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Stromabnehmer für elektrische Fahrzeuge
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dasschlussorgan für den Druckmittelstrom zur Sicherheitseinrichtung angeordnet, dessen Steuerung durch Verschieben der Kolbenstange unter vom Aufsteigen des Stromabnehmers abhängig gemachter Federkraft über die Anschlagendstellung des Druckkolbens hinaus erfolgt. Die Sicherheitseinrichtung kann z. B. ein durch ein Druckluftrelais betätigtes Ventil zur Entleerung des Druckzylinders und Absperrung der Druckmittelzufuhr zwecks selbsttätiger Senkung des Stromabnehmers oder bzw. und eine vorteilhaft akustische Signaleinrichtung sein.
Durch die Erfindung ist auch bei Stromabnehmern mit einer druckmittelbetätigten Hub- oder Senkvorrichtung, bei der der Druckkolben die Höhenbewegungen des Stromabnehmers nicht mitmacht und in seiner Endstellung verbleibt, erreicht, dass bei unzulässigem Aufsteigen des Stromabnehmers insbesondere bei Einfahren des Fahrzeuges in fahrdrahtlose Streckenabschnitte der Stromabnehmer selbsttätig gesenkt wird oder bzw. und der Fahrzeugführer durch das Signal darauf aufmerksam gemacht wird, dass der Stromabnehmer zu senken ist. Es werden damit Beschädigungen vermieden, denen insbesondere Scherenstromabnehmer bei horizontalen Stössen durch Anfahren an Hindernisse ausgesetzt sind, die vor allem in fahrdrahtlosen Streckenabschnitten vorhanden sein können.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der
Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Strom- abnehmer mit einer durch Druckluft betätigten
Hub- bzw. Senkeinrichtung, dessen Hubfeder 1 allein ausreicht, das Stromabnehmergestänge 2 zu strecken. 3 ist der Druckzylinder und 4 der
Druckkolben der Hub- bzw. Senkvorrichtung.
Die Druckluftzufuhr in den Zylinder 3 erfolgt bei
5. Die Druckluft drückt den Kolben 4 nach links und überwindet dabei die Kraft der Senkfeder 6, wodurch die Hubfeder 1 das Stromabnehmer- gestänge heben kann.
7 bedeutet die Sicherheitseinrichtung, die gemäss der Erfindung von dem dem Druckzylinder 3 zugeführten Druckmittel ausgelöst wird und z. B. ein Druckluftrelais enthält, das ein Ventil so ver- stellt, dass die Druckluft aus dem Zylinder ent- weicht und der Stromabnehmer gesenkt wird. Als
Sicherheitseinrichtung 7 kann aber auch an Stelle oder neben einer Einrichtung zur selbsttätigen
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Senkung des Stromabnehmers eine insbesondere akustische Warneinrichtung vorgesehen sein.
Die Verbindung zwischen dem Druckzylinder 3 und der Einrichtung 7 stellt ein zum Teil in der Zylinderwand und zum Teil im Druckkolben geführter Strömungsweg 8, 9 her, der unter einer auf der Rückfläche des Kolbens 4 aufsitzenden Glocke 10 mündet, die als Verschlussorgan für den Druckmittelstrom zur Sicherheitseinrichtung dient. Zwischen Glocke und Kolben ist eine Dichtung 11 vorgesehen. Der Druckkolben 4 ist auf der Kolbenstange 12 axial verschiebbar gelagert und steht unter der Wirkung einer Feder 13, die ihn gegen die Glocke drückt.
Solange der Stromabnehmer noch den Fahrdraht über sich hat, befindet sich der Druckkolben 4 in der gezeichneten Anschlagendstellung und die Glocke sitzt auf seiner Rückenfläche dicht auf. Wenn der Stromabnehmer in einen fahrdrahtlosen Streckenabschnitt einfährt, steigt er infolge der Wirkung der Hubfeder 1 in seine Hubendlage. Dabei stösst der Arm 14 gegen das Ende der Langlochführung 15 und verschiebt die Kolbenstange nach links. Dabei wird die Feder 13 zusammengedrückt und die Glocke von ihren Dichtungsflächen am Kolben abgehoben. In der Folge kann Druckluft aus dem Zylinder 3 über die Kanäle 8, 9 zur Einrichtung 7 gelangen und diese auslösen, wodurch entweder das akustische Signal oder bzw. und die automatische Senkeinrichtung für den Stromabnehmer betätigt wird.
Bei gesenktem Stromabnehmergestänge ist der Druckzylinder 3 entlüftet und der Druckkolben 4 liegt infolge der Wirkung der Senkfeder 6 ganz rechts. In dieser Lage ist die Druckfeder 13 zwar zusammengedrückt und die Glocke von der Kolbenrückenfläche abgegeben, aber der Eingang zum Zylinderkanal 8 befindet sich hinter dem Kolben 4. Die in den Zylinder beim Heben des Stromabnehmers eingelassene Druckluft gelangt daher nicht zur Sicherheitseinrichtung 7. Der dichte Sitz des Kolbens im Zylinder ist durch die Dichtungen 16 angedeutet.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel für Stromabnehmer mit Zusatzfeder. Bei diesen reicht die Kraft der Hubfeder 1 allein nicht aus, um das Stromabnehmergestänge 2 zu strecken. Erst mit Hilfe der in derselben Richtung wirkenden Zusatzfeder 17 kann der Stromabnehmer gehoben werden. In dieser Figur bedeutet 3 wieder den Druckzylinder, 4 den Druckkolben, 5 die Stelle der Druckmittelzufuhr und 7 die Sicherheitseinrichtung, die über den Strömungsweg 8, 9 mit dem Druckzylinder 3 unter Zwischenschaltung des auf der Kolbenrückseite dicht aufsitzenden Verschlussorganes 10 verbunden ist.
In der gezeichneten Stellung des Druckkolbens ist die Zusatzfeder 17 gespannt und drückt den Stromabnehmer gegen den Fahrdraht. Die Zusatzfeder überwindet auch die Kraft der Druckfeder 18 und hält die Glocke 10 an der Rückenfläche des Kolbens 4 fest. Wenn der Stromabnehmer bei fehlendem Fahrdraht in seine höchste Stellung steigt, so sinkt die Spannung der Zusatzfeder 17.
Die Druckfeder 18 kann jetzt durch Verschieben der Kolbenstange 12 nach rechts die Glocke 10 von den Dichtungsflächen am Druckkolben 4 abheben, so dass Druckluft aus dem Zylinder 3 über die Kanäle 8, 9 ausströmt und die Sicherheitseinrichtung 7 betätigt, die, wie im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1, mittels eines Druckluftrelais eine automatische Senkeinrichtung anlassen kann oder bzw. und eine vorteilhaft akustische Signaleinrichtung betätigt, um den Fahrzeugführer aufmerksam zu machen, dass der Stromabnehmer in die höchste Stellung gestiegen ist, weil er keinen Fahrdraht über sich hat.
Bei entleertem Zylinder 3 befindet sich der Kolben 4 ganz links. Der Stromabnehmer ist gesenkt und die Zusatzfeder 17 entlastet. Auch in dieser Lage ist die Glocke 10 vom Kolben infolge der Wirkung der Feder 18 abgehoben. Bei Einlassen von Druckluft kann diese jedoch nicht entweichen, da der Strömungskanal 8, 9 erst in der rechten Anschlagendstellung des Kolbens freigegeben wird, in der die Glocke 10, solange die Zusatzfeder gespannt ist, auf der Kolbenrückenfläche dicht aufsitzt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Stromabnehmer für elektrische Fahrzeuge mit durch ein Druckmittel, insbesondere Druckluft, betätigter Hub- bzw. Senkvorrichtung, an deren Druckzylinder eine Sicherheitseinrichtung über einen Strömungsweg für das zugeführte Druckmittel angeschlossen ist, der in der der Hubendlage des Stromabnehmers entsprechenden Stellung freigegeben wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkolben auf der Kolbenstange axial verschiebbar gelagert ist und dass auf der Kolbenstange ein Verschlussorgan für den Druckmittelstrom zur Sicherheitseinrichtung angeordnet ist, dessen Steuerung durch Verschieben der Kolbenstange unter vom Aufsteigen des Stromabnehmers abhängig gemachter Federkraft über die Anschlagendstellung des Druckkolbens hinaus erfolgt.