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Kontaktierung für elektrische Drahtwiderstände
Die Erfindung betrifft eine neue Art der Befestigung der Wicklungsenden im Widerstandskörper vor, während und nach dem Einbrennen der Glasur.
Ein Widerstandskörper, der in fertigem Zustand aus der Glasur herausragende Drähte oder Bänder aus hochschmelzendem Metall besitzt, welche nachträglich noch mit der getrennt erforderlichen Schelle oder Anschlusskappe als dem äusseren Anschluss des Widerstandes für den Verwender gut leitend verbunden werden müssen, ist bekannt. Die Befestigung der Wicklungsenden im Widerstandskörper soll im folgenden kurz mit Kontaktierung bezeichnet werden.
Es ist bekannt, die Befestigung der Wicklungsenden dadurch vorzunehmen, dass beiderseits in den Widerstandskörper Rillen oder ringförmige Quereinschliffe (s. franz. Patentschrift Nr. 54. 910) eingeschliffen werden, in denen Drahtbunde mit einem dann angeschweissten Chromnickeldraht oder-band als Zwischenleiterstück angebracht werden. Diese Art erfordert jedoch einen grossen Aufwand einmal in der Bearbeitung der Keramik und zum andern viele Arbeitsgänge, bis eine Abbindung der Wicklungsenden möglich ist.
Bei einer andern Art, der sogenannten Stiftkontaktierung, wird der Widerstandsträger mit mehreren, vorzugsweise zwei Bohrungen versehen, welche jedoch nicht hindurchgehen dürfen, sondern nur sogenannte Sacklöcher darstellen. In den Bohrungen werden Stifte befestigt. Die Befestigung des Widerstandsdrahtes erfolgt entweder durch Einklemmen in das zusammengedrückte gespaltene Ende des Stiftes oder zwischen Scheiben und Muttern. Die Verbindung vom Stift zur Schelle kann z. B. dadurch eschehen, dass der Stift in einer Sicke der Schelle zu liegen kommt oder teilweise in einer etwas kleineren Bohrung. Durch die Schweizer Patentschrift Nr. 242718 Ist es bekannt geworden, die Kontaktglieder an seitlichen Ausnehmungen oder in Höhlungen unterzubringen.
Während seitliche Ausnehmungen keine federnde Anordnung des Kontaktgliedes gestatten, ist die Herstellung der Höhlungen am Widerstandskörper schwierig.
Versuche ergaben, dass es wesentlich günstiger ist, ein Kontaktglied, nicht in einer Bohrung, Höhlung oder Ausnehmung, sondern gemäss der Erfindung in einem Quereinschliff im Widerstandsträger zu versenken, der bezüglich seiner Längsrichtung senkrecht zur Längsachse des Widersrandsträgers liegt und nur einen Teil des äusseren Umfanges des Trägerkörpers beansprucht.
An Hand der Zeichnungen wird die Erfindung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch den Widerstandsträger, Fig. 2 einen Querschnitt.
Der Widerstandsträger 1 mit der Mittelbohrung 2 ist mit zwei Quereinschliffen 3 versehen. Ein Kontaktglied 4, das in bekannter Weise als Zwischenleiter die Verbindung zwischen Widerstandsdraht und Anschlusskontakt herstellt, wird in den Quereinschliff eingelegt und mit Kitt, Zement 5 od. dgl. befestigt.
Das eine Ende des Zwischenleiterstückes wird dann zu einem kleinen Häkchen gebogen, in welchem der Widerstandsdraht abgebunden und später verschweisst wird. Das längere Ende wird in bekannter Weise mit dem äusseren Anschluss des Widerstandes, also mit einer Schelle oder Kappe, gut leitend verbunden.
Fig. 3 zeigt eine andere Ausführungsform des Kontaktgliedes. Es besteht in diesem Falle aus den beiden Metallteilen 6 und 7, die bei 8 miteinander verschweisst sind. Es handelt sich in beiden Fällen um
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B.bänder 6 und 7 in Ansicht erscheinen. Man sieht insbesondere die vorzugsweise zueinander senkrechte Anordnung der beiden Bänder 6 und 7 und die Schweissstelle 8.
Fig. 5 zeigt im Aufriss und Fig. 6 im Grundriss eine andere Ausführungsform der Metallbänder, bestehend aus den Teilen 9 und 10, welche ebenfalls vorzugsweise senkrecht zueinander angeordnet und miteinander an der Schweissstelle 11 verschweisst werden. Diese Ausführungsform ist sehr vorteilhaft, weil das Kontaktglied in Pfeilrichtung federnd im Schlitz anliegt und dadurch während des Trockenvorganges bis zum Erhärten des Kittes seine Lage beibehält.
Die erfindungsgemässe Kontaktierung weist viele Vorteile auf. So bildet beispielsweise das Zwischenleiterstück 4 bzw. 6 bzw. 9 eine direkte Verbindung vom Widerstandsdraht zur Schelle oder Kappe ohne dazwischen liegende Schweissstelle.
Es ist auch in vielen Fällen erwünscht, die Einschliffe für das Kontaktglied erst nach dem Brennen des Widerstandstragers anzubringen, damit für Aufträge mit kleinerer Stückzahl von Widerständen mit Anzapfungen nicht erst spezielle Porzellankörper hergestellt und dieselben gebrannt werden müssen. Am gebrannten Widerstandsträger wäre zin Bohren der Keramik sehr zeitraubend und infolge der grossen Härte überaus schwierig ; Quereinschliffe dagegen können jederzeit und ohne Schwierigkeiten auch am gebrannten Widerstandsträger mit einer Schleifscheibe leicht angebracht werden.
Ein weiterer Vorzug liegt darin, dass die Quereinschliffe sehr schmal gehalten werden können, wo- durch geg. i . ber dt.- ssc-hrloch die aktive Wickellänge des Widerstandsträgers sich vergrössert.
Die Quereinschliffe besitzen ferner nur eine geringe Tiefe. Dadurch verbleibt eine erheblich grössere Wandstärke bis zur Mittelbohrung als beim Bohrloch, wodurch die Durenschlagsfestigkeit gegenüber dem für die Montage h. lurchgesteckten Metallbolzen um ein Vielfaches erhöht wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kontaktierung für elektrische Drahtwiderstände mit mehreren, vorzugsweise zwei im Widerstandsträger befestigten Kontaktgliedern, die die Verbindung zwischen Widerstandsdraht und Anschlusskontakt herstellen, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Kontaktglied in einem Quereinschliff im Widerstandsträger versenkt ist, der bezüglich seiner Längsrichtung senkrecht zur Längsachse des Widerstandsträgers liegt, und nur einen Teil des äusseren Umfanges des Trägerkörpers beansprucht.