AT205672B - Verfahren zur Herstellung von selbsthärtenden Verbänden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von selbsthärtenden Verbänden

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AT205672B
AT205672B AT418258A AT418258A AT205672B AT 205672 B AT205672 B AT 205672B AT 418258 A AT418258 A AT 418258A AT 418258 A AT418258 A AT 418258A AT 205672 B AT205672 B AT 205672B
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Austria
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self
curing
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bandages
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AT418258A
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Fritz Dr Graf
Alfred Dr Mueller
Werner Dr Med Schulze
Luitpold Dr Med Wilhelm
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Basf Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L75/00Compositions of polyureas or polyurethanes; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L75/04Polyurethanes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G18/00Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
    • C08G18/06Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
    • C08G18/08Processes
    • C08G18/10Prepolymer processes involving reaction of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen in a first reaction step

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von selbsthärtenden Verbänden 
Eingerichtete   Knochenbrüche,   Verrenkungen und Verstauchungen werden im allgemeinen mit Hilfe von Gipsverbänden fixiert. Solche Verbände sind jedoch in vieler Hinsicht nachteilig. Sie sind schwer, unförmig, nicht abwaschbar und vor allen Dingen besonders im feuchten Zustand wenig durchlässig für   Rönt -   genstrahlen. Beim Entfernen krümelt der Gipsverband stark. Die Reste müssen durch die Müllabfuhr beseitigt werden. Anhaftende Wundsekret- und Eiterreste bilden dabei eine allgemeine Infektionsgefahr. 



   Ferner sind selbsthärtende Verbände bekannt, die unter Verwendung von Lösungen ungesättigter polymerisationsfähiger Verbindungen, z. B. von Acrylverbindungen, hergestellt sind. Diese Verbindungen reizen die Haut verhältnismässig stark. Auch ist die Festigkeit der mit ihnen hergestellten Verbände nicht ausreichend, so dass sie nicht beliebig dünn angelegt werden können. 



   Weiterhin ist beschrieben, poröse thermoplastische Kunststoffe auf Temperaturen von mindestens 600 zu erwärmen und bei diesen für die menschliche Haut recht hohen Temperaturen auf das vorletzte Glied aufzubringen und dort zu formen. Diese Arbeitsweise ist schwierig, weil das erwärmte und dann thermoplastische Material beim Anlegen'sehr schnell wieder abkühlt und dann nicht mehr formbar ist. Bei diesen Verbänden ist eine zusätzliche Verfestigung notwendig, die z. B. durch Auftrag von Lacken nach dem Anlegen des Verbandes bewirkt werden muss. 



   Auch sind   Verbände bekannt,   die mit in   organischen Lösungsmitteln gelbsten Pol ymerisationsprodukten   imprägniert sind. Beim Anlegen solcher Verbände verdunstet das meist feuergefährliche und physiologisch schädliche Lösungsmittel. Das Festwerden dauert sehr lange. Der Verband ist wenig modellierfähig, so dass er bei frischen Knochen-und Gelenkverletzungen nicht verwendet werden kann. 



   Schliesslich hat man bereits empfohlen, Kondensationsprodukte aus Aldehyden, insbesondere Formal-   dehyd - und Thioharnstoff, Phenolen   oder   Aminotriazinen,   wie Melamin, besonders aber Harnstoff-Formaldehyd-Harze für Steifverbände zu verwenden. Diese Harze sind sehr gut durchlässig für Röntgenstrahlen. 



  Sie   haDen   jedoch den grossen Nachteil, spröde und zu wenig dehnbar zu sein. Beim Härten schwinden sie beträchtlich, so dass das verletzte Glied stark komprimiert.   vird.   



   Es wurde nun gefunden, dass man selbsthärtende Verbände erhält, die frei von den genannten Nachteilen sind, wenn man härtbare   Polykondensationsprodukte   aus mehrwertigen Urethanen und Aldehyden auf eine dünne, schmiegsame, als Verbandstoff dienende Unterlage aufbringt. Die verwendeten Kondensationprodukte sind bekannt. Die mehrwertigen Urethane lassen sich z. B. durch Verschmelzen von mehrwertigen Alkoholen mit Harnstoff oder durch Umsetzen von Chlorkohlensäureestern mit Ammoniak gewinnen. Auch Gemische der so erhaltenen Produkte lassen sich verwenden. Als besonders vorteilhaft haben sich Kondensationsprodukte erwiesen, die durch Erhitzen eines diprimären Alkohols mit äquivalenten Mengen Harnstoff erhalten sind. Die erhaltene Schmelze wird dann mit Formaldehyd umgesetzt. Geeignete mehrwertige   Alkohole sind z.

   B. diprimäre Alkohole, wiePropandiol-1, 3, Butandiol-1, 4, Pentandiol-1, 5,   Hexandiol- 1,6,   Diäthylenglykol   sowie höhere Polyäthylenglykole. 



   Die Kohlenstoffkette in den genannten Alkoholen kann durch andere Atome   unterbrocher sein.   Hiezu zählen z. B. Dihydroxydibutyläther, Dihydroxydiäthylsulfid oder Diäthanolamin. Auch disekundäre Alkohole, z.   Brader   2, 3-Butylenglykol, sowie drei-und mehrwertige Alkohole wie Glycerin, Trimethylol- 

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 propan, Hexantriol und Erythrit, sowie Gemische aller genannten Alkohole können verwendet werden. 



  An Stelle von Formal   dhyd   sind auch andere aliphatische Aldehyde geeignet. 



   Die auf den Verbandstoff aufgebrachten Kondensationaprodukte werden ...it Hilfe sauer wirkender Verbindungen gehärtet. Besonders geeignet sind Härtungskatalysatoren, dit schwach sauer wirken, wie organische oder anorganische schwache Säuren, z. B. Maleinsäure. Auch saucr wirkende Metallsalze sind oft gut verwendbar, z. B. Ammoniumchlorid. 



   Es ist besonders zweckmässig, die gelösten sauren   Härtungsmittel   auf den Verbandstoff, also z. B. eine Binde aus Mull, Kambrik oder Polyamid, aufzubringen und die so vorbehandelten Verbände mit der wässerigen Lösung des verwendeten Kondensationsproduktes zu imprägnieren. Es   izt   am günstigsten, den Verbandstoff nachdem Tränken mit der im allgemeinen wässerigen Lösung eines sauren Härtungsmittels zu trocknen, bevor er mit der Harzlösung imprägniert wird. Die so behandelte Binde wird dann ebenso wie eine Gipsbinde, Stärkebinde   od. agl. angelegt.   Es ist allerdings auch möglich, die Losung des Kondensationsproduktes mit dem   Härtungsmitfelzu   vermischen und mit diesem Gemis-h den Verbandstoff beispielsweise zu tränken oder zu bestreichen. 



   Das verwendete Urethanharz kann selbstverständlich auch im Gemisch mir anderen Harzen, insbesondere   Carbamidharzen,   wie Harnstoff-Formaldehyd-Harzen,angewandt werden. Um die Verbände zu verfestigen, lassen sich alle bekannten   #üllmittel mitverwenden.   Besonders geeignete, zur Verstärkung dienende Füllmittel sind z. B. Schusterspäne, Glasfasern oder Pappe. Ferner konnen Metall- oder Kunststoffschienen mitverwendet werden. 



   Die erhaltenen gehärteten Verbände sind ausserordentlich elastisch und leicht und dennoch so fest, dass sie in nur sehr geringer Stärke angelegt zu werden brauchen, selbst wenn sie als Gehverbände dienen sollen. Beim Harten der Verbände tritt praktisch kein Schwund ein. Sie sind ausserdem auch sofort nach dem Anlegen gut durchlässig für Röntgenstrahlen. Hiedurch werden Schädigungen durch Röntgenstrahlen weitgehend vermieden, weil es möglich ist, Strahlen geringer Intensität in geringer Dosis anzuwenden. 



  Beim Entfernen der Verbände tritt kein lästiges Krümeln ein. Die Reste des Verbandes konnen verbrannt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : EMI2.1 Herstellungstoffen aufdünne,schmiegsame, als Verbandstoff dienende Unterlager, dadurch gekennzeichnet, da# als solche Kunststoffe härtbare Polykondensationsprodukte aus mehrwertigen Urethanen und Aldehyden verwendet werden.
AT418258A 1957-07-13 1958-06-16 Verfahren zur Herstellung von selbsthärtenden Verbänden AT205672B (de)

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