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Verfahren zur Herstellung einheitlicher Suspensionen von synthetischen Fasern in wässerigen Flüssigkeiten, insbesondere zur Fabrikation papierartiger Gefüge
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teil der nichtionogenenAgentien ist, dass sie hydrophobe synthetische Fasern in Wasser hinreichend dispergieren, wenn nur-vorzugsweise 0, 5-1, 0% des Mittels (bezogen auf das Trockengewicht der Faser) auf die Faser aufgetrocknet wird, verglichen mit wesentlich grösseren Mengen, die im allgemeinen benötigt werden, wenn kationaktive Überzugsmittel zur Anwendung gelangen (z. B. rund 3-5% des Gewichtes der trokkenen Faser).
Wenn es erwünscht ist, einen Überzug aus hydrophilen Verbindungen zu verwenden, die praktisch unlöslich sind, kann das Reaktionsprodukt eines wasserlöslichen Salzes eines langkettigen aliphatischen Sulfates, z. B. das Natriumsalz des Laurylsulfates und eines wasserlöslichen Salzes einer langkettigen quater- nären Ammoniumverbindung, wie Laurylpyridiniumchlorid, zur Anwendung gelangen. Das unlösliche Reaktionsprodukt kann auf der Faser durch nacheinanderfolgendes Überziehen des Fasermateriales in irgendeiner gewünschten Reihenfolge mit wässerigen Lösungen der langkettigen aliphatischen Sulfate und der langkettigen quaternären Ammoniumverbindungen gebildet werden.
Eine andere Aufbringungsmethode des unlöslichen Reaktionsproduktes umfasst das Überziehen der Fasern mit dem gallertartigen Reaktionsprodukt aus einem langkettigen Sulfat und einer langkettigen quaternären Ammoniumverbindung. Das gallertartige Reaktionsprodukt wird vorzugsweise durch langsames Mischen mit einem Minimum an Bewegung der wässerigen Lösungen der beidenArten von Verbindungen hergestellt.
Wenn die zur Papierherstellung verwendeten hydrophoben Fasern Polyamidfasern sind, können diese, nachdem sie aus der Dispersion zu einer nichtgewebten Bahn geformt wurden, mit einer wässerigen Dispersion eines N-Alkoxymethylpolyamids getränkt werden und nachher Hitze und Druck unterworfen werden.
Bei dem Verfahren nach der vorliegenden Erfindung bleibt die Klumpen-und Büschelbildung der Fasern aus. Die aus der Fasersuspension erzeugten Bahnen besitzen gute Nassfestigkeit, die die Handhabung auch in grösseren Papiermaschinen gestattet. Keine störende Schaumbildung tritt auf und infolge der sehr geringen Mengen an hydrophilen Agentien. die auf die Fasern aufgebracht wurden, wird keine zusätzliche unerschwingliche Ausgabe verursacht. Mässiges Bewegen (Rühren) genügt, um eine einheitliche Suspension der Fasern in Wasser zu erzielen, insbesondere, wenn man die Fasern nach und nach auf die Oberfläche des leicht bewegten Wassers auffallen lässt.
Die auf der Oberfläche der Fasern erzeugten Überzüge werden trotz der Tatsache, dass einige der hydrophilen Verbindungen, die erfindungsgemäss angewandt werden, wenigstens teilweise löslich sind, auf der Oberfläche der Fasern genügend gut festgehalten, um ein Wiederdispergieren der Fasern zu gestatten, auch nachdem sie zu Papier verarbeitet worden waren.
Eine zweckdienliche Herstellungsmethode der erfindungsgemäss mit den hydrophilen Agentien überzogenen Fasern besteht darin, die Fasern, vorzugsweise bevor sie zu der gewünschten Stapellänge geschnitten werden, in eine verdünnte Lösung des kationaktiven oder nichtionogenen Netzmittels einzutauchen. Um die Netzmittel auf der Oberfläche der Fasern zu verankern, ist es wünschenswert, die Fasern zu trocknen, ehe sie den Papierherstellungsf1üssigkeiten ausgesetzt werden. Es ist überraschend, dass teilweise lösliche Netzmittel, sobald sie auf der Oberfläche der Fasern sind, dort in den folgenden Suspendie- rungs- und Waschvorgängen, wie sie bei der Papierherstellung nötig sind, festgehalten werden.
Möglicherweise spielen Adhäsionskräfte, ähnlich jenen, die in gewissen Färbereitechniken (Substantlvfarben) vorherrschen, eine wichtige Rolle im Verfahren dieser Erfindung.
Die Mengen an hydrophilen Agentien auf den Fasern brauchen nur sehr gering zu sein, um die Ergehnisse dieser Erfindung zu bewirken. Oft genügen Mengen von 0, 2 Gel.-% und weniger. Theoretisch würde eine monomolekulare Schicht des Netzmittels auf der Faseroberfläche genügen, um die Effekte her-
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ruft gewöhnlich keine zusätzlichen Vorteile hervor.
Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung eignen sich solche kationaktiven oder nichtionogenen Netzmittel, die auf die Faser aufgebracht werden können, um wenigstens eine ununterbrochene Schicht von Netzmittelmolekeln zu bilden. Gleichzeitig muss die Adhäsion des Netzmittels zur Oberfläche der hydrophoben Faser gross genug sein, um seine frühzeitige Entfernung bei Berührung mit Wasser oder andern wässerigen Flüssigkeiten zu vermeiden, Diese Anforderungen schliessen diejenigen Netzmittel aus, die leicht in Wasser löslich sind, während die schwer löslichenNetzmitteldiesesErfordernis in grösstem Ausmass erfüllen.
Es ist sehr schwer, die Löslichkeit von Netzmitteln in Ausdrücken zu definieren, die zum Charakteri-
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sieren der Löslichkeit von anorganischen Salzen gebräuchlich sind. Die Bezeichnungen "leicht löslich" und"schwer löslich", wie sie hierin verwendet werden, beziehen sich eher auf die Geschwindigkeiten, mit welchen die Netzmittel sich lösen, wenn sie mit wässerigen Flüssigkeiten in Berührung gebracht wer- den, als auf die maximale Konzentration der Lösung, die sie bilden können.
Es wurde gefunden, dass im allgemeinen alle jene Netzmittel im Verfahren nach dieser Erfindung brauchbar sind, die-die Erzeugung einer kontinuierlichen Oberflächenschichte auf synthetischen Fasern aus wässerigen Lösungen erlauben und die an der Oberfläche der Faser gut genug haften, um als eine kon- tinuierliche monomolekulare Schichte während der Suspensions- und wässerigen Nachbehandlungsvorgän- ge in der Papierherstellung dort zu verbleiben,
Gemäss einer wichtigen spezifischen Modifikation des Verfahrens wird die Löslichkeit eines löslichen
Netzmittels entweder vor oder nach seiner Aufbringung auf die Faser vermindert.
Ein Beispiel für ein sol- ches Verfahren sind die Stufen des Überziehens des faserigen Materiales mit dem gallertartigen Reaktionsprodukt eines wasserlöslichen Salzes einer langkettigen aliphatischen, quaternären Ammoniumverbindung, des Trocknens des überzogenen Materiales und des nachherigen Zusetzens des besagten getrockneten, überzogenen Materiales zu Wasser als suspendierendem Mittel. Das gallertartige Reaktionsprodukt wird durch Kombinieren der beiden Reaktionspartner in annähernd äquimolaren Verhältnissen bei Gegenwart von Wasser gebildet. Es kann dann in gallertartigem Zustand auf das faserige Material aus einer wässeri- gen Suspension aufgebracht werden.
Oder das definierte gallertartige Reaktionsprodukt kann anderseits di- rekt auf dem faserigen Material gebildet werden, indem man das besagte Material zuerst in einer Reak- tionskomponente suspendiert. Nachdem das faserige Material mit dem oben identifizierten Reaktionspro- dukt überzogen wurde, wird es vor der Suspendierung der Fasern im Wasser getrocknet.
Das gelatinöse Reaktionsprodukt kann unter minimalem Rühren und bei Gegenwart von Wasser durch langsames Mischen des wasserlöslichen Salzes eines langkettigen aliphatischen Sulfates mit dem wasser- löslichen Salz einer langkettigen aliphatischen quaternären Ammoniumverbindung hergestellt werden.
Eine Vereinigung der Reaktionspartner, die zu rasch erfolgt oder von zu heftiger Bewegung begleitet wird, fördert die Bildung eines körnigen oder kristallinen Niederschlages, der im Verfahren nach der vorliegen- den Erfindung nicht wirksam ist. Das Mischen der Reaktionskomponenten kann durch Zusetzen von einer zur andern in einem kontinuierlichen Strom mit gerade genügendem Rühren ausgeführt werden, um eine gründliche Dispersion jedes Reaktionspartners im Reaktionsmedium zu fördern.
Im allgemeinen wird die
Zugabe bei Zimmertemperatur vollzogen, wenn auch die Anwendung einer besonderen Temperatur nicht entscheidend ist. Es wird vorgezogen, dass die Reaktionspartner in im wesentlichen äquimolaren Anteilen vereinigt werden. Die Lösung, in der das gallertige Reaktionsproudkt gebildet wird, hat praktische Wirk- samkeit, wenn sie mehr als mindestens rund 2% an Reaktionsprodukt enthält. Die Verwendung von wässe- rigen Suspensionen, die 3-12% an gelatinösem Reaktionsprodukt enthalten, wird vorgezogen. Bei wesent- lich höheren Konzentrationen macht der Viskositätsanstieg des Bades seine Anwendung als Überzug für das
Fasermaterial schwierig.
Gewöhnlich wird das gallertigeReaktionsprodukt "in situ" auf der Oberfläche des Fasermaterial es ge- bildet. Das Material wird zuerst mit einem Reaktionspartner und dann mit dem andern überzogen. Die
Reaktionsteilnehmer werden aus wässerigen Lösungen, die mehr als mindestens rund 2% an Reaktionspart- ner enthalten, angewendet. Die Reihenfolge, in der die Reaktionspartner auf das Fasermaterial aufge- bracht werden, ist nicht kritisch. Unbeachtet der Methode des Aufbringens wird es vorgezogen. dass das getrocknete, überzogene Fasermaterial ungefähr 3-5 Gew. -0/0 Überzug trägt.
Typisch für die gelatinösen Niederschläge, die zum Ausführen dieser Erfindung brauchbar sind, sind jene, die entstehen durch Reaktion von Lauryl-pyridiniumchlorid mit Natriumlaurylsulfat, Cetyl- pyridiniumchlorid mit Natrium-Iaurylsulfat, Octadecyl- trimethyl-ammoniumclùorid mit Natrium-lauryl- sulfat, Lauryl-pyridiniumchlorid mit Natrium-decylsulfat, Lauryl-pyridiniumchlorid mit Natrium-octyl- sulfat, Lauryl-pyridiniumchlorid mit Kalium-laurylsulfat und Natrium-laurylsulfat mit der quaternären
Dimethyl-dialkenyl-ammoniumverbindung (erhältlich von Rohm und Haas Company, Philadelphia, Pa., als"EXP-QUAT. 3104") die die folgende Formel hat :
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An Stelle eines einzelnen Alkylsulfats oder einer quaternären Ammoniumverbindung zur Herstellung des gallertartigen Niederschlages zum erfindungsgemässen Gebrauch können Mischungen von zwei oder mehreren Verbindungen, die eine verschiedene Zahl von Kohlenstoffatomen in der Alkylkette haben, verwendet werden. Z. B. sind im Handel erhältliche Mischungen so wie das Natriumsalz des Schwefelsäureesters von technischem Laurylalkohol geeignet (eine Mischung von normalen geradkettigen Alkoholen
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mit geraden Zahlen von Kohlenstoffatomen von 8 bis 16 einschliesslich mit überwiegend Laurylalkohol).
Es wird vorgezogen, die gelatinösen Niederschläge aus einem oder mehreren Alkyl- oder Alkenylsulfaten, die 8-18 Kohlenstoffatome haben und aus quaternären Alkyl- oder Alkenylammoniumverbindungen, die 8-18 Kohlenstoffatome in den Alkyl- oder Alkenylgruppen haben, darzustellen. Mischungen von Alkylund Alkenylgruppen im selben Niederschlag sind ebenfalls brauchbar. Es kann irgendein wasserlösliches Salz der Reaktionsteilnehmer angewandt werden ; dabei werden die Salze der Alkalimetalle, besonders von Natrium und Kalium, vorgezogen.
Das gallertartige Reaktionsprodukt oder die hydrophilen Agentien gemäss vorliegender Erfindung können aus wässeriger Suspension oder Lösung auf das Fasermaterial mittels irgendeiner gebräuchlichen Methode, wie Eintauchen, Aufsprühen, Aufsaugen, Appretieren mittels Zuführungswalze u. dgl. aufgebracht werden.
Nachdem die faserigen Gefüge mit den Lösungen oder Suspensionen des hydrophilen Agens überzogen sind, werden sie getrocknet. Dem Trocknungsvorgang kann Zentrifugieren, Auswinden durch Durchlaufen durch Quetschwalzen od. dgl. vorangehen, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen. Das Trocknungsverfahren wird zweckdienlich so ausgeführt, dass man das überzogene Gefüge bei Zimmertemperatur einige Zeit lang verbleiben lässt, die genügt, das Verdunsten der Flüssigkeit aus dem Überzug zu gestatten. Den Arbeitsgang kann man durch Anwendung von erhöhten Temperaturen, die jedoch unter den Zersetzungstemperaturen zu wählen sind, beschleunigen. Auch verminderter Druck kann verwendet werden.
Nach dem Trocknen liegt das Gefüge in einer stabilen Form vor und kann versandt oder unbegrenzt gelagert werden, ohne seine Fähigkeit in Wasser leicht suspendiert zu werden, zu verlieren.
Um das Fasermaterial in Wasser zu suspendieren, wird das getrocknete Gefüge auf die Oberfläche des gerührten suspendierenden Mediums auffallen gelassen. Die handelsübliche Mischausrüstung u. dgl. ist anwendbar. Das Suspensionsmedium kann 100vwo Wasser sein, aber auch zu 50% durch andere polare Lösungsmittel, wie Äthylalkohol, Aceton u. dgl., ersetzt werden. Weiters können kleine Quantitäten anderer Substanzen, wie Farbstoffe u. dgl., anwesend sein.
Im allgemeinen wird es vorgezogen, dass die Faserteilchen rund 3-13 mm lang sind. Das Verfahren ist besonders wertvoll beim Dispergieren hydrophober, synthetischer, linearpolymerer Fasern, wie Fasern aus Polyamiden (z. B. Polycapronamid), Polyesteramiden, Polyharnstoffen, Polyurethanen, Copolyami- den, Polyestern, Polyäthern, Acrylpolymeren und Copolymeren (z. B. Polyacrylnitril), Polyäthylen, Poly- tetrafluoräthylen, Polychlortrifluoräthylen, Polyvinylidenchlorid und Copolymeren des Vinylidenchlorids. Auch andere Fasern, wie z. B. regenerierte Cellulose, Celluloseacetat, Baumwolle, gesponnenes Glas, Holzschliff u. a., können zu den synthetischen Fasern zugesetzt werden.
Das Verfahren und die Produkte der vorliegenden Erfindung sind besonders nützlich bei der Herstellung flüssiger Suspensionen aus Fasermaterialien, die bei der Bildung von Faservliesen und geschöpften Blättern verwendet werden, insbesondere wo die Vliese oder geschöpften Blätter auf. einem laufenden Sieb, wie z. B. auf der Pourdrinier-Maschine, hergestellt werden. So kann das Verfahren als eine Stufe bei der Herstellung von Papier und papierähnlichen Prcdukten aus synthetischen Fasern angewandt werden.
Es ist oftmals von Vorteil, die durch das Verfahren nach dieser Erfindung erhaltene Faserbahn mit einer wässerigen Dispersion einer oder mehrerer synthetischer Harze zu imprägnieren. Die imprägnierten Bahnen aus synthetischen Fasern werden dann Hitze und Druck unterworfen, um starke Papiere von ausgezeichneten Eigenschaften herzustellen. Geeignete Harze, die als Bindemittel (gewöhnlich als wässerige
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wasserlösliche Harn-stoff-Formaldehyd-Harze, thermoplastische Acrylharze (z. B. Terpolymere des Acrylnitrils, Butylacrylats und der Methacrylsäure;, Polyvinylesterharze (z. B. Polymere und Copolymere des Vinylacetats) u. ähnl.
Typisch für solche Verfahren ist jenes in der USA-Patentschrift Nr. 2, 844, 491 beschriebene. Die synthetischen Papiere sind brauchbar zur Herstellung von Landkarten und Tabellen, Pauspapieren, Matrizenpapieren, Lochkarten, Filterpapieren, Baupappen, Schuhpappen, Ersatzmittel für das Versteifen von Vinyl-überzogenen Geweben und für eine Vielzahl von andern Anwendungsmöglichkeiten, die ein dauerhaftes chemisch resistentes Papier verlangen.
Das Fasermaterial, das dieser Erfindung gemäss überzogen werden soll, kann Abfallfasern umfassen, die bei der Textilspinnerei und den Verarbeitungsvorgängen auftreten, wie Flocken, Abschnitzeln, Enden u. dgl., die darauf vor Anwendung des gallertartigen Reaktionsproduktes zu einem Seil, Fadenbündel oder kontinuierlichen Garn vereinigt werden können.
Im Gegensatz zu Agentien, die die Fasern nur vorübergehend dispergieren 1md bei fortgesetzter wässeriger Verarbeitung nicht auf den Fasern verbleiben, gestatten die gallertartigen Reaktionsprodukte dieser
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Erfindung, wenn sie auf die Fasern aufgebracht wurden, wie hier gezeigt, sogar eine Wiederdispergierung dieser Fasern einschliesslich von Fasern aus damit hergestelltem Papier.
Beispiel l : Ein ungekräuseltes Fadenbündel von 330000 Gesamtdenier aus Polyhexamethylenadipamid-Garn, hergestellt aus Einzelfäden von 6 Denier, wird durch eine wässerige Lösung, die 3 Gew. -0/0 Lauryl-pyridiniumchlorid enthält, durchgeführt. Unmittelbar danach wird es durch eine wässerige Lösung, die 3 Gel.-% an Natriurrsalz des Laurylsulfats enthält t durchgeschickt. Das Fadenbündel wird dann an der Luft getrocknet und in 6, 33 mm Längen geschnitten. Die so hergestellten Fasern werden auf die Wasseroberfläche in einem Gefäss auffallen gelassen, das mit einem Laboratoriumsmixer langsam gerührt
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einer kontinuierlichen Papiermaschine, ist das erhaltene Papier frei von Klumpen und einheitlich in der Dicke.
Eine Kontrollprobe von Papier, das ohne Anwendung des gallertartigen Reaktionsproduktes hergestellt wurde, ist infolge von Faserzusammenballungen klumpig und zeigt geringe Einheitlichkeit.
Beispiel 2 : Eine wässerige Lösung, die 3 Gew.-% Laurylpyridiniumchlorid in Wasser enthält, und eine wässerige Lösung, die 3, 5% des Natriumsalzes von Laurylsulfat enthält, werden langsam unter schwachem Rühren gemischt. Es bildet sich ein gallertiger Niederschlag. Ein ungekräuseltes Fadenbündel von
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durch die gebildete Suspension durchgehen gelassen. Man lässt dann an der Luft bei Zimmertemperatur trocknen. Das überzogene, getrocknete Fadenbündel wird zu Längen von 6, 33 mm zugeschnitten und der entstehende Stapel wird unter schwachem Rühren in Wasser eingebracht. Die Fasern dispergieren einheitlich ohne Büschelbildung.
In den folgenden Beispielen werden verschiedene Überzugsmaterialien auf das in Beispiel l beschriebene Garn unter Anwendung der Technik von Beispiel l aufgebracht. Jedes Überzugsmaterial wird aus einer wässerigen Lösung oder Suspension angewandt, die 3 Grew.-% des angeführten Überzugsmateriales enthält. In jedem der Beispiele 3,4 und 6 nehmen die Fasern 3 Gel.-% Überzug, bezogen auf das Gewicht der trockenen Faser, auf.
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<tb>
<tb>
Beispiel <SEP> Überzugsmaterial <SEP> Dispersionsfähigkeit
<tb> 3 <SEP> Reaktionsprodukt <SEP> (gallertartig)
<tb> aus <SEP> Lauryl-pyridiniumchlorid <SEP> und
<tb> dem <SEP> Natriumsalz <SEP> des <SEP> Decylsulfats <SEP> ausgezeichnet
<tb> 4 <SEP> Reaktionsprodukt <SEP> (gallertartig)
<tb> aus <SEP> Octadecyl-trimethyl-ammoniumchlorid <SEP> und <SEP> dem <SEP> Natriumsalz <SEP> des
<tb> Laurylsulfats <SEP> ausgezeichnet
<tb> 5 <SEP> Natriumsalz <SEP> des <SEP> Laurylsulfats <SEP> klumpt <SEP> stark
<tb> 6 <SEP> N <SEP> (acyl-colamino-formyl-methyl) <SEP>
<tb> pyridiniumchlorid <SEP> und <SEP> das <SEP> Natriumsalz <SEP> des <SEP> Laurylsulfats <SEP> klumpt <SEP> stark
<tb>
Wenn die Konzentration des Überzugsmateriales in Beispiel 5 so erhöht wird, dass eine Faserbekleidung von 50 Gew.-% an Natriumsalz des Laurylsulfates,
bezogen auf das Gewicht der trockenen Faser erreicht wird, tritt noch Klumpenbildung ein.
Beispiel 7 : Ein Fadenbündel aus Polyhexamethylen-Adipamid-Garn wird durch eine wässerige Suspension, die 4 Gew.-% des gallertartigen Reaktionsproduktes aus Lauryl-pyridiniumchlorid und dem Natriumsalz des Laurylsulfats enthält, Jurchgeschickt. Nach dem Trocknen wird das Fadenbündel in Stapeln von 6, 33 mm Länge geschnitten. 3 g der überzogenen Faser werden unter mässigem Rühren in 41 Wasser suspendiert. Die resultierende einheitliche Suspension wird über ein 203 : 203 mm quadratisches Sieb von 0, 149 mm Maschenweite gefiltert, um ein Büttenpapier zu bilden.
Nach dem Trocknen wird das Büttenpapier in eine wässerige Dispersion eingetaucht, die 40/0 N - Methoxymethyl-polyhexamethylen-adipamid enthält, das 45% seiner Amidgruppen durch Methoxymethylgruppen substituiert hat (USA-Patentschrift Nr. 2, 467, 186). Das Büttenpapier wird an der Luft trock -
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nen gelassen und nachher bei 1500 C und einem Druck von 28, 12 kg/cm2 60 sec lang gepresst.
Ein Kontrollbüttenbogen wird ähnlich hergestellt, ausser, dass die Fasern nicht anfänglich mit dem gallertartigen Material überzogen werden. In diesem Fall ist die Verteilung der Fasern in dem Büttenpapier sehr schlecht.
Die Eigenschaften jedes der papierartigen Produkte, die nach dem oben geschilderten Verfahren hergestellt wurden, werden weiter unten beschrieben. Die Testergebnisse werden durch Durchführung der Verfahren in TAPPI STANDARDS erhalten.
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<tb>
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Unbehandelte <SEP> Fasern <SEP> Behandelte <SEP> Fasern
<tb> Gewicht <SEP> g <SEP> 4,0 <SEP> 3, <SEP> 8
<tb> 0/0 <SEP> Amidbindungsmittel <SEP> 24,6 <SEP> 25
<tb> Zerreissfestigkeit, <SEP> g <SEP> 512 <SEP> 1372
<tb> Platzfestigkeit <SEP> kg/cm2/g <SEP> 1,26 <SEP> 1,35
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Beispiel 8 : Ein ungekräuseltes Fadenbündel ausPolyhexamethylen-adtpamid, das ein ungedrehtes Seil aus Stapelfasern mit 1, 5 Denier pro Faser ist, und ein Gesamtdenier VOll 330000 hat, wird durch eine wässerige Lösung durchgeschickt, die 5 Gew. -0/0 des nichtionogenen Kondensationsproduktes enthält, das aus 20 Mol Äthylenoxyd mit einem Mol einer Mischung aus langkettigen fettalkoholen dargestellt wird, die vorwiegend ., und C. -Alkohole enthalten, wobei ungefähr 50% der besagten Mischung ungesättigte Alkohole sind.
Das überschüssige Produkt wird entfernt, indem man das Fadenbündel durch Quetschwalzen durchgehen lässt. Das behandelte Fadenbündel wird an der Luft bei 1100 C getrocknet und man findet, dass es 0, 5% Überzug, bezogen auf das Trockengewicht der Fasern, aufgenommen hat. Das Fadenbündel wird in 6, 3mm Längen geschnitten und 0,1%der geschnittenenFasern werden in Wasser suspendiert. Langsames Rühren führt bald zu einer ausgezeichneten Dispersion der Fasern in Wasser, frei von irgendwelchen Faserbüscheln. 3 Liter dieser Dispersion werden in der Bütte eines Hndsiebes mit 31 Wasser verdünnt und die Suspension durch einDrahtsieb (0, 149 mmMaschenweite) geGimt, um ein geschöpftes Blatt zu ergeben, das eine ausgezeichnete. Faserverteilung hat.
Wenn die getrockneten Bütten wieder in
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Stapelfasern wird durch eine wässerige Lösung durchgeschickt, die 10 Gew.-% demselben Überzugsmateriales wie das in Beispiel 8 verwendete enthält. Das behandelte Fadenbündel wird zwischen Walzen durchgehen gelassen, um überschüssiges Agens zu entfernen, dann bei 1100 C luftgetrocknet und zu Längen von 6, 3 mm geschnitten. Die Fasern nahmen llo des Überzugsmateriales, bezogen auf das Trockengewicht der Faser, auf. Diese überzogenen Fasern werden in Wasser dispergiert und die Büttenbogen werden in derselben Weise, wie in Beispiel 8 beschrieben, hergestellt. Die erhaltenen Bogen zeigen gute Einheitlichkeit der Faserverteilung durch den ganzen Bogen.
Beispiel 10 : Ein ungekräuseltes Fadenbündel aus Polyacrylnitrilfasern (C Denier pro Faser) wird mit demselben Überzugsmittel und unter Befolgung desselben Arbeitsvorganges wie dem in Beispiel 8 angewandter behandelt. Die Büttenbogen werden auf dieselbe Weise bereitet. Diese, weisen eine gute Verteilung der Fasern durch den gesamten Bogen auf. Der Polyacrylnitrilbogen wird getrocknet auf einDrahtsieb aufgelegt und in eine 4% ige wässerige Dispersion eines Acrylterpolymer-Harzes als Bindemittel eingetaucht. Das Terpolymerharz ist das Produkt, das durch Interpolymerisieren von 35 Teilen Acrylnitril, 60 Teilen Butylacrylat und E Teilen Methacrylsäure, alles Gew.-Teile, erhalten wird.
Nachdem die Bogen in die Dispersion des Bindemittelharzes getaucht wurden, wird das überschüssige Bindemittel zwischen Walzen schwach ausgepresst. Die Bogen werden dann getrocknet und bis 150 C 60 sec lang bei 32,6 kg/cm ? gepresst.
Beispiel11 :EinFabdenbündelausPolyhexamethylen-adipamid(3DenierproFaser)wirdmitdemselben Agens wie dem in Beispiel 8 beschriebenen überzogen. Das Fadenbündel wird getrocknet und dann in 6,3 mm Längen geschnitten. 3g dieser kurzen Faser werden in 6 1 Wasser zusammen mit 3g gebleichtem Kraftzellstoff dispergiert. Genügend wasserlösliches Harnstoff-Formaldehyd-Bindemittelharz wird zu der wässerigen Suspension zugesetzt, damit sie 4% Bindemittel, bezogen auf das anwesende Wasser, enthält. Die hergestellten Bogen werden zwischen zwei Walzen ausgequetscht, um f'crschüssiges Bindemit- tel zu entfernen, und dann getrocknet und bei 1500 C gepresst. Es wird ein Pap'Lci rhaLtcn, das ein ein-
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heitliches Aussehen und gute Nassfestigkeit hat.
PATENTANSPRÜCHE : l. Verfahren zur Herstellung einheitlicher Suspensionen von synthetischen Fasern in wässerigen Flüssigkeiten, insbesondere zur Fabrikation papierartiger Gefüge, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern, bevor sie in der Flüssigkeit dispergiert werden, mit einem hydrophilen Agens, das in Wasser schwer löslich oder. unlöslich ist. überzogen werden, worauf die wässerigen Faserdispersionen vorzugsweise in Papierherstellungsmaschinen verarbeitet werden.