen Metallblech bestehen, wobei hinter dem Mündungsrand, welcher nicht direkt im Bereich der Flamme liegt, konzentrisch und im Abstand zueinander sich zueinander verjüngende Leitbleche eingebaut sind, welche wiederum ausserhalb der Flamme liegen, um den zugeführten Luftstrom nicht zu stauen, sondern zu'zer- teilen.
Die bekannten Flammenleiter zeichnen sich einerseits durch die Art der verwendeten Baustoffe und anderseits durch die Form aus. Die Flammenleiter bestanden restlos aus leicht verformbarem, nicht korrosionsbeständigem Blech ; sie standen abseits der Flamme, falls sie aus Stahlblech hergestellt und aus Einzelteilen, unter Bildung von Nähten und Falzen, zusammengesetzt waren.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Flammenleiter, der sich erfindungsgemäss dadurch auszeichnet, dass der Mündungsrand des aus hochhitzebeständigem, durch Drücken und Ziehen gebildeten, aus einem nahtlosen Stück bestehenden Flammenkontraktors eine durch Auswalzen hergestellte, im Bereich der grössten Hitze auf axialer Höhe der lichten Weite des Anschlussstutzens liegende tropfenförmige Verstärkungskante aufweist, deren verdickter Teil nach aussen gewölbt ist, während der sich verjüngende Teil in den senkrecht zur Trichterachse stehenden Mündungsrand übergeht.
Der neue Flammenleiter erlaubt es, die bewusste, optimale Verwirklichung einer starken Flammenkontraktion, guter Luftzuführung mittels Stauwirkung durch Eingriff des Mündungsrandes direkt in die Flamme und das elastische korrosionsbeständige Verhalten auch im erhitzten Zustand zu erreichen. Diese Lösung der gestellten Aufgabe beruht auf der Erkenntnis des physikalischen Verhaltenshochtiertiger Stahlsorten, wie Chromnickelstahl, sowie der besonderen Ausbildung des Mündungsrandes. Dank der mechanischen und korrosionstechnischen Eigenschaften, seines kleinen Unterhaltes und der höheren Lebensdauer eines derartigen Flammenleiters, ist seine Wirtschaftlichkeit trotz höherer Herstellungskosten erwiesen.
In der Zeichnung sind drei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigen :
Fig. l eine Ansicht einer ersten Ausführungsform des Flammenleiters teilweise im Längsschnitt, die Fig. 2 und 3 je einen Teillängsschnitt des Flammenleiters gemäss einer zweiten und dritten Ausführungsform.
Bei der ersten Ausführungsform gemäss Mg. l ist 1 der zylindrische Anschlussstutzen, welcher zum Aufstecken des Flammenleiters auf den Ölbrenner dient. An diesen schliesst sich ein trichterförmiger Flammenkontraktor 2 an, welcher am zylindrischen Teil 3, der sich am Ende mit dem grösseren Durchmesser befindet, einen sich verengenden Mündungsrand 4 trägt. Die Teile 1, 2, 3 und 4 sind bei dieser Ausführungsform aus einem Stück aus hochhitzebeständigem Stahlblech im Drück-oder Ziehverfahren, also ohne Spanabhebung, hergestellt.
Dabei ist der am Flammenaustrittsende sich verengende Mündungsrand 4 gegen die in unmittelbarer Berührung mit der Flamme stehende innenseitige Kante 5 zu sich ver-
<Desc/Clms Page number 2>
dickend ausgewalzt, so dass dieser Teil des Flammenkontraktors besonders widerstandsfähig gegen die grosse Hitze ist. Die Kante 5 bzw. die dickste Stelle des Mündungsrandes 4 befindet sich dabei an der Innenseite des Mündungsrandes.
Bei den Ausführungsformen gemäss den Fig. 2 und 3 ist nur der trichterförmig sich erweiternde und der sich verengende Mündungsrand des Flammenkontraktors zusammen aus feuerfestem Material in einem Stück im Drück- oder Ziehverfahren hergestellt. Der zylindrische Anschlussstutzen ist dagegen als gesonderter Rohrstutzen l'aus billigerem Blech an den trichterförmigen Flammenkontraktor 2 angesetzt.
In Fig. 2 ist der Blechrohrstutzen l'in einen kurzen, zylindrischen Halsansatz 2'des trichterförmigen Flammenkontraktors 2 eingesteckt und mit diesem verschweisst, während in Fig. 3 der Blechrohr stutzen l'auf einen kurzen zylindrischen Halsansatz 2'des Flammenkontraktors 2 aufgesteckt und mit diesem verschweisst ist. Der Blechrohrstutzen l'kann auch durch Nieten mit dem Halsansatz 2'verbunden sein.
Der Mündungsrand 4 verlauft in gerader Linie, um in der Nähe der Kante 5 bogenförmig sich nach aussen zu richten, so dass letztere in bezug zur Ebene des Mündungsrandes vorsteht.