AT205746B - Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen thermoplastischen Polycarbonaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen thermoplastischen Polycarbonaten

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AT205746B
AT205746B AT401358A AT401358A AT205746B AT 205746 B AT205746 B AT 205746B AT 401358 A AT401358 A AT 401358A AT 401358 A AT401358 A AT 401358A AT 205746 B AT205746 B AT 205746B
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high molecular
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AT401358A
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Ludwig Dr Bottenbruch
Gerhard Dr Fritz
Hermann Dr Schnell
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Bayer Ag
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  Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen thermoplastischen Polycarbonaten 
Es ist bekannt, hochmolekulare, kristallisationsfähige, thermoplastische, verstreckbare, film- und faserbildende Polycarbonate aus   Kohlensäurederi-   vaten einerseits und Dioxydiarylalkanen (österr. 



  Patentschriften Nr. 189796,195640, 195641) oder Mischungen aus Dioxydiarylalkanen und aliphatischen, cycloaliphatischen und aromatischen Dioxyverbindungen (österr. Patentschrift Nr. 195639) oder überhaupt Mischungen aus mindestens einer aliphatischen bzw. cycloaliphatischen und mindestens einer aromatischen Dioxyverbindung oder Dioxydiarylsulfonen oder Gemische aus Dioxydiarylsulfonen mit andern bifunktionellen Oxyverbindungen anderseits herzustellen. 



  Auch halogenhaltige Dioxydiarylalkane sind als Ausgangskomponenten zur Herstellung derartiger Polycarbonate schon erwähnt. Daraus hergestellte Polycarbonate sind zwar bei hinreichendem Halogengehalt schwer entflammbar bzw. flamm-   widrig, besitzen   jedoch oberhalb. etwa   100G C   meist   keine'gute Dauerwärmebeständigkeit.   



   Es wurde nun gefunden, dass man Polycarbonate mit gegenüber den bekannten, insbesondere halogenhaltigen Polycarbonaten zum Teil beachtlich verbesserten Eigenschaften dadurch erhält, dass man zu ihrem Aufbau nach den oben erwähnten Verfahren halogenhaltige Dioxydiarylalkane verwendet, die vor ihrer Umsetzung mit den Kohlensäurederivaten einer Behandlung mit basischen Mitteln unterworfen wurden. 



   Für die Erfindung geeignete halogenhaltige Di- 
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4, 4'-Dioxy-3, 3'-di-oder-formiate, und organische Basen, wie Di- äthylamin, Triäthylamin, Pyridin, Dimethylani- lin und   Triäthy1benzol.   



   Die Behandlung mit derartigen basischen Mit- teln kann beispielsweise so erfolgen, dass man die in bekannter Weise durch z. B. Chlorieren er- haltenen rohen, chlorhaltigen Dioxyverbindungen in Natronlauge löst und auf höhere Temperatu- ren erhitzt oder eine Suspension der Rohproduk- te in verdünnter wässeriger Natriumcarbonat- lösung erhitzt oder Rohprodukten, die destilliert werden können, vor der Destillation eine geringe Menge solcher Alkalien zusetzt. 



   Zur Herstellung der neuen Polycarbonate kön-   nen die halogenhaltigen   und basisch nachbehan- delten Dioxydiarylalkane allein oder im Gemisch mit andern aromatischen und/oder aliphatischen Dioxyverbindungen nach den im ersten Absatz genannten Verfahren in hochmolekulare Polycarbonate   übergeführt   werden. 



   Neben Unbrennbarkeit bzw. Flammwidrigkeit besitzen die neuen Polycarbonate überraschenderweise einige verbesserte physikalische Eigenschaften, so z. B. erhöhte Reissfestigkeit, einen ausserordentlich hoch liegenden Umwandlungspunkt zweiter Ordnung, verminderte Wasserdampf-   durchlässigkeit und   höheren elektrischen Isolations-und Oberflächenwiderstand. 



   Die neuen Polycarbonate können in Form von Filmen, Fasern,   Press-und Spritzgusskörpern,   Lacken und   überzügen   mit Vorteil überall da eingesetzt werden, wo neben Unbrennbarkeit günstige mechanische oder/und elektrische Eigenschaften und hohe   Temperaturbeständigkeit   von Bedeutung sind, so z. B. in der Textilindustrie, in der Elektroindustrie und im Schiffsbau. 



    Beispiel l : In'ein   Gemisch aus   89, 3 Gew.-   Teilen mit Natronlauge und Triäthylamin vor- 
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 Phosgen (1, 5 Mol) gasförmig eingeleitet, gleichzeitig weitere 70   Gew.-Teile 45 /Mge   Natronlauge zugetropft, so dass der pH-Wert des Reaktionsgemisches zwischen 13 und 14 liegt. Dann werden   0, 12 Gew.-Teile   Triäthylamin und 1 Gew.Teil eines Netzmittels zugegeben, wobei die Temperatur ohne weitere Kühlung auf etwa 29 C ansteigt. Nach etwa 21/2 Stunden wird die Me-   thylenchloridlösung   des gebildeten Polycarbonates hochviskos. Sie wird im Kneter elektrolytfrei gewaschen.

   Nach Verdampfen von Lösungsmittel und Wasser bleibt ein harter, elastischer hoch- 
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 chlorid, 330   Gew.-Teilen   Wasser und 30 Gew.Teilen   450/toge   Natronlauge werden unter Rühren bei 250 C in 100 Minuten   35, 8 Gew.-Teile   Phosgen (1, 5 Mol) eingeleitet, wobei gleichzeitig weitere 44   Gew. -Teile 451J/nige   Natronlauge zugetropft werden (pH-Wert 12-13). Anschliessend werden 0,12 Gew.-Teile Triäthylamin und 1   Gew.-Teil   eines Netzmittels zugesetzt. Nach etwa 1 Stunde wird die Methylenchloridlösung des gebildeten Polycarbonates hochviskos. Sie wird im Kneter elektrolytfrei gewaschen. Nach Abdampfen von Lösungsmittel und Wasser bleibt ein elastischer, hochmolekularer Kunststoff zurück.

   Erweichungspunkt   185-1950 C,   Erstarrungspunkt 1490   C ;   er löst sich z. B. in Methylenchlorid, Chloroform, Benzol, Toluol, Dioxan und Dimethylformamid und lässt sich über Schmelze oder Lösung zu geformten Gebilden verarbeiten, die flammwidrig sind, d. h., Formkörper verkohlen unter schwacher Flammenbildung in der Gasflamme, erlöschen aber sofort nach Entfernen der Flamme. 



     B e, i s pie I 3 :   In ein Gemisch aus 105 Gew.Teilen mit etwa   2%piger   Natriumcarbonatlösung in der Hitze behandeltem 1, 1- (4, 4'-Dioxy-3, 3'- 5, 5'-tetrachlordiphenyl)-cyclohexan (1 Mol), 165   Gew.-Teilen Methylenchlorid,   550 Gew.Teilen Wasser und 30 Gew.-Teilen 45%ige Natronlauge werden unter Rühren bei 250 C in 115 Minuten   35, 8 Gew.-Teile   Phosgen (1, 4 Mol) eingeleitet, wobei gleichzeitig 56   Gew. -Teile 45o/0ige   
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 äthylamin und 1   Gew.-Teil   eines Netzmittels zugegeben, wobei die Temperatur um einige Grade steigt. Nach etwa 5 Stunden wird die Methylen chloridlösung des gebildeten Polycarbonates hochviskos. Nachdem sie elektrolytfrei gewaschen ist, werden Lösungsmittel und Wasser verdampft.

   Der zurückbleibende elastische hochmolekulare Kunststoff zeigt einen Erweichungspunkt von 230- 2400 C und eine Erstarrungstemperatur von 1730 C. Er lässt sich über Schmelze oder Lösung zu Formkörpern verarbeiten, die flammwidrig sind. 



    Beispiel 4 :   In ein Gemisch aus   66, 2 Gew.-   Teilen unter Zusatz von Calciumacetat destilliertem 2,2-(4,4'-Dioxy-3,3',5,5'-tetrachlordiphenyl)propan (0, 7 Mol),   26, 2 Gew. -Teilen   mit Natronlauge und Triäthylamin in der Hitze behandeltem 4,4'-Dioxy-3,3',5,5'-tetrachlordiphenyl-methan (0, 3 Mol), 165   Gew.-Teilen   Methylenchlorid, 550   Gew.-TeiIen   Wasser und 30 Gew.-Teilen 45%ige Natronlauge werden bei   25"C unter   Rühren 31,S Gew.-Teile Phosgen in 110 Minuten eingeleitet, wobei gleichzeitig 56 Gew.-Teile Natronlauge zugetropft werden (pH-Wert 13-14). Anschliessend werden 0,12 Gew.-Teile Triäthylamin und 1   Gew.-Teil   eines Netzmittels zugegeben.

   Nach etwa 3 Stunden wird die Methylenchloridlösung des gebildeten Polycarbonates hochviskos. Sie wird im Kneter elektrolytfrei gewaschen. Nach Abdampfen von Lösungsmittel und Wasser bleibt ein harter, elastischer, hochmolekularer Kunststoff zurück. Erweichungspunkt 180-1900 C. Er lässt sich über Schmelze und Lösung zu Formkörpern verarbeiten, die flammwidrig sind. 



    Beispiel 5 :   In ein Gemisch aus 51 Gew.Teilen mit Natronlauge und Triäthylamin behandeltem 4,4-Dioxy-3,3',5,5'-tetrachlordiphenyl-methan   (0, 5   Mol) und 34,   4 Gew. -Teilen 2, 2- (4, 4'-     Dioxydiphenyl) -propan (0, 5   Mol), 165 Gew.-Teilen Methylenchlorid, 750 Gew.-Teilen Wasser und 30 Gew.-Teilen 45%ige Natronlauge werden bei 250 C unter Rühren in 115 Minuten   35, 8 Gew.-   Teile Phosgen (1, 5 Mol) eingeleitet, wobei gleich- 
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 de der Reaktion bei etwa 12 liegt.

   Dann werden   0, 12 Gew.-Teile   Triäthylamin und 1   Gew.-Teil   
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    6 :Beispiel 7 :   In ein Gemisch aus   130, 7 Gew.-   Teilen 2,2-(4,4'-Dioxydiphenyl)-propan(0,95 Mol) und 16, 5 Gew.-Teilen mit Natronlauge und Tri- 
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2250 C unter Rühren in 2 Stunden   71, 5 Gew. -Teile   Phosgen eingeleitet. Man gibt 0, 24 Gew.-Teile Triäthylamin und 2 Gew.-Teile eines Netzmittels zu. Nach. etwa 20 Minuten ist die Methylenchloridlösung des Polycarbonates hochviskos. Man wäscht elektrolytfrei, destilliert Wasser und Lösungsmittel ab und erhält einen hochmolekularen Kunststoff.

   Das Produkt kann über Schmelze und Lösung zu flammwidrigen Formkörpern verarbeitet werden. 
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8 : 18, 3 Gew.-Teile über Calcium-dichlorphenyl)-carbonat und   0, 1 Gew. - Teile   Dinatriumsalz von 2, 2- (4, 4'-Dioxydiphenyl)-propan werden zusammen unter Rühren und Überleiten von Stickstoff aufgeschmolzen. Die Hauptmenge des sich bei der Reaktion   abspaltenden 2, 6-Di-     chlorphenols wird bei 200-220"C/50   Torr abdestilliert. Der Druck wird dann allmählich auf   0, 5 Torr   erniedrigt und die zunehmend viskoser werdende Schmelze   1/2   Stunde bei 2500 C, 1 Stunde bei 2700 C und eine weitere Stunde bei   300 C/     0, 5 Torr gerührt.   Man erhält so eine hochviskose, klare, gelbliche Schmelze eines hochmolekularen Kunststoffes.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen thermoplastischen Polycarbonaten unter Verwendung von halogenhaltigen Dioxydiarylalkanen und Kohlensäurederivaren, dadurch gekennzeichnet, dass man zu ihrem Aufbau solche halogenhaltige Dioxydiarylalkane verwendet, die zuvor mit basischen Mitteln behandelt wurden.
AT401358A 1957-08-01 1958-06-07 Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen thermoplastischen Polycarbonaten AT205746B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1202491B (de) * 1961-09-14 1965-10-07 Eastman Kodak Co Verfahren zur Herstellung eines linearen, thermoplastischen Polycarbonats
US3294741A (en) * 1959-04-25 1966-12-27 Bayer Ag Method of making polycarbonate particles

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3294741A (en) * 1959-04-25 1966-12-27 Bayer Ag Method of making polycarbonate particles
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